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Vorrichtung zum Befördern von Schiffen zwischen zwei verschieden hoch gelegenen
Kanalzuhaltungen.
Der Gegenstand des vorliegenden Zusatzes bezieht sich auf die Anordnung einer zweiten Schiebebühne auf jeder der beiden geneigten Ebenen (Scilebenen) des Schiffshebewerkes gemäss Patent Nr. 10179 und bezweckt, die Leistungsfähigkeit derselben zu erhöhen, wenn die die beiden Kanalhaltungen verbindende Schiffseisenbahn nur eingeleisig angelegt ist und daher die berg-und talwärts fahrenden Schiffszüge auf ein und derselben Bahnstrecke verkehren müssen.
In der Zeichnung ist die Vorrichtung zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt der Anlage, Fig. 2 einen Grundriss derselben. Die Fig. 3 bis 5 zeigen Längenschnitto der Seiles) en der unteren Kanalhaltung mit den Schiebehühnen
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ausser Betrieb.
Die zweite Schiebebühne 81 besitzt nahezu die gleiche Ausgestaltung wie die erste Schiebebühne 82, Dieselbe ist oberhalb der ersten angeordnet und heisst die obere Schiebebühne im Gegensatze zur ersten, welche die untere Schiebebühne genannt wird. Die untere Schiebebühne dient dazu, die mit der Schiffseisenbahn A anlangenden, auf dem Schiffswagen aufgelagerten Schiffe vorn Bahnkörper in den Kanal und die vom Kanale kommenden Schiffe auf den Bahnkörper zu bringen.
Die obere Schiebebühne ist bestimmt, die Lücke auszufüllen, welche im Bahnkörper A entsteht, wenn die untere Schiebebühne aus der Stellung in der Babnachse in den Kanal hinabgelassen wird, damit die Schiffszüge über dieselbe auf das all der anderen Seite der Seilebenen gelegene, Verschubzwsscken dienende Stück Vu bezw. Vo der Schiffseisenhahn gelangen kann.
Die untere Schiebebühne S2 wird auf der Seilobene E mittelst der Seile vom Antriebwerke W in den Kanal hinabgelassen und von dort in die Stellung in der Bahnachse hinaufgezogen. Bei der Aufwärtsbewegung gelangt die untere Schiebebühne 82 all- mählich bis an die obere Schiebebühne S1, legt sich an dieselbe an (Fig. 4) und schiebt sie vor sich her. Hiebci rückt die obere Schiebebühne 81 aus der innegehabten Stellung in der Bahnachse heraus und die untere Schiebebühne tritt an ihre Stelle (Fig. 5).
Lässt
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rückt die obere Schiebebühne von selbst nach und geht in die Stellung in der Bahnachso hinein, in welcher sie durch eine entsprechende Einrichtung festgehalten wird, während die untere Schiebebühne die Fahrt nach abwärts fortsetzt (Fig. 3).
Die Leistungsfähigkeit der Anlage wird durch diese Einrichtung in der Weise erhöht, dass man imstande ist, in der Zeit, während welcher ein mit einem Schiffe beladener Wagen auf der Schiffsbahn weiter befördert wird, an beiden Kanalhaltungen mittelst der beiden unteren Schiebebühnen die mit der Bahn angelangten Schiffe in die Kanalhaltnngen hinabzulassen und gegen solche Schiffe umzutauschen, die mit der Bahn zur anderen Kanalhaltung überführt werden sollen.
Infolgedessen findet jeder Schiffszug beim Eintreffen an der
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Schiffe nach der anderen Kanalhaltung kann somit sofort nach dem Zusammenstellen des Schiffszuges angetreten werden, ohne erst das Hinablassen und Herausziehen der unteren Schiebebühne in den Kanal bezw. aus dem Kanäle, d. b. den Umtausch des mitgebrachten Schiffes gegen ein neues, abwarten zu müssen
Die mit einem beladenen Schiffswagen besetzte untere Schiebebühne liegt also wie schon erwähnt, bei der Ankunft des Scbiffszuges beispielsweise an der unteren Kanalhaltung (u-u Mitte derselben) an der oberen Schiebebühne an.
Die obere Schiebebühne befindet sich in diesem Augenblicke in der Stellung in der Bahnachse, so dass der Schiffszug über. diese hinüber fahren kann, um auf das Verschubgeleise Ftt zu gelangen.
Nach vollführtem Einrücken der unteren Schiebebühne 82 in die Stellung in der Bahnachse (a-a Mitte derselben) wird der auf derselben befindliche Schiffswagen auf die Bahnstrecke geschoben und gleichzeitig der Schiffswagen vom Versc1mbgeleise flu auf die untere Schiebebühne gestellt.
Sobald dies geschehen und der Schiffszug zusammengestellt ist, setzt sich derselbe in der Richtung nach der oberen Kanalhaltung 0 in Bewegung, während die untere Schiebebühne mit dem auf dieselbe geschobenen Schiffe sofort nach der Festlegung des Schiffswagens auf derselben behufs Auswechslung des Schiffes gegen ein auf dem Kanale angelangtes Schiff in die Kanalhaltung U hinabgelassen wird.