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Hilfsgerät zum Fortbewegen und/oder Bergen von
Lebewesen und/oder Lasten
Die Erfindung betrifft ein Hilfsgerät, das das Fortbewegen und/oder Bergen von Lebewesen und/oder
Lasten erleichtert und zu diesem Zwecke mit einer von einem Motor angetriebenen Walze ausgestattet ist. Bekannte Geräte dieser Gattung sind nach Art von kleinen Strassenwalzen ausgebildet, der Bedie- nungsmann steht oder sitzt auf der Plattform und das Gerät wird durch eine schwenkbare hintere Laufrolle und allenfalls noch seitliche Stütz- oder Laufrollen abgestützt.
Die Erfindung schafft ein Gerät., das gegenüber diesen bekannten Geräten vielseitiger verwendbar ist und erreicht dies dadurch, dass sein Rahmen mit Schubmitteln wie Gurten und/oder Sitzen zum Schie- ben des Lebewesens bzw. der Last und weiters mit Holmen versehen ist, die Handgriffe mit den Betäti- gungsgriffen für die Regelung des Antriebes für die Kupplung od. dgl. tragen, wobei die Holme auszieh- bar sind und in sie Bowdenzüge für die Regelung des Antriebes, für die Kupplung od. dgl. Kupplungen zu deren Verlängern bzw. Verkürzen eingebaut sind.
Mit dem erfindungsgemäss ausgebildeten Gerät ist es beispielsweise möglich, eine Person, die auf
Schiern oder Rollschuhen steht, zu schieben, um ihr die Fortbewegung zu erleichtern. Ein solches Gerät kann daher z. B. mit besonderem Vorteil für Angehörige des Bergrettungsdienstes verwendet werden, um diesen den Aufstieg zu erleichtern. Auch kann es dazu dienen, grössere Lasten zu befördern, wobei der
Bedienungsmann vor oder neben dem Gerät gehen und dieses bedienen kann. Bei entsprechender Ausge- staltung der Walze kann das Gerät aber auch das Treppensteigen erleichtern. In diesem Fall wird die Wal- ze mit entsprechenden Schaufeln ausgestattet. Die Ausgestaltung der Walze richtet sich überhaupt nach dem Verwendungszweck, zur Fortbewegung auf Schnee wird man eine andere Oberfläche verwenden als auf Eis oder auf hartem Boden.
Zur Erleichterung des Auswechselns können der Mitte nach geteilte Wal- zenbeläge verwendet werden. Für manche Zwecke kann es auch vorteilhaft sein, eine lenkbare Hilfswal- ze in der Nähe des äusseren Endes der Halterungen vorzusehen.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt ; Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines erfindungsgemäss ausgebildeten Gerätes, Fig. 2 ist eine Draufsicht, Fig. 3 zeigt eine Kupplung für die Bowdenzüge, die Fig. 4 und 5 stellen verschiedene Walzenbeläge dar und
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 3 durch einen Radkranz..
Ein aus Stahlrohren gebildeter Rahmen enthält zwei obere Holme 1 und zwei untere Holme 2, die
Lagerschilder 3 für die Welle 4 der Antriebswalze 8 tragen. An weiteren Rohren ist der Antriebsmotor 5, beispielsweise ein luftgekühlter Verbrennungsmotor, gelagert, dem der Brennstoff beispielsweise durch PumpenförderJIl1g durch die hohle Welle 4 vom Brennstoffbehälter 15 zugeführt wird. Der Motor überträgt mittels eines Ketten- oder Riementriebes 6 seine Kraft auf ein mit einer Walze 8 gekuppeltes Antriebs- rad 7 ; die Walze 8 ist auf der Welle 4 mittels Lagern 24 gelagert. Die Lagerschilder 3 sind mit Rohrstük- ken 9 versehen, in denen die abnehmbaren Holme 2 stecken, welche einen Sitz 33 tragen können. Zwi- schen den Holmen 2 sind Gurten 13 mit einem Sicherheitsschloss 14 befestigt.
In jedem der beiden oberen Holme 1 ist ein Verlängerungsstück 10 in der Längsrichtung verschiebbar angeordnet, das an seinem freien Ende einen Drehgriff trägt. Der linke Drehgriff kann in der bei Motorrä- dern üblichen Weise zur Gangschaltung dienen, der rechte zur Regelung der Gaszufuhr, überdies kann an "beiden Drehgriffen oder nur an einem von ihnen oder in deren Nähe ein Dekompressorhebel 12 angeordnet sein. Die Verlängerungsstücke 10 können beispielsweise mittels Klemmschrauben in jeder beliebigen Stel- lung, an den oberen Holmen 1 festgeschraubt werden. Der Brennstoffbehälter 15 wird durch den hohlen
Innenraum der Walze 8 gebildet, am Rahmen sind ein Reservebrennstoffbehälter 16 und ein Gepäcksträ-
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ger 17 befestigt.
