<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
in nassem Zustand weich und daher unhandbar wird.
Zahlreiche Verfahren zur Holzimprägnierung beispielsweise mit Sc'hutzlösungen sind durchaus bekannt und bei einigen von ihnen werden verschieden hohe Drucke und Unterdrucke angewendet. Holz hat jedoch eine durchgehende Zellenstruktur und besteht im Wesen aus einer Masse von untereinander verbundenen Zellen. Pappen, um welche es sich bei der gegenständlichen Erfindung handelt, haben jedoch keine kontinuierliche Struktur und aus diesem Grunde weichen die Verfahren zu ihrer Imprägnierung grundsätzlich von jenen bei der Holzimprägnierung ab. Es wurde jedoch gefunden, dass eines der für die Holzbehandlung entwickelten Imprägnierverfahren, nämlich das Rüpingverfahren, auch zur Imprägnierung von Pappen anwendbar ist.
Das Rüpingverfahren zur Holzbehandlung besteht im Grunde darin, Luft oder ein anderes Gas unter Druck in das zu imprägnierende Holz einzupressen und sodann die Imprägnierflüssigkeit mit einem höheren Druck als dem verwendeten Gasdruck in das Holz einzuführen. Nach einer gewissen Zeit wird der Druck aufgehoben und, falls gewünscht, auf das Holz Unterdruck zur Einwirkung gebracht, wobei eine erhebliche Menge des Imprägniermittels durch das im Holz enthaltene Druckgas herausgepresst wird.
Kontrolliert man den Anfangsgasdruck und jenen, mit welchem die Flüssigkeit in'das Holz eingepresst wird, sowie gewünschtenfalls die Imprägnierdauer, so kann die Menge von eingebrachtem Imprägniermittel, desgleichen auch die Eindringtiefe, überwacht und geregelt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Pappenimprägnierung mit Flüssigkeit ist da- durch gekennzeichnet, dass die Pappe in einem Autoklaven einem anfänglichen Gas-, vorzugsweise Luftdruck ausgesetzt, die Imprägnierflüssigkeit sodann in den Autoklaven unter grösserem Druck als dem anfänglichen Gasdruck eingeführt wird, um sie in die
<Desc/Clms Page number 2>
Pappe entgegen der Wirkung des Gasdruckes bis zum gewünschten Ausmass der Imprägnierung einzupressen, worauf der Flüssigkeitsdruck aufgehoben wird.
Eine weitere Kontrollmassnahme für das Ausmass der Imprägnierung kann durch Änderung der Zeit erreicht werden, während welcher der Flüssigkeitsdruck wirksam ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird zweckmässig beispielsweise unter Verwendung
EMI2.1
können auch andere Durchführungen ins Auge gefasst werden.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann Pappe in jedem gewünschten Ausmass und mit jeder gewünschten Eindringtiefe imprägniert werden. Dies ergibt einen erheblichen Fortschritt in der Technik, da Pappen Flüssigkeit leicht aufnehmen und schon ein Eintauchen während sehr kurzer Zeit eine mit einer ausserordentlichen Volumsvergrösserung verbundene Absorption zur Folge hat.
Aus der unten stehenden Tabelle ist ersichtlich. dass die Flüssigkeitsaufnahme in Liter
Die Tabelle 1 zeigt, dass die Absorption in den Grenzen von etwa 65 bis 500 l/m3 geregelt werden kann, wobei die letztgenannte Menge an Imprägniermittel im allgemeinen ausreicht, eine praktisch vollkommene Flammfestigkeit zu erreichen, während eine Menge von 65 l/m3 nur eine beträchtliche Verzögerung der Entflammung an der Oberfläche der Pappe bewirkt.
In diesem Zusammenhang sei bemerkt, dass es oft nur notwendig ist, eine oberflächliche Entflammungverzögerung der Imprägniermittel je 1 m3 Pappe schon beim Eintauchen während nur weniger Minuten ausserordentlich hoch ist.
