AT201205B - Verfahren zum Verbinden von Polyäthylenoberflächen mit anderen Kunststoffoberflächen - Google Patents

Verfahren zum Verbinden von Polyäthylenoberflächen mit anderen Kunststoffoberflächen

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AT201205B
AT201205B AT201205DA AT201205B AT 201205 B AT201205 B AT 201205B AT 201205D A AT201205D A AT 201205DA AT 201205 B AT201205 B AT 201205B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Verbinden von   PolyäthylenoberflÅachen   mit anderen Kunsistoffoberflächen 
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden von Polyäthylenoberflächen mit anderen Kunststoffoberflächen. 



   Plattenmaterialien, welche eine Oberfläche von 
 EMI1.1 
 peratur, die dicht   über   oder unter dem Erweichungspunkt des Materials liegt, aus dem die je-   weiligen Oberflächen,   die zusammengebracht wer- 
 EMI1.2 
 schen molekularen Aufbau des Polyäthylens und dem Unterschied in der molekularen Dichte der anderen Vinylharze ist Polyäthylen unvereinigbar mit zum Beispiel Polyvinylidenchlorid und den   Vinylchloridcopolymeren,   mit dem Ergebnis, dass es   keine widerstandsfähige Vereinigung   mit diesen 
 EMI1.3 
 ankerungsmaterial vorhanden ist. 



   Es ist vor allem Gegenstand der vorliegenden 
 EMI1.4 
 die aus anderen organischen polymeren Harzen gebildet oder wenigstens mit diesen überzogen sind, fest zu verbinden. 



   Kurz gesagt, betrifft die Erfindung das Vercinigep von Teilen, die aus zwei in üblicher Weise   unvereinigbaren   Harzen gebildet sind, indem eine 
 EMI1.5 
 besagterFlächen zu aktivieren. 



   In einer bevorzugten Ausführung wird die Oberfläche eines Polyäthylenteiles mit der zu vereinigenden Fläche eines Harzes verbunden, das zur 
 EMI1.6 
 
 EMI1.7 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 höherer Temperaturen von einer ausreichenden Aktivierungszeit abhängig, das heisst also, von der Dauer der Erhitzung der zu bindenden Materialien. 



  Für Polyäthylenterephthalat oder Polyamidharze kann die minimale Aktivierungstemperatur höher liegen. So braucht zum Beispiel eine Mylar (ein Polyäthylenterephthalatfilm) -Polyäthylenfilmbindung eine Erhitzung auf 150  C um gute Festigkeit zu erhalten. 
 EMI2.2 
 
05festigkeit bei einer Aktivierungsperiode von   % sec.   erreicht werden, vorausgesetzt, dass eine hinreichende Erhitzung, d. h. eine Temperatur die nicht oder nicht wesentlich unter   IOO C   liegt, angewendet wurde. 



   Von den Polyalkyleniminen wird das   Polyäthyl :   
 EMI2.3 
 können auch solche Polyalkylenimine, wie Polymere des Propylen-, Butylen-, Propyläthylen-, Benzyläthylenimins und andere, die die periodischen Athylenimingruppen eines   Polymermoleküls   umfassen, verwendet werden, die wirksame Bindemittel im Sinne dieser Erfindung darstellen. Es ist notwendig, dass diese Iminpolymere einen bestimmten Polymerisationsgrad aufweisen.   Gemäss   Versuchen sind Polymere, deren Polymerisationsgrad unter ungefähr 50 liegt, für die Zwecke dieser 
 EMI2.4 
 vollaufwirksamer, wenn der Polymerisationsgrad gesteigert wird.

   Zum Beispiel hat ein   2\thyleniminpolymer,   das ein geschätztes Molekulargewicht von 315 hat 
 EMI2.5 
 l% ige wässerige Lösungspezifische Viskosität von 0, 12 bei 25  C), keine hinreichende Kraft, zwei unvereinigbare Harze wie zuvor beschrieben, zu binden. Ein Äthyleniminpolymer dagegen, das unter gleichen Bedingungen eine spezifische Viskosität von 0, 25 aufweist, hat ein Molekulargewicht von annähernd 4500 (geschätzt) und ist ein so wirkames Bindemittel, dass, wenn genügend Zeit und Temperatur aufgewendet werden, um eine maximale Akti-   vierung   des Verankerungsmaterials zu erreichen, einer der beiden Filme zerreissen wird, wenn man vesucht, deren Bindung   zu lösen.   Polyäthylenimine, die als zufriedenstellend befunden wurden, sind z.

