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Sävorrichtung
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der insbesondere zum Aufforsten dienenden Sävorrichtung gemäss dem Patent Nr. 175. 724, die mit einem an einem Halteorgan befestigten Samenbehälter ausgestattet ist, aus dem Samen über einen Kanal zur Saatstelle gelangen können. Für diese Vorrichtung ist es wesentlich, dass mindestens ein insbesondere rohrförmiger Träger wenigstens eines Samenkanals gegen die Wirkung einer Feder in den Samenbehälter von untenher einschiebbar ist, wobei eine vorbestimmte Samenmenge aus dem Samenbehälter in den Samenkanal gelangt. Erfindungsgemäss wird nun vorgeschlagen, den Samenkanalträger teleskopartig in einer Führungshülse verschiebbar zu lagern, die ihrerseits gegen die Wirkung einer zweiten Feder axial in einer Aussenhülse verschieblich ist.
Dabei ist der Samenkanalträger durch ein Festhalteorgan in seiner innersten Stellung vorüber- gehend verriegelbar, bis ihn eine Entriegelungsvorrichtung selbsttätig wieder frei gibt.
Gemäss einer speziellen Weiterbildung dieser Vorrichtung ist der Samenkanalträger an seinem unteren Ende mit einem Sporn versehen, der das untere Ende der Führungshülse durchsetzt. Hiebei kann der Sporn in einer konisch sich erweiternden Hülse geführt sein, in die der Sammelkanal mündet.
Die erwähnten Festhalteorgane können aus mindestens einem Paar mit Haken versehenen Blattfedern bestehen, die in Kerben am Samenkanalträger eingreifen, wobei eine Streukurve vorgesehen ist, durch welche die Festhalteorgane vom Samenkanalträger lösbar sind.
Die Erfindung soll nachstehend an Hand der in der Zeichnung dargestellten Figuren näher erläutert werden, von denen Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Sävorrichtung im Ruhezustand zeigt. Fig. 2 veranschaulicht die Vorrichtung bei in den Boden gedrückter Lage, Fig. 3 stellt die Lage der Vorrichtung beim Herausziehen aus dem Boden dar. Die Fig. 4 bis 6 veranschaulichen Querschnitte durch die erfindungsgemässe Vorrichtung entlang den Linien IV-IV, T)-T ; und Vu- vs in Fig. 1 und 2.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist mit einem hohlen Stock 1 versehen, der als Handhabe und zugleich als Samenbehälter dient.
Am unteren Ende dieses Stockes ist ein Rohr 2 aufgeschoben, das die eigentliche Savor- richtung umschliesst. In seinem oberen Teil bildet dieses Rohr eine Fortsetzung des Samenbehälters, der durch eine Scheibe 3 abgeschlossen ist. Diese Scheibe wird vom Samenkanalträger 4 durchsetzt, der demnach ständig mit seinem Kopf 5 in den Samenbehälter hineinragt. Dabei lehnt er sich an einer Seite an ein Führungsstück 6 an, das seitlich im Samenbehälter eingesetzt ist und das ausser dem Führen des Samenkanalträgers noch die Zufuhr einzelner Samenkörner in den Samenkanal ermöglicht. Der Samenkanalträger 4 ist ausser in der Scheibe 3 noch in einer Führungshülse 7 verschieblich gelagert, wobei eine Druckfeder 8 den Kanalträger in seiner untersten Stellung zu halten sucht.
Die Führungsbüchse 7 ist ihrerseits in dem Aussenrohr 2 axial verschieblich gelagert und mittels Schrauben 9 in Schlitzen 10 geführt. Eine Feder 11 sucht die Führungshülse 2 dauernd aus dem Rohr 2 zu drücken, wobei die Schrauben 9 als Anschlag die Bewegung der Führungshülse begrenzen. Demnach wirken beide Federn 8 und 10 in gleicher Richtung und drücken die Führungshülse 7 bzw. den Kanalträger 4 in ihre unterste Stellung.
An der Scheibe 3 sind zwei mit Haken 12 versehene Blattfedern 13 befestigt, die mit Kerben 14 am Kanalträger 4 in Eingriff gelangen können, so dass der Kanalträger gegenüber dem Aussenrohr 2 verriegelbar ist. Mit der Führungshülse sind ferner Steuerkurven 15 fest verbunden, deren Rampen 16 die Haken 12 aus den Kerben 14 am Kanalträger 4 herauszuheben in der Lage sind.
An seinem unteren Ende ist der Kanalträger 4 mit einem auch als Verschluss dienenden Sporn 17 versehen. Ein abgeschräg- * l. Zusatzpatent Nr. 189. 828
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ter Ansatz 18 am Sporn vermag die. herabfallenden Samenkörner durch eine Öffnung 19 aus dem Kanalträger herauszulenken, so dass sie in eine kegelförmige Auffanghüls ; ; 20 gelangen.
