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Operationsleuchte
Es sind Operationsleuchten bekannt, bei welchen der Leuchtenkörper zwecks Einstellung seiner Höhe an einem Tragarm und bzw. oder einer Gabel befestigt ist, die ihrerseits an dem unteren Ende eines senkrechten Tragrohres um eine waagrechte Querachse kippbar gelagert sind.
Die Erfindung betrifft die weitere Ausgestaltung solcher Leuchten und besteht darin, dass derjenige Teil des Tragarmes, der in bezug auf die Kippachse dem Leuchtenkörper hebelartig gegenüberliegt, mit dem senkrechten TragroLr durch einen die Kippung bewirkenden, an Tragarm und Tragrohr angelenkten Spindeltrieb verbunden ist.
Gemäss einem weiteren Kennzeichen der Erfindung wirkt dem Drehmoment des Tragarmes eine Feder entgegen, die insbesondere parallel zum Spindeltrieb angeordnet ist.
Die erfindungsgemässe Ausgestaltung schafft eine Operationsleuchte, bei welcher die Höhe der Leuchte, auf die es in erster Linie ankommt, ausserhalb des sterilen Bereiches mit ganz geringen Kräften und sehr fein eingestellt werden kann.
Es ist zwar bei Leuchten bereits bekannt, die Einrichtung zur Höhenverstellung ausserhalb des sterilen Bereiches anzuordnen (USA-Patentschrift Nr. 1, 596, 371). Bei dieser bekannten Anordnung erfolgt der Ausgleich des Gewichtes der Leuchte durch ein Gegengewicht, das an einem verhältnismässig langen Verstellhebel angreift, der nicht die bei heiklen Operationen erforderliche feine Höhenverstellung ermöglicht, die einem Spindeltrieb eigen ist. Auch ergibt bei der erfindungsgemässen Anordnung der einerseits am Tragrohr, anderseits am Tragarm der Leuchte angelenkte Spindeltrieb eine wesentlich gedrängtere, den Operateur und das Hilfspersonal weit weniger behindernde Bauart für die Verstelleinrichtung als die Anordnung gemäss der genannten USA-Patentschrift.
Da der Tragarm bzw. die Gabel für den Leuchtenkörper am häufigsten waagrecht angeordnet ist, oder einen kleinen Winkel gegen die'Waagrechte bildet, wird der Spindeltrieb schräg zu beiden angeordnet sein und somit nur die in die senkrechte Richtung fallende Kraftkomponente wirksam sein. Um die von der Feder ausgeübte Kraft möglichst klein zu halten, wird man den Spindeltrieb und die Feder unter einen Winkel von 35 bis 550 anordnen.
Dabei wird vorzugsweise die Feder so bemessen, dass bei der mittleren Lage des Haltearmes bzw. der Gabel, d. h. also normalerweise bei einer waagrechten Lage dieser Teile, die Feder das Drehmoment gerade aufhebt. Bei einer Bewegung des Leuchtenkörpers nach oben wird also die Feder im Vergleich zur normalen Lage gedehnt, während sie bei einer Bewegung des Leuchtenkörpers nach unten gedrückt wird.
Um die Feder zu schützen, sind gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung zwei ineinandergreifende Schutzrohre vorgesehen, die die Feder abdecken. Dabei ist die Länge der Schutzrohr so zu bemessen, dass auch bei der grössten im Betrieb auftretenden Länge der Feder die beiden Schutzrohr noch etwas ineinanderliegen. Es ist dabei zweckmässig, für die Federführung in dem äusseren Schutzrohr einen axialen Stab anzubringen.
Ausser der oben behandelten Kippbewegung des Leuchtenkörpers ist es im allgemeinen erforderlich, eine zweite Bewegungsmöglichkeit vorzusehen, so dass der Leuchtenkörper um die Längsachse des Tragarmes gedreht wird. Diese Drehachse liegt also etwa senkrecht zu der oben erwähnten Kippachse. Bei einer derartigen Ausbildung der Operationsleuchte weist der Tragarm zwei durch einen starren Steg miteinander verbundene Hülsen auf, wobei in diesen Hülsen der Schaft der Leuchtenkörpergabel drehbar gelagert ist. An dem Teil des Schaftes, der zwischen den beiden Hülsen liegt, sind ausserdem ein Griff zur Einstellung
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und bzw. oder die beiden Gabeln befestigt, die den Leuchtenkörper tragen.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Operationsleuchte nach der Erfindung dargestellt.
Die Fig.1 und 2 zeigen eine Gesamtansicht der Operationsleuchte, und zwar einmal in Seitenansicht und einmal in Aufsicht. Die Fig. S und 4 zeigen Einzelheiten der Konstruktion.
