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Reinigung-, Aufrauh- und Auffärbegerät für Rauhleder, insbesondere von Schuhen
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dere von Schuhen, mit Verreiber und Zuführung eines Puders durch im Verreiber vorgesehene Kanäle. Die bekannten Geräte dieser Art ind insoferne unvollkommen, als sie keine dosierte Abgabe des Puders ermöglichen.
Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, derartige Geräte in der Weise auszubilden, dass je nach den Erfordernissen eine entsprechende Dosierung des Pflegemittels erhalten wird. Darin liegt insofern ein bedeutsamer Fortschritt, als man die Pflege des Rauhleders seiner jeweiligen Beschaffenheit individuell anpassen kann. Es kann vorkommen, dass-bedingt durch die Wahl des Rauhleders - eine Oberflächen- beschaffenheit zustandekommen würde, die etwas aas dem Rahmen fällt. In diesem Falle besteht die Möglichkeit, mit dem erfindungsgemässen Gerät nachzuhelfen und den angestrebten optischen Eindruck zu erzielen. Für die Pflege des in Benutzung befindlichen Laders, beispielsweise eines Schuhwerks, drängt sich die Eignung eines solchen Gerätes unmittelbar auf.
Es ist für Salz- und Gewürzstreuer bekannt, zur Ausgabe von Teilmengen vorbestimmter Grösse eine Dosiervorrichtung zu verwenden, die durch einen eine Querschnittsänderung aufweisenden, in einer Öffnung des Behälterbodens verschiebbaren Bolzen gebildet wird. Die Erfindung besteht nun in der Kombination einer Dosiervorrichtung dieser Art mit dem gleichfalls an sich bekannten, von Kanälen durchsetzten Verreiber. Dementsprechend ist das erfindungsgemässe Gerät dadurch gekennzeichnet, dass eine an sich bekannte, in einem stabförmigen, z.
B. zylindrischen Puderbehälter angeordnete federbelastete Puderdo- siervorrichtung zurAusgabe von Teilmengen volbestimmterGrösse, bestehend aus einem eine Querschnitts- änderung aufweisenden, in einer Öffnung des Behälterbodens verschiebbaren Bolzen, mit ihrer Ausgabe- öffnung unmittelbar in einen zentralen Kanal des Verreibers mündet.
Durch diese erfindungsgemässe Kombination ergeben sich alle eingangs erwähnten und für das Gerät angestrebten Vorteile. Weiters ist das Gerät sehr handlich. Die jeweils zur Ausgabe gelangende Pudermenge kann in ihrerGrössenordnung bestimmt werden, so dass der Puderstoff, der üblicherweise granuliert ist, in zumindest annähernd vorausbestimmbaren Mengen an die zu behandelnde Rauhlederfläche abgegeben wird.
Ein weiterer sehr wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die lästigen Verschmutzungen der Bedienungshand, der Kleidung der Bedienungsperson oder des Raumes, in dem das Gerät benützt wird, praktisch völlig vermieden werden.
Eine beispielsweise, vorteilhafte Ausführungsform ist in der Zeichnung in Fig. l und 2 wiedergegeben.
Es zeigt : Fig. 1 das erfindungsgemässe Gerät in perspektivischer Ansicht und Fig. 2 im Schnitt.
Das Reinigungsgerät ist in der dargestellten Ausführungsform nach Art eines Salzstreuers ausgebildet.
Der äussere Körper 5 enthält im Inneren den Hohlraum 4 zur Aufnahme des Farbstoffes und weist auf der Verschlussplatte einen Verreiber 7 auf, welcher aus einem zweckdienlichen Material, beispielsweise Schaumstoff, besteht. Im Verreiber 7 ist in der dargestellten Form zentral eine Öffnung vorgesehen, durch welche der Puder austreten kann. Die Abgabe erfolgt durch einen Mechanismus, wie er bei den handels- üblichen Salzstreuem üblich ist. Dieser besteht aus der Dosierstange 6, einer Dichtung 3 und aus einer Feder 2 mit Knopf 1 zur Betätigung der Puderabgabe. Am unteren Ende der Dosierstange 6 befindet sich
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ein üblicherAbschlusspfropfen 9 mit einer Umfangsrinne, die zur Entnahme von bestimmten, stets gleichbleibenden Pudermengen dient.
Zum Schutz und zur sauberen Verpackung während des Nichtgebrauches ist über das untere Ende des Gerätes eine Verschlusskappe 8 geschoben. In dieser befindet sich in Anpassung an den Dosierpfropfen ein Verschlusskonus 10, welcher bei aufgeschobener Verschlusskappe die Dosierstange 6 festhält und nach oben drückt, so dass während dieser Zeit eine ungewollte Abgabe von Puder sicher unterbunden wird.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausführungsform beschränkt. Vielmehr können weitere bekannte oder ?, uch konstruktiv angepasste Mittel Verwendung finden, welche eine dem jeweiligen Bedarf angepasste Dosierung des Puders ermöglichen. Auch können die Kanäle zur Zuleitung des Puders auf das Rauhleder eine andere Form aufweisen oder weiter seitlich angeordnet sein.
AnStelle eines trockenenFarbpuders können natürlich auch Granulate, also farbpulver mit Fettftof- fen, Pflegestoffen und Haftkörpern angereichert, Verwendung finden, wie auch alle sonstigen Stoffe, die sich durch eineDosier-Vorrichtung entnehmen lassen und sich zur zweckentsprechenden Pflege des Rauhle- ders eignen. Auch ist es erfindungsgemäss möglich, eine zweite oder mehrere Dosiervorrichtungen in dem Gerät im Anschluss an abgeteilte Behälter mit entsprechenden Betätigungsknöpfen od. dgl. für weitere Stoffe zur besonderen Pflege, Verfestigung des Farbstoffes oder auch zur Erzielung von gewünschten Farbtönungen, zur Abgabe besonderer Schleifmittel usw. vorzusehen.