AT208383B - Einrichtung zur Vermeidung der Belastung der Gefäßwand von Glüh- oder Schmelzgefäßen - Google Patents

Einrichtung zur Vermeidung der Belastung der Gefäßwand von Glüh- oder Schmelzgefäßen

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AT208383B
AT208383B AT808558A AT808558A AT208383B AT 208383 B AT208383 B AT 208383B AT 808558 A AT808558 A AT 808558A AT 808558 A AT808558 A AT 808558A AT 208383 B AT208383 B AT 208383B
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AT
Austria
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vessel
annealing
vessel wall
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melting vessels
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AT808558A
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English (en)
Inventor
Gert Ing Putschoegl
Werner Ing Daubitz
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke Gmbh
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  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Vermeidung der Belastung der Gefässwand von   Glüh-oder Schmelzgefässen   
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Vermeidung der Belastung der Gefässwand von Glüh-oder Schmelzgefässen, deren Boden während der Wärmeeinwirkung auf dem Ofenboden abgestützt ist und bei der die Verschluss-, Trag- und sonstigen Zubehörteile an einem gemeinsamen Dichtungsflansch befestigt sind. 



   Bei bekannten Ausführungen dieser Art sind die Gefässe sowohl an ihrem oberen Teil als auch am Boden fest abgestützt. Eine solche Abstützung gewährleistet jedoch keineswegs eine wirkungsvolle Entlastung der Gefässwand bzw. des Gefässbodens, da es wegen der durch die Wärmewirkung bedingten Längenänderungen nicht zu erreichen ist, dass das Gefäss an beiden Unterstützungsstellen auch nur annähernd gleichmässig aufliegt und daher eine Belastung der Gefässwand unvermeidlich ist. 



   Es ist ferner bekannt, die   Glühgefässe   am oberen Rand auf einer festen Unterlage aufzuhängen und am Boden eine in senkrechter Richtung bewegliche Abstützung vorzusehen, die mittels geeigneter Vorrichtungen eine nach oben gerichtete Kraft auf den Gefässboden ausübt und damit das Gefäss sowie einen Teil des Chargengewichtes ausgleicht. Da derartige Gefässe meist in Gruben untergebracht werden, macht die Unterbringung der Kraftübertragungseinrichtung innerhalb der Grube wegen der beengten Raumverhältnisse erhebliche Schwierigkeiten.

   Zur Vermeidung dieser Nachteile sind auch schon Einrichtungen für Glüh- oder Schmelzgefässe gebaut worden, bei denen der Boden des Gefässes fest abgestützt ist, während eine elastische, in ihrer Kraftwirkung verstellbare Abstützung am oberen Rand des Gefässes derartig angreift, dass die Gefässwände von einer Druckbeanspruchung wenigstens teilweise entlastet sind. 



  Abgesehen davon, dass elastische Glieder wie Federn oder schwenkbare Hebel mit Gegengewichten anfällige Bauteile darstellen, ist diese Bauart in rauhen Hüttenbetrieben insofern nachteilig, als die nachgiebigen Glieder jeweils nur so stark entlasten dürfen, dass bei aufsitzendem Gefässboden nur das Gewicht des Verschlussteiles einschliesslich der Zubehörteile aufgehoben wird. Erhöht sich das Gewicht der Verschlussteile, beispielsweise durch Aufschlagen des Kranhakens oder sonstiger Teile beim Absetzen des Gefässes, so gibt das elastische Glied - wenn auch nur kurzzeitig - nach und das zusätzliche Gewicht   überträgt   sich unmittelbar auf die Gefässwände, so dass diese beschädigt werden können. 



   Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht in der Schaffung einer Einrichtung, bei der die Nachteile der bekannten Einrichtungen vermieden werden, u. zw. durch Ausschaltung der elastischen Abstützung. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erzielt, dass zwischen dem Dichtungsflansch und dem oberen Gefässrand eine auf dem Ofen abgestützte Dichtungstasse angeordnet ist, die eine durch die Wärmewirkung bedingte Längenausdehnung des Gefässes zulässt. Die Dichtungstasse weist dabei vorteilhaft zwei höhenverschiedliche Anschläge auf, von denen der eine den Dichtungsflansch und der andere den oberen   Gefässrand - im   wesentlichen beim Transport - aufnimmt. 



   Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden an Hand der Zeichnung näher erläutert :
Im Inneren des mit Heizkörpern 1 ausgerüsteten Schachtofens 2 ist das Glühgefäss 3 angeordnet, dessen Boden 4 sich auf dem Boden 5 des Schachtofens abstützt. Der obere Rand 6 des Gefässes liegt auf einem Anschlag 7 der auf dem Ofen abgestützten Dichtungstasse 8. Zwischen Dichtungstasse 8 und dem 

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 Ofen kann eine Dichtung 9, beispielsweise aus Asbest, angeordnet sein. Ferner ist in an sich bekannter Weise am oberen Rand 6 des Gefässes ein Dichtungskragen 10 angeordnet, der in die mit Sand 11 oder ähnlichem Stoff gefüllte Rinne der Dichtungstasse 8 hineinragt.

   Dehnt sich die Wandung des Gefässes 3 infolge der Wärmeeinwirkung aus, so hebt sich der obere Rand 6 des Gefässes vom Anschlag 7 ab und nimmt beispielsweise die in der Zeichnung gestrichelt gezeichnete Lage ein. Bei der Abkühlung schrumpft die Gefässwandung langsam zusammen und gelangt dabei wieder auf den Anschlag 7. Die Dichtungstasse 8 weist einen weiteren, gegenüber dem Anschlag 7 erhöht angebrachten Anschlag 12 mit einer Dichtung 13 auf, auf dem sich der Dichtungsflansch 14 abstützt. Der Dichtungsflansch 14 trägt gleichzeitig die Aufhängevorrichtung 15, den Verschlussstopfen 16 und die durch diesen hindurchgeführte Lüfterwelle mit   Lüfterflügel 17   und den   Lüftermotor   18.

   Ferner trägt der Dichtungsflansch weitere Zubehörteile, wie die Leitungen 19 und 20 für die Gaszuleitung und den Gasabzug sowie das Thermoelement 21. 



     Die Einrichtung nach der Erfindung zeichnetsichgegeniiber   den bekannten Einrichtungen vor allem dadurch aus, dass selbst bei einem übergrossen Druck auf die Tragvorrichtung und damit auf den Dichtungflansch 14 mit dem druckempfindlichen   Glühgefäss   3 keine kraftschlüssige Verbindung besteht,   d. h.   dass keine Kräfte von aussen auf die Wandung des Gefässes 3 übertragen werden können. Trotzdem ist dafür Sorge getragen, dass sich das Glühgefäss infolge der Wärmewirkung unter Vermeidung anfälliger Bauteile ungehindert in dem vom Anschlag 7 der Dichtungstasse und dem Dichtungsflansch 14 begrenzten Raum ausdehnen kann.

   Wenn die Klemmelemente 22 in die in der Zeichnung dargestellte Lage gebracht werden, ist es durch Anheben möglich, den gesamten Ofeneinsatz des Glühgefässes herauszunehmen, während durch Lösen und Umlegen der Klemmelemente das Herausziehen des   Verschlussstopfens   einschliesslich der mit diesem fest verbundenen Teile möglich ist. 



   Der Gegenstand der Erfindung beschränkt sich nicht auf das angeführte Ausführungsbeispiel, sondern er kann in mehrfacher Weise abgewandelt werden. So ist es z. B.. möglich, an Stelle der dargestellten Klemmelemente beliebige andere Befestigungsmittel zu verwenden. Ferner ist es möglich, die Dichtungstasse so auszubilden, dass sie die Ausdehnung des Glühgefässes zulässt und dabei gleichzeitig das   Glühgefäss   in eine annähernd zentrische Lage zum Ofen bringt. Wesentlich ist bei allen Abänderungsvorschlägen, dass von dem Dichtungsflansch keine Kräfte von   aussen auf   das Glühgefäss übertragen werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Einrichtung zur Vermeidung der Belastung der Gefässwand von Glüh- oder Schmelzgefässen, deren Boden während der Wärmeeinwirkung auf dem Ofenboden abgestützt ist und bei der die Verschluss-, Trag- und sonstigen Zubehörteile an einem   gemeinsamen Dichtungsflansch, befestigt sind, dadurch ge-   kennzeichnet, dass zwischen dem Dichtungsflansch und dem oberen Gefässrand eine auf dem Ofen abgestützte Dichtungstasse angeordnet ist, die eine durch die Wärmeeinwirkung bedingte Längenausdehnung des Gefässes zulässt.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungstasse zwei höhenverschiedliche Anschläge aufweist, von denen der eine den Dichtungsflansch und der andere den oberen Ge- fässrand - im wesentlichen beim Transport des Gefässes - aufnimmt.
AT808558A 1957-11-22 1958-11-21 Einrichtung zur Vermeidung der Belastung der Gefäßwand von Glüh- oder Schmelzgefäßen AT208383B (de)

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