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Anzeigegerät für den Füllungsgrad von Flüssiggasflaschen
FUr den Verbraucher von Flüssiggas ist es ausserordentlich wichtig, das Leerwerden der Flasche rechtzeitig zu erkennen, also noch bei einer solchen Inhaltsmenge, die genügend Dispositionsmöglichkeiten offen lässt.
In der deutschen Patentschrift Nr. 985655 ist unter anderem ein Anzeigegerät für Flüssiggasflaschen beschrieben, das durch eine im obersten Teil eines Tauchrohres vorgesehene akustische Signalvorrichtung anzeigt, dass der Flüssigkeitsspiegel unter eine bestimmte Höhe abgesunken ist. Eine besondere Anzeige über den Grad des weiteren Absinkens erfolgt nicht. Wenn nun der Flaschenbenützer den Beginn der Anzeige nicht wahrgenommen hat, z. B. bei seiner Abwesenheit während eines Gasverbrauchsvorganges oder wenn verschiedene Personen dieselbe Flasche benützen oder bei einem länger dauernden Gasverbrauch, dessen Intensität für die Betätigung des Anzeigers zu gering ist u. a. m., so wird der Wert dieses Anzeigegerätes sehr problematisch.
Das Signal kann sowohl eine geringe Unterschreitung der Anzeigemarke bedeuten (Gasmenge reicht noch für den Bedarf eines Tages) als auch das unmittelbare Ende des Inhaltes.
Die vorliegende Erfindung ist ein vom Flaschenventil bis in die Nähe des Flaschenbodens reichendes Tauchrohr, welches an seinem unteren Ende mehrere verschieden gestimmte Schallgeräte aufweist, die bei Sinken des Flüssigkeitsspiegels nacheinander in den Gasraum gelangen, daher vom Gas durchströmt werden und in Funktion treten.
Der Funktionsbeginn eines jeden Schaugerätes zeigt das Erreichen eines bestimmten Flüssigkeitsspiegels, also eine bestimmte Inhaltsmenge an. Die Schallbeschaffenheit aus den einzelnen Schallgeräten ist verschieden und leicht unterscheidbar, so dass aus der jeweiligen Schallbeschaffenheit auf die Inhaltsmenge richtig geschlossen werden kann.
L'1 der Zeichnung sind die Schallgeräte durch drei übereinanderliegende Pfeifen G2, G3, G4 dargestellt, weil sich solche von allen hiefür in Betracht kommenden Schallgeräten am besten eignen :
1. Pfeifen sprechen schon beim geringsten Gasverbrauch an.
2. Pfeifen besitzen keine beweglichen Teile (Mechanik), sind also absolut betriebssicher.
3. Pfeifen sind aus Kunststoff und auch aus Metall leicht herstellbar.
4. Pfeifen mit einem Innendurchmesser von 2, 5 bis 3 mm und einer Länge von 15 bis 40 mm lassen sich in einem Tauchrohr von zirka 15 mm Innendurchmesser durch versetzte Anordnung leicht so einbauen, dass auch knapp übereinanderliegende Flüssigkeitsspiegel erfasst werden können.
5. Durch verschiedene Längengebung sind angenehme Tonkombinationen erzielbar.
6. Die Schallintensität aus Pfeifen oben angegebener Abmessungen ist weitaus ausreichend.
Schon bei einer Gasentnahme, die nur zur Erhaltung einer ganz kleinen Flamme dient, sprechen die Pfeifen an. Bei stärkerer Gasentnahme wird auch der Pfeifton stärker. Um diesen nicht unangenehm laut werden zu lassen, ist im obersten Teil der Tauchrohrwand ein Ausgleichsventil A vorgesehen, durch welches die Mehrmenge an Gas aus dem Flaschenraum direkt zum Flaschenventil gelangt. Die günstigsten Werte für ein solches Ausgleichsventil lassen sich versuchsmässig leicht bestimmen.
Im Tauchrohr selbst verdampft nur soviel Flüssigkeit, um den für die ausreichende Betätigung der Schallgeräte erforderlichen Gasstrom zu erzeugen. (Zirka 0, 003 g je Sek. ). Die Verdampfungswärme für diese kleine Flüssigkeitsmenge ist weitaus durch die innere Energie der Flüssigkeit (Siedepunkt von Pro- pan :-45 C) gedeckt. EineBeeinträchtigung der bisherigen Verwendungsfähigkeit der Gasflasche ist also durch das Tauchrohr nicht gegeben. Zur Erleichterung des Flaschenfüllens ist im Tauchrohr in Höhe des Ausgleichsventiles ein weiteres Ventil, das Füllventil F mit der Durchlassrichtung Flaschenventil - Fla- schenraum vorgesehen.
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Oberhalb des höchstzulässigen Flüssigkeitsspiegels SO ist im Tauchrohr noch ein Schallgerät Gl vorgesehen, welches ebenfalls vom durchströmenden Gas betätigt wird und durch ein SchwimmerventilK nur oberhalb des unteren Wertes der Fülltoleranz T funktionsfähig gemacht ist. Durch kurzes Öffnen des Flaschenventiles kann sich der Gaskäufer bei der Flaschenübernahme von der vollen Flaschenfüllung überzeugen.
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den Metallzunge, drei einfachen Pfeifen und einer Trillerpfeife (für die Endstufe).
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Hört <SEP> man <SEP> bei <SEP> Gasentnahme: <SEP> so <SEP> beträgt <SEP> der <SEP> Flascheninhalt
<tb> höchstens <SEP> : <SEP> mindestens:
<tb> Summton <SEP> volle <SEP> Flaschenfüllung
<tb> einfacher <SEP> Pfeifton <SEP> 500 <SEP> g <SEP> 250 <SEP> g
<tb> zweifacher <SEP> Pfeifton <SEP> 250 <SEP> g <SEP> 150 <SEP> g
<tb> dreifacher <SEP> Pfeifton <SEP> 150 <SEP> g <SEP> 50 <SEP> g
<tb> dreifacher <SEP> Pfeifton <SEP> m. <SEP> Triller <SEP> 50 <SEP> g <SEP> Flasche <SEP> wird <SEP> bald <SEP> leer.
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PATENTANSPRÜCHE : i, Anzeigegerät : für den Füllungsgrad von Flüssiggasflaschen, welches ein vom Flaschenventil bis in die @@he des Flaschenbodens reichendes Tauchrohr aufweist, wobei das dieses durchströmende Gas akusti- @@@ Siguale hervorruft, dadurch gekennzeichnet, dass im Tauchrohr übereinanderliegend mehrere ver- - chi-'den gestimmte Schallgeräte vorgesehen sind, die bei Absinken des Fltissigkeitsspiegels nacheinander j.. : Gasraum gelangen, daher vom Gas durchströmt werden und in Funktion treten.