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Kupplungseinrichtung für seitlich an Zugmaschinen anschliessbare Mähdrescher
Es sind bereits Mähdrescher bekannt, welche an eine Zugmaschine angehängt und durch diese nachgezogen werden. Die Arbeit zum Betrieb des Mähdreschers wird hiebei zur Gänze von der Zugmaschine geleistet, die deshalb eine grössere Leistung haben muss.
Diese Mähdrescher haben den Nachteil, dass die Tourenzahl des Dreschwerkes von der der Zugmaschine abhängig ist und der beim Umkehren befahrene Kreisbogen einen so grossen Durchmesser aufweist, dass kleinere Getreideflächen nicht oder nur schwierig abgemäht werden können. Ausserdem hat der Lenker das'Mähwerk hinter sich, so dass vorkommende Störungen nicht oder zu spät wahrgenommen werden.
Es sind auch Mähdrescher bekannt, bei welchen keine Zugmaschine zur Anwendung gelangt, sondern der Motor in dem Mähdrescher eingebaut ist und dieser dadurch zum Selbstfahrer wird ; Hier hat'der Lenker das Mähwerk vor sich und auch der Umkehrkreis ist sehr eng, aber das Gewicht dieser Drescher ist so erheblich, dass ein entsprechend starker Motor von 40 PS und mehr verwendet werden muss.
Bei diesen üblichen Mähdreschern müssen also bei Anschaffung derselben entweder Zugmaschinen oder Antriebsmotore für dieselben mitgekauft werden, obwohl meist Zugmaschinen von z. B. 15 PS Leistung in den betreffenden bäuerlichen Betrieben ohnehin vorhanden wären.
Es wurde schon vorgeschlagen, Mähdrescher seitlich an der Zugmaschine anzubringen. Das Gewicht solcher Mähdrescher, deren Umkehrkreis bei 1 m Schnittbreite innen nur etwa 4 m beträgt, lässt sich hiebei wesentlich reduzieren. Es sollen auf diese Weise Mähdrescher für kleinere und mittlere bäuerliche Betriebe und kleinere Getreideflächen geschaffen werden. Diese Bauarten konnten sich jedoch in der Praxis bis jetzt nicht durchsetzen, da hiezu auch eine zweckentsprechende Verbindung von Mähdrescher und Traktor erforderlich ist.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Kupplungseinrichtung für derartige. seitlich an Zugmaschinen anschliessbare Mähdrescher, wobei deren Wesen darin besteht, dass an der Hinterradachse der Zugmaschine ein Balken od. dgl. befestigt ist, an welchem Verbindungsstücke zum Mähdrescher angelenkt sind, die ein lotrechtes Spiel zwischen beiden Fahrzeugen zulassen, wobei das hintere, dem Mähdrescher abgewandte Ende der Zugmaschine durch eine Zugstange od. dgl. mit dem Mähdrescher verbunden ist und die beiden Laufräder des Mähdreschers, insbesondere für das Fahren auf seitlich geneigten Hängen, in ihrer, den Abwärtszug des Mähdreschers aufhebenden Lage feststellbar sind.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht u. zw. zeigen Fig. 1 den Mähdrescher samt Traktor von links und Fig. 2 denselben von rechts, wogegen Fig. 3 eine Vorderansicht und Fig. 4 eine Rückansicht desselben veranschaulichen. In grösserem Massstabe ist in Fig. 5 eine Draufsicht auf den rückwärtigen Teil des Traktors und dessen Anschluss an den Mähdrescher ersichtlich. In gleichem Massstabe wie Fig. 5 stellen in Ansicht Fig. 6 das linke Rad des Mähdreschers, Fig. 7 die rückwärtige Verbindung und Fig. 8 die vordere Verbindung des. Traktors mit dem Mähdrescher dar.
Zur Verbindung des Traktors 1 mit dem Mähdrescher 2 wird, an der konischen Hinterradachse 3 des ersteren ein Balken 4 mittels Schellen 5 angebracht. Eine Absttitzung findet dieser Balken durch ein an ihn befestigtes Bandeisen 6, welches mit der Ackerschiene 7 mittels Schraubenbolzen 8 verbunden wird.
Weiters ist am Balken 4 eine Lasche 9 angeordnet, die durch ein Verbindungsstück 10 an einen, am Mähdrescher 2 befestigten Winkel 11 angeschlossen ist.
