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Vorrichtung zur Herstellung von Giessformeinsätzen
Die Erfindung bezieht sich auf Giessformeinsätze, die der Verhinderung von Wärmeverlusten dienen.
Solche Einsätze werden im Kopfteil von Kokillen für das Giessen von Stahl und Eisen angebracht und sollen eine zu rasche Abkühlung des Blockkopfes verhindern. Im allgemeinen bestehen solche Giessformeinsätze aus feuerfestem Ton oder feuerfesten Steinen. Die Herstellung derartiger Auskleidungen ist aber recht umständlich. Es wurde daher schon in der franz. Patentschrift Nr. 1. 003.876 vom 10. März 1947 vorgeschlagen, einen Einsatz für Giessformen aus einem Wellpappenband herzustellen, das mit Klebstoff überzogen ist und das im Oberteil der Gussform an deren Innenwand anliegt. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass die Selbstherstellung eines Einsatzes mit einem solchen Band für den Stahlarbeiter mit Schwierigkeiten verbunden ist, weil die hiefür erforderliche Arbeit ausserhalb seiner gewohnten Tätigkeit liegt.
Die Erfindung hat nun den Zweck, dem Stahlarbeiter (Giesser) die praktischen Mittel i ; i die Hand zu geben, um sehr leicht und schnell einen solchen Einsatz durch Aufrollen eines Bandes aus Papier, Pappe oder anderem Material herzustellen. Dabei wird die zuvor mit Klebstoff überzogene Pappe an die Kokillenwand geklebt und auf diese erste Lage werden weitere Lagen des Bandes bis zur gewünschten Stärke des Einsatzes geklebt.
Die dazu gemäss der Erfindung vorgesehene Vorrichtung bewahrt den Klebstoff vor dem Eintrocknen und erlaubt, durch Abwickeln des an der Innenseite einer Kokille entlang geführten Bandes einen Einsatz gewünschter Dicke und Breite in kürzester Zeit herzustellen.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung besteht aus einem vornehmlich zylindrischen Gehäuse, das das zu einem Wickel aufgerollte Band und den Klebstoff aufnimmt und mit einem Spalt für den Austritt des Bandes versehen ist. Ausserdem besitzt das Gehäuse Tragglieder, mit deren Hilfe die Vorrichtung im Bereiche des Spaltes an die Giessforminnenwand zur Abgabe des Bandes an diese herangeführt werden kann.
Der. wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das für die Bildung des Giessform-Kopfeinsatzes erforderliche, vornehmlich aus Wellpappe bestehende Band zusammen mit seinem Klebstoff in frischem Zustand aufbewahrt werden kann, also stets einsatzbereit ist, und dass der Einsatz vom Giesser selbst bei Vermeidung einer umfänglichen Lagerhaltung kurz vor Durchführung des Gusses hergestellt werden kann.
Weitere charakteristische Eigenschaften und Ausführungsvarianten der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung dargelegt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt, und es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht der Bandwickelvorrichtung mit Austrittsschlitz, Fig. 2 einen Längsschnitt gemäss Fig. 1, Fig. 3 einen Horizontalschnitt 3-3 gemäss Fig. 2, Fig. 4 einen Teilschnitt gemäss Fig. 3 in einer Abart, Fig. 5 einen Vertikalschnitt einer Vorrichtung gemäss den-Fig. 1-4 in Verbindung mit einem Fahrgestell, Fig. 6 eine Seitenansicht gemäss Fig. 5, Fig. 7 einen Längsschnitt 7-7 gemäss Fig. 8 einer Vorrichtung in einer Abwandlung gemäss Fig. 5, u. zw. zur Verwendung bei einer Giessform für Brammen, Fig. 8 einen Grundriss gemäss Fig. 7, Fig. 9 einen Vertikalschnitt 9-9 der Fig.
10 einer weiteren Vorrichtung, unter Verwendung eines Elektromagneten zur Halterung der Konservierungs- und Entrollungsvorrichtung an der Wand der Giessform, Fig. 10 einen Horizontalschnitt 10-10 der Fig. 9, Fig. 11 und 12 einen Schnitt und eine Ansicht einer Abart des Elektromagneten und Fig. 13 eine Ansicht einer Vorrichtung zur
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Konservierung und Entrollung des Bandes in vereinfachter Ausführung.
