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GABY MOTTL IN WIEN
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hohlblockdecke aus Fertigteilen, die aus im Querschnitt-L-för- migen Balken bestehen und deren Kopfteile sich schwalbenschwanzartig nach oben verbreitern. Zwischen den Balken werden Hohlblocksteine eingesetzt. Die Hohlräume zwischen Balken und Blocksteinen werden mit Beton ausgegossen. Bei den in ähnlicher Form bekannten Decken entstehen häufig Risse und Sprünge, welche Tatsache die Qualität der Decke stark herabmindert. Diese Risse zeigen sich, wenn Balken und Steine mit Rillen versehen wurden, aber nicht entsprechend Vorsorge getragen wird, um die Kräfteübertragung zentrisch erfolgen zu lassen.
Die Erfindung macht sich zur Aufgabe, eine Hohlblocksteindecke aus Fertigteilen zu scha'Sen, die diese Nachteile behebt. Die Verminderung der aufgezeigten Nachteile ergibt sich erfindungsgemäss dadurch, dass die Querschnittsfläche der sich als Spalt zwischen Balken und Hohlblock bildenden Keilreihen nach einer horizontalen Achse asymmetrisch und nach einer vertikalen Achse symmetrisch ist.
Auf Grund der Erfindung werden diese Vorteile in folgender Form erreicht : Die Balken haben einen -förmigen Querschnitt. Auf der Auflagefläche befinden sich zwei Flügelteile zum Einlegen der Hohlblocksteine, die Seitenflächen sind nach oben verjüngt mit asymmetrischen Einschnitten, deren längere Seite den Keil und deren kürzere Seite die Abstützungsfläche bilden, wobei der Kopfteil des Balkans schwalbenschwanzartig ausgebildet ist. Die Hohlblocksteine, die aus einem porösen Material erzeugt werden, haben runde Aussparungen zwecks Ausnützung der Ringspannungen und Schalldämmung. Die dem Balken zugewandte Seitenfläche des Steines ist nach oben verjüngt und weist dieselben asymmetrischen sägezahnartigen Einschnitte wie der Balken selbst auf.
Der Kopf des Hohlblocksteines ist mit einer schwalbenschwanzartigen Widerlagerfläche ausgebildet. Nach dem Vergiessen des freibleibenden Raumes zwischen Balken und Hohlblockstein entsteht eine Keilreihe., die nach einer horizontalen Achse asymmetrisch und nach einer vertikalen Achse symmetrisch ist.
In der Zeichnung ist eine Hohlblocksteindecke gemäss der Erfindung veranschaulicht. Fig. l zeigt eine Ausführungsform im Längsschnitt, Fig. 2 den Hohlblockstein von der Seite gesehen, Fig. 3 eine Form mit einer zahnartigen Oberfläche und Fig. 4 den Balken im Längsschnitt.
Die Decke besteht aus zwei Fertigteilen, u. zw. dem Balken a und dem Hohlblockstein b, und dem Füllbeton c. Die Balken weisen eine.. L -Form auf ; mit 1 sind die Auflager für die Hohlblocksteine, mit 2 der Balkenkopf, mit 3 die schwalbenschwanzartige Verbreiterung des Balkenkopfes, mit 6 die asymmetrische Sägezahnfläche des Balkens und mit 5 die Widerlagerfläche bezeichnet. Die Hohlblocksteine weisen dieselben asymmetrischen sägezahnartigen Flächen 6 auf wie die Balken und nach dem Ausgiessen mit Beton entstehen zwischen Balken und Hohlsteinen mit der Spitze nach unten stehende Keilrippen 4, deren Abstützungsflächen 5 ein unbedingtes Zusammenarbeiten zwischen Balken und Stein erzielen.
Diese Verbindung wird noch gesteigert, wenn der schwalbenschwanzartige Balkenkopf mit Beton umhüllt ist, der Balken im Druckgurt festgehalten wird, der Hohlblockstein mit einem asymmetrischen und schwalbenschwanzartigen Kopf versehen ist, dessen schräge Widerlagerfläche 7 sich gegen den Balkenkopf abstützt, und diese Verzahnung die Decke in der Längsrichtung wie in der Querrichtung verbindet. Die monolithische Wirkung wird noch erhöht, wenn die Hohlblocksteine auch in der Querrichtung eine Verzahnung 8 aufweisen, die durch den A ufbeton die Konstruktion verbindet. Die Hohlblocksteine, die aus porösem Material erzeugt werden, weisen zwei. kreisrunde Löcher 9 und für elektrische Leitungen eine Nut 10 auf. Mit 11 sind die Auflagernuten der Hohlblocksteine bezeichnet, mit 12 die Armierung und mit 13 eine Putzträgerschicht an der Untersichtfläche der Balken.