AT20686B - Schreibtelegraphengeber. - Google Patents

Schreibtelegraphengeber.

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AT20686B
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Kopier Telegraph Ges Mit Besch
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schreibtelegraphengeber. 



   Die bisher bekannten Schreibtelegraphengeber mit Zerlegung der Schreibstiftbewegung in rechtwinklige Koordinaten durch mit dem Schreibstift verbundene, über Widerstände schleifende Hebel (oder durch mit dem Schreibstift verbundene, drehbare Kontakte oder Widerstände bewegende Zugmittel) bewirken keine genaue, sondern nur eine annähernd richtige Zerlegung der Schreibstiftbewegung. Die Ungenauigkeit rührt daher, dass bei der Bewegung des Schreibstiftes längs der einen Koordinatenachse eine Schwingung des der anderen Koordinatenachse zugehörigen Hebels oder Zugmittels erfolgt, welche wegen der Abweichung zwischen Kreisbogen und Sehne eine Verschiebung des Hebeldrehpunktes bezw. eine Längenänderung des Zugmittels zur Folge hat.

   Während also bei der Bewegung des Schreibstiftes parallel zur einen Achse der Widerstand in dem der zweiten Achse zugehörigen System nicht verändert werden sollte, da doch die gedachte Bewegung des Schreibstiftes im Sinne der zweiten Achse gleich Null ist, findet dennoch eine fehlerhafte Veränderung des Widerstandes im letzteren System statt, wodurch natürlich die Wiedergabe der Schreibstiftbewegung auch bei jeder anderen Bewegungsrichtung entstellt wird. Die Grösse des Fehlers wächst mit dem Ausschlag des Hebels (oder Zugmittels). 



  Wollte man aber den Ausschlag so klein machen, dass der Fehler unmerkbar wird, so würde man   zn     unzweckmässigen,   unhandlichen Abmessungen gelangen. 



   Es ist der Zweck vorliegender Erfindung, die gedachte fehlerhafte Veränderung des Widerstandes auszuschalten, und zwar geschieht dies dadurch, dass auf einem längs der Bewegungsbahn des Hebeldrehpunktes angeordneten Widerstand ein mit dem Hebel ver-   bundenes, bogenförmiges Kontaktstück   von solcher Krümmung schleift, dass die beim Mitschwingen des Hebels unvermeidliche Verschiebung des Kontaktbogens eine Verschiebung des   Berührungspunktes   auf dem Widerstand nicht zur Folge hat. Die Form des Kontaktbogens ist also eine solche, dass der Berührungspunkt um so viel, als er durch die Verschiebung des Hebels auf dem Widerstand vorgehen würde, durch die gleichzeitige Schwingung vermöge der zurückgehenden Krümmung des Kontaktbogens zurück verlegt wird, so dass er sich in Wirklichkeit nicht von der Stelle bewegt. 



   Aus der Beseitigung des Fehlers folgt nun, dass in jedem der beiden Systeme der Berührungspunkt nur genau diejenige Verschiebung auf dem Widerstand erfährt, welche ihm im Sinne der betreffenden Koordinatenhewegung zukommt. 



   Die Erfindung ist auf der zugehörigen Zeichnung in zwei Ausführungsformen dar- 
 EMI1.1 
 der Deutlichkeit halber die   Geradführung   des einen Hebels fortgelassen ist. Hiezu   gehört   Fig. 3 als Seitenansicht, welche aber nur das eine System darstellt. Fig. 2 ist ein Teil-   Grundriss   der zweiten Ausführungsform. 



   Es bezeichnet 1 den Schreibstift, mit welchem die Hebel 2 und 2 verbunden sind. 



  Ihre Drehbolzen 3 und   boa   sind in den rechtwinklig zueinander liegenden   Goradführungen   4 
 EMI1.2 
 Fig. 1 und 2 lehrt, liegt der Kontaktbogen vom Schreibstift aus bei der ersten Ausführungsform diesseits, bei der zweiten Ausführungsform jenseits des Drehbolzens 3   (brzw. 8a). Die   Kontaktbogen schleifen auf den unterhalb der   Geradführungen   liegenden   Widerständen C   und   6a.   Die Schaltung ist die bei Schreibtelegraphen dieser Gattung ge-   bräuchliche   ; durch die Veränderung der Widerstände 6 und 6a wird der elektrische Zustand in den zum Empfänger führenden Zweig-Fernleitungen verändert. 



   Im folgenden soll die den Kontaktbogen zu gebende Form näher bestimmt worden. 



  Es handelt sich nach den vorstehenden Ausführungen darum, die Verschiebungsgrösse ues Berührungspunktes zwischen Kontaktbogen 5 bezw.   511 und   Widerstand 6 bezw.   6a   genau gleich derjenigen Bewegung zu machen, welche die Schreibstiftspitze im Sinne der ent- 
 EMI1.3 
 liebige   Kurve q   zeichnet, soll der Berührungspunkt v des Kontakbogens 5 bezw.   50. mit   dem Widerstand   ss bezw. ss   eine Strecke b = r   q   zurücklegen. Bewegt sich aber der Stift von   oil   nach dem Mittelpunkt in der   Schreibfläche,   so soll der Berührungspunkt v an seiner Stelle stehen bleiben.