Im Beispiel der Fig. 1-3 besteht die Vorrichtung aus einem Gehause, das durch einen zylindrischen Körper 1 und einen Deckel 2 gebildet wird, die miteinander verschraubbar sind. Der Deckel 2 ist mit einer ein Gewinde tragenden Einfassung 3 versehen und an das obere Ende 4 des Gehäuses 1 angeschraubt.
Das Drehen des Gewindes der Teile 1 und 2 wird durch einen Handgriff 5 erleichtert, welcher durch einen Vorsprung 7 geht, der am Boden 8 des Körpers 1 vorgesehen ist.
Im Gehäuse 1 ist ein Spalt 9 zwischen zwei Einfassungen 10 vorgesehen. Dieser Spalt ist normalerweise durch zwei Klappen 11 verschlossen, die z. B. durch Schrauben 12 an der Gehäusewand befestigt sind und elastische Lippen 13 aufweisen, die im Zustand der Ruhe aneinanderliegen.
Auf der Mitte des Deckels 2 ist eine Röhre 14 befestigt, die am äusseren Ende 15 ein Gewinde trägt.
Diese Röhre 14 ermöglicht das Festschrauben der Vorrichtung bzw. deren Handhabung beim Umlauf des Bandes B, aus dem der Giessformeinsatz gebildet wird.
Das Gehäuse kann aus Stahlblech, aus einer Leichtmetall-Legierung, z. B. aus Duraluminium, oder auch aus einem Kunststoff bestehen.
Der Vorsprung 7 und die Röhre 14 können bei Stahlausführung an das Gehäuse angeschweisst oder bei Verwendung von synthetischem Stoff oder Leichtmetall-Legierungen mit dem Gehäuse in einem Stück gegossen werden.
Das in den Fig. 2 und 3 dargestellte Band B ist aus Wellpappe, die aus einem glatten Band b1 besteht und aus einem gewellten Band ?, das auf das Band b1 geklebt ist. Dieses Band B ist in Form einer Rolle um einen Stift 16 gewickelt, der mit seinem unteren Zapfen 17 frei beweglich in einer Ausnehmung 18 des Bodens 8 ruht, während sein oberer Zapfen 19 in einem Ring 20 drehbar gelagert ist, der im Vorsprung 21 an der Unterseite des Deckels 2 angeordnet ist. Der Stift 16 kann sich frei in Richtung des Pfeiles fl (Fig. 3) drehen, wobei das Band abgerollt wird. Beim fortschreitenden Abrollen des Bandes tritt dasselbe durch die Öffnung 9 bzw. die Lippen 13 der beiden Klappen 11 aus dem Gehäuse. Das um denStift 16
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3,75 beträgt.
Die Dichte der Si1íkatlösung beträgt zweckmässig 38 - 400 Bé. An Stelle von Natriumsilikat können aber auch andere Klebstoffe, die an der Luf"trocknen, verwendet werden.
Das Band B oder die Spule, die durch das Aufwickeln des Bandes auf den Stift 16 entsteht, kann schon vorher imprägniert bzw. mit Klebstoff bestrichen sein ; es kann aber auch im Gehäuse selbst mit Klebstoff versehen werden. In diesem Falle ist der Raum zwischen der Innenwand des Gehäuses und der Aussenfläche des Wickels reichlich mit Klebstoff 22 gefüllt. Das Band B wird auf diese Weise während seiner Aufbewahrung im Behälter fortwährend vom Klebstoff durchtränkt. Die einzige Bedingung ist, dass der Klebstoff keine zerstörende Wirkung auf das Band ausübt ; Natriumsilikat entspricht dieser Bedingung.
Das Laden des Gehäuses bereitet keine Schwierigkeit. Nach dem Abschrauben des Deckels 2 wird die aus dem Stift 16 und dem (eventuell bereits imprägnierten) Band B bestehende Spule in das Gehäuse 1 eingelegt, die Spule liegt auf dem Boden 8 auf und der Zapfen 17 des Stiftes 16 sitzt in der Bodenpfanne 18. Das freie Ende des Bandes wird durch den Spalt 9 geführt, u. zw. so, dass es zwischen den sich an das Band elastisch anlegenden Lippen 13 aus dem Gehäuse tritt. Dann giesst man gegebenenfalls die gewünschte Klebstoffmenge in das Gehäuse und schraubt den Deckel auf, indem man ihn in der einen und das Band in der andern Hand hält und zuletzt mit Hilfe des Handgriffes 5 festdreht.
