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Uhr mit einem durch eine Triebfeder angetriebenen Uhrwerk und einer elektromagne- tisch betätigten Schwungmasse als Aufzugsvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Uhr mit einem durch eine Triebfeder angetriebenen Uhrwerk und einer elektromagnetisch betätigten Schwungmasse als Aufzugsvorrichtung, bei der das Zeitlaufwerk und der dem Anstoss der Schwungmasse dienende Elektromagnet an einem aus Kunststoff bestehen- den, schalenförmigen Körper angeordnet sind, dessen Randfläche eine Aufsitzfläche für eine das
Zeitlaufwerk und den Magneten staubdicht abschliessende Kapsel bietet. Erfindungsgemäss durchsetzt der Spiralzeiger einen Schlitz zwischen der Randfläche des sohalenförmigen Körpers und dem Kapselrand der Verschlusskapsel, so dass er von aussen verstellbar ist, wobei der Spiralzeiger ein von innen gegen den Schlitz staubabdichtend gedrücktes Plättchen trägt.
Die erfindungsgemässe Uhr zeichnet sich dadurch aus, dass sie einen staubdichten Abschluss des Uhrwerkes und des elektromagnetischen Antriebssystemes desselben gewährleistet, und dass zugleich Mittel vorgesehen sind, welche ohne ein öffnen des das Uhrwerk und die Antriebsmittel umschliessenden Gehäuses eine Einstellung des Ganges der Uhr gestatten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in vier Figuren dargestellt. Von den Figuren zeigt : Fig. 1 einen Schnitt durch die Uhr mit aufgesetzter Schutzkapsel, Fig. 2 eine Ansicht der Uhr, von der Rückseite gesehen ; die für Fig. 1 massgebliche Schnitt- linie ist mit A-A bezeichnet ; Fig. 3 ist eine der Fig. 1 entsprechende Schnitt- darstellung durch den schalenförmigen Ge- häuseteil und die Schutzkapsel, ohne dass die eingebauten Werkteile zur Wiedergabe gelangt sind ; Fig. 4 ist eine der Fig. 3 entsprechende Rückan- sicht des schalenförmigen Gehäuseteiles bei abgenommener Schutzkapsel ; die der Fig. 3 entsprechende Schnittlinie ist mit B-B be- zeichnet.
Die in den Figuren verwendeten Bezugszeichen haben die folgende Bedeutung : 1 ist ein aus Kunststoff bestehender schalenförmiger Körper, der als Grundplatte für die folgenden Baugruppen dient :
1. Dem Uhrwerk mit der als doppelarmiger
Hebel ausgebildeten Schwungmasse 5, wel- che elektromagnetisch angestossen wird, und das Aufziehen der das Uhrwerk antreiben- den Triebfeder bewirkt,
2. dem Elektro-Magneten, der in an sich be- kannter Weise die genannte Schwungmasse in geeigneten Zeitabständen anstösst und derselben die zum Aufziehen der Triebfeder erforderliche Energie liefert,
3. dem als Halterung und Stromzuführung der zu verwendenden, den genannten Elektro-
Magneten speisenden Trockenbatterie 20 die- nenden Arme 21.
Auf die Randpartie la des schalenförmigen Körpers 1 ist staubdicht die vorzugsweise aus durchsichtigem Kunststoff bestehende Schutzkapsel 2 aufgesetzt. Um guten, staubdichten Abschluss zu gewährleisten, ist in die Randpartie la des schalenförmigen Pressstoffkörpers 1 eine Gummischnur 3 eingelegt. Die Schutzkapsel 2 ist auf dem schalenförmigen Pressstoffkörper 1 mittels Schrauben 4 befestigt.
Das Zeitlaufwerk besteht aus der Vorderplätine 6 und der Hinterplatine 7 ; beide werden durch Pfeiler 8 zueinander im Abstand gehalten.
9 ist die Unruhe, 10 der der Gangregelung dienende Spiralzeiger.
Die Schutzkapsel 2 und der schalenförmige Körper 1 besitzen am oberen Teil der Uhr zwei Ansatzlappen 1b und 2a, die einen Schlitz bilden, in den die Spitze des Spiralzeigers 10 hineinragt.
