AT202243B - Verfahren zum Herstellen eines Polyvinylbutyral enthaltenden Klebemittels oder Kittes - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Polyvinylbutyral enthaltenden Klebemittels oder Kittes

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   N. V.   PHILIPS'GLOEILAMPENFABRIEKEN IN EINDHOViEN (NIEDERLANDE)   Verfahren zum Herstellen eines Polyvinylbutyral enthaltenden Klebemittels oder Kittes 
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung bzw. Zusammensetzung eines   Polyviny1buty al ent-   haltenden Klebemittels, eines   thermoeithärtenden   Klebemittels, das im wesentlichen aus einem Phe-   nolalahydkondensat besteht,   mit dem ein Polyvinylbutyral enthaltendes Klebemittel gemischt ist und eines Kittmittels, das durch Mischung des er-   wähnten   thermoerhärtenden Klebemittels mit Füllmitteln erhalten ist. 



   Unter Polyvinylbutyral wird hier Polyvinylalkohol verstanden, bei dem   ein grosser   Teil der Hy-   droxyl-Gruppen,   meist 50-90% derselben, durch Reaktion mit Butyraldehyd blockiert sind. 



   Es ist bekannt, dass Polyvinylalkohol und modifizierter Polyvinylalkohol durch Einwirkung von Bromsalzen, Chromaten und Bichromaten und weiter Aluminium- und Zirkonsalzen erhärtet werden. Dabei werden noch freie Hydroxylgruppen gebunden und die Wasserbeständigkeit wird venbessert. 



   Es hat sich jedoch ergeben, dass diese Wasserbeständigkeit für viele Anwendungen noch nicht genügt. 



   Gemäss der Erfindung wird eine weitere Verbesserung der   Beständigkeit   gegen Feuchtigkeit und Salze dadurch erhalten, dass Polyvinylbutyral mit 
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 zur Erhärtung und einem Kupfersalz zur Aktivierung der   Erhärtungsreaktion   kombiniert wird. Die Mengen Ammoniumehromat und/oder Ammoniumbichromat können 20-60% der angewendeten Gewichtsmenge Polyvinylbutyral betragen. Als Kupfersalz kann z. B. Kupfersulfat, Kupferchlorid oder Kupfernitrat verwendet werden. Geeignete Mengen desselben sind 1-6% der Menge Butyral. 



   Da sich Polyvinylbutyral an sich für viele hoch-   wertige KlebeverbinAmgen   mit Glas, Metall, Phenolaldehydkondensaten oft wegen einer zu geringen Wärmebeständigkeit nicht eignet, verwendet man vorzugsweise Gemische aus Polyvinylbutyral mit anderen Klebemitteln. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein   thermohärtendes   Klebemittel zusammengesetzt, dessen   Hauptbe-   standteil ein   härtbares   Phenolaldehydkondensat ist, das mit einem Klebemittel aus Polyvinylbutyral, Ammoniumbichromat und einem   Kupfersalz   vermischt ist. 



   Thermohärtende Phenolaldehydkondensate können als Klebemittel verwendet werden, wobei eine starke Haftung erzielt wird, die Verbindung jedoch ziemlich spröde ist und somit   bei verschiede-   nen Ausdehnungskoeffizienten der verbundenen Teile leicht aufreisst. 



   Dadurch, dass das thermohärtende Kondensat von   Phenol und Aldehyd mit Polyvinylbutyral kombi-      niert wird,   wird die Sprödigkeit der Klebeverbindung verringert, was jedoch von einer Erhöhung   der Feuchtigkeitsempfindlichkeit   begleitet wird. Um letzteren Nachteil zu verringern, wird gemäss der Erfindung, Ammoniumchromat und/oder Ammoniumbichromat und ein Kupfersalz in das Klebemittel   eingeführt.   



   Als Phenolaldehydkondensat kann ein Kondensat von Phenol, Kresol, Xylenol oder Resorcin mit einem Aldehyd z. B. Formaldehyd, Acetaldehyd und Butyraldehyd verwendet werden. Es können sowohl Einstufen-Kondensate als auch Zweistufen-Kondensate verwendet werden, letztere in Anwesenheit eines Aldehyd abgebenden Stoffes, z. B. 



  Paraformaldehyd oder Hexamethylentetramin. 



   Die   Erhärtung vollzieht   sich meistens bei   120-2500 C. Es wird oft   ein Druck von 1-10 Atm. angewandt. 



   In das Klebemittel können neben Lösungsmitteln wie z. B. Äthylalkohol, noch Farbstoffe, Füllmittel u.   dgl.'eingeführt wel1den.   



   Als Kitt wird das Klebemittel nach dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung auch nach Mischung des Klebemittels mit einer 10 bis 20mal   grösseren   Menge anorganischer Füllmittel z. B. Lithopone und Marmorpulver verwendet. Ein solcher Kitt eignet sich vorrzüglich zum Verbinden eines Sockels aus einem Phenolaldehydkondensat mit dem Glaskolben einer Glühbirne oder einer Fluoreszenzlampe. 



   Es werden nachstehend einige Versuche   beschrie-   ben, die zu der Erfindung geführt haben. 



   Versuch I: Streifen mit einer Breite von 14mm aus Phenolaldehydkondensat werden über eine Länge von 15 mm durch ein Klebemittel aus 
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2% Kupfersulfat werbund ! en.Klebemittel während vier Wochen einer Atmosphä- re mit veränderlicher Feuchtigkeit ausgesetzt wor- den war, war eine Schubkraft von 27 kg erforder- lich, um die Verbindung   zu,   brechen. 



   Eine entsprechende Klebeverbindung, die mit- tels eines kupferfreien Klebemittels erhalten war, erforderte eine Schubkraft von   20-22kg.   Wird auch Ammoniumbichromat weggelassen, so ist der
Widerstand gegen Schub 11-12 kg. 



     @ Versuch II: Es   wurde ein Klebemittel her- gestellt, indem 50g eines   Kresolformaldehyd-Novo-   lacks mit 7 g   Hexamethylentetramin,   2 g Poly- vinylbutyral (74% der Hydroxyl-Gruppen ge- sperrt),   1 g Ammoniumchromat   und   0, 2 g Kupfer-   sulfat vermischt werden. Dieses Gemisch wurde mit Äthylalkohol gerührt und auf einen Lampen- sockel gestrichen, wobei der Alkohol verdampft wird. Dann wird der Glaskolben einer Glühbirne gegen den Sockel   gedrückt   und das Ganze wird   auf 220" C erhitzt.   Nach 30 Sekunden lässt man langsam abkühlen. 



   Nachdem diese Lampen während drei Tagen in einer 5% Salzlösung von 40 C gehalten worden waren, konnte die Verbindung durch Torsions- 
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Claims (1)

  1. vonrechnet nach der Menge Polyvinylbutyral verwendet wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass einem wärmehärtbaren Klebemittel, das im wesentlichen aus einem wärme- erhärtenden Phenolaldehydkondensat besteht, ein Klebstoff gemäss den Ansprüchen l bis 3 zugesetzt wird. EMI2.3
AT314657A 1956-05-16 1957-05-13 Verfahren zum Herstellen eines Polyvinylbutyral enthaltenden Klebemittels oder Kittes AT202243B (de)

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