Die Füllung bleibt sehr lange frisch, d. h. das Band B bewahrt seine volle Elastizität, weil der Klebstoff mit der Luft nicht in Berührung kommt. Die Dichtung des Spaltes 9 ist leicht zu bewerkstelligen, denn das aus ihm herausragende Ende verklebt sich durch den festwerdenden Klebstoff.
Zusätzlich kann man das Bandende, das über die Lippen 13 hervorsteht, gegen die Aussenwand des Gehäuses drücken und zusammen mit den Lippen 13 mit einem undurchlässigen Material, z. B. miteinem Klebstreifen, überdecken.
Will man den Bandwickel entrollen und den Streifen B'oder B"entsprechend Fig. 3 auf die Innenwand des oberen Teiles der Gussform L aufbringen, so trennt man das an der Gehäusewand klebende Bandende mit Hilfe einer Messerklinge od. dgl. ab, klebt den frischen Bandanfang an die Kokilleninnenwand und führt nun das Gehäuse dem Innenumfang der Giessform L entlang. So werden übereinanderlagernde Bandschichten erzeugt, u. zw. in einer Zahl, die notwendig ist, um die erwünschte Dicke des Einsatzes zu erhalten. Das Verfahren ist sehr einfach, und es kann von Hand ausgeführt werden. In diesem Falle hält der Arbeiter das Gehäuse in der einen Hand, z. B. mit Hilfe eines Griffes, der in das Gewinde 15 der Röhre 14 eingeschraubt werden kann.
Es genügt, das Gehäuse parallel zur Fläche 1 zu verschieben,
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damit das Band ohne die geringste Schwierigkeit abrollt. Der abgerollte Teil des Bandes wird sofort hart, weil der Klebstoff rasch trocknet. Der nichtverbrauchte Rest des Bandes kann bis zur Erzeugung der nächsten Abdeckung (en) im Gehäuse aufbewahrt werden ; es bewahrt seine volle Elastizität und Klebfähigkeit. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Benutzungen der Vorrichtung kann die durch das Hartwerden des Klebstoffes zwischen den Lippen 13 erhaltene Dichtung durch Verschliessen der Klappen 11, z. B. mit Hilfe einer abnehmbaren Klammer verstärkt werden.
Es ist erkennbar, dass die Vorrichtung nach der Erfindung es entbehrlich macht, den verschiedenen Giessformen angepasste Einsätze auf Vorrat herzustellen. Es genügt vielmehr, eine gewisse Anzahl von gefüllten Vorrichtungen bereitzuhalten.
Ausser aus Wellpappe kann das Band aus einem einfachen Pappstreifen (B, Fig. 4) od. dgl. bestehen oder auch aus mehreren Ubereinandergelagerten Schichten eines elastischen Materials. Seine Dicke kann einige Zehntel Millimeter, aber auch mehr als 1 cm betragen. Seine Breite kannentsprechenddenAussen- massen der Giessform variieren und z. B. zwischen einem Dezimeter und einem Meter und mehr liegen.
Wie angegeben, wird in der Vorrichtung gemäss Fig. 1, 3 und auch Fig. 4 das Band B bzw. B1 von einem Stift bzw. einer Welle 16 getragen, die sich im Gehäuse drehen kann. Diese Welle 16 wird vom Arbeiter, der mit der Auskleidung der Giessform beauftragt ist, direkt mit der Hand gehalten oder vorzugsweise von einem Stützapparat getragen, der entlang des oberen Endes der Giessform verschoben werden kann, u. zw. auf deren ganzen Innenumfang. Verschiedene Ausführungen derartiger Apparate sind in den weiteren Figuren der Zeichnung dargestellt.
