AT202215B - Differenzialschutzeinrichtung für elektrische Anlageteile. - Google Patents

Differenzialschutzeinrichtung für elektrische Anlageteile.

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AT202215B
AT202215B AT707257A AT707257A AT202215B AT 202215 B AT202215 B AT 202215B AT 707257 A AT707257 A AT 707257A AT 707257 A AT707257 A AT 707257A AT 202215 B AT202215 B AT 202215B
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AT
Austria
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current
circuit
differential
event
protection device
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Application number
AT707257A
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English (en)
Inventor
Hanns Dipl Ing Dr Techn Grasl
Leopold Dipl Ing Ferschl
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke Gmbh
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Differenzialschutzeinrichtung   für elektrische Anlageteile. 



   Gegenstand des Stammpatentes ist eine Differen- tialschutzeinrichtung für elektrische Anlageteile, bei der als Schutzrelais ein unter dem Einfluss zweier entgegengesetzt gerichteter Kräfte stehendes polarisiertes Gleichstromrelais dient, in dem dem gleichgerichteten Differenzstrom ein ebenfalls gleichgerichteter, dem Durchgangsstrom entspre- chender Strom magnetisch oder elektrisch entge- genwirkt. Im Stammpatent wird insbesondere zwecks Verhinderung des Auslösens des Schutz- relais bei Einschaltung leerlaufender Transforma- toren od. dgl. vorgeschlagen, die in Stromstössen (Einschaltströmen) vorhandenen Oberwellen zur
Erhöhung der Sperrwirkung des Relais heranzu- ziehen. Durch im Sperrkreis und im Differential- kreis angeordnete Siebmittel können die Obeiwel-   le. n im   Sperrkreis hervorgehoben und im Differen- tialkreis unterdrückt werden.

   Bei sehr starrem
Netz und bei innenliegenden Kurzschlüssen, auf die der   Differentialschutz, bestimmungsgemäss   an- sprechen soll, können die Kurzschlussströme so gross sein, dass die Stromwandler übersättigt wer- den und dadurch auf der Sekundärseite der Wand- ler   ; Oberwellen   auftreten, die die Auslösung des Schutzrelais trotz Vorliegen eines innerem Fehlers unter Umständen ähnlich wie beim Leereinschalten eines Transformators sperren können. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Differential- schutzeinrichtung für elektrische Anlageteile gemäss Patent Nr. 167797, bei der, insbesondere zwecks Verhinderung des Auslösens des Schutz- 
 EMI1.1 
 



   Nähere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden an Hand der in den Figuren der Zeichnung dargestellten   Ausführungsbeispielen   besprochen. In Fig.   l   ist mit   1   der zu   schützende   Anlageteil, insbesondere ein Transformator, bezeichnet. 



  Durch die hier nur einphasig dargestellte Differentialschaltung werden die Ströme vor und'hinter dem Anlageteil in an sich bekannter Weise miteinander verglichen. Auf jeder Seite des zu schützenden Teiles   1   ist ein Stromwandler 2 bzw. 3 angeordnet. Der Durchgangs- oder Sperrstrom wird über den   Zwischenwandler   4, das Oberwellensieb 5 und nach Gleichrichtung im Gleichrichter 6 dem   Schutzré1ais   D zugeführt. Der im auslösenden Sinn wirkende Differenzstrom gelangt ebenfalls über einen Zwischenwandler 7, ein Oberwellensieb 8 und den Gleichrichter 9 zum Schutzrelais D, das z. B. ein Drehspulrelais ist und mit seinem Kontakt d den Auslöser 10 schaltet. 



   Bei innen liegendem und einseitig gespeistem
Kurzschluss   Hiesst   ein dem Kurzschlussstrom ent- sprechender Strom durch die   hallbe   Primärwick- lung des Sperrwandler 4 und durch den Differen- 
 EMI1.2 
 und 3 gegebenen Schutzstrecke werden, wenn diese Wandler einwandfrei übersetzen, beide Primärwicklungsteile des Sperrwandler 4 vom Durchgangsstrom durchflossen und es tritt kein Differenzstrom auf.

