<Desc/Clms Page number 1>
Krautabscheider für Wurzelfruehterntemaschinen mit mindestens zweistufiger Siebförder- vorrichtung
Die Erfindung betrifft einen Krautabscheider für Wurzelfruchterntemaschinen mit mindestens zweistufiger Siebfördervorrichtung, neben der eine Verleseeinrichtung angeordnet sein kann. Die mit, dem Erfindungsgegenstand zu lösende Aufgabe wird darin gesehen, mit einfachen baulichen Mitteln eine wirksame Krautabscheidung zu erreichen.
Es ist, eine Wurzelfruchterntemaschine nach dem Gattungsbegriff bekannt, an deren Förder- und Siebvorrichtung sich eine Krautausscheidevorrichtung anschliesst. Der Leitboden dieser Vorrich- tung, auf dem die Früchte und die Verunreinigungen von der Krautausscheidekette entlang gefördert werden, beschickt einen Querförderer, der das Fördergut der Verleseeinrichtung, aufgibt, wogegen das Kraut von der Krautausscheidekette am rückwärtigen Ende der Maschine abgelegt wird.
Bei dieser bekannten Maschine gelangt noch relativ viel Kraut auf die Verleseeinrichtung, was die Verlesearbeit erschwert und entsprechend mehr Personal zum Verlesen der Früchte erforderlich macht. Ferner bleiben bei der bekannten Maschine an dem ausgeschiedenen Kraut, das auf dem Boden abgeworfen wird, noch verhältnismässig viel Früchte hängen, da das fördernde Trum der Krautausscheidekette bzw. der Ab- siebweg, den das Kraut zurücklegt, nicht lang genug ist.
Weiterhin ist eine Wurzelfruchterntemaschine bekannt, an deren Rodeschar sich ein schräg, an steigendes endloses Förderband anschliesst. Oberhalb dieses Förderbandes ist ein gegenläufig umlaufendes Mitnehmer- bzw. Rechen : band angeordnet, dessen Mitnehmerbleche oder-rechen schiebend auf das auf dem Förderband befindliche Gut einwirken. Daraus geht hervor, dass das Mitnehmerband lediglich die Förderwirkung unterstützen soll.
An dieses Förderwerk schliesst sich ein die Erdfrüchte seitlich austragendes endloses Förderorgan an, das aus zwei ineinander angeordneten Siebbändern besteht. Von diesen beiden Siebbändern dient lediglich das aussen liegende als Krautabscheider, nicht aber auch das innen angeord- nete, das als zweites umlaufendes Siebband für die MollenftÜch1Je angesprochen wird. Die ziemlich weit voneinander abstehenden Siebstäbe des äusseren Siebfördel1bandes tragen am äusseren Ende Halteblech, die das Erdreich und Kraut daran hindern sollen, nach hinten abzufallen. Diese be- kannte Maschine ist in ihrem Aufbau umständlich und teuer.
Ausserdem vermögen die beiden ineinander angeordneten Siebbänder keine exakte Trennung des Krautes von den Kartoffeln zu gewährleisten.
Die gestellte Aufgabe wird gemäss der Erfin- dung im wesentlichen dadurch gelöst, dass der Krautabscheider aus zwei endlosen, mit Mitnehmern besetzten, nacheinander zur Wirkung kommenden und dabei das Kraut unabhängig voneinander. ausscheidende Förderorganen besteht, von denen ein Förderorgan in Fortsetzung der SiebfördervorrichtungderWurzelfruchterntemaschine angeordnet ist, wogegen sich dem zweiten, quergerichteten Förderorgan die Verleseeinrich- tung anschliesst. Auf diese Weise wird eine saubere Ausscheidung des Krautes vom übrigen Erntegut erzielt.
Es erfolgt sozusagen ein doppeltes Ausscheiden des Krautes aus dem Erntegut, u. zw. einmal durch das längs verlaufende Förderorgan des Krautabscheiders, zum ändern durch das quer verlaufende Förderorgan. Infolgedessen gelangen nur noch relativ wenig Krautteile mit auf das Verleseband, so dass weniger Bedienungspersonen zum Verlesen des Erntegutes erforderlich sind als bisher.
Am Abgabeende der Förderund Siebvorrichtung ein Leitboden mit dar- über laufender endloser, entgegen der Fahrt-' richtung uml, aufender Krautausscheidekette angeordnet sein, dem sich ein weiterer, rechtwinklig oder nahezu rechtwinklig zur Fahrtrichtung angeordneter, in die Verleseeinrichtung mündender Leitboden mit ebenfalls endlosen Krautausscheideketten anschliesst, deren förderndes Trum über die Verleseeinrichtung hinwegführt und seitlich neben der Maschine ablegt. Diese Konstruktion ist einfach und mit relativ geringem baulichen Aufwand durchführbar.
<Desc/Clms Page number 2>
Gemäss der Erfindung kann das fördernde Trum der entgegen der Fahrtrichtung, umlaufenden Krautausscheidekette über das quer arbeitende Förderorgan d < es Krautäbscheiders hinwegund darüber hinaus geführt sein, wobei unter. halb des vorstehenden Fördertrumteiles ein Leitorgan angeordnet ist, welches das durchfallende Gut auf das querverlaufende Förderorgan des Krautabscheiders leitet. Dadurch wird das fördernde Trum der Krautausscheidekette länger, so dass eventuell am Kraut hängengebliebene Früchte genügend Zeit zum Abfallen haben und nicht mit dem Kraut auf den Boden abgeworfen werden. Zweckmässig ist das unterhalb des vorstehenden Fördertrumteiles angeordnete Leitorgan rostartig ausgebildet.
In manchen Fällen kann auch ein endloses in gleicher Richtung wie die längsverlaufenden Krautausscheideketten umlaufendes Förderband als Leitorgan zweckdienlich sein.