Die Ausführung nach den Figuren 5 und 6 stellt eine Kombination einer Vorrichtung D1 vom Typ der Fig. 1-3 mit einem wagenartigen Apparat Al dar. Dieser Wagen ist dazu bestimmt, auf dem oberen Rand t der Giessform Llzu laufen, wobei das Gehäuse 1 der Vorrichtung D1 im Innern der Giessform sich befindet, so dass beim Entlangfahren des Apparates Al die getränkte Wellpappe B auf die obere Innenwand der Giessform IJ angetragen wird, wodurch sich allmählich der Einsatz Mlbildet.
Der Apparat A1besitzt zwei Räder 23 und 24, die sich auf dem Rand t der Giessform abstützen, während ihre entgegengesetzt vorgesehenen Spurkränze einerseits an der Innenwand 1 und anderseits an der Aussenwand m geführt werden.
Die Achsen 25 und 26 dieser Räder sind von zwei Bügeln 27 und 28 gehalten. Diese sind so miteinander elastisch verbunden, dass die Spurkränze der beiden Räder gegen die Innen- und Aussenfläche der Giessform wirken. Zu diesem Zweck trägt der Bügel 27 einen Zapfen 29, auf dem mit einem Auge 30 ein Bolzen 31 sitzt. Dieser Bolzen geht durch eine Bohrung 32 eines Führungskörpers 33, der mit Schrauben 34 od. dgl. auf dem Bügel 28 befestigt irt. Der Bolzen 31 durchdringt den Führungskörper 33 und trägt eine Feder 35, die in einer Erweiterung 36 der Bohrung 32 liegt. Die Feder stützt sich einerseits gegen den durch die erweiterte Bohrung 36 gebildeten Bund und anderseits von eine auf dem Bolzen 31 sitzende Mutter 37 ab, die zur Regulierung der Federspannung dient.
Der Führungskörper 33 besitzt oben einen runden Handgriff 38 ; er kann auch einen Ansatz 39 besitzen, der dem Gewichtsausgleich dient und auf seiner Aussenseite einen Gewindebolzen 40 zur Aufnahme von Ergänzungsgewichtsplatten 41 trägt, die ihrerseits durch einen Splint 42 gehalten sind.
Der Ansatz 39 und die Ergänzungsgewichtsplatten 41 sind dazu bestimmt, das Gewicht der Vorrichtung D auszugleichen, die seitlich am Bügel 27 angehängt ist. Dieser trägt einen Zylinder 43, in dem eine Kolbenstange 44 gleitet. Zwischen Kolben und Zylinderabbchluss ist eine Druckfeder 45 eingespannt.
Das freie Ende der Kolbenstange 44 trägt eine Fassung 46, deren Achse senkrecht zur Achse der Stange 44 steht. In dieser Fassung 46 kann sich ein Zapfen 47 drehen, der mit seinem Ende 48 in das schraubbare obere Ende der Röhre 14 eingeschraubt wird, die ihrerseits am Deckel2 der Vorrichtung D befestigt ist (vgl.
Fig. 2). Mittels einer Schraube 49 kann der Drehzapfen 47 in der Röhre 14 fixiert werden und das Ganze wird mit Hilfe eines kleinen Handrades 50, das auf das obere Ende 51 des Drehzapfens 47 aufgeschraubt wird und über einen Ring 52 auf der Fassung 46 aufliegt, in der-erwünschten Höhe aufgehängt.
Die Arbeitsweise der aus den Teilen Al und Dt bestehenden Vorrichtung ist folgende : der Wagen Al wird auf die obere Kante der Giessform gestellt, nachdem er mit der Vorrichtung 1) verbunden worden ist.
Um die Kopfabdeckung Ml zu bilden, wird das aus dem Gehäuse 1 austretende Ende des Bandes B mit Hilfe seiner Klebstoffschicht an einer Stelle der Giessforminnenwand befestigt. Dazu wird das Bandende vorzugsweise mit Hilfe einer abnehmbaren Klammer, die sich gegen den oberen Rand der Giessform abstützt, an die Giessforminnenwand gedrückt. Sobald der Klebstoff genügend hart geworden ist, um das Ende des Bandes zu halten, oder sobald die Klammer angebracht ist, was nicht länger als einige Sekunden dauert, wird der Wagen Al kontinuierlich auf der Oberkante t der Giessform verschoben, so dass sich das
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Band abrollt und in sich übereinanderlagernden Windungen an die Innenfläche 1 der Giessform anlegt.
