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Schalldämpfer
Die Erfindung ist auf einen Schalldämpfer mit einem Interferenz-Einsatz gerichtet, dessen Wir- kung bekannterma#en darauf beruht, da# der Gasstrom in mehrere Einzelströme zerlegt-wind, die verschieden lange Strömungswege durchlau- fen und am Ende des Einsatzes wieder zusam-
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Es ist schon vorgeschlagen worden, einen solchen Interferenz-Einsatz aus schraubenförmigen, einander umgebenden Gasführungskanälen zu bilden. In diesem Falle lassen sich beachtliche Unterschiede in der Weglänge erzielen. Nachteilig ist jedoch, da# die Herstellung eines solchen Einsatzes erhebliche Schwierigkeiten bereitet, namentlich was das Formen und Befestigen der schraubenförmigverlaufendenEinsatzwändeankangt.
Es wurde nun gefunden, dass ein InterferenzEinsatz mit schraubenförmigen, einander umgebenden Gaaführungskanälen in einfacher und fortschrittlicher Weise dadurch herstellbar ist, dass jeder Gasführungskanal aus zwei sich querschnittlich zu diesem Kanal ergänzenden Profilschalen gebildet ist, die ihrerseits aus gepressten Teilstücken, vorzugsweise Halbschalen, zusammengesetzt sind. In der Regel empfiehlt es sich dabei, beim Mittelkanal die innere Profilschale aus einem zylindrischen Rohr zu machen.
Die Eufindung bringt nicht nur den Fortschritt, dass das mühsame Formen und Befestigen schraubenförmig gewundener Einsatzwände entbehrlich ist. Sie bietet den Vorteil, dass mit Hilfe einfacher Pre#werkzeuge Halbschalen gefertigt und diese durch Schweissen zusammengefügt werden können. Dabei ist von besonderer Bedeutung, dass es enfindungsgemäss unschwer möglich ist, eine be- lege Anzahl solcher Halbschalon umeinander herum anzuordnen. Es kann also der Durchmes- s, er des Einsatzes und die Zahl der Gasführungs- kanälle dem jeweiligen Bedarf in bequemer Wei- se angepa#t werden.
Die in den einzelnen schraubenförmigen Gas- führcungskanälen, die unterschiedlichen Drehsinn aufweisen können, geleiteten Gasströme haben bis zu ihrer Wiedervereinigung sehr verschieden lange Wege zurückzulegen. Es kommen mithin die einzelnen Gasströme mit einer gewissen Pha- senverschiebung in dem nachgeschalteten Sammelraum an. Diese Wirkung wird noch unter- stützt durch die Tatsache, dass die Gase in den äusseren Kanälen einer stärkeren Kühlung unterliegen als in den inneren Kanälen.
Erstens liegen diese Kanäle näher an der Aussenwand des Dämpfers und zweitens halben die Gasströme in diesen Kanälen einen längeren Weg zurückzulegen. Es werden daher auch die Unterschiede in den Druckverhältnissen der Gasströme ausgeglichen.
Von besonderer Bedeutung ist, dass die Erfin- dung es ermöglicht, in einem Einsatz von ver- hältnismässig geringem Durchmesser Gasführungs- kanäle mit sehr gro#en Querschnitten unterzu- bringen. Die vorteilhafte Folge davon ist, dass
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fes in einem bestimmten Ausmasse erwünscht ist, so kann er durch eine nachgescha'ltete Blende erreicht werden, ohne dass dadurch jedoch die schalldämpfende Wirkung des Interferenz-Einsatzes beeinträchtigt wird.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu erblicken, dass die schraubenförmigen, aus gepressten Teilschailen zusammengesetzten Gasführungskanäle eine gute Versteifung sowohl gegenseitig als auch mit Bezug auf den Schalldämp- fermantel bewirken und damit Resonanzerscheinungen entgegenwirken. Es kann daher verihät- nismä#ig dünnes Blech verarbeitet werden, was zu einer Verringerung des Gewichtes und des Preises führt, ohne d ! ass der namentlich bei Schalldämpfern von Zweitaktmotoren sehr gefürchtete "blecherne"Ton in Erscheinung tritt.
Die erfmdungsgemäss zur Herstellung, der Gas-
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ungska. näle benutztenmit billigen Werkzeugen herzustellen und bequem durch Schweissen miteinander zu verbinden. Sie bieten auch die vorteilhafte Möglichkeit, die rohnförmigen Gasführungskanäle in Richtung des Gasstromes mit kleiner werdendem Querschnitt herzustellen und. damit zusätzliche Inter- feranzwirkungen zu erreichen. Ausserdem ist es möglich, einen Einsatz gemäss der Erfindung derart auszubilden, dass er sich in Richtung, des Gasstromes kegelig verjüngt. In diesem Falle tritt der weitere Vorteil in Erscheinung, dass die zur Auf- nahme, des Einsatzes dienende Tragstange an dem
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dann tunlicherweise ebenfalls kegeligen Mittelrohr ihr Widerlager findet.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel in schematisdher Darstellung. Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Interferenz-Einsatz für Schalldämp- fer, Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung einer Halbschale, Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein anderes Ausführungabeisplel.
Der gezeichnete Interferenzeinsatz besitzt mehrere schraubenförmige, einander umgebende Gasführungskanäle a1-a5. Deren Begrenzungswände sind, wie besonders deutlich bei den Kanälen a2-a4 in Erscheinung tritt, je durch zwei Profilschalen b1-b4 gebildet, die bei o, und o2 jeweils miteinander verbunden, z. B. zusammenge- schweisst sind.
Es empfiehlt sich, beim innersten Kanal a, die innere Begrenzung von einem Rohr d zu bilden, dessen Deckel- und Bodenteile e und f mit Einund Auslassöffnungen g versehen sind. Ausserdem kann, wie die Zeichnung ebenfalls erkennen lässt, dem äussersten Kanal a5 der Profilschale b4 als äussere Begrenzung der Mantel h zugeordnet sein.
PATENTANSPRÜCHE : schalldämpfer mit Interferenz-Einsatz aus schraubenförmigen, einander umgebenden Gasführungskanäle, dadurch gekennzeichnet, dass die Be-
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sind, die in an sich bekannter Weise aus gepressten Teilstücken bestehen und an der Trennfuge z. B. durch Schweissen verbunden sind.