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Isolierkörper, sowie Metallform zur Herstellung derselben
Die vorliegende Erfindung betrifft Isolierkörper von kreisring-bzw. halbkreisringförmigem Querschnitt, sowie eine Metallform zur Herstellung derselben.
Die bisher gebräuchlichen Isolierformkörper, z. B. Isolierschalen von insbesondere kreisring-bzw. halbkreisringförmigem Querschnitt, bestehen aus Kork, Korkmischungen, Zementmischungen, Schlakkenwolle, Glaswolle und ähnlichen Materialien schlechter Wärmeleitfähigkeit.
Es finden aber auch Isolierkörper Verwendung, die aus Schaumstoffen od. dgl. bestehen und gegebenenfalls Einlagerungen von Sägemehl, Holz- oder Textilfasern, Aluminiumpulver od. dgl. enthalten. Derartige Isolierkörper weisen aber ausschliesslich plattenartige oder plattenähnliche Form variabler Dicke auf.
Die aus Schaumstoffen ohne Zusätze gefertigten Isolierkörper besitzen ein spez. Gewicht zwischen 0,015 und 0,05 und ihre Wärmestandfestigkeit liegt bei etwa 650 C. Die Endstücke derartiger Isolierkörper weisen keine besonderen Merkmale auf, die von der Form des Gesamtkörpers abweichen.
Die Herstellung dieser Isolierkörper erfolgt in der Weise, dass sie aus einem grösseren Block aus einem als "Styropor" bezeichneten oder einem diesen ähnlichen verschäumbaren Kunststoff ausgewalzt, ausgepresst oder herausgeschnitten werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft Isolierkörper von kreisring-bzw. halbkreisringförmigem Querschnitt, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie aus in einer Form von kreisringförmigem Querschnitt verfestigter, an sich bekannter, hochporöser Polystyrolschaummasse mit Einlagen aus anorganischen oder organischen Faserstoffen, wie Glaswolle od. dgl., ferner natürlichen oder künstlichen Textilfasem, z. B.
Seide, Baumwolle, Polyamidfasem od. dgl., als Armierung bestehen, und in an sich bekannter Weise Teilungsflächen nach derQuerschnittstnittelebene aufweisen, die einerseits mit einer vorstehenden Längsleiste und anderseits mit einer dieser entsprechenden Nut versehen sind, während die Enden wie bekannt, an der einen Seite einen vorstehenden, vorzugsweise konisch ausgebildeten Ringteil trägen und an der andern Seite mit einer entsprechenden Ausnehmung ausgestattet sind.
Die erfindungsgemässen Isolierkörper unterscheiden sich demnach von den bekannten Isolierkörpern dadurch, dass sie nicht aus bereits vorgeformten Schaumkörpern auf mechanischem Wege hergestellt werden, sondern aus unmittelbar verfestigtem Schaum aus den als Ausgangsstoffe in Betracht kommenden verschäumbaren Kunststoffen und die mechanische Widerstandsfähigkeit erhöhenden Materialien bestehen.
Die Isolierkörper gemäss vorliegender Erfindung weisen an ihren Stossfugen, Quer-und gegebenenfalls Längsstossfugen, ineinandergreifende Organe, wie vorstehende Teile und diesen entsprechende Ausnehmungen auf, die vorzugsweise konisch ausgebildet sind : Es kann aber auch die innere und gegebenenfalls auch die äussere Mantelfläche des Isolierkörpers leicht konisch gestaltet sein.
Durch die Einlagerung der Faserstoffe wird eine wesentliche Verbesserung der mechanischen Eigenschaften der Isolierkörper insbesondere hinsichtlich Druck- und Biegefestigkeit sowie auch Schlagzähigkeit erreicht. In der nachfolgenden Tabelle sind die Vorteile der erfindungsgemässen Isolierkörper mit Armierung (A) gegenüber aus den gleichen Materialien ohne Armierung hergestellten Isolierkörpern (B) an Hand von Untersuchungsergebnissen zahlenmässig dargestellt.
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<tb>
<tb>
A <SEP> B
<tb> spez. <SEP> Gewicht <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP>
<tb> Biegefestigkeit
<tb> kg/cm2 <SEP> 4, <SEP> 8 <SEP> 3, <SEP> 4 <SEP>
<tb> Druckfestigkeit
<tb> kg/cm2 <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 2, <SEP> 3 <SEP> I, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> I, <SEP> 7 <SEP>
<tb> Schiagzähigkeit
<tb> cmkg <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP>
<tb> cm2
<tb>
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(treibmittelhaltiges Polystyrol) als Ausgangsstoff zur Herstellung der Isolierkörper, werden Isolierkörper gewonnen, die nicht in der eigenen Flamme, sondern nur in einer Fremdflamme brennen.
Die zur Herstellung der erfindungsgemässen Isolierkörper dienende Metallform besteht aus einem Kern und konzentrisch angeordneten Mantelteilen, wobei der Unterschied der Durchmesser von Kern und Mantel der Wandstärke des Isolierkörpers mit kreisringförmigem Querschnitt entspricht, und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Kern aus einem Metallrohr besteht, das mit Trennungsbleeben versehen ist, welche eine zur Bildung je einer Längsleiste bzw. einer diese aufnehmenden Nut in den Teilungsflächen entsprechende Ausbildung aufweisen, und die beiden konzentrischen Mantelteile ihrerseits Längsflanschen tragen, welche zum Verschliessen der Formteile mit um Bolzen schwenkbare Klammern ausgestattet sind, sowie dass die Form an ihren Enden mit der beabsichtigten Formgebung der Enden der Isolierkörper entsprechend ausgebildeten, z.