Der Leuchtenkörper enthält eine Reihe von Einzelscheinwerfem, die beispielsweise auf einem Kreis angeordnet sind und deren Licht durch entsprechende Öffnungen im Gehäuse austritt. Diese Öffnungen sind durch Glasscheiben abgeschlossen, so dass die Lampe nach aussen hin völlig geschlossen ist. Der Leuchtenkörper 1 wird durch zwei Tragarme 2 gehalten, so dass er um die Achse AA gekippt werden kann. Die Leuchte ist an der Decke mittels des Drehkranzes 3 befestigt, der eine Drehung um die Achse BB ermöglicht. Die Verbindung zwischen Drehkranz 3 und dem Gabelarm 2 wird hergestellt durch das bogenförmige Tragrohr 4. Um den Leuchtenkörper 1 in der Höhe zu verstellen, ist am unteren Ende des Bogenarmes 4 ein Lager vorgesehen, das eine Drehung um die Achse CC erlaubt.
Für die erfindungsgemässe Ausbildung ist nun der Tragarm 5 so verlängert, dass er in bezug auf die Drehachse CC dem Leuchtenkörper hebelartig gegenüberliegt. Zwischen dem Tragarm 5 und dem-bogenförmigen Tragrohr 4 ist ein Spindeltrieb 6 vorgesehen, der sowohl an dem Tragrohr 4 als auch an dem Tragarm 5 mittels zweier Gelenke befestigt ist. Dieser Spindeltrieb 6 besteht aus 2iner Gewindehülse und einem Gewindezapfen, die mittels des Spindelrades 7 mit Kurbel gegeneinander verdreht werden und entsprechend der Steigung des Spindelgewindes den Abstand zwischen den beiden Gelenkpunkten zu ändern erlauben. Durch Drehen des Spindelrades 7 wird also der Gabelarm entweder nach oben oder nach unten bewegt, je nach der Drehrichtung.
Man erreicht also hiebei eine leichte Verstellung der Höhe des Leuchtenkörpers. Bei einer derartigen Ausbildung der Operationsleuchte wirkt das gesamte Drehmoment, das durch Leuchtenkörper und Gabelarm erzeugt wird, in voller Höhe auf den Spindeltrieb 6 und muss beim Drehen des Spindelrades 7 überwunden werden, wenn der Leuchtenkôrper 1 in die Höhe gehoben wird. Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist eine Feder 8 parallel zum Spindeltrieb 6 vorgesehen, und zwar vorzugsweise oberhalb des Triebes. Auch die Feder 8 ist mittels zweier Gelenke an dem Tragrohr 4 und dem Tragarm 5 befestigt.
Die Feder 8 wird zweckmässigerweise so bemessen, d'ass bei einer mittleren Lage, etwa der Waagrechten, die Feder gerade das durch den Leuchtenkörper erzeugte Drehmoment aufhebt. In dieser Stellung ist also das System im Gleichgewicht. Bei einer Höher- oder Tieferbewegung des Leuchtenkörpers wird dann die Feder 8 ausgedehnt bzw. zusammengedrückt. Es sind somit zum Bewegen zur Höhenverstellung wesentlich geringere Kräfte erforderlich als ohne Feder.
Die Stäbe 9 und 10 sind Handgriffe zum Dirigieren der Leuchte, vorzugsweise um Drehachse BB und DD. Der Leuchtenkörper ist schliesslich um die'Achse EE drehbar, und zwar durch Betätigung des Handgriffes 11.
In der Fig. 3 sind Einzelheiten der erfindungsgemässen Verstellungsvorrichtung dargestellt. Zwischen dem unteren Erde des Tragrohres 4 und dem Tragarm 5 ist das Gelenk 12 angebracht. Der Winkel zwischen den beiden Teilen wird durch die Spindel 6 eingestellt. Diese besteht aus dem Gewindezapfen 13 und der Gewindehülse 14. Die letztere ist mittels des Gelenkes 15 an dem Tragrohr 4 drehbar befestigt.
Der Gewindezapfen 13 ist an dem Kreuzknopf 16 befestigt, der an der Stelle 17 drehbar gelagert ist. Die Feder 8 ist von zwei Schutzhülsen 18 und 19 umgeben. Im Inneren der Schutzhülse 19 befindet sich ein Führungsstab 20, der eine seitliche Bewegung der Feder 8 verhindert.
Damit der Tragarm 5 um die Achse EE'gedreht werden kann, ist er in zwei Hülsen 21 und 22 gelagert, die durch einen Steg 23 verbunden sind. Der Abstand zwischen den Teilen 21 und 22 wird benutzt, um dort einen Griff 11 anzubringen. Es ist aber auch möglich, an der Stelle 24 den Gabelarm 2 zu befestigen. Wegen des Abstandes zwischen den Hülsen 21 und 22 ist die Bewegungsmöglichkeit um die Achse EE gegeben. Durch den Steg 23 werden indessen die Kräfte sowohl der Feder 8 als auch des Spindeltriebes 6 von dem Tragarm 5 femgehalten und vielmehr direkt auf die Hülsen 21 und 22 übertragen. Die Fig. 4 zeigt den Fall, dass die Feder 8 den Spindeltrieb 6 umgibt.
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