AT121326B - Verfahren zur Entkeimung von Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zur Entkeimung von Flüssigkeiten.

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AT121326B
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sterilization
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Georg Alexander Dr Krause
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Georg Alexander Dr Krause
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  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Entkeimung   von   Flüssigkeiten.   
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 durchgeführt werden kann. 



  Es sind bereits   Verfahren   zur Sterilisierung von Flüssigkeiten bekannt, bei denen   oligodynamiseh   wirksame Metalle oder Metallverbindungen verwendet werden. Alle diese bekannten Verfahren arbeiten in der Weise. dass die zu sterilisierenden Flüssigkeiten mit den oligodynamisch wirksamen Stoffen in
Berührung gebracht und so lange in Berührung belassen werden, bis die zu behandelnden Flüssigkeiten steril sind. Da zur oligodynamischen Sterilisierung mit Vorteil Metalle und Metallverbindungen ans 
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 unterbricht und auf diese Vorentkeimung eine gegebenenfalls mebrstufige Fertigentkeimung folgen lässt.

   Es wurde nämlich die Feststellung gemacht, dass die teilweise entkeimten Flüssigkeiten sich selber ohne   Berührung mit oligodynamisch wirksamer Substanz weiterentkeimen.   Die auf die   Vorentkeimung   folgende Fertigentkeimung kann deshalb durch Selbstentkeimung der vorentkeimten Flüssigkeitn bewirkt werden, indem man z. B. die   vorentkeimten     Flüssigkeiten   einfach   stehenlässt.   Man kann aber die Fertigentkeimung auch durch gegebenenfalls mehrstfige Berührung der vorentkeimten Flüssig- 
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 gegebenenfalls   nachfolgende oder zwischengeschaitpte Selbstentkeimung bewirken.   Der   gesamte Ent-   keimungsvorgang ist dann in kürzerer oder längerer Zeit je nach der Intensität der ersten Behandlung beendet.

   Anstatt auf die Vorentkeimung eine ein- oder mehrstufige Fertigentkeimung mit oligodynamisch wirksamenStoffengröbererVerteilungodergeringererWirkungodergeringerenMengenoligodynamisch wirksamer Stoffe als zur Vorentkeimung verwendet folgen zu lassen, kann man, wenn es die besonderen 
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 oligodynamiseh wirksamer Stoffe, als in der Vorentkeimung verwendet mit   gegebenenfa] Is nachfolgender   oder zwischengeschalteter   Seibstentkeimung folgen lassen. Der nach der Erfindung vorentkeimten oder   fertigentkeimten Flüssigkeit kann man unbehanlete Rohflüssigkeit zustzen, die dann durch die entkeimte Flüssigkeit fertigentkeimt wird. 



   Zur Durchführung des nueen Verfahrens sind eine Reihe von Vorrichtungen geeignet, die in 
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   Einrichtungen   können einer oder mehrere der hintereinandergeschalteten   Entkeimungsräume   verviel-   facht   und parallelgeschaltet sein. Ebenso können in einem oder mehreren der Entkeimungsräume oligodynamisch wirksamer Substanzen in abgestuften Mengen oder abgestufter Verteilung oder von abgesstufter   Wirkung   vorhanden sein.

   Man kann aber auch so arbeiten, dass man die Entkeimung in einem einzigen Entkeimungsraum vornimmt, der mit oliodynamisch wirksamer Substanz abgestufter   Vertei-   lung oder in abgestuften Mengen oder von abgestufter Wirkung ausgerüstet ist, so dass die einzelnen 
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 in den Raum 15 läuft, der mit Trennwänden 20 versehen sein kann, bevor sie durch den Ablauf 18 abläuft, wird so geregelt, dass die   Flüssigkeit beim Austritt den gewünschten Entkeimungsgrad aufweist.   Ebenso wird die   Füllung   16 im Raum 14 der Art der zu behandelnden Flüssigkeit angepasst, damit diese mit der Intensität oligodynamisch behandelt wird, die erforderlich ist,   um   die Fertigentkeimung bei Durchlauf durch den   Raum 15   zu beenden.

   Auch durch Verschiebung der Trennwand 13 kann man die Räume 14 und 15 den Flüssigkeitsarten,   Flüssigkeitsmengen   und der Art der   oligodynamiseh   wirksamen Substanz anpassen. 



   Fig. 4 zeigt eine   Ausführungsform   einer Vorrichtung, bei der mit der oligodynamiseh wirksamen Metallen   21,   z. B. Silber, Kupfer,   Silberkupferlegierung auf Trägern,   z. B. Quarzsand, ganz oder teilweise gefüllte, gegebenenfalls mehrstufige (Fig. 2) Vorentkeimer   22   mit   Zulauf 28 von   dem Fertigentkeimer 24 mit Ablauf   26   getrennt ist. Der Vorentkeimer 22 und der Fertigentkeimer 24 können kontinuierlich oder diskontinuierlich arbeiten ; ebenso kann einer der beiden, durch Leitung 26 gegebenenfalls mit Ver-   schlusshahn   mit einander verbundenen Entkeimer kontinuierlich oder diskontinuierlich arbeiten. 
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 Weise lassen sich eine beliebige Anzahl von weiteren   Schaltungssehemen vornehmen.   