Die Auffanghülse 20 ist mit einem an der Führungshülse 7 angeschraubten Verschlussstück 21 verbunden, wobei eine öffnung 22 vorhanden ist, welche vom Sporn 17 durchsetzt und somit verschlossen wird.
Wie erwähnt, ist am oberen Ende des Kanalträgers 4 ein Verschlussstück 5 aufgesetzt. Dieses hat eine grübchenförmige Ausnehmung 5', welche dem Führungsstück 6 benachbart ist. Da das Verschlussstück 5 dauernd von Samenkörnern umgeben ist, werden einige Körner von selbst innerhalb des Grübchens 5'zu liegen kommen.
Der Kanalträger 4 ist unterhalb des Verschlussstückes 5 mit einer Öffnung 4'versehen, welche mit einer Ausnehmung 6'am Führungsstück 6 zusammenwirkt, sobald der Kanalträger 5 in den Bereich der Ausnehmung 6'gehoben worden ist.
Die Funktion der erfindungsgemässen Sävorrichtung ist Folgende :
Im Ruhezustand (Fig. 1) verschliesst der Sporn ; ; 7 die Öffnung 22 der Vorrichtung, auch kann kein Samen durch den Kanalträger 4 fallen, weil sich die Einlassöffnung 4'für die Samenkörner ausserhalb des Vorratsraumes befindet. Der Kanalträger 4 wird durch die Federn in seiner untersten Stellung gehalten und liegt an einem Anschlag an. Wird die Vorrichtung in das Erdreich gedrückt (Fig.
2), so dringt in dieses der Sporn 17 unter Bildung eines Loches ein, soweit es der Ver- schlussteil 21 der Hülse 7 ermöglicht. Hiebei gleitet das äussere Rohr 2 auf der Führungshülse 7 nach unten, bis es auf dem Verschlussteil 21 zum Anliegen kommt. Damit gleiten aber auch die Haken 12 entlang dem Kanalträger 4 nach unten und verriegeln sich in den Kerben 14. Zu gleicher. Zeit hat sich der Kopf des Kanalträgers 4 entlang dem Führungsstück 6 nach oben bewegt, so dass schliesslich die Zuführöffnung 4'der
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liegenden einzelnen Samenkörner in das Innere des Kanalträgers 4 gelangen und durch die Öffnung 19 in das Innere der Kegelhülse 20 fallen.
Beim Herausziehen der Vorrichtung aus dem gebohrten Loch (Fig. 3) gleitet das Rohr 2 an der Führungsbüchse 7 unter der Einwirkung der Feder 11 wieder nach oben, wobei aber auch der Kanalträger 4 samt dem Sporn 17 mitgenommen wird, weil die Haken 12 der Blattfedern 13 mit den Kerben 14 am Kanalträger 4 verriegelt sind. Dabei wird auch die Feder 8, die schwächer als die Feder 11 ist, zusammengedrückt. Der Sporn 17 gibt somit die Öffnung 22 frei und die in der Hülse 20 liegenden Samenkörner fallen nunmehr in das vom Spon freigegebene Loch im Erdreich. Sobald die Haken 12 auf den Rampen 16 auflaufen, geben sie den Kanalträger 4 frei, der durch die Feder 8 in seine Ruhelage zurückgebracht wird und dann für den nächsten Sävorgang bereit ist.
Die öffnung 4'hat sich beim Abwärtsgleiten des Trägers 4 von selbst geschlossen. In der Ausnehmung 5'am Kopf 5 des Kanalträgers werden neue Samenkörner für den nächsten Sävorgang zu liegen kommen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sävorrichtung, insbesondere zum Aufforsten, mit einem an einem Halteorgan befestigten Samenbehälter, aus dem Samen über einen Kanal zur Saatstelle gelangen kann, wobei mindestens ein insbesondere rohrför- miger Träger wenigstens eines Samenkanals gegen die Wirkung einer Feder in den Samenbehälter von unten her einschiebbar ist, nach Patent Nr. 175.
724, dadurch gekennzeichnet, dass der Samenkanalträger teleskopartig in einer Führungshülse (7) verschiebbar gelagert ist, die ihrerseits gegen die Wirkung eincr zweiten Feder (11) axial in einer Aussenhülse (2) verschiebbar ist, und dass der Samenkanalträger durch Festhalteorgane (12, 13) in seiner innersten Stellung vorübergehend verregelbar ist, bis ihn eine E, 1trieselungsvor- richtung (15, 16) selbsttätig wieder frei gibt.