Vorteilhaft weist die quer zur Fahrtrichtung verlaufende Krautausscheidekette eine engere Siebteilung auf als die entgegen der Fahrtrichtung arbeitende Krautausscheidekette, so dass auch kleinere Krautteilchen ausgeschieden und abgelegt werden.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes wird vorgeschlagen, dass das in Fortsetzung der Siebfördervorrichtung der Wurzelfruchterntemaschine angeordnete Förderorgan des Krautabscheiders der ersten Siebförderstufe unmittelbar nachgeschaltet ist, wogegen sich das zweite, quer dazu gerichtete Förderorgan des Krautabscheiders der letzten Siebförderstufe anschliesst. Durch diese Anordnung des Kr. autab- scheiders ergibt sich eine gedrängte Bauweise der Wurzelfruchterntemaschine, was gleichzeitig eine Herabsetzung des Eigengewichtes der Maschine zur Folge hat.
Die Herabminderung des Gesamtgewichtes der Maschine wiederum ermöglicht es, die mit dem Krautabscheider und gegebenenfalls auch mit einer Verleseeinrichtung ausgerüstete Wurzelfruchterntemaschine auf leichteren Böden, beispielswei- se Moorböden, einzusetzen. Wirkungsmässig hat diese Anordnung den Vorteil, dass infolge der Absonderung des Krautes nach der ersten Siebförder- stufe auf der zweiten Siebförderstufe das Erntegut eine wesentlich intensivere Reinigung erfährt, nachdem eine Absonderung des Krautes vom Erntegut bereits vor dem Auftreffen der Kartoffeln auf die zweite Siebförderkette stattgefunden hat.
Was die Konstruktion des Krautabscheiders im übrigen anbetrifft, so ist gemäss der Erfindung vorgesehen, dass das der ersten Siebförderstufe nachgeschaltete Förderorgan des Krautabscheiders im wesentlichen aus umlaufenden, endlosen, auf Rollen geführten, unter der Wirkung einer Rüttel vorrichtung stehenden Förderketten oder Jbän- der mit dazwischengefügten Querstäben besteht, auf denen rechtwinkelig abgebogene Mitnehmer angeordnet sind, wogegen das der letzten Siebför.. derstufe nachgeordnete, quergerichtete Förderor- gan des Krautabscheiders im wesentlichen aus einem über der Verleseeinrichtung endenden feststehenden Siebrost und einem mit diesem zusammenarbeitenden, umlaufenden endlosen und mit Mitnehmern besetzten Förderer gebildet ist.
Auf diese Weise ist der Krautabscheider noch weiter vereinfacht worden, da hiebei auf dem zusätzlichen Siebrost des in Fortsetzung der Siebfördervorrichtung arbeitenden Förderorganes verzichtet, ausserdem eine wirksamere Rückgewinnung des etwa noch an den Krautteilen anhaftenden Erntegutes erzielt werden kann.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, dass die auf den Querstäben des der ersten Siebförderstufe nachgeschalteten För- derorganes des Krautabscheiders angeordneten Mitnehmer einen in der Förderebene, jedoch entgegengesetzt zur Förderrichtung angeordneten, gemeinsam als Siebrost dienenden Teil und einem aus der Förderebene heraus abgewinkelten, als Mitnehmer dienenden Teil hat. Eine derartige Ausbildung der Mitnehmer hat den Vorteil, dass durch den aus der Förderebene herausragenden Teil am abgabeseitigen Ende des Krautabscheiders eine gewisse Schleuderwirkung auf das Kraut ausgeübt wird, wodurch vermieden ist, dass Krautrückstände auf dem Abscheider verbleiben. Infolgedessen sind Verstopfungen auf dem Krautabscheider beseitigt, ferner ist Knollenverlusten vorgebeugt.
Was die Anordnung der Mitnehmer an den Querstäben anbetrifft, so können gemäss der Erfindung wenigstens die in der Förderebene liegenden Teile der Mitnehmer in ihrem Abstand zueinander veränderlich sowie feststellbar auf den Querstäben angeordnet sein. Das hat den
EMI2.1
werden können bzw. die Siebwirkung des Krautabscheiders den jeweiligen Ernteverhältnissen angepasst werden kann. Hiebei kann der in der Förderebene liegende Teil der Mitnehmer an einer Schelle befestigt sein, die ihrerseits auf dem Querstab verschiebbar und festspannbar sein kann. Es ist aber auch möglich, jeden in der Förderebene liegenden Teil der Mitnehmer am Befestigungsende mit einem Bund mit sich daran anschliessendem Gewinde zu versehen, mittels dessen die Mitnehmer in im Querstab vorgesehenen Bohrungen oder Schlitzen hindurchsteckbar und durch Muttern festschraubbar sind.
Die Erfindung sieht ferner vor, dass die in der Förderebene liegenden Teile der Mitnehmer zwischen den aus der Förderebene herausragenden Teilen an den Querstäben befestigt sind. Zweckmässig kommt als Querstab je ein Rohr zur Anwendung, das an beiden Enden mit Vorsprüngen der Förderketten oder-bänder fest, jedoch losbar verbunden ist.
Entscheidend für die Wirkungsweise des Krautabscheiders Ist ferner die eingebaute Rüttelvorrichtung, die die Absiebwirkung wesentlich be-
EMI2.2
<Desc/Clms Page number 3>
dass Knollenver-luste so gut wie ausgeschlossen sind. In vorteilhafter Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes wird hiezu vorgeschlagen, dass als Rüttelvorrichtung auf der Unterseite des fördernden Trums des der ersten Siebförderstufe nachgeschalteten Förderorganes des Krautabseheiders beiderseits je ein zweiarmiger, antreibbarer Rollenhebel in einem Schwenkarm gelagert ist. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass auf das Fördertrum des Krautabscheiders kurz aufeinanderfolgende schlagartige Impulse ausgeübt werden, die die Absiebwirkung erhöhen.