   Beispiele :
62'5 Liter grober Quarzsand werden mit 30 g Silber pro Liter Sand, also mit 1250 g Silber überzogen. Durch den Quarzsand lässt man in der Minute 5 Liter Wasser fliessen, das 500. 000 Colikeime pro Kubikzentimeter enthält. Das aus dem Sand austretende Wasser hat noch einige Tausend Keime pro Kubikzentimeter. Das Wasser wird nun in einem Gefäss, in dem sich keine oligodynamisch wirksamen Metalle befinden, sich selbst überlassen. Nach sechs Stunden ist völlige Sterilität eingetreten. 



   2. Durch das oben beschriebene Filter wird   Bier, das reichlich Lnfthefe   enthält, durehgesogen. 



  Das Bier enthält nach der Behandlung noch eine, wenn auch verminderte Anzahl von   Hefezellen.   Die Behandlung hat jedoch genügt, um dieselben innerhalb von zwei Tagen in einem Gefäss, das keine oligodynamischen Metalle mehr enthält, zur Abtötung zu bringen. 



   3. Durch 1000 g Kupferfeilspäne wird Wasser, das 2000 Colikeime pro Kubikzentimeter enthielt, in einer Menge von 500   cm     in der Minute hindurchgesogen.   Das so behandelte Wasser enthält nach der Abnahme noch 400 Keime pro Kubikzentimeter. Nachdem das Wasser in einem Gefäss, das kein Kupfer enthält, sich selbst überlassen wurde, fanden sich nach   der Untersuchung,   die 12 Stunden nach dem Durchpassieren durch das Filter erfolgte, keine Colikeime mehr im Wasser vor. 



   4. Will man ein die gleiche Keimzahl aufweisendes Wasser bei gleicher Fördermenge wie im Beispiel 1 dadurch entkeimen, dass man es bis zu seiner vollständigen Entkeimung mit dem Silbersand in Berührung lässt, so muss man 2250 Liter Sand verwenden, der mit 5 g Silber pro Liter Sand, also insgesamt mit 11. 250 g Silber überzogen ist. Das mit der Fördermenge von 5 Liter pro Minute durch den Sand hindurchgehende Wasser ist schon beim Austritt steril. Die für den Betrieb bereitzustellende Silber- 
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 Arbeiten nach der Erfindung mit einem Neuntel der Silbermenge den gleichen Effekt wie nach bekannten Methoden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur vollständigen oder teilweisen Entkeimung von Flüssigkeiten durch Berührung mit oligodynamisch wirksamen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Berührung der zu entkeimenden Flüssigkeit mit den oligodynamisch wirksamen Stoffen vor der   völligen Entkeimung unterbrochen   wird 
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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigentkeimung durch Selbstentkeimung der vorentkeimten Flüssigkeit bewirkt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fertigentkeimung durch gegebenenfalls mehrstufige Berührung der vorentkeimten Flüssigkeit mit oligodynamisch wirksamen Stoffen geringerer Wirkung oder geringeren Mengen oligodynamisch wirksamer Stoffe als in der Vorentkeimung verwendet und gegebenenfalls nachfolgende Selbstentkeimung bewirkt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die gegebenenfalls mehrstufige Fertigentkeimung durch Berührung der vorentkeimten Flüssigkeit mit oligodynamisch wirksamen Stoffen grösserer Wirkung oder grösseren Mengen oligodynamisch wirksamer Stoffe als in der Vorentkeimung EMI3.5 5. Verfahren nach Anspruch 1 oder den Unteranprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der vorentkeimten oder fertigentkeimten Flüssigkeit unbehandelte Rohflüssigkeit zugesetzt wird. <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 dynamisch wirksamer Substanz verschiedener, z. B. abgestufter Wirkung oder mit oligodynamiscii wirk- samer Substanz gleicher Wirkung, aber in verschiedener, z.
    B. abgestuft gröber oder feiner werdender Verteilung oder mit wechselnden Mengen, z. B. kleiner oder grösser werdenden Mengen oligodynanisch wirksamer Substanz ausgerüstet sind, wobei gegebenenfalls einer oder mehrere der auf den ersten Entkeimungsraum folgenden Entkeimungsräume, z. B. der letzte Entkeimungsraum frei von oligodynamisch wirksamer Substanz sein kann.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der hintereinandergeschaltetenEntkeimungsräumevervielfachtundparallelgeschaltetsind.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einem oder mehreren der Entkeimungsräume die oligodynamiseh wirksame Substanz in abgestuften Mengen oder abgestufter Verteilung oder von abgestufter Wirkung vorhanden ist. EMI4.2 EMI4.3
AT121326D 1928-08-02 1929-07-25 Verfahren zur Entkeimung von Flüssigkeiten. AT121326B (de)

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