Führt man einen schmalen Gegenstand, wie einen Schraubenzieher oder eine Münze, in den Schlitz ein, so kann von aussen her der Spiralzeiger 10 betätigt werden. Um an dieser Stelle ebenfalls staubdichten Abschluss sicherzustellen, ist auf dem Spiralzeiger 10 ein Staubplättchen 11, das unter dem Druck einer Feder 12 steht, angeordnet. Der Spiralzeiger 10 besitzt einen Längsschlitz 14, welcher einen Teil einer Schlitz-Stiftkupplung bildet und den Spiralweiser 13 betätigt. Die Vorderpla-
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körper 1 befestigt. Auf der Hinterplatine 7 ist die Brücke 16 mittels Pfeilern 17, 18 befestigt.
Die Brücke 16 dient zur Lagerung der Schwungmasse 5, Auf dem mittleren Pfeiler 17 ist zugleich
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mittels einer Buchse 19 der Spiralzeiger 10 mit leichter Reibung gelagert.
Zur Halterung der Trockenbatterie 20 und zugleich als Stromzuführung dienen zwei Arme 21, die mittels Schrauben 22 an der Pressstoffschale 1 befestigt sind und deren Seitenwandung durchsetzen.
Zur Stromversorgung dient gemäss den Fig. 1 und 2 eine Taschenlampenbatterie 20 von länglichem Querschnitt mit drei nebeneinander angeordneten Batteriezellen üblicher Bauart. Für die-
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arme 21 in Schraubklemmen 23, in die die Kontaktlamellen der Taschenlampenbatterie 20 eingesetzt werden.
Fig. 3 und Fig. 4 sehen die Anwendung einer Einzellen-Stabbatterie 51 vor, die horizontal unterhalb der Uhr angeordnet wird. Man könnte indessen auch an beiden Seiten der Uhr je eine derartige Stabbatterie in ähnlicher Weise anordnen. Zur Halterung der Stabbatterie besitzen die mit 50 bezeichneten Stromzuführungsarme tellerförmige Flächen 50a, die sich an die stirnseitigen Flächen der Stabbatterie anlegen, und auf diese Weise zugleich Halterung und Kontaktgabe bewirken. Zur sicheren Kontaktgabe kann eine federnde Zunge 50b aus den Tellerflächen 50a ausgeklinkt sein.
-Der die Schwungmasse 5 betätigende Elektromagnet ist als Topfmagnet ausgebildet. Er besitzt einen Aussenmantel 24, einen Innenkern 25 und eine Spule 26. Er ist auf der Sitzfläche 1e des Pressstoffkörpers 1 mittels der Befestigungsschrauben 27 befestigt. 28 ist der Anker des Magneten, dessen Fortsatz 28a gegen einen Fortsatz 5a der Schwungmasse 5 wirkt und diese dadurch in Bewegung setzt.
Die Spule 26 des Elektro-Magneten ist in an sich bekannter Weise an den Stromkreis der Trokkenbatterie 20 angeschlossen, wobei die Endflä- chen der Fortsätze 28a und 5a die steuernde Kontaktstrecke bilden.
Der schalenförmige Pressstoffkörper 1 besitzt, wie aus Fig. 3 und 4 zu ersehen, als Zeigerwellenloch eine Bohrung 1 d, in die eine mit Innengewinde versehene Buchse 29 eingesetzt ist, zur Zentralbefestigung des Uhrwerkes z. B. an einem Schild mittels einer Hohlschraube. Nahe der Oberkante der Pressstoffschale 1 ist bei le eine Vertiefung ausgespart, die dem Zwecke dient, gegebenenfalls unter Heranziehung der Schraube 15 einen Aufhänger, der über die Oberkante des Uhrwerkes nach rückwärts greifen würde, zu befestigen. Als Wandauflager sind ferner in den Gehäusedeckel 2, der mit entsprechenden Fassungen 2b versehen ist, Gummipfropfen 30 od. dgl. eingesetzt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Uhr mit einem durch eine Triebfeder angetriebenen Uhrwerk und einer elektromagnetisch betätigten Schwungmasse als Aufzugsvorrichtung, wobei das Zeitlaufwerk und der dem Anstoss der Schwungmasse dienende Elektromagnet an einem aus Kunststoff bestehenden, schalenförmigen Kör- per angeordnet sind, dessen Randfläche eine Aufsitzfläche für eine das Zeitlaufwerk und den Magneten staubdicht abschliessende Kapsel bietet, dadurch gekennzeichnet, dass der Spiralzeiger (10) einen Schlitz zwischen der Randfläche (la) des schalenförmigen Körpers (1) und dem Kapselrand (2a) der Verschlusskapsel (2) durchsetzt, so dass er von aussen verstellbar ist, wobei dieser Zeiger ein von innen gegen den Schlitz staubabdichtend gedrücktes Plättchen (11) trägt.