EMI2.2
<tb>
<tb> Tauchdauer <SEP> : <SEP> Absorption <SEP> i <SEP> l/m3
<tb> Minuten <SEP> Sekunden
<tb> 0 <SEP> 15 <SEP> 333
<tb> 0 <SEP> 30 <SEP> 436
<tb> 1 <SEP> 0 <SEP> 502
<tb> 2 <SEP> 0 <SEP> 552
<tb> 3 <SEP> 0 <SEP> 663
<tb> 4 <SEP> 0 <SEP> 727
<tb> 5 <SEP> 0 <SEP> 776
<tb>
Aus obiger Tabelle ergibt sich, dass es nicht möglich ist, eine genaue Kontrolle der Imprägnierung durch Eintauchen der Pappe in eine Imprägnierlösung während einer gewissen Zeit und nachheriges Herausheben der Pappe zu erzielen, da die Absorption des Imprägniermittels zu rasch vor sich geht.
Gemäss dem Verfahren nach der Erfindung ist es jedoch möglich, eine Regelung und Kontrolle des Imprägnierverfahrens zu erreichen.
Die nachstehende Tabelle i lässt dies erkennen : Tabelle 1
EMI2.3
<tb>
<tb> Anfänglicher <SEP> Druck <SEP> der <SEP> Unterdruck <SEP> Absorption
<tb> Beispiel <SEP> Luftdruck <SEP> Lösung
<tb> Nr. <SEP> kg/cm2 <SEP> Minuten <SEP> kg/cm2 <SEP> Minuten <SEP> mm/Hg.
<SEP> Minuten <SEP> l/m3
<tb> (3 <SEP> Muster)
<tb> 1 <SEP> 1, <SEP> 41 <SEP> 10 <SEP> 1, <SEP> 30--69, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 72, <SEP> 7 <SEP>
<tb> 76, <SEP> 0 <SEP>
<tb> 2 <SEP> 2, <SEP> 82 <SEP> 10 <SEP> 2, <SEP> 82 <SEP> 30--98, <SEP> 7 <SEP>
<tb> 100
<tb> 103, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 3 <SEP> 2, <SEP> 82 <SEP> 10-t, <SEP> 23 <SEP> 30 <SEP> 635 <SEP> 15 <SEP> 315
<tb> 4 <SEP> 1, <SEP> 41 <SEP> 15 <SEP> 2, <SEP> 82 <SEP> 15 <SEP> 635 <SEP> 15 <SEP> 444
<tb> 5 <SEP> 1, <SEP> 41 <SEP> 10 <SEP> 4, <SEP> 23 <SEP> 10 <SEP> 620 <SEP> 15 <SEP> 489
<tb>
Pappe herbeizuführen und dass durch das erfindungsgemässe Verfahren auch die Eindringtiefe der Imprägnierung gesteuert werden kann. So wird z. B. in Beispiel 1 der Tabelle 1 die Pappe auf eine Tiefe von ungefähr 3, 2mm imprägniert, während der Kern trocken und frei vom Imprägniermittel bleibt.
Das neue Verfahren liefert die besten Ergebnisse, wenn in den in der folgenden Tabelle 2 dargelegten Druck- und Zei ! grenzen gearbeitet wird. Tabelle 2
EMI2.4
<tb>
<tb> Anfänglicher <SEP> Luftdruck <SEP> Imprägnierflüssigkeitsdruck <SEP> Endgültiges <SEP> Vakuum
<tb> Druck <SEP> Zeitdauer <SEP> Druck <SEP> Zeitdauer <SEP> Vakuum <SEP> Zeitdauer
<tb> Min. <SEP> Max. <SEP> Min. <SEP> Max. <SEP> Min. <SEP> Max. <SEP> Min. <SEP> Max. <SEP> Min. <SEP> Max. <SEP> Min. <SEP> Max. <SEP>
<tb>
1 <SEP> 3 <SEP> 5 <SEP> 20 <SEP> 1. <SEP> 5 <SEP> 7 <SEP> 10 <SEP> 60 <SEP> 254 <SEP> 735 <SEP> 5 <SEP> 60
<tb> kg/cm2 <SEP> kg/cm2 <SEP> Min. <SEP> Min. <SEP> kg/cm <SEP> kg <SEP> cm <SEP> Min. <SEP> Min. <SEP> mm <SEP> Hg. <SEP> mmiIIg. <SEP> Min. <SEP> Min! <SEP>
<tb>
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
sulfat, Borax u. dgl. bzw. Binatriumarsenat, Natriumfluorid, Natriumc'hromat, Kupfersulfat u. dgl. als Konservierungsmittel.