Wenn man eine Klammer zur behelfsmässigen Befestigung des Bandendes verwendet, wird diese kurz vor Beendigung des ersten Umlaufes des Wagens auf der Giessform entfernt. Das Verschieben der Gesamtvorrichtung wird von Hand mittels des Handgriffes 38 und der Handkurbel 50 bewirkt. Es genügt, auf den Handgriff zu drücken und die Handkurbel zu drehen, um die Verschiebung zu erreichen. In den Winkeln der Kokille dreht man die Vorrichtung mit Hilfe der Kurbel 50 um 900, damit der Spalt 9 zum Austritt des Bandes B ausserhalb des Gehäuses auf die Oberfläche 1 gerichtet bleibt.
Die Giessformabdeckung ist in einigen Minuten hergestellt, wobei die Zahl der Umläufe der Vorrichtung von der Dicke des Bandes B und von der für die Abdeckung Mlgewünschten Dicke abhängig ist.
Während des Aufbringens der sich übereinanderlagernden Bandwindungen entfernt sich die Vorrichtung D1 von der Wand der Giessform, wobei sie die Feder 45 zusammendrückt.
Dank der elastischen Verbindung der Bügel 27 und 28 mittels des Bolzens 31 und der Feder 35, stören kleine Schwankungen der Wanddicke der Giessform J). die exakte Führung der Räder 23 und 24 auf dem Rand der Giessform U. nicht.
Die Bügel 27 und 28 müssen so hoch sein, dass das Mitlaufen ihrer Verbindung 31 durch die an der Giessform in üblicher Weise angebrachten Griffe n nicht behindert wird (vgl. Fig. 5).
Fig. 7 und 8 beziehen sich auf eine Anordnung gemäss der Erfindung, die für eine Giessform L2 zur Herstellung von Brammen verwendbar ist, also bei Giessformen mit einem von einem Rechteck abgeleiteten Querschnitt, dessen Länge mindestens doppelt so gross ist wie die Breite. Die Gesamtvorrichtung besteht hiebei aus einer Vorrichtung D2, die mit derjenigen der Fig. 1-3 weitgehend übereinstimmt, und aus einem Stützapparat A*, der von dem Apparat Aldes vorher behandelten Beispiels verschieden ist. Die Vorrichtung D2 unterscheidet sich von der vorhergehenden nur dadurch, dass die Rohre 14 gemäss Fig. 1-3 und 5 durch eine volle Achse 14a ersetzt ist.
Der Stützapparat A bestehtauch aus einem Wagen, der parallel zur grossenAchse 7-7 (Fig. 8) verschiebbar ist. Dieser Wagen besitzt eine Platte 53, die mittels Bügeln 54 auf Führungsrollen 55 ruht. Diese rollen entweder in Rillen 56 oder auf Schienen auf der Oberkante t der Gussform, wobei im letzteren Falle die Führungsrollen 55 mit Spurkränzen versehen sind.
Quer zur Achse 7-7 besitzt die Platte 53 ein Langloch 57, durch das die Achse 14a der Vorrichtung D frei hindurchgeht ; diese und die Kurbel 59 werden durch den Stift 58 gehalten.
Die Rillen 56 sind so lang bemessen, dass das Gehäuse 1 der Vorrichtung D2 eine Breitseite der Giessformwand berührt, wenn die Platte eine der dargestellten Grenzstellungen (53 bzw. 53a) einnimmt.
Durch entsprechende Einstellung des Spaltes 9 des Gehäuses 1 wird es leicht, das Ende des Bandes B bei B'an der Innenfläche der Giessform anzukleben und bzw. oder mit Hilfe einer Klammer 60 (Fig. 8) anzuheften. Von dieser Stellung ausgehend, kann das Band B auf dem ganzen Umfang der GiessformInnenfläche ohne Schwierigkeiten aufgewickelt werden. Man braucht nur die Platte 53 in Richtung der Achse 7-7 zu verschieben und dabei die Kurbel 59 der Vorrichtung D ! zu betätigen. Diese Kurbel ermöglicht es Übrigens, das Gehäuse 1 so zu drehen, dass das Band B über den ganzen Querschnitt der Giessform verlegt werden kann.
