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Mehrfach-Kommandoschalter
Die Erfindung bezieht sich auf einen Mehrfach-Kommandoschalter, insbesondere für Hebezeuge, der an einem ortsveränderlichen Teil der Anlage, der er zugeordnet ist, in Griffhöhe beweglich aufgehängt ist.
Die Gehäuse solcher Mehrfach-Kommandoschalter müssen verhältnismässig widerstandsfähig sein, da sie erheblichen Stössen ausgesetzt sind. Es ist jedoch gefährlich, ihr Gewicht stark zu vergrössern, denn da sie zur leichteren Zugänglichkeit in Griffhöhe angeordnet sind, können sie bei Verschiebung der Maschine, an der sie aufgehängt sind, einer unaufmerksamen oder mit einer anderen Arbeit beschäftigten Person einen gefährlichen Schlag versetzen.
Da die Bewegungen der Maschine verwickeltund Kommandoschalter mit einer Nrielzahl von Bedienungknopfen notwendig sind, erfordert praktisch jede Maschine eine mehr oder weniger grosse Anzahl Bedie- nungsknöpfe, und eine genaue Überlegung ist meist notwendig, um die Anzahl der Bedienungsknöpfe des Kommandoschalters einer bestimmten Maschine anzupassen.
Schliesslich ist es unbedingt notwendig, dass die Bedienungsknöpfe in ihrer Ruhestellung mit der Aussen- fläche des Schaltergehäuses in einer Ebene liegen, so dass sie zwecks Einschaltung der Maschine in das Gehäuseinnere eingedrückt werden müssen, damit die Möglichkeit einer ungewollten Betätigung der Bedienungsknöpfe ausgeschlossen ist.
Zweck dervorliegenden Erfindung ist es, einen derartigen Mehrfach-Kommandoschalter so zu gestal- ten, dass er leicht und trotzdem widerstandsfähig, sowie einfach und billig herstellbar ist, und dass er ferner sehr leicht der Anordnung und Anzahl der erforderlichen Bedienungsknöpfe angepasst werden kann.
Erfindungsgemäss ist dies dadurch erreicht, dass der Vorderteil des Schaltergehäuses durch zwei Uförmig gebogene und ineinandergeschobene Bleche gebildet ist, deren Schenkel zur Rückseite des Schalters gerichtet und in Längsrichtung der Bleche fest miteinander verbunden sind, und dass das äussere U-förmig gebogene Blech in seinem Stegteil Löcher aufweist, die als Durchtrittsöffnungen für Druckknöpfe zur Betätigung einzelner Schaltelemente dienen, während das innere U-förmig gebogene Blech diese Schaltelemente trägt.
Vorzugsweise besitzen die Stegteile der U-förmig gebogenen Bleche einen Abstand voneinander, der gleich der Stärke der Druckknöpfe zuzüglich der Grösse des für die Betätigung der Schaltelemente erfor- derlichen Verschiebungsweges derDruckknöpfe ist, so dass die Aussenfläche derDruckknöpfe mit dem Rand der Durchtrittsöffnungen des äusseren U-förmig gebogenen Bleches in einer Ebene liegt.
Zweckmässig ist der Rückenteil des Schaltergehäuses durch ein wannenförmig gebogenes Blech gebildet, dessen Längsseiten an den Längsseiten des Vorderteils festgelegt sind, so dass das Schaltergehäuse in Umfangsrichtung geschlossen ist.
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und dem Aussenrand beider Schenkel des anderen U-förmig gebogenen Bleches Längsnuten gebildet sind, in welche das rinnenförmig gebogene Blech mit seinen Längsseitenrändern einsteckbar ist.
Vorzugsweise ist das Schaltergehäuse auf seinen Stirnseiten durch kalottenartige Deckel geschlossen, in welche die Querseitenränder des Vorder-und Rückenteils hineinragen, wodurch beide Gehäuseteile zusammengehalten weiden.
