<Desc/Clms Page number 1>
Heu- und Strohpresse
Die Edìndu. n, g betrifft eine Ausgestaltung der durch die Patentschrift Nr. 196246 geschützten
EMI1.1
Bremse regelbar ist.
Durch die Bauart nach dem Stammpatent, wo-
EMI1.2
als Gegenhalter zumräder einwirkende Bremskraft je für sich veränderbar ist, wird die Aufgabe gelöst, in der Ballenpresse besonders feste und dichte Ballen zu pressen. Infolgedessen können die Zähne der Greiferräder nur schwer in den (Ballen eindringen, da die Festigkeit des Ballens dem ! Eindringen der Greiferräder einen erheblichen Widerstand entgegensetzt. Die Greiferräder werden daher durch Ausbrechen einzelner Zähne oft beschädigt und ein Verbiegen der Bremswellen ist die unmittelbare Folge der unzulässigen Beanspruchung.
Zur Verhinderung derartiger Schäden sind gemäss der vorliegenden Erfindung die Bremswellen ausweichbar gelagert, vorzugsweise in Hebeln, die schwenkbar am Pressengehäuse angeordnet sind. Die Hebel zur Lagerung der Bremswellen sind mit Vorteil zweiarmig ausgebildet, um den einen Hebelarm für die Anbringung an der Kanalwand der Presse und den andern Hebelarm für den Anschluss einer Feder einrichten zu können. Die Sei- tenwände der Presse werden daher mit Lagerzapfen versehen, auf denen die Hebel angeordnet sind, und mit länglichen'Durchbrüchen, welche die Ver- sóhielbbar. keit der Bremswellen sowohl nach oben als auch nach unten begrenzen.
Die auf die Brems- wellen einwirkende Federung kann nun in der
Weise an dem Hebelaim angeordnet sein, dass jede
EMI1.3
EMI1.4
durch werden die Zugfedern gespannt, die nunmehr in erhöhtem Masse auf die Greiferräder der oberen Bremswelle einwirken. Durch das tiefere
EMI1.5
bewirkt, so dass durch die gleichzeitige Einwirkung der Federspannung auf beide Bremswellen eine möglichst gleichmässige Dichte an der unteren und oberen Seite des Pressballens sichergestellt wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer. Bremsvorrichtung für Pressballen nach der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. l eine Strohpresse mit angebauter Bremsvorrichtung in Ansicht mit teilweisem Schnitt, Fig. 2 das hintere Ende einer Heu- und Strohpresse in Seitenansicht und Fig. 3 einen
EMI1.6
tung des Pfeiles x gesehen.
Die Presse 1 besteht im wesentlichen aus dem Presskanal 2, dem Presskolben 3 und dem Zubringer 4, der das Pressgut über den Zuführungsboden 5 vor den Kolben bringt. Am Ende der Presse ist in Verlängerung der Kanalwände 6, 6' eine aus Winkeleisen 7, 7'bestehende Ballen- führung angeschlossen, die gleichzeitig zum Lagern der Bremswellen 9 und 10 dient. Auf deI oberen Bremswelle 9 befinden sich die Greiferräder 11, 12 sowie das Strohrad mit dem Schaltnocken für die Einstellung der Ballengrösse. Die untere Bremswelle 10 trägt die Greiferräder 15, 16 Am äusseren Ende der Bremswellen ist jeweils eine Bremsscheibe zur Auflage der Bremsbände] angeordnet.
Die Bremsbänder sind je mit eine ! Spannschraube 19, 19'verbunden und werder durch die Knebelmuttern 20, 20'angespannt Durch die Federn 21, 21', welche zwischen der Knebelmuttern und der Halterung liegen, wird eir elastisches Abbremsen gewährleistet.
Bei der Ausführung nach Fig. 1-3 kann jed < Bremswelle einzeln abgebremst werden.
<Desc/Clms Page number 2>
Am Ausgang des Presskanals der Presse 1 sind Bremswellen 9 und 10 mit den Greiferrädern 11, 12 bzw. 15, 16 eingebaut. Zur Lagerung der Bremswellen dienen die Hebel 27, 27'bzw.
28, 28'welche auf Lagerzapfen 29 an den Seitenwänden 6, 6'der Presse schwenkbar angeordnet sind. Die Hebel sind als zweiarmige Hebel mit den Armen 30, 31 ausgebildet. Die Seitenwände der Presse weisen längliche Durchbrüche 33,34 für die Naben der Hebel auf. Die Bremswellen können somit um den Lagerzapfen 29 eine Bewegung ausführen, die sowohl nach oben als auch nach unten durch die Grösse der Durchbrüche begrenzt ist. Die Arme 30 der Hebel werden jeweils durch eine Zugfeder 35 verbunden, so dass die Bremswellen dauernd unter Federspannung stehen und bei einem besonders starken Druck des Pressballens auf die Greiferräder entweder nach unten oder nach oben ausweichen können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Heu- und Strohpresse mit einem Presskanal,
EMI2.1
Wellen angeordnet sind, deren Drehzahl durch eine Bremse regelbar ist, wobei die Greiferräder knapp vor dem Ausgang des Presskanals als Gegen- halterzum Presskolben angeordnet sind- und die auf jede Welle der Greiferräder wirkende Bremskraft je für sich veränderbar ist, nach Patentschrift Nr. 196246, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremswellen ausweichbar gelagert sind.