Die Rollenhebel können sowohl gemeinsam verstellbar sein, wogegen jeder Rollenhebel auch für sich auf seiner Antriebswelle verstellbar und feststellbar sein kann. Der sich hieraus ergebende Vorteil wird darin gesehen, dass die links und rechts des För- dertrums sitzenden Rollenhebel z. B. in ihrer Lage um 90 verstellbar sein können, wodurch nicht nur eine schüttelnde Wirkung, sondern
EMI3.1
das vom Krauta'bscheider mitgeführte Gut stets nach deren Mitte zu gedrängt wird. Ausserdem lässt sich durch entsprechendes Einstellen der Rollenhebel die Rüttelwirkung nach Bedarf ver- ändern.
Gemäss der Erfindung können auf der Unterseite des fördernden Trums des der ersten Siebförderstufe nachgeschalteten Förderorganes des Krautabscheiders zwei oder mehr Rüttelvorrichtungen, beispielsweise antreibbare Rollenhebel, angeordnet sein, die gleichzeitig oder unabhängig voneinander zur Wirkung bringbar sind.
Der unmittelbar unterhalb des Fördertrums des quer gerichteten Förderorganes des Krautabscheiders angeordnete Siebrost kann aus an sich bekannten, in der Förderrichtung verlaufenden, elastischen Elementen, z. B. Spiralfedern mit ver- änderbarer Vorspannung bestehen, die unter sich durch quer zur Förderrichtung verlaufende, elastische Elemente so miteinander verbindbar sind, dass die Spreizung zweier benachbarter Längsfedern örtlich begrenzt ist. Damit ist nicht nur eine selbständige Ausscheidung von Steinen, Kluten u. dgl. erreicht, sondern es ist darüber hinaus ein Förderorgan geschaffen worden, dessen Siebrost 'bei relativ niedrigem Eigengewicht einem kaum nennenswerten Verschleiss unterworfen ist, da der Siebrost nachgiebig ausgebildet ist.
Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung und der Zeichnung, ersichtlich, die zwei'Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine mit dem neuen Krautabscheider ausgerüstete Wurzelfruchterntemaschine im Aufriss, Fig. 2 eine Rückansicht der Maschine, wobei der übersichtlichkeit wegen das rücklaufende Trum der Krautausscheidekette des entgegen der Fahrtrichtung arbeitenden Förderorganes des Kriautabscheiders sowie die Nachlaufräder weggelassen wurden. Fig. 3 veranschaulicht in grösserem Massstabe das Abgabeende des quer zur Fahrtrichtung arbeitenden Förderorganes des Krautaibscheiders in der Draufsicht, wogegen Fig. 4 in ähnlicher Darstellungsweise wie in Fig. 1 eine weitere Ausführung des abgabeseitigen Endes des entgegen der Fahrtrichtung arbeitenden Förderorganes des Krautabscheiders veranschaulicht.
Fig. 5 lässt eine weitere Aus- führungsform des erfindungsgemässen Krautabscheiders für Wurzelfruchterntemaschinen mit
Verleseeinrichtung, u. zw. gleichfalls im Auf- riss erkennen, Fig. 6 ist die Rückansicht zu Fig.
5, Fig. 7 veranschaulicht das abgabeseitige Ende des Krautabscheiders in grösserem Massstab, Fig.
8 ist eine Rückansicht auf den unter der Einwirkung einer Rüttelvorrichtung stehenden Teil des Kra. utabsoheiders, Fig. 9 ist ein Schnitt gemäss der Linie I-I der Fig. 8.
Fig. 10 ist eine Teilansicht des der ersten Förderstufe der Sieb- fördervorrichtungnachgeschaltetenFörderorganes des Krautabscheiders in grösserem Massstab, wogegen Fig. 11 und 12 zwei Ausführungsbei- spiele von in ihrer Lage auf den Querstäben ver- änderbaren Mitnehmer in Seitenansicht in grösserem Massstab veranschaulichen, Fig. 13 zeigt das quergerichtete Förderorgan des Krautabscheiders in Verbindung mit einem federnd nachgiebigen Siebrost als Steinausscheider, Fig. 14 stellt eine Teilansicht dieses Siebrostes in grösserem Massstab dar, wogegen Fig. 15 die Draufsicht zu Fig. 14 ist. Fig. 16 zeigt eine vorteilhafte Art der Verbindung der in Bewegungsrichtung des Förderguts liegenden Spiralfedern des Siebrostes mit den unterhalb derselben angeordneten querverlaufenden Federn an den Verbindungsstellen, ebenfalls in grösserem Massstab.
Fig. 17 ist ein Querschnitt entlang der Linie II-II der Fig. 16. Fig. 18 und 19 zeigen zwei verschiedene Ausführungsformen von Halterungselementen zum Festhalten der in Bewegungsrichtung des Gutes liegenden übergangsstellen vom horizontal verlaufenden zum schräg ansteigenden Teil des aus Längs- und Querfedern gebildeten Sieb- rostes, ebenfalls in grösserem Massstab, wobei Fig.
18 eine Vorderansicht der verschiedenen Halterungselemente wiedergibt.
In der Zeichnung ist die neue Krautausscheideund Fördervorrichtung an einem einreihigen Siebkettenroder angebaut, an dessen Schar 1 sich eine zweiteilige Förder- und Siebvorrichtung 2 und 3 anschliesst. Die Laufräder des Roders sind mit 4 und 5 bezeichnet, und die Laufradachse mit 6. Auf letztere ist ein Rahmen 7 angeordnet, der sich mit seinem rückwärtigen Ende auf zwei Nachlaufräder 8 ; und 9 abstültzt und den Krautabscheider sowie die Verleseeinrichtung trägt.