Vorne ist am Balken 4 ein Bolzen 12 befestigt, auf den das Auge 13 eines Verbindungsstückes 14 aufgeschoben wird, dessen rechtwinkelig umgebogenes Ende in Hülsen 15 des Mähdreschers gelagert ist. Der
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waagrechte Teil des Verbindungsstückes 14 ist länger als das Verbindungsstück 10, so dass die Längsachsen von Traktor und Mähdrescher nach vorne divergieren.
Die Anhängekupplung 16 wird in bekannter Weise mittels eines Feststellbolzens an derAckerschiene7 des Traktors links seitlich fixiert. Der Bolzen 17 der Anhällgekupplung wird dann in eine Öse 18 einer Zugstange 1-9 eingesteckt, die anderseits an einer Lasche 20 des Mähdreschers befestigt ist. Statt mit der Anhängekupplung kann die Zugstange 19 auch mit dem freien Ende des Bandeisen 6 verbunden werden.
Die Laufräder21 und 22 des Mähdreschers sind in schrägliegenden Gabeln 23 drehbar, die in je einem Lager 24'verschwenkbar g, Jhalten sind. An jeder der beiden Gabeln ist ein Arm 25 angeordnet, der durch eine Spurstange 26 verbunden ist. Mit der Gabel 23 des Laufrades 21 steht weiters eine Stange 27 in Verbindung, die durch Einstecken eineu Stiftes 28 in ein Loch der Stange und in eines der Löcher29 einer fi- xen, gebogenen Schiene 30 befestigt werden kann.
An der auch sonst zum Betrieb eines seitlichen Anbaumähwerkes dienenden Kurbel 31 des Traktors wird die zugehörige Kurbelstange 32 angelenkt, welche mit der Messerschiene 33 ei les vorne am Mähdrescher angeordneten Mähbalkens 34 gelenkig verbunden wird. Bei Traktoren mit angebautem Mähwerk muss der Mähbalken naturgemäss vorher abgenommen werden.
Auf einer Konsole 35 an der linken Seite des Mähdreschers ist ein Anbaumotor 36 angeordnet, dessen Seilscheibe 37 die Seilscheibe 38 antreibt. Von deren Welle aus wird auf der rechten Seite des Mähdreschers die Seilscheibe 39 der Vorgelegewelle angetrieben, von welcher aus der Antrieb sowohl auf die vorne angeordnete Dreschtrommel und den über dem Mähbalken befindlichen Haspel 40, wie auch zur hinten angeordneten Rütteleinrichtung und zur Riemenscheibe 41 weitergeleitet wird, deren Welle den Antrieb über ein Kegelräderpaar auf die Welle 42 eines Strohabweisers 43 überträgt, der über einer Rut- sche44 arbeitet.
Der Strohabweiser wirft das Stroh beim Austritt desselben aus der Maschine 70n der Fahrbahn, so dass beim nächsten Befahren derselben das Stroh nicht durch die Räder der Zugmaschine in den Boden hineingefahren wird.
In dem Gehäuse 45 befindet sich ein Becherwerk, welches das ausgedroschene Getreidekorn einer Öffnung 46 zuführt, von der aus dasselbe unmittelbar in Säcke abgefüllt werden kann.
Durch den Anschluss des Mähdreschers mittels der Verbindungsstücke 10 und 14 an den Traktor sind lotrechte Relativbewegungen zwischen den beiden Fahrzeugen möglich. Die Zugstange 19 verhindert, dass
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linken Seite des Traktcrs angreift.
Die Laufräder 21, 22 nehmen beim Umkehren und Befahren von Kurven infolge der Schräglage ihrer Gabeln 23 die richtige Lage ein und können durch den hinter dem Traktor gehenuen Bedienungsmann mittels der Stange 27 auch willkürlich verschwenkt werden. Schliesslich ist es, insbesondere bei seitlicher Neigung des befahrenen Hanges, wenn der Mähdrescher tiefer liegt als der Traktor und diesen nach abwärts zieht, auch möglich, durch Einstecken eines Stiftes in das Loch 28 der Stange 27 und eines der Löcher 29 der gebogenen Schiene 30, die Räder in einer bestimmten, eine in bezug auf den Hang nach aufwärts weisende Fahrtrichtung ergebenden Lage festzustellen.
Dadurch, dass der Mähdrescher. auf nur zwei Rädern läuft, wobei sich Vorder- und Hinterteil desselben etwa die Waage halten sollen, kann das Anheben des Mähbalkens und damit auch des Vorderteiles des Mähdreschers mit dem üblichen, in der Zeichnung nicht dargestellten Hebewerk vom Traktor aus erfolgen.