   B. die unter dem handelsüblichen Namen Polymin P hergestellten Erzeugnisse und ferner das Polyäthylenimin, hergestellt von der Monomer- 
 EMI2.6 
 die im Journal of Organic Chemistry", Band 9, Seiten 141-146 (Jahrgang 1944) beschrieben ist.
An Hand von Beispielen die in Form einer 
 EMI2.7 
 geeignete Bedingungen"Celuton Company" und ist   als "Plastizised   VBA 9924" im Handel. In der Tabelle ist dieser Film als PVC"bezeichnet. Der ferner ebenfalls benützte Polyvinylidenchloridfilm wurde von der Dow Chemical Company" hergestellt und ist als   #200 gauge plasizised grad 517" gekennzeichnet.   



  Polyäthylen ist in der Tabelle als PA bezeichnet. 



  Das verwendete Polyäthylenimin war Polymin P und ist als PAI abgekürzt. 



   In der ersten Spalte der Tabelle sind die unter Bildung der Versuchsstücke verbundenen Aus- 
 EMI2.8 
 Gramm, die benötigt wurden, um das jeweilige Versuchsstück zu zerbrechen. 



   In einigen der Beispiele wurde regenerierter Zellulosefilm mit verschiedenen Harzen   überzogen ;   in solchen Fällen ist der Basisfilm unter der Be- 
 EMI2.9 
 von den überzogenen Filmen gebildet werden, sind, wie Messungen ergeben haben, genau so widerstandsfähig, wie die, bei denen die Filme nur aus den betreffenden Harzen bestehen, mit denen   di, RCF   Filme überzogen sind. 



   In allen Fällen wurden die Versuchsstücke von den Druckplatten durch ca. 8 mm dicke Zellophan-(Zellglashaut)stücke getrennt, um ein schnelles Abheben der aus Harz gebildeten oder harzüber-   zogenen Versuchsstücke   von der Pressvorrichtung zu erlauben. Der Druck der Platten auf die Ver-   suchsstücl    war ungefähr 2   kg/cm2.   Die Versuchs-   stücke   waren 5 cm breit ;

   die Fläche der Platten erstreckte sich auf die volle Breite der Versuchsstücke und   ungefähr 1 Y2 cm   in   Längsrichtung   der   Stücke.   Verbundene Materialien 
 EMI2.10 
 
<tb> 
<tb> Zeit <SEP> in <SEP> Temperatur <SEP> Stärke
<tb> sec. <SEP> C <SEP> in <SEP> g <SEP> 
<tb> PVC <SEP> Film <SEP> auf <SEP> PVC <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> 2100
<tb> PVC <SEP> Film <SEP> auf <SEP> PA <SEP> Film <SEP> 5 <SEP> 195 <SEP> 0
<tb> PVC <SEP> Film <SEP> auf <SEP> *PA <SEP> Film <SEP> plus <SEP> PAI <SEP> 5 <SEP> 195 <SEP> 750
<tb> PVC <SEP> Film <SEP> auf <SEP> PA <SEP> überzogenen <SEP> RCF <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> 0
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Zeit <SEP> in <SEP> Temperatur <SEP> Stärke <SEP> 55
<tb> sec.

   <SEP>  C <SEP> in <SEP> g
<tb> PVC <SEP> Film <SEP> auf <SEP> PÄ <SEP> überzogenen <SEP> RCF <SEP> plus <SEP> PÄI <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> 130
<tb> PVC <SEP> Film <SEP> auf <SEP> PA <SEP> überzogenen <SEP> RCF <SEP> plus <SEP> PAI <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> 750
<tb> Polyvinylidenchloridfilm <SEP> auf <SEP> PA <SEP> Film <SEP> 2 <SEP> 130 <SEP> 0
<tb> Polyvinylidenchloridfilm <SEP> auf <SEP> Polyvinylidenchloridfilm <SEP> 2 <SEP> 130 <SEP> 2400 <SEP> ta <SEP> 
<tb> 5 <SEP> Film <SEP> auf <SEP> PA <SEP> Film <SEP> 2 <SEP> 130 <SEP> 2400
<tb> PA <SEP> Film <SEP> auf <SEP> Polyvinylidenchloridfilm <SEP> PAI <SEP> auf <SEP> PA <SEP> 2 <SEP> 130 <SEP> 100
<tb> PA <SEP> Film <SEP> auf <SEP> Polyvinylidenchloridfilm <SEP> PAI <SEP> auf <SEP> beide <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> 350
<tb> Mylarfilm <SEP> auf <SEP> Mylar <SEP> 5 <SEP> 195 <SEP> 0
<tb> Mylarfilm <SEP> auf <SEP> Mylar <SEP> PAI,

