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Vorrichtung zum Absondern eines länglichen, leichten Gegenstandes aus einer Anzahl dieser Gegenstände Bei der Mechanisierung der Herstellung vonglühlampeii zeigt es sich, dass das Absondern eines Leuchtkörpers aus einer Anzahl in einem Behälter befindlichen Leuchtkörper Schwierigkeiten bereitet. Diese rühren einerseits daher, dass die betreffenden Leuchtkörper leicht beschädigt werden können, anderseits das Aufnehmen dieser Art von sehr dünnen Gegenständen mit mechanischen Mitteln kaum derart ausführbar ist, dass tatsächlich jeweils nur ein einziger Leuchtkörper aufgenommen wird. Infolgedessen erfolgt der Transport aus dem Behälter zum Bestimmungsort eines solchen Leuchtkörpers bei der Glühlampenherstellung bisher praktisch stets von Hand.
Die vorliegende Erfindung zielt auf die Lösung dieser Aufgabe ab.
Die Vorrichtung nach der Erfindung zum Absondern eines länglichen, leichten Gegenstandes, insbesondere eines Wendeldrahtes, wie z. B. eines Leuchtkörpers, aus einer Anzahl dieser Gegenstände, die zweckmässig gleich ausgerichtet in einem Behälter liegen, und welche Vorrichtung auch zur Weitereförderung dieses Gegenstandes dient, weist das Kennzeichen auf, dass ein einen elektrischen Potentialunterschied in bezug auf die Gegenstände aufweisender Teil vorgesehen ist, der derart intermittierend auf die Gegenstände im Behälter einwirkt, dass die Gegenstände nacheinander von diesem Teil aus dem Behälter herausgehoben werden.
Infolge des zwischen dem Aufnehmerteil und den Gegenständen bestehenden elektrischen Potentialunterschiedes wird, wenn dieser Teil sich in der Nähe der Gegenstände befindet, einer der Gegenstände von diesemTeil angezogen und dieser angezogene Gegenstand wird zugleich die andern Gegenstände abstossen. Hiedurch wird mit Sicherheit erreicht, dass der Aufnehmerteil jeweils, wenn er auf die Gegenstände im Behälter einwirkt, nur einen einzigen Gegenstand aus diesem Behälter aufnimmt. Dieser Aufnehmerteil selbst kann dazu dienen, den aufgehobenen Gegenstand zu seinem Endbestimmungsort zu führen. Meistens ist es aber vorzuziehen, dieses Beförderungsmittel als gesonderten Mechanismus auszubilden.
Er kann nach einer vorteilhaften Ausbildung der Vorrichtung nach der Erfindung aus einer zur Aufnahmestelle der Gegenstände hin und von den Gegenständen hinweg bewegbaren Zange bestehen. Dies hat nämlich den Vorteil, dass ein einmal aus dem Behälter aufgenommener Gegenstand mit einerZan- ge besser als mit dem Aufnehmerteil festgehalten wird.
Der Aufnehmerteil kann dadurch intermittierend auf die Gegenstände einwirken, dass er sich nach einer Ausbildung der Erfindung zu den Gegenständen hin und von diesen weg bewegt, so dass die Gegenstände intermittierend in den Wirkungsbereich des genannten Teiles gelangen.
Der erwähnte Teil könnte auch unbeweglich im Raum angeordnet und intermittierend erregt werden.
Es hat sich gezeigt, dass. dieser, einen Potentialunterschied in bezug auf die Gegenstände aufweisende Teil aus einem Ebonitstab bestehen kann, der durch Reibung elektrisch aufgeladen wird. Es ist aber vorzuziehen, diesen Teil mittels eines elektrischen Stromkreises auf dem erforderlichen Potential zu halten.
Weiter empfiehlt es sich nach der Erfindung, den Behälter derart auszubilden, dass die Gegenstände mit einem Ende frei von diesem Behälter liegen. Dies erleichtert, wenn der Aufnehmerteil auf diese freien Enden einwirkt, das Aufheben der Gegenstände aus dem Behälter. Der Behälter ist zweckmässig, wie an sich bekannt, ein Rüttelbehälter, so dass die Endflächen der Gegenstände auf einer Seite ständig an einem
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Anschlag im Behälter anliegen. Hiedurch wird erreicht, dass der einen Potentialunterschied in bezug auf die Gegenstände aufweisende Aufnehmerteil stets auf den gleichen Abschnitt der gleichförmigen Gegenstände einwirkt, was die Weiterbeförderung der Gegenstände beträchtlich vereinfacht.
An Hand einer Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert. Sie zeigt schematisch eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung.
In der Zeichnung sind eine Anzahl schraubenlinienförmig gewickelte Leuchtkörper mit 10 bezeichnet.
