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Freileitungsmast Die Erfindung betrifft Freileitungsmaste mitmindestens einem einteiligen, vorfabrizierten, seitlich am Maststiel anklemmbaren stahlbewehrten Betonkörper, wie Arm, Ausleger, Traverse oder RiegeLBeton-Ausleger und-Traversen für Betonmaste werdenbekanntlich einerseits durch Vergiessen mit Zementmörtel am Mastbefestigt. Dazu weisen diese Werkstücke ein Loch auf, dessen Grösse dem Mastdurchmesser zuzüglich der Stärke des Ver guss es entspricht. Diese Befestigung ist sehr zeitraubend und ausserdem umständlich Denn der Mast muss an der Stelle, wo diese Werkstücke angebracht werden sollen, aufgerauht werden, damit eine innige Verbin- dung zwischen Mast und Werkstück entsteht.
Am liegenden Mast, der entsprechend unterstützt werden muss. damit er nicht rollt, werden diese Werkstücke übergeschoben, ausgerichtet und leicht verkeilt. In dieser Stellung müssen die Werkstücke durch Unterlagen oder Stützen ebenfalls gesichert werden, um sich nicht bewegen zu können, damit ein guter, überall gleich starker Zementmörtelverguss gewährleistet wird.
Ausserdem muss noch beiderseits der Ausleger oder Traversen eine Abdichtung angebracht werden, welche das Austreten des Zementmörtels verhindert und zugleich bewirkt, dass der Verguss um den Mast herum einfliesst und aufsteigt. Am nächsten Tag können dann die Keile abgenommen und die bestehenden Fugen mit Zementmörtel glatt gestrichen werden. Die Unterlagen beim Mast und den Auslegern bzw. Traversen dürfen erst nach drei Tagen abgenommen werden, was abermals den Baufortschritt hemmt. Da hiebei der Ausleger od. dgl. ein Mastloch hat, müssen gegebenenfalls darin vorgesehene Armierungen gekrümmt ausgebildet werden, was die Herstellung und eine Vorspannung der Armierung sehr erschwert.
Anderseits wurden die Mastarme seitlich an Maststielen durch Klemmverbindungen befestigt. Soweit hiebei einteilige, stahlbewehrteBetonkörper als Mastarme benutzt wurden, wurden an gegenüberliegenden Seiten des Beton- oder Eisenbetonmaststieles je eine Ausnehmung vorgesehen. In die eine Ausnehmung wurde der Mastarm eingesetzt und damit eine Verdrehungssicherung erreicht. Der Arm selbst erhielt ebenfalls eine Ausnehmung, in die Köpfe von Klemmschrauben untergebracht sind, die den Arm und den Maststiel in Bohrungen durchsetzen. Die Muttern dieser Schraube sitzen in der Maststielausnehmung auf der gegenüberliegenden Mastseite. Die Herstellung der Ausnehmungen und Bohrungen erfordert nicht nur einen erheblichen Arbeitsaufwand, sondern ergibt vor allem eine empfindliche Schwächung des Mastes.
Alle vorerwähnten Mängel werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Bewehrung im Betonkörper (Arm) vorgespannt ist, in gerader Längsrichtung desselben verläuft, mit ihm nur durch Reibungsschluss verbunden und von Beton auf der ganzen Körperlänge allseitig umgeben ist, und dass als Klemmvorrichtung zwei den Maststiel umgreifende und den Arm usw. über Laschen Flach- bzw. Rundstähle od. dgl. beiderseits haltende Schellen, Drahtbogen od. dgl. vorgesehen sind, wobei zur Drehsicherung zwischen Maststiel und Körper in der Richtung der Maststielachse verlaufende Beilagen angeordnet sind.
Es werden also allein durch Reibungsschluss vorgespannte Betonarme am Maststiel durch eine drehgesicherte Klemmverbindung verankert, die eine gerade Ausführung der Vorspannungsarmierung gestattet, weil sie Stiel und Arm umfasst und nicht durchdringt. Dies ist gerade für Maste und insbesondere die Mastarme selbst von grosser Bedeutung, die hohen, wechselnden Beanspruchungen unterliegen. In der Praxis treten nämlich Biegebeanspruchungen nach verschiedenen Richtungen, Knichbeanspruchungen, Torsionsbeanspruchungen usw. auf. Die erfindungsgemässe Ausführung ist sehr einfach, weil die angegebene Klemmverbindung eine gerade Ausbildung der Vorspannung der Arme auch im Bereich ihrer Verbindung mit dem Maststiel gestattet.
