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Exzenter-Umlegehebel bei sanitären Armaturen
40Die Erfindung bezieht sich auf Exzenter-Umlegehebel bei sanitären Armaturen für Ablaufentile, Mischbatterien u. dgl. in Anwendung an Waschtischen, Badewannen od. dgl.
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der Armatur der Anwendung von Oberwurfmut- tern oder von sonstigen mit Verschraubungen ineinandergreifenden Bauteilen. Die Herstellung der Gewinde erfordert einen erheblichen Aufwand.
Bei der üblichen mehrteiligen Ausführung mit gesonderten Bauteilen für den Exzenter, den Ventilbetätigungszapfen und den Bedienungshebel wirkt sich noch die Zeit für deren Zusammenbau nachteilig aus. überdies ist die Montage und die Demontage aller solcher bekannten Ausbildungen umständlich.
Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass der aus einem Stück mit dem Bedienungshebel und mit dem Ventilbetätigungszapfen ausgebildete, im Armaturgehäuse drehbar gelagerte Exzenter an seinem zylindrischen Lagermantel eine umfanggeschlossene Nut für einen in eine korrespondierende Nut der Armatur einschnappenden Sprengring zur gewindelosen Sicherung des Exzenters im Armaturgehäuse aufweist.
Die für den Lagermantel des Exzenters vorgesehene Bohrung des Armaturgehäuses ist nach einem weiteren vorteilhaften Kennzeichen der Erfindung mit einer sich nach aussen erweiternden Mündung ausgebildet.
Die Verwendung von Sprengringen ist zur Befestigung von Baugliedern des Oberteiles bei Absperrventilen seit langem bekannt. Dennoch wurde dieses Befestigungsprinzip bei Exzenter-Umlegehebeln niemals angewendet, zumal die übliche Ausbildung des eigentlichen Exzenters, des Bedienunghebels und des Ventilhetätigungszapfens als eigene Bauteile hiefür keine geeignete Voraussetzung bilden konnte. Erst die erfindungsgemäss vorgesehene Ausbildung der genannten Teile an einem und demselben Stück liess die im Rahmen der Erfindung erfolgende Anwendung des Sprengringprinzips für Exzenter-Umlegehebel zweckvoll und besonders vorteilhaft erscheinen.
Dies ermöglicht nicht nur den Einbau durch einfaches Hineindrücken des einheitlichen Bauteiles in das Lagergehäuse, sondern auch seinen Ausbau aus diesem durch blosses Herausdrücken, beispielsweise mittels eines als Hebel verwendeten, am Bedienungshebel angreifenden und am Gehäuse abgestützten Hammerstieles od. dgl.
Bei der erfindungsgemässen Ausbildung kann nämlich der Einbau des Exzenters in das Armaturgehäuse durch blosses Hineindrücken oder Hineinschlagen desselben erfolgen, weil der Sprengring in die in der Armatur vorgesehenen Nut einschnappt und damit auch schon die Lagesicherung in der richtigen Wirkungsstellung gegeben ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, wobei Fig. 1 einen teilweisen Axialschnitt der Gesamtanordnung und Fig. 2 ein Detail einer Ausführungsvariante zeigen.
Fils. 1 zeigt die Platte 1 einer sanitären Einrichtung, beispielsweise eines Waschtisches, dessen Ventil mittels der Ventilbetätigungsstange 2 verschliessbar sein soll. Auf die Platte 1 ist das Armaturgehäuse 3, welches die Gewindehülse 4 trägt, aufgesetzt. Die Stange 2 sitzt auf dem Ventilbetätigungszapfen 5 des mit dem Bedienungshebel 6 versehenen Exzenters 7. Die Teile 5, 6, und 7 sind an einem einteiligen Körper ausgebildet. Der Ventilbetätigungszapfen 5 weist einen seitlich wirksamen Anschlag 17 für die Ventilbetätigungsstange 2 auf. Der in der Bohrung des Armaturgehäuses 3 drehbare Lagermantel 16 des Exzenters 7 weist eine umfanggeschlossene Nut 8 auf, welcher in einer senkrecht zur Drehachse 15 des Exzenters 7 verlaufenden Ebene eine Nut 9 im Armaturgehäuse gegenüberliegt.
Zwischen den beiden Nuten 8, 9 ist der im Verhältnis zum Nutenquerschnitt mit wesentlich geringerem Querschnitt ausgebildete Sprengring 10 eingesetzt. Die Nut 9 ist beim Ausführungsbeispiel mit ebenen Schrägflächen ausgebildet. Die im Armaturgehäuse 3 für den Exzenter 7 vorgesehene Bohrung weist eine sich nach aussen erweiternde Mündung 14 auf.
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bau des Exzenters 7 in die Bohrung der Armatur 3 lediglich eines in der Einbaurichtung erfolgenden axialen Druckes, beispielsweise unter Bei-
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hilfe eines Hammerschlages, bedarf.
Beim Hineindrücken des Exzenters 7 in die Bohrung des Armaturgehäuses 3 verursachen die Schrägflächen der Mündung 14 ein Zusammenpressen des Sprengringes 10, so dass dieser bis zum Einschnappen in die Nut 9 des Armaturgehäuses 3 in den Spielraum der Nut 8 im Lagermantel 16 des Exzenters 7 hineingepresst wird. Die mündungsseitige ebene Schrägfläche der Nut 9 übt bei der radialen federnden Ausdehnung des Sprengringes 10 auf den Exzenter 7 einen Zug gegen das Innere des Armaturgehäuses 3 aus, wodurch ein gutes Anliegen des am Exzenter 7 ausgebildeten Absatzes am Absatz 18 des Armaturgehäuses 3 gewährleistet ist.
Ohne jedwede Anwendung von Verschraubungsteilen oder Gewinden ist der Exzenter 7 im Armaturgehäuse 3 festgehalten und gesichert.
Der beschriebene Exzenter 7 kann in Verbindung mit einer Mischbatterie oder aber auch unabhängig von einer hydraulischen Einrichtung zur Anwendung kommen. Im letzteren Falle hat das Armaturgehäuse 3 lediglich die Aufgabe als Lagerung für den Exzenter 7 zu dienen.
In Fällen, wo der erfindungsgemässe Exzenter zur Betätigung von Ventilen in Verbindung mit einem Wasserraum Anwendung finden soll, beispielsweise für Umstellvorrichtungen bei Wannen- füll-und Brausebatterien, kann der Lagermantel des Exzenters ausser dem Sprengring auch noch mit einer Dichtungseinrichtung ausgestattet sein. Für eine solche Möglichkeit ist in Fig. 2 als Detail lediglich der in Betracht kommende Abschnitt des Lagermantels 16 des Exzenters 7 dargestellt. Er ist mit einer zweiten Nut 11 ausgestattet, welcher in einer zweiten, senkrecht zur Betätigungsachse 15 gelegenen Ebene im Armaturgehäuse 3 eine weitere Nut 12 gegenüberliegt. Zwischen den Nu-
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spiele in keiner Weise eingeschränkt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Exzenter-Umlegehebel bei sanitären Armaturen für Ablaufventile, Mischbatterien u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass der aus einem Stück mit dem Bedienungshebel (6) und mit dem Ventilbetätigungszapfen (5) ausgebildete, im Arma-
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respondierende Nut (9) der Armatur (3) einschnappenden Sprengring (10) zur gewindelosen Sicherung des Exzenters (7) im Armaturgehäuse (3) aufweist.