In Fig. 9 und 10 ist eine Vorrichtung Ds mit einer vereinfachten Stützvorrichtung A* dargestellt.
Die Vorrichtung Ds besteht wie in den vorhergehenden Beispielen aus einem Gehäuse l, in dem das Band B auf einer röhrenförmigen Welle 16b aufgerollt ist. Dieses Gehäuse 1 ist mit einem Deckel 2b versehen, der nach oben zu mit einer Kappe 61 versehen ist. Im Innern derselben ist ein jochförmiger PermanentMagnet 62 angeordnet (Fig. 10).
Dieser Magnet ist radial zur Achse XX der Vorrichtung Ds befestigt, u. zw. mittels einer röhrförmi- gen Hülse, durch die eine mit dem Deckel 2b verbundene Röhre hindurchgeht, sowie mittels eines auf den Deckel 2b gelöteten, rohrförmigen Dornes 64. In den oberen Teil der Röhre 14h kann eine mit einem Handgriff 50b versehene Achse 47b eingeschraubt werden.
Die Schenkel des Magneten 62 sind so lang bemessen, dass sie über den Gehäuserand 61hinausragen. selbst dann noch, wenn sie mit dem Knick 63a an der Hülse 63 anliegen.
Die Schenkelenden 65 legen sich mit ihren Flächen 66 und 67 an die Giessform LS an. Die gekrümmten Flächen 68 sollen sich gegen die Wölbungen in den Ecken p der Giessform abstützen. Der Krümmungradius dieser Flächen 68 ist daher gleich dem der Ecken p. Die Summe der Flächen 67 ist gleich der Summe der Flächen 68. so dass die Kontaktfläche mit der Giessform wie auch die Anziehungskraft, unabhängig vonder jeweiligen Stellung des Magneten, einen, gleichbleibenden Wert aufweisen, gleichgültig, ob sich der Magnet gemäss der Stellung A* an der Seitenwand der Kokille oder gemäss der Stellung A'in einer Ecke derselben befindet.
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Das Arbeiten mit dieser Vorrichtung ist äusserst einfach. Es genügt, sie so in die Giessform einzubringen, dass der Magnet As mit den Flächen 66 und 67 dem Rand der Giessform anliegt.
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der Wand verschiebt. Dabei muss die Vorrichtung DB mit Hilfe dieses Handgriffes so eingestellt werden, dass der Spalt 9 immer gegen die Giessform-Wand gerichtet ist. Die für das Verschieben aufzuwendende Kraft ist unbedeutend.
Das Gewicht der Vorrichtung wird zum wesentlichen Teil durch die magnetische Anziehung und durch die Abstützung der Flächen 66 am Rand t der Gussform gehalten.
Durch die Gleitfähigkeit der Vorrichtung Ds zwischen den Schenkeln des Magneten As kann der Abstand der Vorrichtung von der Kokillenwand zweckmässig verringert oder vergrössert werden, je nachdem sich die Vorrichtung an der Kokillenseite oder, wie in Fig. 10 gestrichelt dargestellt, in einer der Kokillenecken befindet. Es wird damit auch der zunehmenden Dicke der aufgetragenen Papierschichten Rechnung getragen.
Die Fig. 11 und 12 stellen eine andere Ausführungsform dar, die von der vorhergehend beschrie- benen insofern abweicht, als der permanente Magnet durch einen Elektro-Magneten ersetzt ist. Dieser Elektromagnet besteht aus einem einzigen WeicheisenstUck, dessen oberer Teil 69 und dessen unterer Teil 70 die Form von parallelen Winkelstücken haben, die durch einen senkrecht zu ihnen verlaufenden Teil 71 verbunden sind. Der obere Teil bildet eine Fläche 72, ähnlich der Mâche 66 des Permanentmagneten des Beispiels in Fig. 9, 10, die das Abstützen auf der Oberkante der Giessform ermöglicht.
Die auf einer gleichen Ebene liegenden Flächen 73 und 74 der zwei Teile 69 und 70 des Winkels stücks liegen an der Innenseite 1 der Giessform an.
