<Desc/Clms Page number 1>
Blech-Schalttafel für Hoch- und Niederspannung
Die Schaltgeräte für Hoch- und Niederspannung werden heute vielfach in aus Stahlblech gefertigten, vollständig gekapselten Schaltschränken, die gegebenenfalls in einzelne Kammern unterteilt sind, oder in teilweise offenen Schalttafeln angeordnet. Beide Ausführungsformen sollen im folgenden unter den Begriff "Blech-Schalttafeln"zusammengefasst werden.
Es sind eine grosse Anzahl solcher Blechschalttafeln bekannt geworden, welche je nach den verschiedenen Formen und Grössen nach verschiedenen Grundsätzen aufgebaut sind. Meist ist jedes Teilblech den Apparaten angepasst und hat daher verschiedene Formen. Auch für den äusseren Abschluss und die Unterteilung in mehrere Kammern sind verschiedene Blechformen verwendet worden. So hat man Bleche kastenartig gebogen, also Bleche verwendet, welche nicht an allen Seiten umgebogen sind. Es sind auch profileisenförmig gebogene Bleche bekannt geworden, welche für das Gerüst von Schalttafeln und Schaltpulten verwendet werden. Bei diesen Ausführungen ist eine völlige Kapselung nicht möglich, wenn nicht noch weitere, anders geformte Bleche verwendet werden. Man hat auch vorgeschlagen, die Bleche wannenförmig zu biegen, also so, dass alle Seiten umgebogen sind.
Hiebei ist aber ohne zusätzliche Mittel eine waagrechte Unterteilung der Felder nicht möglich. Ausserdem ist keine bündige Aussenfront in Verbindung mit dem profileisenförmigen Rahmen zu erreichen. Es sind auch Bleche verwendet worden, welche gekröpft wurden, um bündige Flächen herzustellen. Dies wurde aber bisher nur an ebenen Flächen der Bleche oder Blechstreifen durchgeführt. Die angegebenen Teile können fest verschweisst oder lösbar miteinander verbunden sein. Diese Lösbarkeit ist so aufzufassen, dass die Verbindungsstellen geschraubt, genietet oder schweissgenietet sind. Unter-Schweissniefung wird hiebei ein Verfahren zum Verbinden zweier Bleche verstanden, bei denen Schweissmaterial in runde Öffnungen des einen Bleches gebracht wird, welches dann nietartig an das andere Blech angeschweisst wird.
Auch diese Verbindung ist ohne Beschädigung der Bleche durch Abmeisseln lösbar,
Schliesslich sind auch schon Schalttafeln bekanntgeworden, bei welchen Tragkonstruktion und Verkleidung vereint und alle Konstruktionsformen aus drei Elementcngruppen aufgebaut sind, nämlich aus ebenen Blechen, aus wannenförmig gebogenen Blechen und aus profileisenförmig gebogenen, zum Teil in der Längsrichtung abgekröpften Blechstreifen, wobei einzelne der äusseren Abschlüsse ab festgeschraubte oder schwenkbare Wannen ausgebildet sind, die ebenso wie die ebenen Bleche auf Rahmen aufliegen, welche aus orofileisenförmig gebogenen Blechstreifen hergestellt sind (s. USA-Patentschrift Nr. 2, 196, 399).
Die erfindungsgemässe Schalttafel unterscheidet sich von der zuletzt erwähnten bekannten dadurch, dass einzelne der profileisenförmig gebogenen Blechstreifen nicht in der Längsrichtung, sondern an den Enden ihrer Länge in Querrichtung abgekröpft sind, u. zw. derart, dass durch Zusammensetzung der den drei Elementengruppen angehörenden Konstruktionsteile an der Aussenseite und den innerea Unterteilungen bündige Flächen entstehen, so dass die Teilräume dicht abgeschlossen werden können.
Die ebenen Bleche können hiebei als Bleche für Unterteilungen und Abschlüsse verwendet werden, wobei sie auf die gekröpften Blechstreifen so aufgelegt werden, dass bündige Flächen entstehen..