Diese liegen in einem Behälter, dessen Boden mit 11, dessen Stirnfläche mit 12 und dessen Seitenwände mit 13 bezeichnet sind. Die vordere Seitenwand ist deutlichkeitshalber weggelassen. Dieser Behälter hat also die Gestalt einer an einer Stirnfläche geschlossenen Rinne. Der Behälter ist auf zwei gelenkig gelagerten Armen 14 und 15 montiert und derart mit einem nicht dargestellten Antriebsmechanismus gekuppelt, dass er eine Rüttelrinne bildet. Infolgedessen haben die Leuchtkörper 10 eine Vorzugslage in diesem Behälter, in der sie mit ihren nach links gerichteten Endflächen an der Stirnfläche 12 des Behälters anliegen.
Oberhalb des Behälters ist ein Arm 16 angeordnet, der um einen Punkt 17 schwenkbar ist und periodisch durch einen nicht dargestellten Antriebsmechanismus von der gestrichelten Lage 16a in die gestrichelte Lage 16b und zurück bewegt wird. Das Ende 18 dieses'Armes ist hakenförmig umgebogen und besteht aus Metall. Der Haken 18 einerseits und der Behälter und damit die Körper 10 anderseits weisen einen elektrischen Potentialunterschied gegeneinander auf. Ein fest angeordneter Stift 22 begrenzt den Weg eines vom Haken 18 angehobenen Lp. uchtkörpers, wenn der Haken 18 die in ausgezogenen Linien angedeutete Lage in seinem Weg aufwärts durchläuft, wodurch dieser Leuchtkörper von dem Haken gelöst wird und in die inzwischen unter den Leuchtkörper gelangte, geöffnete Zange 19 gelangt.
Diese als Transportglied dienende Zange 19 ist mittels eines nicht dargestellten Bewegungsmechanismus von der dargestellten Lage 19 in die gestrichelte Lage 19a und zurück bewegbar. Die Zange 19 wird bei ihrer Bewegung derart gesteuert, dass sie sich bei 10 schliesst, während ihrer Bewegung in die gestrichelte Lage 19a geschlossen bleibt, dort geöffnet wird und sich dann geöffnet in die Lage 19 rückbewegt. Weiter besitzt die Vorrichtung eine am Umfang mitSchlitzen20 versehene Trommel 21, die um eine nicht dargestellte, horizontale Achse derart zwangsläufig bewegt wird, dass sich jeweils, wenn sich die Zange 19 von links nach rechts bewegt, ein folgender Schlitz unter der Bahn der Zange befindet.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist wie folgt :
DerBehälter wird mit einer Anzahl, z. B. einigen Hundert Leuchtkörpern 10 gefüllt. Der Antriebsmechanismus des Behälters ist eingeschaltet, so dass die Leuchtkörper 10 die in der Zeichnung angedeutete Lage einnehmen, derart, dass ihre freien Enden rechts herunterhängen. Der Bewegungsmechanismus des Armes 16 ist ebenfalls in Tätigkeit ; sobald dieser Arm die untere, mit 16b angedeutete, gestrichelte Lage einnimmt, bewirkt der elektrische Potentialunterschied zwischen diesem Arm 16 und den Leuchtkörpern 10, dass sich einer dieser Leuchtkörper mit seinem freien Ende hochbewegt und sobald er denHaken 18 berührt, das Potential des Armes 16 annimmt und deshalb die andern Leuchtkörper abstösst.
Hiedurch ist die Gefahr behoben, dass bei der weiterenHochbewegung des Armes 16 mitsamt dem Leuchtkörper letzterer sich mit seinen Windungen mit den andernLeuchtkörpern verwirrt, da diese vom aufgehobenenLeuchtkörper abgestossen werden. Wenn der Arm 16 die in ausgezogenen Linien angedeutete Lage eingenommen hat, wird der aufgehobene Leuchtkörper infolge der Wirkung des Stiftes 22 von dem Haken 18 gelöst und fällt in die geöffnete Zange 19. Diese Zange schliesst sich und hält den aufgehobenen Leuchtkörper fest. Das linke Ende des Leuchtkörpers gleitet bei der Bewegung der Zange 19 nach rechts über die im Behälter verbleibenden Leuchtkörper. Sollte dabei z.
B. ein Leuchtkörper von diesem schleppenden Ende nach rechts bewegt werden, so wird der ursprüngliche Zustand durch die Rüttelbewegung desBehälters wieder hergestellt. Beim Erreichen der Lage 19a öffnet sich die Zange und der herausgehobene Leuchtkörper gelangt in einen der Schlitze 20 der Trommel 21.
Ausser für Leuchtkörper kann die dargestellte Vorrichtung auch zum Absondern und Befördern sonstiger langgestreckter leichter Gegenstände, wie z. B. Stiften od. dgl.. zur Anwendung kommen.
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