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Axialgebläse
Die Erfindung betrifft ein Axialgebläse mit verstellbaren Schaufeln, die mit ihren Zapfen in einem hohlen, geschlossen ausgebildeten Nabenkörper gelagert und mit einer in diesen hineinragenden Verstellstange verbunden sind, die mit dem Betätigungsmechanismus zum Verschieben dieser Stange in Eingriff ist. Beim Verstellen der Laufradschaufeln können im Nabenkörper Druckänderungen auftreten, so dass insbesondere den Schaufelzapfen entlang Luft oder Gas in den bzw. aus dem Nabenkörper strömen wird.
Dadurch tritt besonders bei einem Gebläse, das Luft oder Gas zu fördern hat, das Staub enthält, der Übelstand ein, dass in die Laufradnabe Staub dringt, der auch die Lager der Schaufelzapfen erreicht. Die gleiche Schwierigkeit kann auch eintreten, falls aus irgend einem andern Grund der Druck an der Aussenseite des Nabenkörpers höher als der im Nabenkörper herrschende Druck ist.
Zweck der Erfindung ist, diesen Übelstand zu vermeiden und das Eindringen von Staub in die Laufradnabe zu verhindern. Erfindungsgemäss ist die Laufradwelle oder die Verstellstange selbst mit einer Bohrung versehen, die einerseits in den Hohlraum des Nabenkörpers und anderseits in eine ausserhalb des Nabenkörpers liegende Kammer mündet, die mit einer Quelle für ein gasförmiges Mittel, z. B. Luft, in Verbindung steht, dessen Druck höher ist als der an der Aussenseite des Nabenkörpers herrschende Druck. Bei dieser Anordnung wird im Hohlraum der Laufradnabe ein Druck herrschen, der immer höher ist als der Druck an der Aussenseite der Nabe, so dass Luft oder Gas wohl aus der Laufradnabe nach aussen treten kann, jedoch keine staubhaltige Luft bzw. kein staubhaltiges Gas von der Aussenseite des Laufrades in die hohle Nabe eindringen kann.
In der Zeichnung ist schematisch ein Teil eines Gebläses nach der Erfindung in vertikalem Schnitt dargestellt.
Die Laufradnabe 1 ist hohl und durch eine Abschlussplatte 2 abgeschlossen, die an der Umfangswand 3 der Laufradnabe befestigt ist. Die Laufradschaufeln 4 sind mit ihren Zapfen 5 in einem Zwischenkranz 6 des Nabenkörpers gelagert. Am inneren Ende jedes Schaufelzapfens 5 ist ein Hebel 7 befestigt, der mittels eines Bolzens 8 gelenkig mit einer Verstellscheibe 9 verbunden ist. Diese Verstellscheibe 9 ist auf einer Hohlstange 10 befestigt, die aus dem Nabenkörper nach aussen ragt und axial auf der Laufradwelle 11 verschoben werden kann. Der mittlere Teil 13 der Abschlussplatte 2 ist bei 12 gegenüber der Hohlstange 10 abgedichtet.
Das Verschieben der Platte 9 zum Verstellen der Schaufeln 4 erfolgt mittels einer Verstellstange 14, welche mit einer Hülse 15 vereinigt ist, die mittels Bolzen 16 an einen Zylinder 17 angreift, der durch ein Kugellager 18 auf der Hohlstange 10 drehbar gelagert, jedoch gegen Verschieben auf dieser Stange gesichert ist. Beim Verschieben des Zylinders 17 mittels der Verstellstange 14 wird daher auch die Hohlstange 10 zusammen mit der Verstellscheibe 9 zum Verstellen der Laufradschaufeln mitgenommen.
Die im Zylinder 17 gebildete Kammer 19 ist gegenüber dem verstärkten Ende 20 der Laufradwelle 11 abgedichtet. In der Wandung des Zylinders 17 ist ein Rohrstück 21 befestigt, das mit einem verstärkten Ende 22 in ein festes Rohr 23 hineinragt, in welches Luft oder Gas eintreten kann, dessen Druck höher ist als der an der Aussenseite der Laufradnabe herrschende Druck. Da die Kammer 19 im Zylinder 17 durch eine in der Welle 11 vorgesehene Bohrung 24 mit dem Hohlraum der Laufradnabe in Verbindung steht, wird auch in der Laufradnabe ein höherer Druck herrschen, so dass keine Luft bzw. kein Gas von aussen her in die Nabe eindringen kann. Dadurch wird das Innere der Nabe und daher auch die Lager der Schaufelzapfen staubfrei gehalten.
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Das Rohr 23 kann Luft von dem das Gebläsegehäuse umgebenden Raum zuführen und der Eintritt des Rohres kann mit einem Filter versehen sein. Auch kann das Rohr 23 an die Druckseite des Gebläses angeschlossen und auch in diesem Falle mit einem Filter versehen sein. Das Rohr 23 könnte gegebenenfalls auch an eine Quelle für Druckluft oder Gas unter Druck angeschlossen sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Axialgebläse mit verstellbaren Schaufeln, die mit ihren Zapfen in einem hohlen, geschlossen ausgebildeten Nabenkörper gelagert und mit einer in diesen hineinragenden Verstellstange verbunden sind, die mit dem Betätigungsmechanismus zum Verschieben dieser Stange in Eingriff ist, dadurch gekennzeich- net, dass die Laufradwelle (11) oder die Verstellstange (10) selbst mit einer Bohrung (24) versehen ist, die einerseits in den Hohlraum des Nabenkörpers und anderseits in eine ausserhalb des Nabenkörpers liegende Kammer (19) mündet, die mit einer Quelle für ein gasförmiges Mittel, z. B. Luft, in Verbindung steht, dessen Druck höher ist als der an der Aussenseite des Nabenkörpers herrschende Druck.