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Zweckmässig ist einer der Deckel fest mit dem Vorderteil und der andere Deckel fest mit dem Rak- kenteil des Schaltergehäuses verbunden, so dass beide Gehäuseteile durch eine Längsverschiebung gegeneinander ineinander schiebbar sind, wobei zur Sicherung der lösbaren Verbindung beider Gehäuseteile miteinander nur eine Halteschraube vorgesehen ist.
Im folgenden sind an Hand der beiliegenden Zeichnungen Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes-jedoch ohne Beschränkung auf diese-beschrieben.
Fig. l zeigt die Ansicht eines Mehrfach-Kommandoschaliers gemäss der Erfindung ; Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. l dar und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2r Fig. 4 zeigt einen Schnitt entsprechend der Fig. 3 durch einen Mehrfach-Kommandoschalter einer andern Ausführungsform.
Der in den Fig. l bis 3 dargestellte Mehrfach-Komwandoschal r umfasst einen Gehäusevorderteil der aus zweiU-förmig gebogenen und ineinander geschobenen Blechen 1, 2 gebildet ist, deren Schenkel zur Rückseite des Schalters gerichtet und bei 3 beispielsweise durch Punktschweissung fest miteinander verbunden sind. Diese beiden Bleche bilden durch ihre feste Verbindung miteinander eine Art Kastenträger, der sehr starr ist und dem Gehäuse seine Festigkeit verleiht.
Am inneren Blech 1 sind die Schaltelemente 4 fest angeordnet, deren Druckknöpfe 5 nach aussen so weit vorstehen, dass sie in im Blech2 vorgesehene runde Durchtrittsöffnungen hineinragen. Um eine Führung der Druckknöpfe beim Eindrücken zu erreichen, ist in jede Durchtrittsöffnung ein zylindrisches Führungsstück 6 eingesetzt. Die äussere Stirnseite der Druckknöpfe 5 liegt mit der Aussenseite des Stegs des U-förmig gebogenen Blechs 2 in einer Ebene, wobei, wie in Fig. 3 gezeigt, der Steg in bezug auf seine Aussenseite an den Rändern leicht eingezogen sein kann, so dass ein zufälliger Stoss nicht ein ungewolltes Eindrücken eines Druckknopfes bewirken kann.
Ausserdem ist der Abstand d zwischen den Steg, eilen der beiden Bleche 1 und 2 gleich der Stärke jedes Druckknopfes, vergrössert um die Länge des für die Betätigung eines der Schaltelemente 4 notwendigen Verschiebungsweges c.
Die Schaltelemente 4 sind je mit wenigstens einer Schraube 7 am Blech 1 befestigt, welche durch die Schaltelemente geführt und in im Blech 1 vorgesehene Gewindelöcher einschraubbar sind. Jedes dieser Schaltelemente, deren Anordnung von der Art ihrer Befestigung abhängt, besitzt Klemmschrauben 4a zur Befestigung derLeitungendic gehündelt ein Kabel 8 bilden, das in das Schaltergehäuse eingeführt ist.
Die beiden U-förmig gebogenen Bleche 1 und 2 sind längs ihrer Schenkel bei 3 miteinander verbunden.
Die Verbindungsstellen besitzen einen gewissen Abstand von den Aussenrändern der Schenkel, so dass die Aussenränder 2a der Schenkel des U-förmigen Blechs 2 gekröpft sein können, wodurch zwischen diesen und den Aussenrändf'n la der Schenkel des U-förmig gebogenen Blechs 1 Längsnuten gebildet werden, wie in Fig. 3 dargestellt ist. In diese so gebildeten Längsnuten ist ein wannenförrnig gebogenes Blech, das den Rückenteil 9 des Schaltergehäuses bildet, mit seinen Längsseitenrändern einsteckbar, so dass das Schaltergehäuse in Umfangsrichtung geschlossen ist.
Vorzugsweise ist, wie in Fig. 2 gezeigt, der Gehäusevorderteil bei 10 mit einem kalottenartigen Dekkel 11, beispielsweise durch Schweissen, fest verbunder., während der Gehäuserückenreil 9 an seiner Queux seitenwand 12 mit einem kalottenartigen Deckel 13 fest. verbunden ist.
