AT207122B - Verfahren zur Herstellung von nicht entflammbaren Formkörpern aus Faserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von nicht entflammbaren Formkörpern aus Faserstoffen

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AT207122B
AT207122B AT107857A AT107857A AT207122B AT 207122 B AT207122 B AT 207122B AT 107857 A AT107857 A AT 107857A AT 107857 A AT107857 A AT 107857A AT 207122 B AT207122 B AT 207122B
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Alfred Dr Dobrowsky
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von nicht entflammbaren Formkörpern aus Faserstoffen 
Es sind bereits verschiedene Methoden bekannt, um Holzfaserplatten oder andere aus Faserstoffen gepresste Formkörper gegen Entflammung zu schützen. Man kann z. B. die Oberfläche der Plat- ten mit einem Mittel bestreichen, das bei Flam- meneinwirkung unter Verkohlung aufquillt und so eine isolierende Schicht bildet, die längere Zeit der Flamme widersteht. 



   Nach einem andern Vorschlag (österr. Pa-   otentschrift   Nr. 190278) kann der ungeformte
Faserstoff vor seiner Verpressung mit flammschüt- zenden Mitteln, z. B. Aluminiumsulfat, Harnstoff u. dgl., imprägniert werden. Bei der nachfolgen- den Verpressung verkleben und verbinden sich die   i imprägnierten Holzfaserteilchen   jedoch weniger gut als es bei einem   nicht-imprägnierten   Aus- gangsmaterial der Fall ist und die Festigkeit sol- cher Platten ist im allgemeinen geringer als bei normalen Platten. 



  Man hat ferner vorgeschlagen, fertiggepresste
Holzfaserplatten mit einer Lösung von primärem oder sekundärem Ammoniumphosphat zu impräg- nieren. Obwohl Ammoniumphosphat gute flamm- schützende Wirkungen besitzt, gelingt es mit der bekannten Methode nicht, eine genügende Menge von festem Ammoniumphosphat in die Platte ein- zulagern, da die   Löslichkeit   dieser Salze verhält- nismässig gering ist und man für die Imprägnie- rung nur Lösungen von geringen Konzentratio-   nen   verwenden kann. 



   Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser
Schwierigkeiten und besteht darin, dass feste Ein- lagerungen von Ammoniumphosphat oder Am- moniumalkaliphosphat in hoher Konzentration im
Inneren der Formkörper erzeugt werden. Erfin- dungsgemäss werden die Formkörper nacheinan- der mit zwei oder mehreren Lösungen, die einer- seits Ammoniumionen und anderseits Phosphatio- nen, gegebenenfalls neben Alkaliionen, enthalten, imprägniert, wobei im Inneren der Formkörper Ammoniumphosphat bzw. Ammoniumalkaliphosphat unter Überschreitung   der Löslichkeitsproduk-   te ausgefällt werden.

   Im Gegensatz zu der früheren Arbeitsweise   können Tränk- oder   Tauchlösungen mit wesentlich höherer Konzentration verwendet werden ; demgemäss kann eine wesentlich grössere Menge an der flammschützenden Einlagerung in den Formkörpern erzeugt werden, als dies früher möglich war. Ein geeignetes Salzpaar für die praktische Durchführung der Erfindung ist Am- moniumchlorid und Natriumphosphat. Man kann die Formkörper zuerst mit Ammoniumchlorid und anschliessend mit Natriumphosphat impräg- nieren oder auch die Reihenfolge umkehren. Statt neutraler Salze kann man auch Ammoniak und
Phosphorsäure verwenden. Wenn man mit Phos- phorsäure arbeitet, ist es vorzuziehen, die Im- prägnierung mit Phosphorsäure als letzten Ar- beitsgang vorzunehmen, damit den Platten kein
Geruch von Ammoniak anhaftet. 



   Geeignete andere Imprägnierungskomponenten, die es ermöglichen, durch Ausfällung im Inneren der Formkörper eine erhöhte Einlagerung an den gewünschten Salzen zu erreichen, sind sekundäres
Kaliumphosphat und Ammoniak ; primäres Natri- umphosphat und   Ammoniak ; ! i1aures Natriumam-   moniumphosphat und Ammoniak. 



   Durch die erfindungsgemässe Anwendung von zwei oder mehreren Tauch-bzw. Tränkvorgän- gen erreicht man auch den Vorteil, dass die Kon- zentration an der Oberfläche und im Inneren der zu imprägnierenden   Form : körper   variiert werden kann. Wenn man lange Imprägnierungszeiten an- wendet, ist die Konzentration an der Oberfläche und im Inneren der Formkörper gleich ; wenn man jedoch mit der zweiten Lösung nur kurz imprägniert, ist die Konzentration an der Oberfläche des , behandelten Formkörpers grösser als in seinem Inneren. 



   Die Erfindung und die damit erreichten   Effek- s   te werden durch folgende Beispiele näher erläutert :   Beispiel l : Eine lm   grosse, nicht paraffinierte und nicht klimatisierte Holzfaserplatte von 3, 88 mm Stärke wird in erfindungsgemässer   Wei- 8   se zuerst in   251)/oigne   Ammoniaklösung vom spez. 



  Gewicht 0, 910 getaucht ; die Platte nimmt hiebei   1, 640 1   der Ammoniaklösung auf. Anschliessend wird die Platte in verdünnte Phosphorsäure getaucht, wobei sich 1, 450 kg sekundäres Ammon-9 phosphat bilden. Die Einlagerung an Ammonphosphat beträgt nach Trocknung der Platte   38tao   des Plattengewichtes. 



    Beispiel 2 :   Die gleiche Platte wie in Beispiel 1 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 spez. Gewicht 1, 4 getaucht. Es bildet sich eine Einlagerung von Ammonphosphat, die nach
Trocknung der Platte   42%   des Plattengewichtes beträgt. 



   Beispiel 3 : Zum Vergleich hiezu sei angege- ben, dass bei Imprägnierung der gleichen Platte im einbadigen Verfahren mit einer gesättigten
Lösung vom Ammonphosphat nach Trocknung der Platte bloss etwa   190/a   dieses Salzes in der
Platte eingelagert sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von nicht entflamm- baren Formkörpern aus Faserstoffen, insbesondere Holzfaserhartplatten und Holzfaserdämmplatten, durch Imprägnierung der Formkörper mit Ammoniumphosphat, dadurch gekennzeichnet, dass die Formkörper nacheinander mit zwei oder meh- EMI2.2 wobei im Inneren der Formkörper Ammoniumphosphat bzw. Ammoniumalkaliphosphat unter überschreitung der Löslichkeitsprodukte ausgefällt werden.
AT107857A 1957-02-18 1957-02-18 Verfahren zur Herstellung von nicht entflammbaren Formkörpern aus Faserstoffen AT207122B (de)

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