Um einen entsprechenden Kontakt in den Ecken p der Giessform zu erzielen, haben die Schenkel 69, 70 je einen Fühler 75 bzw. 76 mit gekrümmten Endflächen 77 bzw. 78, die den gleichen Krümmungradius wie die Ecken p besitzen. Diese Fühler stehen unter dem Druck der Federn 79 bzw. 80.
Auf den beiden Schenkeln 69,70 sind Spulen 81 und 82 angebracht, die über die Leitungen 83 mit Strom gespeist werden.
Diese beiden Elektromagneten bilden die bewegliche Stütze A*, die sich genau so verhält wie der Magnet As des vorherbeschriebenen Beispiels, wobei der Kontakt auf dem ebenen Teil der Giessform durch die Flächen 73 und 74 und in den Ecken p durch die Fühler 75 und 76 aufrechterhalten wird. Dank der rechtwinkeligen Anordnung des Ganzen ist die Vorrichtung wenig sperrig, so dass das Gerät auch in sehr engen Giessformen verwendet werden kann.
Der obere Teil 69 der winkelförmigenArmatur 1st mit einem Handgriff 84, der Deckel des Gehäuses
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schnitt 85 des oberen Teiles der Armatur A, während sich ein am Boden des Gehäuses D1 angebrachter Zapfen 86 in einem ähnlichen Ausschnitt 87 im unteren Teil 70 der Armatur bewegt.
Somit kann der Abstand des Gehäuses D von der inneren Kokillenwand, genauso wie der Abstand des Gehäuses D gemäss Fig. 10, nach Massgabe des inneren Kokillenprofils sowie nach Massgabe der Dicke der Papiereinlage geregelt werden. Das Gehäuse D4ruht über einen zentralen Ansatz seines Bodens auf dem unteren Teil 70 der winkelförmigen Armatur.
Das Winkelstück 69,70, 71 kann eventuell auch ein Permanentmagnet sein.
Mit dieser Vorrichtung wird in gleicher Weise gearbeitet wie mit jener gemäss Fig. 9 und 10. Man verschiebt das Gerät entlang der Wand der Giessform mit Hilfe des Handgriffes 84, wobei man sich bei Bedarf des Handgriffes 50c der Vorrichtung D bedient. In jeder Ecke p der Giessform wird die Vorrichtung D4 mit Hilfe des oberen Handgriffes um 900 gedreht, so dass der Spalt des Gehäuses, durch den das aufzutragende Band hervortritt, stets gegen die Kokillenwand gerichtet ist.
In Fig. 13 ist eine vereinfachte Vorrichtung D5 dargestellt, die mit keinem Stützapparat verbunden ist. Ausserdem befindet sich die Spule, die durch das Einrollen des Bandes BS gebildet wird, frei im Inneren des Gehäuses 1, denn in diesem Falle ist keine Welle vorgesehen.
Beim Abwickeln des Bandes vermindert sich der Durchmesser der Spule und diese wandert im Innern des Gehäuses 1 in Richtung zum Ausgangsspalt 9 hin.
Der Deckel 2d trägt einen Handgriff 88 und eine weitere Handhabe 89, die z. B. T-Form besitzt.
Das Gerät wird entlang der Wand der Giessform L5verschoben und dabei entweder mitHilfe der Handhaben 88,89 gehalten oder mittels der Riemen 90, die bei 91 auf dem Deckel 2d befestigt sind und über die Schultern gelegt werden.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebeDer Ausführungsarteti beschränkt.
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können eventuell mit Kugellagern versehen werden usw.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von Giessformeinsätzen, die aus einem auf den oberen Teil der Giessforminnenwand in mehreren Lagen aufgelegten Band aus Papier, Pappe, Wellpappe od. dgl. bestehen, das mit einem Klebstoff bestrichen oder getränkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem vornehmlich zylindrischen Gehäuse (1, 28) besteht, welches das zu einem Wickel aufgerollte Band (B) und den Klebstoff (22) aufnimmt und in seiner Wand (1) mit einem mit einer Dichtung (11, 13) versehenen Spalt (9) für den Austritt des Bandes (B) ausgestattet ist, sowie Tragglieder (14,89 bzw. 90) besitzt, mit deren Hilfe die Vorrichtung im Bereiche des Spaltes (9) an die Giessforminnenwand zur Abgabe des Bandes (B) an diese herangeführt werden kann.