Gemäss dem in Fig. 1 bis 4 dargestellten Aus- führungsbeispiel hat der neue Krautabscheider ein entgegen der Fahrtrichtung arbeitendes und ein quer dazu gerichtetes Förderorgan. Beide För- . der-or"e-ane weisen einen Leitboden und eine endlos umlaufende Krautausscheidekette auf. Das
<Desc/Clms Page number 4>
entgegen der Fahrtrichtung arbeitende Förder- organ des Krautabscheiders schliesst sich unmit- telbar an das Abgabeende der Förder- und Sieb- vorrichtung 2,3 an. Hiezu ist beiderseits des abgabeseitigen Endes des Siebkettenroders je eine
Stütze 10 angeordnet, die eine Querwelle 11 tra- gen,. an der das untere Ende des Leitbodens 12 der entgegen der Fahrtrichtung arbeitenden För- derkette des Krautabscheiders befestigt ist.
Der
Leitboden 12 steigt schräg nach rückwärts an und verläuft bis zum querfördernden Organ des
Krautabscheiders. Wie Fig. 2 zeigt, kann der
Leitboden 12 aus mehreren mit Abstand neben- einander angeordneten Stäben bestehen, die eine
Absiebung des Förderguts ermöglichen. über den Leitboden 12 ist die Krautabscheidekette hinweggeführt, die zwei endlose Ketten 13 und
14 aufweist, welche durch aufrecht stehende Querlatten miteinander verbunden sind. In den Querlatten 15 lagern Zinken 16, die mit einem solchen Abstand nebeneinander angeordnet sind, dass Krautstengel auf ihnen liegen bleiben, wogegen die Früchte, Steine, Kluten usw. durchfallen können.
Die freien Enden der Zinken 16 erstrecken sich, entgegen der Fahrtrichtung gesehen, bis an die nächstfolgende Querlatte 15 der Kette 13-16. Die Krautausscheidekette 13- 16 wiederum ist mittels Kettenräderpaaren 17, 18, 19 und 20 geführt, von denen das Räderpaar 17 auf der Querwelle 11 drehbar sitzt, wogegen die Räderpaar 18-20 an einem am Rahmen 7 angeordneten Traggestell 21 lagern. Das Räderpaar 19 kann als Antriebsräderpaar dienen, hingegen lässt sich das Räderpaar 20 als Spannrollenpaar der Kette 13-16 verwenden, wozu es an Winkelhebel 22,23 angeordnet ist, die drehbar am Traggestell 21 lagern und unter dem Einfluss von Zugfedern 24 stehen.
Das fördernde Trum der Krautausscheidekette 13-16 ist schräg nach oben weit über das Abgabeende des Leitbodens 12 hinausgeführt, d. h., das Abgabeende der Kette 13-16 befindet sich nicht unmittelbar neben dem quergerichteten Förderorgan des Krautabscheiders, sondern in einem Abstand davon. Unterhalb des fördernden Trums der Krautausscheidekette 13-16 ist ein Leitblech 26 angeordnet, das vom Abgabeende der Krautausscheidekette 13-16 bis zum quergerichteten Förderorgan des Krautabscheiders verläuft und das die während des Transportes des Krautes abfallenden Früchte auf dem querverlaufenden Förderorgan des Krautabscheiders zurückleitet.
An Stelle des Leitbleches 26 kann auch ein Siebrost Verwendung finden oder es kann, wie Fig. 4 zeigt, ein Förderband 27 angewendet werden, das aus zwei endlosen Bändern mit dazwischengefügten Stäben bestehen kann.
Dem abgabeseitigen Ende des rostartigen Leitbodens 12 schliesst sich der Leitboden 28 des quergerichteten Förderorganes des Krautabschei- ders an. Der Leitboden 28 ist am Traggestell 21 und am Rahmen der Verleseeinrichtung befe- stigt. Er setzt sich, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, aus mit Abstand nebeneinander angeordneten Leisten zusammen, die bis über das Verleseband 30 der Verleseeinrichtung reichen.
Ober den Leitboden 28 ist eine ähnliche Krautausscheidekette hinweggeführt, wie über dem Leitboden 12 des entgegen der Fahrtrichtung arbeitenden Förderorganes des Krautabscheiders, nur dass die aufrechtstehenden Querlatten 31 mit kürzerem Abstand voneinander an den endlosen Ketten 32 und 33 befestigt sind und die an den Latten 31 angeordneten Zinken 34 enger liegen, so dass die Siebwirkung der Krautausscheidekette 31-34 feiner ist als die der längsverlaufenden Krautausscheidekette 13-16. Die Krautausscheidekette 31-34 läuft über Räderpaar 35, 36,37 und 38, die am Traggestell 21 angeordnet sind.
Hievon ist das Räderpaar 36 als Antriebsräderpaar ausgebildet, wogegen das Räderpaar 37 zum Spannen der Krautausscheidekette 3134 an einem schwenkbaren Arm 39 lagert, der durch eine am Rahmen 7 angreifende Zugfeder 33 beeinflusst wird.
'Die Verleseeinrichtung wird von Stützen 40 und 41 getragen, die am Rahmen 7 befestigt sind.
Am abgabeseitigen Ende der Verleseeinrichtung befindet sich ein Sammelbehälter 42, in dem die verlesenen Früchte gesammelt werden und an dessen unteres Ende Säcke angeschlossen werden können zum Abfüllen der Früchte.
Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5-9 ist das mit der Förder- und Siebvorrichtung 2,3 zusammenarbeitende, entgegen der Fahrtrichtung umlaufende Förderorgan des Krautabscheiders unmittelbar über der zweiten Siebförderkette 3 des Roders angeordnet und beginnt direkt an der Fallstufe zwischen der ersten und zweiten Siebförderkette 2,3. Dieses Förderorgan des Krautabscheiders wird im wesentlichen gebildet aus zwei endlosen Ketten 43 und 44, mit da-
EMI4.1
Stäben 45, auf denen mehrere rechtwinkelig gebogene Mitnehmer 46 mit Abstand nebeneinan- 1 derliegend angeordnet sind. Die Anordnung der Mitnehmer 46 erfolgt hiebei in der Weise, dass ein Teil derselben in der Förderebene liegt, wo-
EMI4.2
zuoben herausragt.