   Letzter Fall soll zunächst analytisch verfolgt werden :
Bewegt sich der Schreibstift in gerader Linie von p nach m, so verschiebt sich der Drehpunkt 3 des Hebels 2 nach dem Punkt t, also um die Strecke y. Der Berührungs- 

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 punkt   f des Kontaktbogens.   5 mit dem Widerstand 6 soll dann mit dem   Scheitelpunkt M   zusammenfallen. Der Kontaktbogen muss demnach eine ganz bestimmte Krümmung aufweisen, damit der Berührungspunkt sich nicht verschiebt. 



   Die Krümmung soll durch eine Gleichung untenstehend ausgedrückt werden :
Die Kurve des Bügels 5 ist eine Funktion des Winkels a. Ist die Länge des Hebel-   armes ===   und die Strecke   3 u-a, so ist   : 
 EMI2.1 
 Ist die Strecke   x   der mit dem Winkel oc veränderliche Radius des Kontaktbogens, so ist 
 EMI2.2 
 
Um zu ermitteln, welche Strecke der Punkt v zurücklegt, wenn der Stift den Weg p q beschreibt, denke man sich, der Stift bewege sich geradlinig von p nach r und dann von t nach q. Während des Weges   p t. bleibt   Punkt v stehen gemäss obiger Gleichung. Während des Weges r   q   verändert sich der   Winkel &alpha;nicht und   der Punkt v legt die Strecke b zurück, welche, wie leicht einzusehen, gleich der Strecke r q ist, was noch zu beweisen war. 



   Liegt der Kontaktbogen jenseits vom Drehpunkt 3 (Fig. 2), so hat er eine andere Krümmung und es gilt nun die Gleichung 
 EMI2.3 
 
Hinsichtlich der allgemeinen, aber nicht zum Gegenstand der beanspruchten Erfindung gehörigen Anordnung des Schreibtelegraphen, bei welchem die beschriebene Erfindung verwendet werden soll, ist noch folgendes zu erwähnen. 



   Die in Fig. 1 angedeutete lokale Batterie B speist zwei Teil-Stromkreise I und II, in welche die Widerstände 6 und   6a.   eingeschaltet sind. Mit den auf diesen   Widerständen   beweglichen Kontaktbügeln sind zwei Fernleitungen   1a.   und   110. verbunden,   durch welche je nach der Stellung der   Kontaktbügel   zu den   Widerstandskörpern   ein grösserer oder kleinerer Teil des Stromes nach dem Empfänger geleitet wird. Als gemeinsame Rückleitung dient ein Draht oder-wie in Fig. 1 angenommen-die Erde, an welche die Platten P und P'gelegt sind.

   Denkt man sich die Kontaktbügel entfernt, so muss der Strom der Ortsbatterie lediglich durch die beiden örtlichen Teil-Stromkreise 1 und Il unter Überwindung des verhältnismässig grossen Widerstandes der Widerstandskörper 6 strömen. 



    Legen sich aber die Kontaktbügel   an die Widerstandskörper an, so geht ein Teil des Stromes in die Forn-Teilkreise über, und zwar ein nm so grösserer Teil des Stromes,   jp     k) eincr   der in die Fern-Teilkreise einhezogene Teil der Widerstandskörper ist. Durch die bei der Verschiebung der Kontaktbügel auftretenden Stromschwankungen werden zwei an der Empfangsstation in die Fern-Teilkreise eingeschaltete Elektromagnete in ihrer Anziehungskraft verändert, so dass ihre Anker stärker oder schwächer angezogen werden.

   Durch die Schwingungen der Anker werden beispielsweise zwei Spiegel oder ein gleichzeitig in zwei verschiedenen Ebenen   schwingende !' Spiegel   derart gesteuert, dass sie einen Lichtstrahl die ursprüngliche Bewegung des Geber-Schreibstiftes aus den Koordinaten wieder herstellon lassen. Der Lichtstrahl gibt dann auf einem Blatt lichtempfindlichen Papieres die Züge des Geber-Schreibstiftes photographisch wieder und es bedarf nur noch der Entwicklung und Fixierung des lichtempfindlichen Papieres, um eine getreue Kopie der Depeschenniederschrift zu erhalten. 



     'Diese Anordnung des Empfängers   ist beispielsweise angegeben, um das Gesamtbild eines die beanspruchte Erfindung enthaltenden Schreibtelegraphen zu   skizzieren.   Der   Empfänger   kann aber auch von anderer Art sein und auch die Schaltung kann von der 
 EMI2.4 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Schreibtelegraphengeber mit Zerlegung der Schreibstiftbewegung nach rechtwinkligen lioordinaten durch auf Widerständen verschiebbare Hebel, dadurch gekennzeichnet, dass die Berührung zwischen den verschiebbaren Hebeln und den Widerständen auf Kontaktbogen von solcher KrÜmmung stattfindet, dass die bei geradliniger Bewegung der Schreibstiftspitze parallel zur einen Koordinatenachse auftretende Bewegung des zur anderen Koordinatenachse gehörenden Hebels eine Verschiebung, der Derültrungsstelte des diesem EMI2.5
AT20686D 1902-06-07 1903-06-22 Schreibtelegraphengeber. AT20686B (de)

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