Die Bowdenzüge werden zweckmässigerweise so bemessen, dass sie bei voll ausgezogenen Verlängerungsstücken 10 gestreckt sind. Um zu verhindern, dass sie in der innersten Stellung der Verlängerungs- stücke 10 durchhängen, sind Kupplungen nach Fig. 3 vorgesehen, mittels welcher ein Mittelstück eingesetzt oder ausgeschaltet werden kann. Zur Verbindung des hinteren Endes des Mittelstückes mit dem vorderen Ende des hinteren Teiles des Bowdenzuges werden an den beiden miteinander zusammenstossenden Enden die biegsamen Rohre 18 auf ein Stück entfernt, so dass dort die Drahtseile 19 frei liegen. Diese freien Enden der Drahtseile werden durch Bohrungen 20 eines U-förmigen Bügels 21 gesteckt und die beiden Drahtseilstücke werden mittels einer geeigneten Klemme 22 zusammengeklemmt.
Die gleiche Anordnung wird am vorderen Ende des Mittelstückes zu dessen Verbindung mit dem hinteren Ende des vorderen Teils des Bowdenzuges getroffen. Will man die Verlängerungsstücke 10 ganz einschieben, dann entfernt man die Mittelstücke der Bowdenzüge und klemmt die vorderen und hinteren Enden dieser Züge ebenfalls mittels der beschriebenen Kupplungen unmittelbar zusammen. Diese Kupplungen sichern dadurch, dass die biegsamen Rohre festgelegt werden, eine ungehinderte Betätigung der Bowdenzüge.
Die Walze 8 besteht aus sie bildenden Hohlzylinderhälften 23 beispielsweise aus Kunststoff, die bei den Lagerschalen zusammengeklemmt auf der Welle 4 gelagert sind. Am Umfang angeordnete Längsrippen 25 erhöhen die Griffigkeit ; 39 stellen Nuten in den beiden Mantelhälften 23 der Walze 8 dar. In diese greifen Federn 38 der verschiedenen Kränze ein, die je nach Verwendungszweck des Gerätes aufgelegt werden.
In Fig. 1 ist am vorderen Ende der unteren Holme 2 noch eine Hilfswalze 26 um ein lotrechtes Lager drehbar gelagert, die mittels eines Lenkrades 28 um eine lotrechte Achse 27 verschwenkt werden kann ; sie ist aber nicht unbedingt erforderlich.
Will sich beispielsweise ein Schiläufer dieses Gerätes bedienen, dann nimmt er die in Fig. 1 dargestellte Lage ein und lässt sich von dem Hilfsgerät auf den Schiern 29 vorwärtschieben. Er kann auf diese Weise auch starke Steigungen überwinden, ohne sich selbst anstrengen zu müssen. Die Geschwindigkeit kann er mittels der Drehgriffe 11 regeln, die Richtung kann er durch die Stellung seiner Beine einstellen.
In gleicher Weise kann eine Person, die an Stelle von Schiern Rollschuhe oder Schlittschuhe trägt, fortbewegt werden.
Zur Fortbewegung auf Eis ist es zweckmässig, nach Art einer Kreissäge gezähnte Kränze 30 (siehe unterer Teil der Fig. 5) zu verwenden. Soll das Gerät zum Treppensteigen verwendet werden, dann verwendet man Kränze 32 mit Greifern gemäss Fig. 4, wobei die Abstände und Längen der Greifer auf die üblichen Treppenmasse abgestimmt sind.
Zum Fortbewegen auf einer Wasseroberfläche verwendet man wieder Kränze 31 mit Schaufeln (siehe obere Hälfte der Fig. 5). Die fortzubewegende Person kann beispielsweise mit Wasserschiem ausgerüstet sein und in ähnlicher Weise, wie in Fig. 1 dargestellt, in dem Hilfsgerät sitzen.
Man kann aber auch Geräte selbst, wie beispielsweise Rodeln, kleine Boote oder kleine Fahrzeuge, in denen die fortzubewegenden Personen sitzen, durch das Hilfsgerät vorwärtsbewegen lassen. In diesem Falle greift das Hilfsgerät nicht unmittelbar an den fortzubewegenden Personen an, sondern an dem Wagen, Schlitten usw. Man muss nur dafür sorgen, dass die in dem Wagen sitzenden Personen die Möglichkeit haben, die Drehgriffe 11 zu betätigen.
Wenn das Hilfsgerät zusätzlich mit einer Seiltrommel ausgerüstet wird, dann kann es beispielsweise auch zum Bergen von Bergsteigen mittels dieses Seiles verwendet werden. Man kann es auch mit Vorteil zum Flottmachen von Kraftfahrzeugen verwenden, beispielsweise indem man unter die Vorderräder Kufen legt und das Fahrzeug mittels des Hilfsgerätes anschiebt.
Auf einem Gepäcksträger 17 können Lasten aufgelegt werden. Das Abstellen in Gebrauchslage ermöglicht ein klappbarer Ständer 34. Für stationären Betrieb, z. B. als Antrieb für Bergungsgeräte. wird dieser Ständer derart eingestellt, dass die Walze 8 vom Boden aufgehoben wird. Es kann sodann die Leistung des Motors ohne Zusatzgetriebe abgenommen werden u. zw. beispielsweise für Keiliiemenantrieb vom Kranz 35 oder für Gliederkettenantrieb vom Kranz 36 (siehe Fig. 5).
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