Die äusseren Abschlusswannen sowie die ebenen Bleche liegen auf Rahmen auf, welche aus profileisenförmig gebogenen Blechstreifen bestehen. Unter wannenartig gebogenen Blechen werden Bleche verstanden, welche an allen vier Seiten in einer beliebigen Form und Höhe umgebogen sind. Die profileisen-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
B.bündig zueinander liegen.
Erfindungsgemässe Blech-Schalttafeln können horizontal und vertikal unterteilt werden. Hiefür kön- nen weitere gebogene und gekröpfte profileisenförmige Bleche an der Unterteilungsstelle verwendet werden, deren Flansche als Türanschlag der beiden Teilfelder diehen und deren Abkröpfung eine bündige und dichte Verbindung ermöglicht.
Überdies ergeben erfindungsgemässe Schalttafeln gegenüber den oben zuletzt erwähnten bekannten Schalttafeln die Vorteile, dass die Profilform der gebogenen Blechstreifen einfacher sein kann, dass weiters die Anzahl der erforderlichen Profilformen geringer ist, und dass schliesslich die Abschlüsse und Unterteilungen ebenmässiger und leichter abzudichten Find.
Die Erfindung wird an Hand eines in den Fig. 1 - 7 dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. 1 zeigt ein stahlblechgekapseltes Feld im Horizontalschnitt gemäss GH in den Fig. 6 und 7, Fig. 2 einen Schnitt gemäss EF in Fig. 6 und 7. Fig. 3 zeigt die Befestigung einer in einer Angel drehbaren Tür und Fig. 4 die Verbindung zweier benachbarter Abteilfelder bei einer senkrechten Unterteilung des Feldes im Horizontalschnitt urd Fig. 5 dasselbe im Vertikalschnitt. In Fig. 6 und 7 sind Vertikalschnitte eines ganzen Feldes gezeigt, u. zw. gemäss AB bzw. CD in den Fig. 6 und 7
Die Fig. 1, 2, 6 und 7 betreffen eine Blech-Schalttafel mit festen Vorderseiten und festen, aber lösbaren Rückwänden. 1 sind die Seitenteile, 2 die Vorderseite und 5 die RÜckseite..
Die Seiten werde. 1 durch wannenförmige Abschlussbleche gebildet. Die Seitenbleche 1 sind im Beispiel zweimal wannenförmig abgebogen. Das Vorderblech 2 ist einfach umgebogen, ebenso das Rückseitenblech 5. Unten und oben ist die Blech-Schalttafel mit den ebenen Blechen 13 abgedeckt, ebenso die Zwischenlage. Auf diese Weise ist es möglich, die Abschlussbleche 2 in die flanschartige Seite der Bleche 1 einzulegen, ohne dazwischen Profileisen zu verwenden. Die Verbindungen 3 zwischen den beiden Blechen können durch Schrauben, Nierung oder Schweissnierung ausgeführt werden.
Auf der Abschlusswand 5 sind profilförmige Bleche 16 aufgeschweisst, welche eine Dichmng 6 festhalten, die zwischen den Profilbleche 16 und dem umgebogenen Teil der Blechwand 5 vorgesehen ist, und welche Dichtung unmittelbar auf dem umgebogenen Teil der Seitenwand 1 aufliegt. Am unteren Ende der Schalttafel ist noch das U-förmig gebogene Blech 15 angeordnet, welches mit den seitlichen Wannen einen festen Rahmen für die Blech-Schalttafel bildet.
Unter ihm ist das ebene Blech 13 angebracht.
Fig. 2 zeigt den unteren Abschluss eines Zwischenfeldes (Schnitt EF in Fig. 6 und 7). Der Übersicht halber ist nur der vordere Teil mit der Vorderwand. 2 der Blech-Schalttafel dargestellt. Der untere Teil
EMI2.2
Blech 4 mit der Wanne 1 verbunden. Die Verbindungen erfolgen an den Stellen 12. (Fig. 2). Dieser profilförmig gebogene Blechstreifen ist an den Enden zur querrichtung gekröpft (neben denStellen 12). Hiedurch ist eine bündige Fläche mit dem winkelförmig gebogenen Blech 11 erreicht, das im Blechstreifen 4 liegt. Auf dem Blech 11 ruht das ehene Blech 13. An der Rückseite ist zur Auflage der Abschlul3wanne 5 noch ein U-förmig gebogenes Blech 14 vorgesehen.
