AT205629B - Verfahren zum Lackieren von Gegenständen mit poröser Oberfläche - Google Patents

Verfahren zum Lackieren von Gegenständen mit poröser Oberfläche

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Helge Erik Levring
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Helge Erik Levring
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Lackieren von Gegenständen mit poröser Oberfläche 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lackieren von Gegenständen mit poröser Oberfläche, insbesondere von aus Holz hergestellten Gegenständen, die vor dem Lackanstrich auf eine Temperatur erhitzt werden, die wesentlich höher ist als normale Zimmertemperatur. 



   Es ist bekannt, zu lackierende Gegenstände aus Holz oder   Holzmasse   durch Tiefenerhitzung auf eine Temperatur zu erhitzen, die die gleiche oder etwas höher ist als diejenige Temperatur, die der   z. B.   im Spritzverfahren oder auf andere bekannte Weise aufzutragende Lack erhält. Es ist ebenfalls bekannt, nach dem Auftragen der Lackschicht den betreffenden Gegenstand einer raschen Abkühlung zu unterwerfen, z. 



  B. durch Aufblasen Von Kaltluft. Die Erhitzung des Holzes bezweckt, Luft und Feuchtigkeit aus den Poren, insbesondere in der Oberfläche des Holzes, zu treiben, da diese Luft oder Feuchtigkeit sonst Blasen oder Poren in der aufgespritzten Lackschicht verursachen könnte. 



   Dieses bekannte Verfahren hat den Nachteil, dass das Holz infolge der Erhitzung eine recht erhebliche Wärmemenge enthält, die zum Teil durch die aufgetragene Lackschicht abzieht, dabei leicht feine Poren oder sogar Blasen in der Lackschicht hervorruft, ehe diese erstarrt, und verursacht, dass der Lack nicht genügend tief in die Oberfläche des Holzes eindringt. 



   Die Erfindung beruht auf der durch zahlreiche Versuche erworbenen Erkenntnis, dass es, obwohl eine intensive Erhitzung der mit Lack bzw. Firnis zu imprägnierenden Holzoberfläche zweckmässig ist, doch unzweckmässig und im übrigen auch kostspielig und zeitraubend ist, diese Erhitzung durch Tiefenerhitzung des Holzes vorzunehmen, weil dies ausser der erwähnten Gefahr der Porenbildung in der Lackschicht 
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 fähigkeit des Lackes wird verringert. 



   Die Erfindung beruht weiter auf der Erkenntnis, dass die Abkühlung der heissen und durch Auftragen von Lack imprägnierten Holzoberfläche zumindest teilweise durch eine unmittelbar durch das Auftragen von Lack erzeugte thermische Schockwirkung erfolgen muss, wenn man einen glatten,   verschleissfesten   Lacküberzug ohne Poren oder andere Unregelmässigkeiten zu erhalten wünscht. Kraft dieser Erkenntnis wird die betreffende Holzoberfläche erfindungsgemäss plötzlich,   z.

   B.   im Laufe von 30 bis 60 Sekunden, durch unmittelbar gegen die zu lackierende Fläche gerichtete Wärmestrahlen auf eine Temperatur erhitzt, die wesentlich höher ist als die Temperatur des aufzutragenden Lacks, vorzugsweise auf eine Temperatur zwischen 700 und 210 C, derart, dass das Auftragen der Lackschicht eine plötzliche Abkühlung der Oberfläche auf eine um mindestens 300 bis   600C   niedrigere Temperatur, jedoch nicht unter 300 bis   45 C,   bewirkt. 



   Der plötzliche Temperaturfall in der Oberfläche des Holzes bewirkt ein starkes Zurückhalten des Lacks in den Poren des Holzes, was nicht der Fall wäre, wenn das Holz vor dem Auftragen des Lacks einer Tiefenerhitzung unterzogen worden wäre. Hieraus folgt, dass erfindungsgemäss behandeltes Holz eine mit Lack imprägnierte Oberflächenschicht erhält, die, obwohl sehr dünn, so doch ausserordentlich verschleissfest ist, was u. a. daraus hervorgeht, dass die durch Abschleifen des Lacküberzuges blossgelegte äussere Schicht im Holz selbst bedeutend verschleissfester ist als die ursprüngliche Aussenschicht des Holzes. 

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   Es liegt in der Natur der   S :. che,   dass das Verfahren infolge der sehr kurzen Erhitzungszeit in   kürzeste,   Zeit durchführbar ist. Die Imprägnierung einer Holzfläche bestimmter Grösse benötigt nur soviel Sekunden, wie bei dem erwähnten bekannten Verfahren Minuten benötigt werden. 



   Die Erhitzung der Oberfläche des Holzes erfolgt durch infrarote Bestrahlung. Die hiezu aufzuwendende Energie beträgt etwa 0, 08 kWSt je m2 Imprägnierungsfläche. Die Abkühlung durch Auftragen des Lacks kann durch Aufblasen von Kaltluft ergänzt werden. 



   Es hat sich gezeigt, dass erfindungsgemäss lackiertes Holz, trotz gegenteiliger Vermutungen, keineswegs dazu neigt, sich infolge der einseitigen Erhitzung zu werfen. Die einseitige Erhitzung kann allerdings ein schwaches Werfen ebener Gegenstände aus z. B. Kork bewirken, nach der Abkühlung nimmt die Korkplatte jedoch wieder ihren ebenen Zustand an. 



   Vorzugsweise, wenn auch nicht notwendigerweise, kann, wie erwähnt, auch Kaltluft gegen die lackierte Fläche geblasen werden, um die Erstarrung des aufgetragenen Lacks zu beschleunigen,   z. B.   um zu ermöglichen, dass man unmittelbar nach dem Lacküberzug eine zweite Lackschicht auftragen kann, ohne dass dabei eine im Werkstück akkumulierte Wärmemenge die zuletzt vorgenommene oder die bereits aufgetragene Lackschicht einer schädlichen Beeinflussung aussetzt. 



   Es sei jedoch bemerkt, dass die Temperatur, auf die die Oberfläche erhitzt wird, nicht auf eine solche Höhe gebracht werden darf, dass sich dadurch im aufgetragenen Lack Dampf entwickelt oder andere physikalische und chemische Veränderungen und darausfolgende Blasenbildungen im Lack eintreten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Lackieren von porösem Material, insbesondere Holz, das vor dem Auftragen des Lacküberzuges auf eine Temperatur erhitzt wird, die wesentlich höher als normale Zimmertemperatur ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zu lackierende Oberfläche des betreffenden Materials ein oder gegebenenfalls mehrere aufeinanderfolgende Male von einer verhältnismässig niedrigen Temperatur, z. B.
    Zimmertemperatur, durch Wärmebestrahlung kurzzeitig auf eine Temperatur erhitzt wird, die höher als die Lacktemperatur zum Zeitpunkt des Auftragens ist, vorzugsweise auf 70-210oC, und durch Auftragen des Lacks, gegebenenfalls durch zusätzliches Aufblasen von Kaltluft, plötzlich auf eine um mindestens 30 - 600C niedrigere Temperatur, jedoch nicht unter 30-45 C, abgekühlt wird.
AT125258A 1957-02-22 1958-02-20 Verfahren zum Lackieren von Gegenständen mit poröser Oberfläche AT205629B (de)

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