Der in der Förderebene des Krautabscheiders liegende Teil dehnt sich hiebei
EMI4.3
ner gewählt ist als der Abstand zwischen den einzelnen Querstäben, jedoch so gross, dass das Erntegut ungehindert zwischen den Stäben durch-
EMI4.4
<Desc/Clms Page number 5>
benenfalls das Unkraut von den Mitnehmern zurückgehalten bzw. mitgenommen wird.
Wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich, ist das quergerichtete Förderorgan des Krautabscheiders gemäss der Ausführungsform nach Fig. 5-9 der zweiten Stufe, d. h. der Siebförderkette 3 der Förder- und Siebvorrichtung nachgeschaltet. Das querverlaufende Förderorgan besteht hiebei im wesentlichen aus einem im Abwurfbereich der Siebförderkette 3 beginnenden waagrecht verlaufenden. Siebrost 47, dem sich ein schräg ansteigender Teil 48 anschliesst, ferner einer endlosen umlaufenden auf Walzen oder Rollen 49 geführten Doppelkette 50, die mit dazwischengefügten hochkant stehenden Mitnehmern 51 versehen ist.
Unterhalb des abgabeseitigen Endes des , Siebrostes 47, 48 befindet sich der aufnehmende Teil des Verlesebandes 30, das sich von hier aus horizontal und in Fahrtrichtung verlaufend nach vorn erstreckt.
Was die Befestigung der Mitnehmer 46 an den Querstäben 45 anbetrifft, so kann diese auf verschiedene Arten erfolgen, u. zw. können einmal die Querstäbe mit gleichachsig zur Förderebene verlaufenden Bohrungen versehen werden, durch die die Mitnehmer 46 hindurchgesteckt und anschliessend an der Durchgangsstelle am Querstab mit diesem verschweisst werden. Zum andern können die Mitnehmer 46 auch auf die Querstäbe 45 aufgelegt bzw. In vorgefräste Querschlitze eingelegt und durch Schweissung mit dem Querstab verbunden werden. Weiterhin besteht
EMI5.1
den und diese rechtwinkelig zueinanderstehend auf dem Querstab 46 zu befestigen oder die Querstäbe mit rechtwinkelig zueinander verlaufenden Bohrungen zu versehen, durch die der winkelige Mitnehmer eingefädelt und hinterher an den Durchtrittsstelien mit dem Querstab verschweisst werden.
Es kann aber auch gemäss Fig. 10 die Anordnung der einzelnen Teile der Mitnehmer auf den Querstäben in der Weise erfolgen, dass die in der Förderebene verlaufenden Teile 53 der Mitnehmer zwischen den aus der Förderebene herausragenden Teilen 54 liegen, wobei sich unmittelbar neben den Ketten 43 und 44 in der Förderebene liegende Teile 53 der Mitnehmer befinden. Dadurch kann an jedem Querstab 45 ein Teil 53 der Mitnehmer eingespart werden, ohne dass hiebei die Siebwirkung des Krautausscheiders nachteilig beeinflusst wird.
Bei den Mitnehmern gemäss Fig. 11 und 12 sind die in der Förderebene liegenden Teile 53 bzw. 62 auf den Querstäben längsverstellbar und feststellbar angeordnet, um die Siebdurchgänge zu verändern bzw. um die Siebwirkung des Krautabscheiders den jeweils herrschenden Erntever- hältnissen. anpassen zu können.
In Fig. 11 dient als Querstab ein Rohr. U, das eine Reihe von Querbohrungen 56 aufweist, durch welche das mit einem Bund 57 und mit Gewinde 58 versehene Ende der in der Förderebene liegen- de Mitnehmerteil 53 hindurchgesteckt und mit tels einer Mutter 59 festgeschraubt ist. Die An zahl der Bohrungen 56 in den Querstäben 55 ist dabei so gewählt, dass der Abstand der einzel nen Mitnehmerteile 53 untereinander variabel ist
An Stelle der'Bohrungen 56 können auch längs. verlaufende, in der Zeichnung der Einfachhei halber nicht dargestellte Schlitze in den Quer.
Stäben vorgesehen sein, in denen die Mitnehmer teile 53 verschiebbar und feststellbar lagern. Die aus der Förderebene hinausragenden Teile 54 der Mitnehmer können bei dieser Ausführung bei. spielsweise auf die Querstäbe 55 aufgeschweiss sein, da ihre Verstellung nicht unbedingt erfor. derlich ist.
Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 12 ist als Querstab ein Vierkantprofilstab 60 verwendet auf dem die in der Förderebene liegenden Mitnehmerteile 62 mittels entsprechend geformten Schellen 61 aufgespannt und daher ebenfalls verschiebbar sind. Die in der Förderebene liegenden Teile 62 der Mitnehmer können auch an den Querstäben entsprechenden Profilbuchsen 61 befestigt sein, deren Abstände voneinander durch Anwendung entsprechender Distanzbuchsen ver- änderbar sind.
Da die Mitnehmer freitragend am Querstab 45 bzw. 55 bzw. 60 befestigt sind, übt der in der Förderebene verlaufende das Fördergut tragende Teil 53 bzw. 62 des Mitnehmers bei Belastung ein gewisses Moment auf den Querstab aus, das diesen um seine Längsachse zu drehen versucht. Dieses Moment muss von den Förderketten 43 und 44 aufgenommen werden, was dadurch erreicht wird, dass die Querstäbe 45 bzw. 55 bzw.