Die ganze Blech-Schalttafel ist auf diese Weise nur aus den drei genannten Konstruktionselementen, also aus ebenen Blechen, wannenförmig gebogenen Blechen und profileisenförmig gebogenen Blechstreifen, welche teilweise in der Querrichtung gekröpft sind, aufgebaut.
Fig. 3 zeigt die Anbringung einer schwenkbaren Tür. In dieser Figur ist nur eine Ecke des Schaltfeldes dargestellt. 1 ist wieder die Seitenwand, an die das Abschlussblech, welches als Tür ausgeführt ist, mit der Angel 7, die sich in den Zapfen 8 dreht, befestigt ist. 6 ist die Abdichtung der Tür. Durch die gewählte Anordnung kann sich diese Dichtung reibungslos beim Öffnen abheben, da an der Dichtungsstelle keine Tangentialbewegung vorhanden ist.
In gekapselten Schalttafeln brauchen oft nur Teile eines Feldes so ausgeführt zu werden, dass sie jederzeit leicht geöffnet werden können. Andere Teile des Feldes können fest oder mit abschraubbaren Türen verschlossen werden. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist es, dass diese verschiedenen Abschlüsse übereinander im selben Feld verwendet werden können und trotzdem das ganze Feld eine bündige Vorderbzw. Rückseite erhalten kann.
Häufig ist es auch nötig, die Felder senkrecht zu unterteilen. Auch dies ist leicht zu erreichen, wenn entsprechend der Darstellung in Fig. 4, ein weiteres als Stütze dienendes Zwischenblech 10, welches ebenfalls profileisenförmig ausgeführt ist, in der Mitte des Feldes vorgesehen wird. Der Flansch dieses
<Desc/Clms Page number 3>
Bleches dient dabei als Türanschlag. Das Blech 10 wird mit Hilfe einer Abkröpfung bündig in den ursprünglichen Rahmen des Feldes eingefügt (Fig. 5). Mit 9 sind die beiden das Feld abschliessenden Türen bezeichnet. Sie schlagen an dem Zwischenblech 10 an. Die Abkröpfung dieses Bleches ist aus Fig. 5 zu erkennen, worin die Verbindungen mit dem winkelförmig ausgebildeten Blech, das den unteren Teil des Türrahmens darstellt, gezeigt ist. Das Blech 10 ist so gekröpft, dass eine bündige Fläche entsteht.
Das Blech 10 ruht in diesem Falle in einem winkelförmig gebogenen Blech 17. Dieselbe Einrichtungmuss auch am oberen Ende gemacht werden. Bei waagrechter Unterteilung ergeben sich weitere ähnliche Anordnungen auch an andetn Stellen des Feldes.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Offene oder gekapselte Blech-Schalttafel für Hoch- oder Niederspannung, bei der die Tragkonstruktion und die Verkleidung vereint und alle Konstruktionsformen aus drei Elementengruppen aufgebaut sind, nämlich aus ebener Blechen, aus wannenförmig gebogenen Blechen und aus profileisenförmig gebogenen Blechstreifen, wobei letztere mindestens teilweise gekröpft sind und einzelne der äusseren Abschlüsse als festschraubbar oder schwenkbare Wannen ausgebildet sind, die ebenso wie die ebenen Bleche auf aus profileisenförmig gebogenen Blechen bestehenden Rahmen aufliegen, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne der profileisenförmig gebogenen Blechstreifen an den Enden ihrer Länge in der Querrichtung abgekröpft sind, u. zw.
derart, dass durch Zusammensetzung der den drei Elementengruppen angehörenden Konstruktionselemente an der Aussenseite und den inneren Unterteilungen bündige Flächen entstehen, so dass die Teilräume dicht abgeschlossen werden kennen.