   <SEP> plus <SEP> PAI <SEP> 5 <SEP> 195 <SEP> Spuren
<tb> 10 <SEP> Mylarfilm <SEP> auf <SEP> PA <SEP> Film <SEP> 5 <SEP> 195 <SEP> 0 <SEP> 
<tb> Mylarfilm <SEP> auf <SEP> PA <SEP> Film, <SEP> plus <SEP> PAI <SEP> 5 <SEP> 150 <SEP> 1150
<tb> Mylarfilm <SEP> auf <SEP> PA <SEP> Film, <SEP> plus <SEP> PAI <SEP> 5 <SEP> 170 <SEP> 1000
<tb> Mylarfilm <SEP> auf"PA <SEP> Film, <SEP> plus <SEP> PAI <SEP> 5 <SEP> 195 <SEP> 1200
<tb> Mylar <SEP> auf <SEP> PA <SEP> überzogenen <SEP> RCF <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> 0
<tb> 15 <SEP> Mylar <SEP> auf <SEP> PA <SEP> \ <SEP> überzogenen <SEP> RCF.

   <SEP> plus <SEP> PAI <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> Spuren <SEP> 70
<tb> Polyamidharz <SEP> auf <SEP> PA <SEP> überzogenen <SEP> RCF <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> 10-20
<tb> Polyamidharz <SEP> auf <SEP> PÄ <SEP> überzogenen <SEP> RCF <SEP> plus <SEP> PÄI <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> 250
<tb> Polyamidharz <SEP> auf <SEP> PÄ <SEP> Film. <SEP> plus <SEP> PÄI <SEP> 5 <SEP> 130 <SEP> 600
<tb> Polvamidharz <SEP> auf <SEP> PA <SEP> Film, <SEP> plus <SEP> PAI <SEP> 5 <SEP> 150 <SEP> 950
<tb> 
 
 EMI3.2 
 vieler Gegenstände,Komponenten vorteilhafterweise aus verschiedenen polymeren Harzen hergestellt werden. können   Polyäthylenteile   an Teile angefügt werden, die aus anderen organischen Harzen bestehen, die ohne Anwesenheit eines verankerten Bindemittels sich nicht mit diesen verbinden lassen. Die Verbindung einer   Polyäthylenfläche   mit z.

   B. einer Poly-   vinylidenfläche   ist von besonderem Vorteil bei der Herstellung von heiss pressbaren Verpackungsmaterialien, die aus einem Film auf Zellophanbasis hergestellt sind, und auf der einen Seite einen   Überzug aus Polyäthylen,   auf der anderen Seite einen   Überzug   aus Polyvinylidenchlorid aufweise-n. 



   Die Erfindung ist im Hinblick auf Materialien geringer Stärke beschrieben, die nur eine einfache Erhitzung durch Wärmeleitung als einen
Teil des hierin beschriebenen Prozesses erfordern. 



  Die Erfindung kann jedoch leicht auch auf solche Materialien angewendet werden, die von stärkerer Beschaffenheit sind. Diese können zwecks Aktivierung des Alkylenimins auf der   Zwischen fläche   der verschiedenen Harze durch Infrarot-oder dielektrische Erhitzer erhitzt werden. 



   PATENTANSPRÜCHE :   I.   Verfahren zum Verbinden von Polyäthylenoberflächen mit anderen Kunststoffoberflächen, wobei die   Flächen   unter Hitze und unter Druck, der auf den Flächen lastet, zusammengebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine Polyalkylen-   immlösung   auf eine der besagten Flächen aufgetragen wird, sodann das   Lösungsmittel   des   Polv-     alkvienimins   verdunstet wird, bevor die Flächen zusammengebracht werden und gleichzeitig die Materialien   genügend   erhitzt werden, um das Polyalkylenimin als Bindungsmittel besagter Flächen zu aktivieren.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässerige Lösung verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine alkoholische Lösung verwendet wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration der Lösung innerhalb des Bereiches von 0, 01 bis 0, 5% liegt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächen auf eine Temperatur gebracht werden, die innerhalb des EMI3.3 wobei die Erhitzungszeit vorzugsweise wenigstens 0, 5 sec. beträgt.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyalkylenimin Polyäthylenimin mit einem Polymerisationsgrad EMI3.4 durch gekennzeichnet, dass als mit der Polyäthylenoberfläche zu verbindende organische Polymerharzfläche eine aus Polyvinylidenchlorid oder einem Polyvinylchloridpolymeren oder Copolymeren desselben mit anderen Vinylmonomeren bestehende Fläche verwendet wird.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, 1 dadurch gekennzeichnet, dass die zu verbindenden EMI3.5 moplastischen Films z. B. eines regenerierten Zellulosefilms aufgetragen sind.
AT201205D 1955-09-08 1956-09-08 Verfahren zum Verbinden von Polyäthylenoberflächen mit anderen Kunststoffoberflächen AT201205B (de)

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