In diesem Zusammenhang muss bemerkt werden, dass das Rüpingverfahren zur Holzimprägnierung im allgemeinen nur dann Anwendung gefunden hat, wenn eine Wiedergewinnung an Imprägniermittel wichtig war.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren kann jedoch nur durch die Anwendung des Rüpingverfahrens eine Kontrolle der Imprägnierung erreicht werden. Selbstverständlich ist das erfindungsgemässe Verfahren nicht auf die Verwendung wässeriger Lösungen beschränkt, sondern kann auch für nicht wässerige Lösungen Anwendung finden. In der Praxis ist es oft besser mit wässerigen Lösungen zu imprägnieren und so teuere Lösungsmitteln zu ersparen ; die vorliegende Erfindung bezieht sich daher insbesonders auf die Verwendung wässeriger Imprägnierlösungen.
Das gegenständliche Verfahren kann wie schon erwähnt, für die Imprägnierung von Pappe mit jeder gewünschten Lösung oder Mischungen von ihnen verwendet werden.
Nach dem Imprägnieren kann die Pappe sodann in beliebiger Weise getrocknet werden.
EMI3.2
l : Behandlu, ngszyklus
EMI3.3
<tb>
<tb> Anfänglicher <SEP> Luftdruck <SEP> # <SEP> 2,12 <SEP> kg/cm2, <SEP> 10 <SEP> Minuten,
<tb> Lösungsdruck <SEP> # <SEP> 3,18 <SEP> kg/cm2, <SEP> 30 <SEP> Minuten,
<tb> Unterdruck <SEP> - <SEP> 625 <SEP> mm <SEP> Hg., <SEP> 15 <SEP> Minuten,
<tb> Absorption <SEP> # <SEP> 190 <SEP> l/m3,
<tb> entflammungshindernde-primäres <SEP> Monoammoniumphosphat,
<tb> Lösung <SEP> Ammoniumsulfat <SEP> und <SEP> Borax,
<tb> Stärke <SEP> der <SEP> Lösung-15010,
<tb> Nettoaufnahme <SEP> an
<tb> trockenem <SEP> Salz <SEP> # <SEP> 40,
0 <SEP> kg/m3.
<tb>
Beispiel 2 : 1, 89 cm dicke Isolierplatten aus Pappe
EMI3.4
EMI3.5
<tb>
<tb> Anfänglicher <SEP> Luftdruck <SEP> # <SEP> 2,82 <SEP> kg/cm2, <SEP> 10 <SEP> Minuten,
<tb> Lösungsdruck <SEP> # <SEP> 4,23 <SEP> kg/cm2, <SEP> 35 <SEP> Minuten,
<tb> Unterdruck <SEP> - <SEP> 609 <SEP> mm <SEP> Hg., <SEP> 12 <SEP> Minuten,
<tb> Absorption <SEP> # <SEP> 330 <SEP> l/m3,
<tb> entflammungshindernde-primäres <SEP> Monoammoniumphosphat, <SEP>
<tb> Lösung <SEP> Ammoniumsulfat <SEP> und <SEP> Borax,
<tb> Stärke <SEP> der <SEP> Lösung-15 <SEP> 0/0, <SEP>
<tb> Nettoaufnahme <SEP> an
<tb> trockenem <SEP> Salz-48, <SEP> 0 <SEP> kg/M3. <SEP>
<tb>
Beispiel 3 :
1, 27 cm starke Isolierpappe Behandlungszyklus
EMI3.6
<tb>
<tb> Anfänglicher <SEP> Luftdruck <SEP> # <SEP> 2,12 <SEP> kg/cm2, <SEP> 10 <SEP> Minuten,
<tb> Lösungsdruck <SEP> # <SEP> 2,82 <SEP> kg/cm2, <SEP> 30 <SEP> Minuten,
<tb> Absorption <SEP> # <SEP> 145 <SEP> l/m3,
<tb> Lösung-Binatriumarsenat, <SEP> Natriumfluorid,
<tb> Natriumchromat,
<tb> Stärke <SEP> der <SEP> Lösung-4 <SEP> o/o, <SEP>
<tb> Nettoamnahme <SEP> an
<tb> trockenem <SEP> Salz-8, <SEP> 0 <SEP> kg/m3. <SEP>
<tb>