B. ringkonisch od. dgl. geformten Abschlussdeckeln verschlossen ist, von welchen einer mit einem Formteil, vorzugsweise mit dem Kern fest verbunden ist, während der andere zum Festklemmen desselben an der Form mit einem leicht lösbaren mechanischen Verschluss ausgestattet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässer Isolierkörpers dargestellt, in der die Fig. l einen längsgeteilten Isolierkörper in Ansicht bei teilweise abgebrochener oberer Hälfte zeigt, während dieFig. 2 eine Draufsicht zeigt. Die Fig. 3 veranschaulicht im Mittelschnitt und die Fig. 4 im Querschnitt der Fig. 3 eine Metallvorrichtung zur Herstellung der Isolierkörper nach den Fig. 1 und 2, jedoch mit geänderter Profilierung der Längsteilungsfuge.
Die Teilungsflächen der beiden Hälften 1, 2 des Isolierkörpers nach der Querschnittsmittelebene E-E sind mit einer vorstehenden Längsleiste (Feder) 3 bzw. einer dieser entsprechenden Nut 4 versehen, welche beim Aufeinanderlegen der Hälften ineinandergreifen und den Kriechweg für Wärmeverluste in der Längsteilungsfuge versperren.
Die Stossfugen in der Längsrichtung der Isolierkörper weisen gleichfalls ineinandergreifende Teile auf, u. zw. an einem Ende den vorstehenden, vorzugsweise konisch ausgebildeten Ringteil 5 und am andern Ende eine entsprechende Ausnehmung 6, in welche der vorstehende Teil 5 des benachbarten anstossenden Isolierteile eingreift, so dass auch im Querstoss für einen Schutz gegen Wärmeverluste gesorgt ist.
Die beiden aus Schaumstoffen gebildeten Isolierkörperhälften 1 und 2 können üblicherweise auf fertig montierte Rohrleitungen aufgebracht werden. Bei gerade verlaufenden Rohrsträngen kann der Isolierkörper vor der Montage der Leitung auf das Rohr aufgeschoben werden, so dass in der Längsrichtung ungeteilte, also einstückige Isolierkörper zur Verwendung gelangen können, die in gleicher Weise herstellbar sind, jedoch zweckmässig zum leichteren Ausbringen des Isolierkbrpers aus der Metallvorricbtung
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entsprechenden vorstehenden Teilen 3, 5 und Ausnehmungen 4,6 versehen sind. Erforderlichenfalls können mehrere Segmenfkörper übereinander angeordnet werden.
Die ineinanderpassenden vorstehenden Teile und Ausnehmungen sind an das dargestellte Ausführungsbeispiel nicht gebunden und können jede beliebige Form und Gestalt aufweisen.
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Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte erfindungsgemässe Vorrichtung zur Herstellung der Isolierkörper besteht aus einem Metallrohr 11, an welchen die Trennwände 12 vorgesehen sind, die zur Bildung der Längsteilungsflächen dienen, welche aber gegenüber jenen nach dem Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 hinsichtlich der Längsleiste 3 und der Nut 4 im Querschnitt sägezahnartig ausgebildet sind. Um das Metallrohrll sind zweihalbkreisringllirmige Blechmantelstücke 13a und 13b konzentrisch angeordnet, die die äussere Wand 13 der Vorrichtung bilden und Längsflanschen 14 aufweisen, die mit um die Bolzen 15 schwenkbaren Klammern 16 zum Schliessen der Vorrichtung ausgestattet sind.
Entsprechend der Länge der Vorrichtung können an den Flanschen mehrere solcher Klammern auf jeder Seite angeordnet sein. Mit dem Rohr 11 ist der Bodenteil 17 fest verbunden, auf dessen Ringflansch 17a die Mantelstücke 13a und 13b aufsetzbar sind. Der zum Schliessen des andern Endes der Vorrichtung dienende Teil 18 ist mit dem Rohr 11 durch eine mit Handgriffen 19 versehene Spannplatte 20 verbunden, die nach Art einer Schlauchkupplung mit nicht dargestellten Ausnehmungen zum Einführen von Vorsprünger in Verrastungsnuten mit dem Kopfteil 21 des Metallrohres 11 kuppelbar ist, wodurch die Metallvorrichtung vollständig geschlossen werden kann. Die Verschlussteile 17 und 18 weisen eine der gewünschten Form der Enden der Isolierkörper entsprechende Ausbildung auf.
Nach dem Lösen der Spannplatte 20 und dem Ausschwenken der Klammern 16 ist die Vorrichtung zerlegbar, und die in dieser hergestellten Isolierkörperhälften können leicht herausgenommen werden.
PA TENT A NSPRÜCHE1
1. Isolierkörper von kreisring-bzw. halbkreisringförmigem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus in einer Form von kreisringförmigem Querschnitt verfestigter, an sich bekannter, hochporöser Polystyrolschaummasse mit Einlagen aus anorganischen oder organischen Faserstoffen, wie Glaswolle od. dgl., ferner natürlichen oder künstlichen Textilfasern, z. B.
Seide, Baumwolle, Polyamidfasern od. dgl., als Armierung bestehen, und in an sich bekannter Weise Teilungsflächen nach der Querschnittsmittelebene aufweisen, die einerseits mit einer vorstehendenLängsleiste (3) und anderseits mit einer dieser entsprechenden Nut (4) versehen sind, während die Enden wie bekannt an der einen Seite einen vorstehenden, vorzugsweise konisch ausgebildeten Ringteil (5) tragen und an der andern Seite mit einer entsprechenden Ausnehmung (6) ausgestattet sind.