   Um das zu erreichen, sind die Wandler 2 und 3 so bemessen, dass sie erst oberhalb des bei äusserem Fehler maximal auftretenden   Kurzschlu. ssstromes   in   Sättigung kommen   können.
Im Ausführungsbeispiel nach   Fiv. 1   ist die Be- 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    Sperrwirkunghalb   dieser Grenzspannung stellt der Begrenzer 11 einen sehr hohen Widerstand dar, der fast keinen Strom aufnimmt. Oberhalb dieser Grenze übernimmt er den Stromanteil, der über dem Grenzwert des Sperrstromes liegt. Hiezu kann z. B. ein 
 EMI2.1 
 eckiger Charakteristik dienen.

   Der Sperrgleichstrom ist durch den Kondensator 13   geglättet,   wodurch der Begrenzer 11 nur vom Gleichstrommittelwert und nicht von    der.   Kurvenform des Sperrgleichstromes abhängig ist. 
 EMI2.2 
 Schaltung wird an Hand eines Zahlenbeispieles näher besprochen. Dazu wird angenommen, dass   bei Nennstrom    und innerem Kurzschluss (einseitig gespeist) der   Spemstrom   J =0, 5 beliebige Einheiten und der Differenzstrom Ju =1, 5 sei. Es 
 EMI2.3 
 Kurzschlussstrom bei äusserem Kurzschluss etwa den 20fachen Nennstrom erreichen kann. Bei innen liegendem Kurzschluss kann der Kurzschlussstrom, z. B., bei Klemmkurzschluss auf der Speiseseite, viel grösser sein. Er ist praktisch nur durch die Kurzschlussleistung des Netzes begrenzt, kann also den 50fachen Nennstrom und noch mehr betragen. 



  Im Sinne der Erfindung ist die Überstromkennziffer M der Wandler mit mindestens 20 bemessen und die Sperrwirkung mit einem Wert begrenzt, der etwa dem 20fachen Nennstrom bei äusserem Kurzschluss entspricht. Der Sperrstrom   Jgpfürden   
 EMI2.4 
 strom dann 20X0, 5+20X0, 5=20, wobei beide   Wicklungshälften   des Sperrwandlers 4 stromdurchflossen sind und die Wandler 2,3 noch nicht im Sättigungsgebiet arbeiten. Nimmt man an, dass die Wandler 2,3 erst oberhalb des 20fachen Nennstromes in Sättigung gehen, so   beträgt   bei einseitig gespeistem inneren   Kurzschluss   der Differenzstrom bei 20fachem Nennstrom   JD=20#1,5=30.   



  Der Sperrstrom ist hiebei, weil nur eine Wiek- 
 EMI2.5 
 ist, JSD=10. Der Differenzstrom überwiegt und löst sicher aus. Der Grenzwert 20 des Sperrstromes wird bei innen liegendem Kurzschluss erst bei 40fachem Nennstrom erreicht und wird durch die   Strombegrenzung gemäss   der Erfindung auch bei noch   grösseren   Kurzschlussströmen annähernd konstant gehalten. Der Grundwellenanteil im Stromwandlerstrom nähert sich auf Grund einer theoretischen Oberlegung, die auch durch die Erfah- 
 EMI2.6 
 
J entspricht ;Differenzstrom JD von   26#1,5=39, der auch bei   beliebig grossem Strom konstant bleibt. Der Sperrstrom ist aber in der   erfindungsgemässen   Schaltung auf den Wert 20 begrenzt.

   Infolgedessen besteht also bei innerem Kurzschluss auch bei den grössten Strömen ein reichlicher   Überschuss   im   Auslösesinn.   auch wenn ein beliebig starker Oberwellenanteil 
 EMI2.7 
 
Mittel dar Strombegrenzungkreis wird ebenso wie mit den weiter unten an Hand der Fig. 2 und 3 besprochenen Mitteln zur 
 EMI2.8 
 schaltungen, das Schutzrelais bestimmt gesperrt ist, dass es hingegen bei innen liegendem Kurzschluss auch bei den   grössten   Strömen sicher zur Auslösung kommt. 