60 an den zu ihrer Befestigung vorgesehenen Kettenlaschen drehfest angeschlossen sind. Zweckmässig sind die Laschen der Förderketten 43 bzw. 44 lang ausgebildet und die Ketten selbst unter Spannung gesetzt, so dass die Laschen auch bei starker Belastung der Mitnehmer das Moment aufzunehmen, d. h. einem Nachgeben entgegenzuwirken vermögen. Zur Befestigung der Querstäbe 45 bzw. 55. bzw. 60 an den Ketten 43 und 44 sind an jeder zweiten Innenlasche der Kette nach innen gerichtete sich gegenüberliegende Zapfen vorgesehen, auf die die Querstäbe 45 mit ihren Enden aufgesteckt und mittels Stifte gesichert sind.
Wie bereits erwähnt, ist das der Krautabscheidung dienende endlose Förderorgan 43-46, der ersten Siebförderkette 2 nachgeschaltet und über der zweiten Siebförderkette 3 des Roders angeordnet. Dabei ist die Anordnung des Krautab- scheiders so getroffen, dass dieser von der im Bereich des abgabeseitigen Endes der ersten Siebförderkette 2 liegenden Umlenkrolle 65 aus, in der Fahrtrichtung der Maschine gesehen, zunächst schräg nach rückwärts ansteigend geführt - ist. Nach Erreichen einer gewissen Höhe erfolgt eine Umlenkung des Förderorganes 43-46, wonach
EMI5.2
<Desc/Clms Page number 6>
oder zumindest nahezu horizontal nach rückwärts geleitet wird,
um nach'überschreiten des rückwärtigen Endes des Maschinenrahmens von den Rollen 66 aus in entgegengesetzter Bewegungsrichtung zunächst horizontal, dann schräg nach unten etwa parallel über das obere Trum der Siebförderkette 3 hinweggeführt zu werden.
Um zu verhindern, dass das Fördergut seitlich vom Krautabscheider herabfällt, sind beiderseits des fördernden Trums dessen Bewegungsverlauf angepasste vom aufnahme- bis zum abgabeseitigen Ende reichende Seitenwände 67, 68 angebracht.
Damit auch etwa noch am Kraut hängengebliebene Kartoffeln mit Sicherheit gewonnen werden, ist erfindungsgemäss unterhalb des horizontal verlaufenden Teiles der ersten Stufe nachgeschalteten Förderorgans des Krautabscheiders, u. zw. im Bereich der zweiten Siebförderkette 3 eine in ihrer Intensität auf einfache Weise regelba- re Rüttelvorrichtung eingebaut. Diese besteht beispielsweise aus einem querverlaufenden Rohr
69 od. dgl., auf dem an beiden Enden je ein Rol- lenhebel drehfest angeordnet ist. Jeder dieser Hebel wiederum besteht aus einem Nabenteil 70 (s. Fig. 8), auf dem radial und entgegenge- setzt zueinander gerichtet je zwei Arme 71 und
72 befestigt sind, an deren freiem Ende je eine
Rolle 73 drehbar lagert. Die Schrauben 74 die- nen dazu, die Rollenhebel gegen Verschieben und
Verdrehen auf dem Querrohr 69 zu sichern.
Um den Abstand der Rollenhebel 70-74 mit
Bezug auf die Lage des fördernden Trums des Krautabscheiders verändern zu können, ist das
Querrohr 69, wie insbesondere aus Fig. 8 und 9 hervorgeht, mit seinen Enden in Schwenkhebeln 75 und 76 drehbar gelagert, die ihrerseits von gleichachsig in den Seitenwänden 67 und 68 angeordneten Zapfen 77 und 78 getragen werden. Einenends ist das Querrohr 69 zwecks Aufnahme eines Antriebsorganes, beispielsweise eines Kettenritzels 79, über seine Lagerstelle am Schwenkhebel 76 hinaus verlängert und durch einen in der Seitenwand 68 vorgesehenen kreisbogenförmigen Schlitz 80 hindurchgeführt. Gleichzeitig ist auch der Zapfen 78 über seine Lagerstelle in der Seitenwand 68 nach aussen verlängert, um ein dem Antrieb der Rollenhebel 70-74 dienendes Doppelkettenrad aufnehmen zu können.
Das Doppelkettenrad 81 lagert hiebei drehbar auf dem Zapfen 78, auf dessen äusserstes Ende ein der Verstellung der Rollenhebel 70-74 mit Bezug auf das fördernde Trum dienender Hebel 82 angeordnet ist. Sowohl der Schwenkhebel 76 als auch der Hebel 82 ist mittels Stifte 83 und 84 od. dgl. gegen Verdrehen gesichert. Angetrieben werden kann das Doppelkettenrad 81, das über eine Kette 85 mit dem Ritzel 79 in kraftschlüssiger Verbindung steht, entweder von Antriebsorganen, die zum Antrieb der Siebförderketten 2 und 3 oder der Verleseeinrichtung 30 vorgesehen sind. Wie in Fig. 5 gezeigt, kann die Intensität der Rüttelvorrichtung mittels eines Handhebels 86 reguliert werden, der schwenkbar
EMI6.1
Stange 87 mit dem Hebel 82 verbunden ist.
Soll die Rüttelvorrichtung dem fördernden Trum des Krautabscheiders lediglich als ruhende Abstützung dienen, so muss der Antrieb auf die Rollenhebel unterbrochen werden" Zu diesem Zweck ist in den Antriebsmechanismus der Rollenhebel eine in der Zeichnung nicht näher veranschaulichte Ein- und Ausrückkupplung eingebaut. Ist der Antrieb auf die Rollenhebel unterbunden, so nehmen die Arme 71 und 72 derselben unter dem Gewicht des auf ihnen ruhenden
EMI6.2
tet.
Die erfindungsgemässe, Anordnung der Rüttelvorrichtung ermöglicht es auch, die Einstellung der Rollenhebel 70-7 auf dem Querrohr 69 derart vorzunehmen, dass diese zeitlich gesehen, unterschiedlich auf das fördernde Trum des Krautabscheiders einwirken. So ist es z. B. durch Lösen der in der Nabe eines jeden Rollenhebels vorgesehenen Befestigungsschraube 74 möglich, den einen Rollenhebel gegenüber dem andern bis zu einem Maximalwert von 900 zu verstellen. Eine solche Einstellung des Rollenhebels hat zur Folge, dass auf das fördernde Trum des Krautabscheiders wechselseitige Impulse ausgeübt werden, die ein Kippen des Fördertrums um seine Längsmittellinie verursachen.
