AT20825B - Verfahren zur Desinfektion von Saatgetreide mittelst Formaldehyds. - Google Patents
Verfahren zur Desinfektion von Saatgetreide mittelst Formaldehyds.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Desinfektion von Saatgetreide mitte1st Formaldehyds. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Desinfektion von Saatgetreide mittels Formaldehyds und bezweckt, das Getreide nach der Desinfektion derart zu be- handeln, dass es jederzeit, d. h. unmittelbar nach der Desinfektion sowohl. als auch später, als Saatgut oder auch als Futtermittel und für sonstige Zwecke verwendet werden kann. Die bisher angewendeten Verfahren zur Desinfektion von Saatgut zum Schutze gegen Pflanzenkrankheiten beruhen zumeist auf der Anwendung eines flüssigen Beizmittels, mit welchem das Saatgut so stark angefeuchtet wird, dass es nach Beendigung der Desinfektion nicht sogleich ausgesät werden kann, sondern zunächst wieder lufttrocken gemacht werden muss. Durch dieses Verfahren werden zwar die auf den Körnern vorhandenen schädlichen Al1steckungsstoffe vernichtet, zugleich wird aber auch die Keimfähigkeit des Getreides ver- mindert, und zwar um so mehr, je länger das eingebeizte Korn an der Luft liegen bleibt, und je stärker die Beize auf den Körnern eintrocknet. Um diesen Übelstand möglichst zu vermeiden, geschieht das Einbeizen des Getreides bisher kurz vor der Aussaat. Wird diese aber durch schlechtes Wetter oder sonstwie über eine gewisse Frist hinaus verzögert, so wird die Keimfähigkeit des Getreides derart vermindert, dass dasselbe als Saatgut nicht mehr verwendbar ist ; da ferner die auf den Körnern eingetrocknet Beize dieselben auch als Nahrungs-und Futtermittel unverwendbar macht, so wird das Getreide in solchem Falle wertlos. Bei dieser Art von Desinfektion kann also das desinfizierte Saatgetreide nicht auf Vorrat hergestellt und auch nicht in den Handel gebracht werden, so dass jeder Landwirt die Desinfektion selbst vornehmen muss. Hiedurch wird häufig infolge nicht sachgemässer Vornahme des Einbeizens dessen Wirksamkeit überhaupt in Frage gestellt. Diese Übel- stünde der bisherigen Beizverfahren werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt, der- zufolge das Saatgut zunächst in bekannter Weise mit dem fliissigen Beizmittel behandelt und darauf unter gleichzeitiger starker Belüftung so hoch erhitzt wird ; dass die Keim- fähigkeit dadurch noch nicht leidet. Durch dieses Erhitzen und das gleichzeitige starke Belüften wird das Desinfektionsmittel bis auf unschädliche Spuren entfernt, so dass das Getreide nicht nur für Saatzwecke, sondern auch ohne weitere Behandlung für alle anderen Zwecke. beispielsweise als Futtermittel, verwendbar ist und bleibt. Mit Hilfe des neuen Verfahrens kann nunmehr Getreide auf Vorrat desinfiziert und dann in den Handel gebracht werden, so dass es nicht mehr, wie bisher, erforderlich ist, die Desinfektion jedesmal erst kurz vor der Aussaat vorzunehmen.
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