   Eine andere   Möglichkeit,   eine Begrenzung der Sperrwirkung zu erzielen, zeigt Fig. 2, in der lediglich die das Schutzrelais D speisenden Stromkreise dargestellt sind. 6 ist der Gleichrichter für den Sperrstrom und 9 der Gleichrichter für den Dif- 
 EMI2.9 
 standes 14 abgenommen, der vom Sperrkreisgleichrichter 6 gespeist wird.   J 5 ist   ein Glättungskondensator. Der Sperrstrom wird durch einen Widerstand 16 von einem bestimmten Wert an, der im wesentlichen dem maximalen   Kurzschlussstrom'bei   äusserem Fehler entspricht, praktisch konstant gehalten. Dieser Widerstand 16 ist   spannungsabhän-   
 EMI2.10 
   steigtvorgegebenen gewünschten Grenzwert nicht über-    schreiten kann. 



   In Fig. 3 ist ein weiteres Schaltungsbeispiel der 
 EMI2.11 
 Kontakt   d1   im Stromkreis des Auslösers 10. Im Differenzstromkreis liegt ein Relais D2, dessen Kontakt d2 parallel zum Kontakt d1 des Schutzrelais in den Stromkreis des Auslösers 10 eingeschaltet ist. Das Relais spricht bei einem bestimmten Differenzstrom, insbesondere oberhalb des dem : maximalen   Kurzschlussstrom   bei äusserem Fehler entsprechenden Differenzstromes an.

   Es ist damit bei grösseren, von einem inneren   Fehler herrüh-   renden Kurzschlüssen die Auslösung auf alle Fälle 
 EMI2.12 
    unwirksam. :Anlageteile gemäss   Patent Nr.   167797,   bei der in Stromstössen (Einschaltströmen) vorhandene Ober- 
 EMI2.13 
 relais'herangezogen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die   Sperrwirkung   durch einen Begrenzer auf den maximalen   Kurzschlussstrom'bei   äusserem Fehler oder im wesentlichen auf diesen maximalen   Kurzschlussstrom. begrenzt. ist.   wodurch das Schutz- 
 EMI2.14 


Claims (1)

  1. grösseren Kurzschlussströmen1, dadurch gekennzeichnet, dass im. Sperrstromkreis eine konstanter Widerstand (12) und parallel zum 1 Ausgang des Sperrstromgleichrichters (6) ein Kondensator (13) und ein spannungsabhängiger Widerstand (I1) vorgesehen sind, der die Gleichrich- <Desc/Clms Page number 3> terspannung im wesentlichen auf den dem maximalen Kurzschlussstrom bei äusserem Fehler ent- sprechenden Wert begrenzt (Fig. 1).
    3. Differentialschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Sperrstromkreis ein spannungsabhängiger Widerstand (16), der den gleichgerichteten Sperrstrom im wesentlichen auf den den maximalen Kurzschlussstrom bei äusserem Fehler entsprechenden Wert begrenzt, ? und parallel zum Ausgang des Sperrstromgleichrichters (6) ein Kondensator (15) und ein kon- stanter Widerstand (14) vorgesehen sind (Fig. 2).
    4. Differentialschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Differenzstromkreis ein Relais (D2) vorgesehen ist, dessen Ansprechstromstärke oberhalb. des dem maximalen Kurzschlussstrom bei äusserem Fehler entsprechenden Differenzstromes liegt und dessen Schaltkontakt (d2) parallel zum Kontakt (d1) des Schutzrelais (D1) in den Auslösekreis (10) geschaltet ist (Fig. 3).
    5. Differentialschutzeinrichtung nach einem der vorhergehendenAnsprüche, dadurchgekennzeich net, dass in den Zu- und Ableitungenn vor und nach dem zu schützenden Anlageteil Stromwand- 1er (2,3) mit einer im wesentlichen dem maximalen kurzschlussstrom bei äusserem Fehler entsprechenden Überstromkennziffer vorgesehen sind.
AT707257A 1949-09-29 1957-10-31 Differenzialschutzeinrichtung für elektrische Anlageteile. AT202215B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1151060B (de) * 1962-01-11 1963-07-04 Bbc Brown Boveri & Cie Differentialschutz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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