Erforderlichenfalls kann der Antnebsübertr. agungsmechanistnus so gewählt werden, dass eine Umkehrung der Drehrichtung der Rollenhebel erfolgen kann, so dass diese sowohl in der Förderrichtung des Krautabscheiders als auch entgegengesetzt dazu umlaufen können.
Wirkungsmässig kann dies entweder durch ein Umkehrgetriebe oder aber bei Verwendung eines Riementriebes als Kraftübertragungsmechanismus auf einfache Weise durch Verschränken des Riemens erreicht werden.
Während bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1-9 der Siebrost des quergerichteten Förderers aus unnachgiebigen Stäben gebildet ist, kann gemäss dem in Fig. 13 veranschaulichten
EMI6.3
tätigen Steinausscheidung aus längsverlaufenden Elementen, vorzugsweise Spiralfedern 88 bestehen, denen wie beim Querförderer nach Fig. 6 ein auf Umlenkrollen 49 geführter endloser, mit Mitnehmerleisten 51 besetzter endlos umlaufender Förderer zugeordnet ist. Die elastischen Elemente sind erfindungsgemäss durch mehrere in Querrichtung verlaufende, mit Abstand hintereinander angeordneten Spiralfedern 91 od. dgl. gegeneinander abgestützt und zu diesem Zweck an ihren Berührungsstellen mittels Splinten 92 miteinander verbunden.
Der gegenseitige Abstand der Längsfedern 88 ist hiebei so gewählt, dass die Kartoffeln von diesen zurückgehalten, die Steine
<Desc/Clms Page number 7>
und Kluten dagegen unter der Einwirkung der über dem Siebrost hinweggeführten Mitnehmerleisten 51 des endlosen Förderorganes, wie das z. B. in Fig. 14 und 15 gezeigt ist, hindurchgedrückt werden.
Was die Anordnung der längsverlaufenden Fe- dern M Im einzelnen anbetrifft, so ist vorgesehen, dass diese einen Endes in eine ortsfeste, über dem Verleseband 30 angeordnete Querleiste 93 eingehängt sind. Andern Endes sind die Federn 88 von einer mit Bohrungen versehenen Leiste 94 gehalten, die ihrerseits mittels einer Zugstange 95 in einem am Maschinenrahmen angeordneten Lager 96 geführt ist. Um die Vorspannung der Längsfedern auf einfache Weise und in weiten Grenzen verändern zu können, ist die im Lager 96 axial verschiebbar geführte Zugstange 95 mit einem relativ langen Gewindeteil 97 und einer Flügelmutter 98 versehen.
Wie aus Fig. 13 ersichtlich, weist auch der elastische Siebrost an seinem aufnahme- und abgabeseitigen Ende einen horizontal verlaufenden Teil, ferner einen zwischen beiden liegenden schräg ansteigenden Teil 48 auf. Hiezu sind die Längsfedern 88 über zylindrische Umlenkstücke 99 bzw. in einer Halterung 100 geführt. Damit der seitliche Abstand der Längsfedern während des Betriebes des Förderers unverändert bleibt, sind in der Oberfläche der zylindrischen Umlenkstücke 99 Hohlkehlen vorgesehen, die die unter Spannung stehenden Federn 88 gegen seitliche Verschiebung sichern.
Die Anordnung des Siebrostes ist weiterhin so getroffen, dass die längsverlaufenden Spiralfedern 88 mit den querverlaufenden Federn 91, wie bereits erwähnt, an ihren Berührungsstellen verbun- den sind, u. zw. jeweils mit Hilfe eines Splintes 92 wie dies aus den Fig. 16 und 17 zu ersehen ist.
Die Verbindung der beiden Federn lässt sich vorteilhaft in der Weise durchführen, dass der Splint 92 zunächst geöffnet, sodann auf die zur Anlage an der querverlaufenden Feder 91 gelangende Windung der Längsfeder 88 aufgeschoben und wieder geschlossen wird. Hienach wird der Splint 92 durch eine die Längsfeder 88 etwa auf ihrem halben Umfang umhüllende Schelle 101, ferner durch zwei weitere, die Querfelder ganz umhüllende zweiteilige Schelle 102 und 103 hindurchgesteckt, um sodann durch Abbiegen an den Enden gegen, axiale Verschiebung gesichert zu werden.
Wie aus Fig 13 zu ersehen ist, beginnt der horizontale Teil des Siebrostes im Bereich des abgabeseitigen Endes des zweiten Siebförderers 3 und zondigt mit seinem schräg ansteigenden Teil über dem Verleseband 30. An der Übergangsstelle vom horizontal verlaufenden Teil zum schräg anstei- ,enden Teil des Fördersiebrostes ist für jede Längs- : eder eine Halterung 100 vorgesehen, die gemäss
EMI7.1
stigt ist, der seinerseits gelenkig auf einem Quer- : ohr 106 lagert. Zum Zwecke, der seitlichen Ab-
EMI7.2
gegeneinan-geführt und im Bereich zwischen zwei Stegen auf die Stange jeweils eine Feder 108 aufgesteckt, die die Halterungen nach einem seitlichen Versdhwenken immer in die Ausgangslage zurückdrängen.
Die Stange 107 selbst ist hiebei an dem jeweiligen festen Steg 108 der beiden äussersten, auf dem Querrohr 106, angeordneten Stegen 105 arretiert.