Der Gehäuserückenteil 9 ist in den Deckel 11, die den Gehäusevorderteil bildenden U-förmig gebogenen Bleche 1, 2 sind in den Deckel 13 einschiebbar und die Längsseitenränder des Gehäuserückenteils sind in den zwischen den Aussenrändern la und 2a der Schenkel der U-förmig gebogenen Bleche 1 und 2 gebildete Längsnuten längs verschiebbar, so dass beide Gehäuseteile durch Ineinanderschieben mit einander zu verbinden sind.
Schliesslich ist zur Sicherung dieser Verbindung gegen ungewolltes Lösen ein mit einem Gewindeloch versehener Winkel 14 vorgesehen, der fest auf das dem Deckel 13 zugewendete Ende des U-förmig gebogenen Blechs 1 aufgeschweisst ist. Der Deckel 13 besitzt ein Loch, durch welches eine Schraube 15 in das Gewindeloch im Winkel 14 einschraubbar ist. Die Schraube 15 hält somit die beiden Gehäuseteile fest zusammen, und es ist zum Auseinandernehmen der Gehäuseteile lediglich das Lösen dieser einen Schraube erforderlich.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist am inneren U-förmig gebogenen Blech 1 eine mit einem Lochl6a versehene Lasche 16 befestigt, welche die Aufhängung des Gehäuses, beispielsweise mittels eines Drahtseils, an einem verschiebbaren Teil der Maschine ermöglicht. Die Lasche 16 ist also mit dem widerstandsfähigsten, durch die U-förmig gebogenen Bleche 1 und 2 gebildeten Gehäuseteil verbunden. Der Deckel 11 besitzt eine durch eine Dichtung 17 abdichtbare Eintrittsöffnung für das Kabel 8. Die Dichtung 17 kann beispielsweise aus gepresstem Werg hergestellt sein, u. zw. dann, wenn die Maschine im Freien steht und ein Eindringen von Feuchtigkeit ins Innere des Gehäuses vermieden werden soll.
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Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht die Anzahl der Druckknöpfe 5 der Anzahl der Schaltelemente 4. Ebensogut können auch zwei oder drei dieser hintereinander angeordneten Druckknöpfe einem Schalter zugeordnet sein. Zwei Druckknöpfe sind bei Verwendung als Umkehrschalter notwendig, während beispielsweise drei Druckknöpfe die Einschaltung der Vorwärtsbewegung, die Einschaltung der Rückwärtsbewegung und das Anhalten einer Maschine erlauben.
Bei dem in Fig. 4 gezeigtenAusführungsbeispiel besitzt jedss der auf dem U-förmig gebogenen Blech 1 befestigten Schaltelemente 4, zwei Druckknöpfe 5a, 5b, deren Achsen in der gleichen Querschnittsebene des Gehäuses angeordnet sind. Im übrigen entspricht dieser Schalter dem an Hand der Fig. 1 bis 3 beschriebenen Mehrfaeh-Kommandoschalter. Die Festigkeit des durch die Verbindung der beiden U-förmig gebogenen Bleche 1 und 2 gebildeten Kastenträgers erlaubt es, im Querschnitt durch den Schalter gesehen, eventuell mehr als zwei Druckknöpfe nebeneinander anzuordnen.
Es ist selbstverständlich, dass Abänderungen der beschriebenen Ausführungsformen möglich sind, besonders durch Einsatz technisch äquivalenter Mittel, ohne damit den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mehrfach-Kommandoschalter, insbesondere für Hebezeuge, der an einem ortsveränderlichen Teil der Anlage. der er zugeordnet ist, in Griffhöhe beweglich aufgehängt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorderteil des Schaltergehäuses durch zwei U-förmig gebogene und ineinandergeschobene Bleche (1, 2) gebildet ist, deren Schenkel zur Rückseite des Schalters gerichtet und in Längsrichtung der Bleche fest miteinander verbunden sind, und dass das äussere U-förmig gebogene Blech (2) in seinem Stegteil Löcher aufweist, die als Durchtrittsöffnungen für Druckknöpfe (5) zur Betätigung einzelner Schaltelemente (4) dienen, während das innere U-förmig gebogene Blech (1) diese Schaltelemente trägt.