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Vorrichtung zur Drucktuchführung in Filmdruckmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrich- tung zur Drucktuchführung in Filmdruckmaschinen, um die Weglänge, der zu bedruckenden Ware, zwischen den aufeinander folgenden Druckstufen mit verschiedenen Farben, zu vergrössern.
Diese Forderung ergibt sich aus der Tatsache, dass die Qualität des Gesamtdruckes von einem gewissen Grad der Zwischentrocknung der ein-
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Eine solche Zwischentrocknung wird bisher durch den Einbau von Heizelementen zu erreichen versucht ; doch zeigt die Erfahrung, dass, infolge der kurzen Weglänge zwischen den ein- zelnein Bedruekungsstufen, mit verhältnismässig hohen Temperaturen gearbeitet werden muss. Die auf diese Weise angewärmte Ware erwärmt dadurch ihrerseits wieder die nachfolgende Schablone, wodurch die darauf befindliche Farbe rasch in nachteiliger Weise eintrocknet.
Es ist weiter bekannt, das Drucktuch in frei hängende Schleifen zu führen. Dieser Vorschlag besitzt den Nachteil, dass einerseits das Band an den Rändern mit Rapportstücken versehen werden muss und somit nur eine ganz bestimmte Länge haben kann ; anderseits führt das nach Innen gebogene Drucktuch zur Faltenbildung und zu Verschiebungen, ausserdem kann sich dadurch die aufgeklebte Warenbahn zumindest teilweise loslösen.
Demgegenüber schlägt die gegenständliche Erfindung vor, dass zur Verlängerung des Weges des Drucktuches zwischen den aufeinanderfolgenden Druckstufen mehrere, aus mindestens je einer Walze und einem Schrägriegel bestehende Führungselemente angeordnet sind, wobei die Schrägriegel zur Bewegungsrichtung des Drucktuches unter einem Winkel von 450 stehen.
Vorteilhaft ist es, je zwei in der Drucktuchführung aufeinanderfolgende Schrägriegel zueinander rechtwinklig angeordnet und an den einander zugekehrten Enden an einem, in der Symmetrale des rechten Winkels liegenden, ein Innengewinde aufweisenden Rohrstück befestigt sind, in das eine, mit einem Aussengewinde versehene Stange eingreift, wobei durch Drehen der Stange die Schr-Igriegelpaare in der durch sie gebildeten Ebene verstellbar sind. Zur Kompensation der Spannung des Drucktuches können z. B. ver- stellbare Walzen angeordnet sein.
Durch diese erfindungsgemässe Ausführung wird also, unter Anwendung des in der Textil- industrie bekannten Schrägriegels in Verbindung mit Führungswalzen, die auch als Druckwalzen dienen können, erreicht, dass das Drucktuch zwi- schen den aufeinander folgenden Bearbeitung- stufen einen genügend langen Weg durchläuft, um eine entsprechende Zwischentrocknung zu erzielen. Durch den eventuellen zusätzlichen Ein- bau von Heizelementen, der durch die erfin- dungsgemässe Ausbildung der Vorrichtung, be- günstigt ausgeführt werden kann, kann der ge- wünschte Effekt, trotz Anwendung einer gelinden Temperatur, noch verstärkt werden.
Die Schrägriegel haben einen Durchmesser, der so gross ist, dass die auf das Drucktuch aufgeklebte Ware nicht übermässÏ1g gedehnt wird ; die Oberfläche der Schrägriegel wird vorteilhaft mit einem gleitfähigen Kunststoff, z. B. Polytetrafluoräthylen, beschichtet.
Dadurch, dass die angetriebenen Drucktuchwalzen jeweils so viel Drucktuch zubringen, wie durch. die gegenüberliegende Walze abgezogen wird, gleitet das Drucktuch nur mit normaler Spannung über die Schrägriegel.
Das Drucktuch kann auch auf eine andere bekannte Weise bewegt werden, wobei die Drucktuchwalzen frei drehbar gelagert sind.
Es kann auch eine Warenbahn allein geführt werden, deren Oberfläche in nacheinander fol- genden Vorgängen behandelt wird, wenn nach jeder Oberflächenbehandlung eine Zwischentrocknung notwendig ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Die Fig. 1, 3 und 5 zeigen schematische Schaubilder von verschiedenen Ausführungsbeispielen, Fig. 2 stellt den Grundriss der Ausführung von Fig. 1 und Fig. 4 den Aufriss zu Fig. 3 dar.
Das endlose, zur besseren übersicht teilweise abgerissen dargestellte Drucktuch j !, dessen Spannung durch die Walze 8 eingestellt werden kann, läuft über eine Kombination von Führungswalzen und Schrägriegel, u. zw. so, dass es immer nur von einer Seite sowohl von den Walzen, wie
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auch von den Schrägriegeln beaufschlagt wird. Die Führung besteht. aus den angetriebenen oder frei drehbaren Walzen 2, 3,4, 5, 6 und 7, wobei sich die Walzen 2,4 und 6 in der einen, die Walzen 3, 5 und 7 in der entgegengesetzten Richtung drehen. Die Walzen 8, 9 und 10 laufen leer mit, wobei die Walze 8 als Spannwalze und die Walze 9 als Leitwalze angeordnet ist. Die Schräg-
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das Drucktuch um 900 um. Eine Walze und ein Schrägriegel, z.
B. 7 und 11, 2 und 12, 3 und 13 usw. bilden jeweils ein Führungselement.
Je zwei in der Drucktuchführung benachbacte, rechtwinkelig zu einander angeordnete Schrägriegel, z. B. 12 und 13, sowie 14 und 15 sind zu einem Schrägriegelpaar verbunden, wobei in diesem Falle ein Führungselement aus zwei Walzen und dem Schrägriegelpaar besteht. Die Schrägriegelpaare sind mittels der Gestänge 17 und 18, an denen die Handräder 19 und 20 angebracht sind, durch Schraubenverbindung längsverstellbar, um die Drucktuchlänge zwischen zwei aufeinander folgenden Bearbeitungsstufen verändern zu können. Als Ausgleich ist die Walze 8 verstellbar angeordnet.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 sind die Schrägriegelpaare 12, 13 und 14, 15 in vertikaler Ebene angeordnet und zur Drucktuchführung zusätzlich noch die Walzen 21 und 22 vorhanden.
In Fig. 5 ist eine Ausführung dargestellt, bei der die Führungswalzen 2,3, 4, 5, 6 und 7 ersetzt sind durch drei Presseure 23,24 und 25. Diese Ausführung ist besonders für Filmdruckmaschinen mit endlosen Schablonen vorteilhaft.
Der besseren übersicht halber, wurden in den Fig. 1, 3 und 5 die Verstelleinrichtungen für die Schrägriegelpaare weggelassen. Ausserdem wurden eventuell einzubauende Heizelemente nicht dargestellt. Die eingezeichneten Pfeile geben die Be-
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PATENTANSPRÜCHE :
1.
Vorrichtung zur Drucktuchführung in Filmdruckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verlängerung des Weges des Drucktuches (1) zwischen den aufeinanderfolgenden Druckstufen mehrere, aus mindestens je einer Walze (2, 3,6, 5,...) und einem Schrägriegel (12, 13, 14, 15,..) bestehende Führungselemente angeordnet sind, wobei die Schrägriegel zur Bewegungsrichtung des Drucktuches unter einem Winkel von 450 stehen.