Eine weitere Ausführung der Halterung ist in
EMI7.3
federn 88 vorgesehenen Rohrstücke 104 direkt auf einem Querrohr 109 befestigt und zwischen den einzelnen Rohrstücken Abweisbleche 110 ein- gesetzt sind, mit deren Hilfe vermieden werden soll, dass Steine u. dgl. zwischen die Federhal- terungen hineingedrückt werden. Die Befesti- gung der Rohrstücke 104 auf dem Querrohr 109 kann durch einfache Schweissung erfolgen. Na- türlich können die Rohrstücke 104 auch mittels
Schrauben oder Nieten mit dem Querrohr 109 verbunden sein. Ebenso kann das Abweisblech
110 mit den Rdhrstücken 104 verschweisst oder durch Vernietung an diesen befestigt werden.
Die Arbeitsweise der mit Verleseeinrichtung sowie dem erfindungsgemässen Krautabscheider ausgerüsteten Wurzelfruchterntemaschine ist fol- gendermassen :
Das gerodete Gemisch aus Erdreich, Kartoffeln und Kraut gelangt bei der Wurzelfruchterntemaschine gemäss Fig. 1-4 von der Förder- und Siebvorrichtung 2 und 3 auf das entgegen der Fahrtrichtung arbeitende Förderorgan 12-16 des Krautabscheiders, wo die erste Trennung des Krautes von den Früchten und den mitgeführten Beimengungen erfolgt, da das Kraut auf den Mitnehmern 16 der Krautausscheidekette 13-16 liegen bleibt, wogegen die Kartoffeln mit den kleineren Beimengungen auf den Leitboden 12 fallen.
Von diesem aus gelangen die Kartoffeln und etwa noch vorhandene Beimengungen auf das quergerichtete Förderorgan 28, 31 des Krautabscheiders, das auf den Mitnehmern 16 liegende Kraut dagegen wird bis zur Umlenkwelle 19 der Krautausscheidekette 13-16 gefördert und dort auf den Acker abgeworfen. Auf dem Weg, den das Kraut auf dem Leit ! boden 12 his zur Umlenkstelle 19 der Krautausscheidekette 13-16 zurück- : legt, können eventuell am Kraut hängengebliebe- ne Früchte abfallen, die von dem Leitorgan 26 oder 27 auf das quergerichtete Förderorgan 28 und 31-34 des Krautabscheiders zurückgeführt werden.
Aus dem Fördergut, das vom Leitboden 12 sowie von dem Leitorgan 2 oder 27 auf das quergerichtete Förderorgan 2 und 31-34 des Krautabscheiders gelangt, wird noch vorhandenes restliches Kraut ausgeschieden, da auch kleinere : Krautteilchen auf den Mitnehmern 34, der auf feinere Siebwirkung eingestellten Krautausscheidekette 31-34 liegen bleiben. Die Kartoffeln mit den Beimengungen werden auf dem Leitboden
<Desc/Clms Page number 8>
28 entlang gefördert und dem Verleseband 30 - aufgegeben, wo das Verlesen des Erntegutes durch auf der Maschine mitfahrende Bedienungspersonen erfolgt. Das völlig gereinigte und sortierte Gut gelangt in den Sammelbehälter 42, der mit einer Absackvorrichtung versehen ist.
Das von dem quer gerichteten Förderorgan des Krautabscheiders ausgeschiedene Kraut wird seitlich neben der Maschine auf den Boden abgeworfen.
Während bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1-4 das entgegen der Fahrtrichtung arbeitende Förderorgan des Krautabscheiders der zweiten Siebförderkette 3 der Wurzelfruchterntemaschine nachgeschaltet ist, ist das analoge För- derorgan 43-46 des Krautabscheiders gemäss Fig. 5-9 unmittelbar über der zweiten Siebförderkette 3, d. h. in der zwischen der ersten und zweiten Siebförderkette 2,3 vorhandenen Fallstufe angeordnet und unter die Einwirkung einer Rüttelvorrichtung 69-87 gebracht. Damit erfolgt bereits nach der ersten Siebförderstufe 2 eine Trennung von Kraut und Kartoffeln.
Das Kartoffelkraut wird hiebei von den Mitnehmern 46 des der ersten Siebförderstufe 2 nachgeschalteten Förderorganes 43-46 aufgefangen, schräg nach oben und nach rückwärts gefördert, um an der Umlenkstelle 66 auf den Acker abgeworfen zu werden.
In der gleichen Weise wie beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1-4 wird auch das von der zweiten Siebförderkette 3 abgegebene Erntegut unter Absonderung kleinerer Krautteile und sonstiger Verunreinigungen auf einem Querförderer 47-51 der Verleseeinrichtung 30 der Wurzelfruchterntemaschine zugeführt. Weist das der zweiten Siebförderkette 3 nachgeschaltete quer gerichtete Förderorgan 47-51 den federnd nachgiebig ausgebildeten Sieb rost 88-110 auf, so erfolgt auf dem Förderweg des Erntegutes zum Verleseband 30 noch zusätzlich eine Abonderung von Steinen, die unter der Einwirkung der über den Siebrost hinweg gleitenden Mitnehmerleisten 51, wie in Fig. 14 und 15 gezeigt, durch die federnden Elemente des Siebrostes hindurchgedrückt und somit ausgeschieden werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Krautabscheider für Wurzelfruchterntemaschinen mit mindestens zweistufiger Siebfördervorrichtung, neben der eine Verleseeinrichtung angeordnet sein kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Krautabscheider aus zwei endlosen, mit Mitnehmer besetzten, nacheinander zur Wirkung kommenden und dabei das Kraut unabhängig voneinander ausscheidenden Förderorganen besteht, von denen ein Förderorgan (12 bzw.
16 bzw. 43-45) in Fortsetzung der Siebfördervorrichtung (2, 3) der Wurzelfruchterntemaschine angeordnet ist, wogegen sich dem zweiten, quer gerichteten Förderorgan (31-34 bzw. 50, 51) die Verleseeinrichtung (30) anschliesst.