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Anordnung zum Entfernen von Wülsten
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zum Entfernen von Wülsten und ist besonders verwendbar in Verbindung mit Kettenschweissmaschinen, d. h. Maschinen für vollautomatische oder halbautomatische Fabrikation von geschweissten Ketten.
Die Erfindung ist hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, dass ein Paar Schneidestähle so angeordnet sind, dass sie während einer hin-und hergehenden Bewegung um die Mittellinie des Kettengelenks in einem Winkel von 1800 geschwenkt werden.
Die Erfindung wird am besten unter Hinweis auf die beigefügte Zeichnung verstanden, wo eine Anordnung nach der Erfindung schematisch dargestellt wird, u. zw. zeigt Fig. 1 die Anordnung in der einen Endlage und Fig. 2 wenn die Schwenkbewegung angefangen hat. In der andern Endlage sind die Hebel 16 und 17 nach unten gerichtet. Die verschiedenen Hebel und Gelenke können diese Bewegung frei ausführen ohne einander zu hindern, da sie sich in verschiedenen Vertikalebenen bewegen. Die Grundplatte 1 trägt Steuerschienen 2 und 3 sowie Lager 4,5 und 6. Im Lager 6 ist der Hebel 7 gelagert, und an demselben ist an einem Ende das Zahnrad 8 befestigt. Am Hebel 7 ist der Zylinder 9 befestigt, dessen Kolbenstange 11 im Lager 12 auf dem Hebel 13 gelagert ist.
Am Hebel 13 sind ferner die Lager 14 und 15 angeordnet.. lm Lager 14 ist das eine Ende eines Hebels 16 gelagert, und an dem entgegengesetzten Ende dieses Hebels ist ein Zahnrad 17 befestigt, welches im Lager 4 an der Grundplatte 1 gelagert ist. Im Lager 15 ist das Gelenk 18 exzentrisch gelagert. Das exzentrische Lager wird von einem Kettenrad 19 angetrieben. Das Gelenk 18 trägt den Schneidestahl 21 und die Steuerarme 22 und 23. Das Kettenrad 19 wird über die Kette 24 vom Motor 25 angetrieben. Der Schneidestahl 21 ist am unteren Ende mit zwei auf der Zeichnung nicht näher gezeigten Schneidezungen 26 und 27 versehen. Das geschweisste Gelenk 28 der Kette ist in der Spannbacke 29 eingespannt.
Die Anordnung wirkt in folgender Weise : Das Gelenk 28 ist in einem vorhergehenden Arbeitsschritt zusammengeschweisst worden, wobei sich an der Schweissstelle ein Wulst gebildet hat, der eine variable Grösse haben kann. Dieses Gelenk ist auf der Zeichnung beim Beginn des Arbeitsschrittes noch in der Schweissbacke 29 eingespannt. Die Kolbenstange 11 befindet sich bei Beginn des Arbeitsschrittes in ihrer niedrigeren Lage, was bedeutet, dass die Kolbenstange 11 über das Lager 12 auf den Arm 13 so wirkt, dass das Gelenk 18 mit der Schneide 21 und den Steuerarmen 22 und 23 sich über dem geschweissten Gelenk befindet.
Der Kolben im Zylinder 9 wird nun durch Einführung eines Druckmediums so bewegt, dass die Kolbenstange 11 in den Zylinder 9 eingezogen wird, was zur Folge hat, dass der Hebel 13 über das Lager 12 so betätigt wird, dass das Gelenk 18 gegen das Kettenglied gesenkt wird. Hiebei steuern die Arme 22 und 23 gegen die Steuerschienen 2 und 3, so dass die Schneide in die auf der Zeichnung gezeigte Lage kommt, d. h. das Gelenk umfasst. Der Antriebsmotor 25 treibt das Kettenrad 19 über die Antriebskette 24, was zur Folge hat, dass das Gelenk 18 durch die exzentrische Lagerung so betätigt wird, dass die Schneide 21 im Verhältnis zum Gelenk 28 der Kette eine hin-und hergehende Bewegung erhält.
Danach wird durch eine auf der Zeichnung nicht gezeigte Anordnung das Zahnrad 31 gedreht, welche Bewegung über die Zahnräder 8 und 17 zu den Hebeln 7 und 16 überführt wird. Die Übersetzung zwischen dem
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bedeutet, dass die Hebel 7 und 16 auch um 1800 geschwungen werden. Da die Schneide 21 immer eine hin-und hergehende Bewegung im Verhältnis zum Kettengelenk hat, bedeutet dies, dass der Schweisswulst ringsum vollständig weggehobelt wird.
Die Steuerarme 22 und 23 steuern im Anfang des Arbeitsschrittes gegen die Steuerschienen 2 und 3, aber bei der Schwenkung der Hebel 7 und 16 wird die Steuerung der Arme 22 und 23 im Verhälmis zum Kettengelenk von den Schneidezungen 26 und 27 ühemom- men, da die hin-und hergehende Bewegung der Schneiden gering ist, und dies bedeutet, dass die Schneidezungen 26 und 27 nie den Kontakt mit dem Kettengelenk verlieren.
Mit der Anordnung nach der vorliegenden Erfindung erreicht man eine so schnelle und leicht durchführbare Operation, dass die Schweisse nicht in nennenswertem Grad Zeit hat, zu erkalten. Ferner wird der Wulst mit Schlacken und Oxyden zusammen vollständig weggenommen, weshalb ein Einpressen dieser Verunreinigung in die Schweisse nicht stattfinden kann.
Die Anordnung kann leicht mit einer Kettenschweissmaschine zusammengebaut sein, wobei die Impulse für die Ingangsetzung durch eine gewöhnliche Automatisierung erhalten werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zum Entfernen von Wülsten, z. B. Schweisswülsten auf abbrenngeschweissten Kettengelenken, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Paar Schneidestählen versehen ist, das während einer hin-und hergehenden Bewegung im Verhältnis zum Kettengelenk auch um die Mittellinie des Gelenks geschwungen wird.