AT201629B - Verfahren zur Herstellung von gekörnten Platten für den Flachdruck, insbesondere Offsetdruck - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gekörnten Platten für den Flachdruck, insbesondere Offsetdruck

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  Verfahren zur Herstellung von gekörnten Platten für den Flachdruck, insbesondere Offsetdruck 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gekörnten Platten für den Flachdruck, insbesondere Offsetdruck. 



     BeimFlachdruckverfahren, bei   dem die druckenden-und nicht druckenden Stellen der   Druckforrii in   einer Ebene liegen, werden Platten aus Metall oder Kunststoff in der Weise behandelt, dass sie beim Anfeuchten mit Wasser dieses aufnehmen, die Farbe aber abstossen. Die Platten werden dann so präpariert, dass beim Einfärben mit Druckfarbe nur die präparierten Stellen die Druckfarbe annehmen. Eine besondere Art des Flachdruckes stellt der Offsetdruck dar, bei welchem die aufzudruckenden Elemente von der eingefärbten Druckform bzw. Druckplatte mit Hilfe eines Gummituches auf die zu bedruckenden Materialien aufgebracht werden. Platten aus Metall oder Kunststoff müssen, damit ihre Oberflächen Wasser aufnehmen können, oberflächlich aufgerauht, also gekörnt werden.

   Die Körnung einer Druckplatte ist insofern von wesentlicher Bedeutung, als von ihr sowohl die Güte des Druckes, als auch die Lebensdauer der Druckplatte abhängt. 



   In der Praxis erfolgt das Körnen von neuen Platten nach einer vorhergehenden Reinigung und vollständigen Entfettung. Die Reinigung kann dabei auf verschiedene Art unter gründlichem Abreiben und Bürsten, im Falle von Zinkplatten   z. B.   unter Verwendung von Quarzsand, Bimsmehl oder Stahlspänen, vorgenommen werden. Die Entfettung kann gegebenenfalls gleichzeitig mit der Reinigung, bei Zinkplatten beispielsweise mit Hilfe von Alaun oder schwachen Salpetersäurelösungen, erfolgen. Zweckmässig wird diese dem Körnen vorgehende Behandlung in Schleifmaschinen durchgeführt (Vorschleifen).

   Die auf die angeführte Weise behandelten Platten, die mitunter als vorgeschliffene Platten bezeichnet werdenbereits benutzte Platten werden genau so behandelt, mit der Abweichung, da3 sie zusätzlich durch Waschen mit einem Farblösungsmittel von der auf ihnen noch vorhandenen Farbe befreit werden müssenwerden nach gründliche   Abbürsten   bzw. Abspülen in sogenannte   Körn-bzw. Rüttelmaschinen   einge- 
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B.Plattenoberfläche Kugeln aufgebracht, die, sobald und solange die Rüttelvorrichtung in Betrieb ist, auf der Plattenoberfläche ziemlich stark rollen und dabei das Schleifmittel in die Platte bzw. gegen die Platte drücken und dadurch die Platte körnen. 



   Als Material für diese Kugeln wurden bisher Glas, Porzellan, Steatit, Leichtmetall (Aluminium bzw. 



  Aluminiumlegierungen), Hartmetall und verschiedene Sorten von nichtrostendem Stahl verwendet. Alle diese Materialien haben jedoch den Nachteil, dass ihr Verschleiss beim Körnen der Platten sehr gross ist, so dass die einzelnen Kugeln durch die Abnützung bald zu klein werden und dadurch nicht mehr genügend auf das Schleifmittel drücken können. Ferner sind diese Materialien, mit Ausnahme von Leichtmetall, wesentlich härter als das Plattenmaterial und können, sofeme sie infolge zu geringer Schleifmittelzugabe oder zu reichlicher Wasserführung direkt mit der Plattenoberfläche in Berührung kommen, deren Körnung durch Kratzer und Striche beschädigen. Besonders nichtmetallische Kugeln verlieren sehr bald aus strukturellen Gründen (darunter sollen Gründe verstanden werden, die auf Mängel des Materials   zurückzufüh-   ren sind, wie z.

   B. bei Keramikkugeln ungleichmässiger Brand und verschiedene mechanische Widerstandsfähigkeit in verschiedenen Richtungen) ihre runde Form und es bilden sich flächige Stellen auf ihnen aus, so dass sie nicht mehr rollen, sondern gleiten, wodurch gleichfalls Unregelmässigkeiten und Fehler in der 

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 Körnung der Platten hervorgerufen werden.

   Schliesslich ist auch zu erwähnen, dass Platten aus Aluminium und Aluminiumlegierungen bisher mit leichteren, also kleineren Kugeln als die Platten aus andern Materialien, wie Zink, bearbeitet werden   müssen,   da die ansonst üblichen Kugeln infolge ihres zu grossen Gewichtes eine Zerstörung der verhältnismässig weichen Platten bewirken   würden ; überdies   ist erfahrungsgemäss die Feinheit der Körnung nicht nur von der Korngrösse des Schleifmittels allein, sondern auch vom Gewicht der Körnkugel wesentlich abhängig. Diese kleineren Kugeln weisen jedoch naturgemäss nur eine kurze Lebensdauer auf. 



   Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, die angeführten Nachteile zu beseitigen und ein Verfahren zur Herstellung von gekörnten Platten zu schaffen, die für den Flachdruck und insbesondere den Offsetdruck in hervorragender Weise geeignet sind. Das Verfahren gemäss der Erfindung, bei welchem die zu behandelnden, gereinigten und entfetteten Platten aus Metall, insbesondere Aluminium bzw. Aluminiumlegierung und Zink, oder Kunststoff mit Hilfe von auf der einen Plattenoberfläche aufgebrachten Schleifmitteln und bewegten Kugeln gekörnt werden, besteht in seinem Wesen darin, dass für das Körnen Kugeln aus natürlichem oder synthetischem Kautschukmaterial oder andern Kunststoffen verwendet werden.

   Unter der   Bezeichnung"natürliches oder'synthetisches Kautschukmaterial"sollen im   vorliegenden Zusammenhang vulkanisierte Produkte aus natürlichem Kautschuk, also die als Gummi im engeren Sinne bezeichneten Produkte, und durch Vulkanisation oder durch einen in der Wirkung mit der Vulkanisation vergleichbaren Prozess aus synthetischen hochmolekularen Verbindungen, wie Polymerisaten und Mischpolymerisaten von Butadien und dessen Derivaten, z. B. Mischpolymerisaten mit Styrol, erhaltene Produkte, die in einem weiten Temperaturbereich ein hochelastisches und reversibles Deformationsvermögen zeigen, verstanden werden. Unter der Bezeichnung "Kunststoffe" sollen insbesondere Kunstharze, wie Polymerisatharze,   z.

   B.   auf der Basis von Äthylen (insbesondere Polyäthylen), Vinylverbindungen oder Styrol, also polymerisations-und Mischpolymerisationsprodukte, und Kondensatharze, wie HarnstoffFormaldehydharze und Polyamidharze, verstanden werden. Bei den für die Herstellung der Kugeln benutzten Materialien handelt es sich in allen Fällen um zähe, verhältnismässig weiche Stoffe, also gummiartige bzw. gummiähnliche Stoffe, mit niedrigem spezifischem Gewicht. Die als Ausgangsmaterial verwendeten Platten können dabei, wie sich aus dem Vorgebrachten als selbstverständlich ergibt, sowohl neue, als auch bereits gebrauchte Platten sein und es ist lediglich erforderlich, dass sie in dem für das Körnen notwendigen reinen und entfetteten Zustand vorliegen.

   Die gemäss der Erfindung benutzten Kugeln besitzen eine sehr gute Verschleissfestigkeit und verlieren daher nur sehr langsam an Grösse. Sie sind gegenüber dem Plattenmaterial genügend weich und behalten ihre runde Form praktisch unbegrenzt bei, so dass die Gefahr von Beschädigungen der Plattenoberflächen und von Kornungleichmässigkeiten wesentlich herabgesetzt ist. Die Kugeln aus natürlichem oder synthetischem Kautschukmaterial oder andern Kunststoffen sind insbesondere für Behandlungen von Platten aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen sehr gut geeignet.

   Mitunter, insbesondere im Falle von Platten aus Stoffen mit einer grösseren Härte als Aluminium, wie Zink, ist es zweckmässig, Kugeln aus natürlichem oder synthetischem Kautschukmaterial oder andern Kunststoffen zu verwenden, die in ihrem Inneren eine Einlage, insbesondere eine kugelförmige Einlage, aus einem Material eingeschlossen enthalten, das ein höheres spezifisches Gewicht als das übrige Kugelmaterial,   d. h.   das natürliche oder synthetische Kautschukmaterial oder der Kunststoff, aufweist. Vorzugsweise besteht die Einlage aus Metall, insbesondere Stahl. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung ermöglicht somit auf einfache und wirtschaftliche Weise die Herstellung von gekörnten Platten, wobei Beschädigungen der Platten und Ungleichmässigkeiten des Kornes praktisch ausgeschlossen sind, eine bisher nicht erreichte Feinheit des Kornes erzielt werden kann und daher im Falle der Verwendung der Platten als Druckplatten eine hohe Güte des Druckes gewährleistet ist. 



   PATENTANSPRÜCHE ; 
1. Verfahren zur Herstellung von gekörnten Platten für den Flachdruck, insbesondere Offsetdruck, wobei gereinigte und entfettete platten aus Metall, insbesondere Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen und Zink, oder Kunststoff mit Hilfe von auf der einen Plattenoberfläche aufgebrachten Schleifmitteln und bewegten Kugeln gekörnt werden, dadurch gekennzeichnet, dass für das Körnen Kugeln aus natürlichem oder synthetischem Kautschukmaterial oder andern Kunststoffen verwendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Kugeln verwendet werden, die in ihrem Inneren eine Einlage, insbesondere eine kugelförmige Einlage, aus einem Material eingeschlossen enthalten, das ein grösseres spezifisches Gewicht als das übrige, aus Kautschukmaterial bzw. Kunststaffbestehende Kugelmaterial aufweist. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage aus Metall, insbesondere Stahl, besteht.
AT201629D 1958-02-12 1958-02-12 Verfahren zur Herstellung von gekörnten Platten für den Flachdruck, insbesondere Offsetdruck AT201629B (de)

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