Die drehsichernden Beilagen gewährleisten trotz der einfachen Arm-StielVerbindung die notwendige Festlegung der Arme zum Maststiel. Die Arme bleiben dabei dauernd widerstandsfähig, weil die Vorspannung im Arm stets gut durch Reibungsschluss gehalten ist, also z. B. weg-
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eine reine Klemmverbindung. Die Fig. 9 und 10 zeigen eine solche Befestigung einer ! solatorstütze am Ausleger. Eine U-förmige Schelle 13 aus Flachstahl umschliesst den Ausleger und wird durch eine an der offenen Seite der Schelle angeordnete Schraube 12 zusammengespannt. DJe IsolatorstUtze 11 ist auf der gegenüberliegenden Seite an der Schelle befestigt. Die Fig. 11 und 12 zeigen die Befestigung eines Bügels für Hängeisolatoren.
Zwei Platten 14, die auf gegenüberliegenden Seiten des Auslegers angeordnet sind, werden einerseits durch eine Spannschraube 12 und anderseits durch an den Bügelenden vorgesehene Schrauben am Ausleger festgeklemmt.
Die Fig. 13-15 zeigen die Verbindung der beiden Winkelstahlbeilagen 8 durch Profilstähle. In Fig. 13 ist eine Ausführung dargestellt, in der die Winkelstahlbeilagen durch ein C-Profil 16 verbunden sind. Die lichte Weite des Profils entspricht der Höhe des Armes, so dass er in die so gebildete Führung eingelegt und mit Klemmen od. dgl. am Maststiel befestigt werden kann. In Fig. 14 ist eine Verbindung dargestellt, bei der Winkelstähle 17, 17'verwendet sind. Die in Fig. 15 veranschaulichte Kontruktion unterscheidet sich von der obengenannten nur durch die Anordnung der Winkelstähle 17, 17'. Während in der Ausführung gemäss der Fig. 14 die vertikal verlaufenden Schenkel der Winkel einander zugewendet sind, sind sie nach Fig. 15 voneinander abgewendet.
In beiden Fällen ist jedoch der vertikale Abstand der horizontal verlaufenden Schenkel so gewählt, dass der Arm 1 zwischen die Winkelstähle eingelegt werden kann und geführt wird.
In den Fig. 16 und 17 ist eine besonders einfache Klemmverbindung dargestellt. Ein Bügel 19, beispielsweise aus Rundstahl, umschlingt den Maststiel 7 und den Arm 1. Die mit Gewinde {versehenen Enden des Bügels 19 sind durch Bohrungen in einer Schelle 20, die den Maststiel umgibt, geführt. Durch auf die Gewindefortsätze aufgeschraubte Muttern kann die Verbindung fest verspannt werden.
Als Querschnittsform der Ausleger und Traversen wird vorteilhaft die Rechteck-, Doppel-T-und UForm angewendet, wobei die beiden letzteren durch ihre waagrechten Ausnehmungen nicht allein das Gewicht ermässigen, sondern auch das Mastbild wirksam beleben.
Wird eine Erdung der Isolatorenträger verlangt, wo wird diese durch ein beigelegtes Metallband, Me-
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Mastzopf in Verbindung steht.
Bei Winkelmasten, wo ein seitlicher Zug am Ausleger auftritt, werden die Ausleger vorteilhaft, z. B. mittels einer Karborundumscheibe, so vertieft, dass die Flachstähle darin ein Auflager haben und dadurch seitlich nicht abrutschen können. Dadurch bleibt der gegenseitige Leiterabstand auch beim seitlichen Winkelzug immer gewahrt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Freileitungsmast mit mindestens einem einteiligen, vorfabrizierten, seitlich am Maststiel anklemmbaren stahlbewehrten Betonkörper, wie Arm, Ausleger, Traverse oder Riegel, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewehrung (3) im Betonkörper (Arm 1) vorgespannt ist, in gerader Längsrichtung desselben verläuft, mit ihm nur durch Reibungsschluss verbunden und von Beton auf der ganzen Körperlänge allseitig umgeben ist, und dass als Klemmvorrichtung zwei den Maststiel umgreifende und den Arm usw. über Laschen (10) Flach- bzw. Rundstähle od. dgl. beiderseits haltende Schellen, Drahtbogen t9, 19,20) od. dgl. vorgesehen sind, wobei zur Drehsicherung zwischen Maststiel und Körper in der Richtung der Maststielachse verlaufende Beilagen (8,16, 17,17') angeordnet sind.