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Handbetätigtes Schaltgerät
Das Stammpatent betrifft ein handbetätigtes Schaltgerät mit mehreren Betriebsstellungen pro Schaltzyklus bei einem Gesamtschaltwinkel von 360', ausgerüstet mit selbsttätiger Rückstellvorrich- tung und Rastenwerk mit vorzugsweise elektroma- genetisch betätigter Auslösevorrichtung durch Überstrom, Unterspannung oder sonstige Ursachen, bei welchem einerseits die Rückstellvorrichtung aus einer Kurvenscheibe mit einem einer symmetrischen oder unsymmetrischen Herzform entsprechenden Umfang besteht, die von einer unter Federdruck gegen die Scheibe gepressten und in radialer Richtung geführten Rolle befahren ist, wobei die Einkerbung der Herzform die ein überschalten der
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die Lage der Spitze den Drehsinn der Rückstellung bzw.
deren Vorzeichenwechsel bestimmt und anderseits die Auslösevorrichtung des Rastenwerkes als Hebel- oder Klinkensystem ausgebildet ist, das mittels eines Hebels mit dem Auslösemagnet in Verbindung steht.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Anordnung gemäss dem Stammpatent. Falls nämlich die Schaltrichtung mit dem Drehsinn des Rückstell- momentes zusammenfällt, kann es bei robuster Betätigung vorkommen, dass die betreffende Stellung überschaltet wird. Beispielsweise müsste dann bei Sterndreieckschaltern, nachdem die Dreieckstellung überschaltet wurde, der Einschaltvorgang wiederholt werden.
Erfindungsgemäss wird dies vermieden, indem ein Rastenwerk verwendet wird, das aus zwei Scheiben besteht, die beide mit derselben oder mit zwei zwangsläufig gemeinsam geführten Rastenrollen zusammenarbeiten, wobei die eine auf der Welle der Rückstellvorrichtung sitzende Scheibe als Rastenscheibe wirkt und an ihr jene Flanken der Rastentäler, an welche die Rastenrolle unter dem Einfluss der Rückstellkraft gepresst wird, steil, vorzugsweise senkrecht ausgebildet sind, während die zweite, auf der Schalterwelle sitzende Scheibe als Entrastungsscheibe mit flachen Rastentälern versehen ist und beide Scheiben mittels elastischer Kupplung,
vorzugsweise einer Drehfeder verbunden und um einen bestimmten Winkel gegeneinander verdrehbar sind.
Die zur elastischen Kupplung dienende Drehfeder liegt mit einem Vorspannmoment zwischen den beiden Wellen, wobei das Vorspannmoment das Rückstellmoment an Grösse übersteigt. Zur Auslösung durch den Magnetanker des Auslösesystems gemäss dem Stammpatent durch einen mit dem Magnetanker verbundenen Hebel ist, um ein Entrasten der Rastenrolle aus den steilen Flanken der Rastenscheibe zu ermöglichen, ausserdem ein Kulissenstössel vorgesehen, der mit dem mit dem Magnetanker in Verbindung stehenden Hebel im Zusammenwirken steht und auf den Rastenhebel im Sinne einer Entrastung der Rastenrolle aus der Rastenscheibe drückt, so dass die selbsttätige Rückstellung erfolgen kann.
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Hand der nachstehenden Figur, die ein Ausführungsbeispiel für eine Rastenvorrichtung zeigt, durch die ein unabsichtliches Überschalten von Schaltstellungen vermieden wird.
Es ist ein Sterndreieckschalter mit Nullspan- nungsauslösung in der Sternstellung dargestellt.
Die Rückstellscheibe 22 und die Rastenscheibe 7 sitzen auf einer Welle 2a, die mit der verlängerten Schalterwelle 2, auf der die Entrastungsscheibe 7a sitz :, mittels einer Drehfeder 2b fluchtend und gegeneinander verdrehbar gekuppelt ist. Die Rastentäler der Scheibe 7 sind mit zur relativen Be-
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Flanken ausgebildet, so dass diese trotz schwacher Rastenfeder 6 durch ein über die Wellen 2 oder 2a wirkendes Drehmoment nicht ausgehoben werden kann.
Bei eingeschaltetem Schalter schlägt im Falle
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Rastenhebel 4 und hebt die Rollen 5 aus, so dass die selbsttätige Rückstellvorrichtung zur Wirkung
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Nullstellung zurück.
Die Drehfeder 2b liegt mit einem Vorspannmoment, das grösser als das Rückstellmoment ist, zwischen den Scheiben 7 und 7a, so dass sich die Wellen 2 und 2a wie starr gekuppelt verhalten, sobald die Rastenrolle 5 aus der Scheibe 7 ausgehoben ist. Die Rastentäler der Scheibe 7a sind brei-
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ter als die der Scheibe 7 und haben flache Flanken. Werden also bei händischem Aus- oder Umschalten die beiden Scheiben über einen gewissen Winkel gegeneinander verdreht, so werden die Rastenrollen 5 von der Entrastungsscheibe 7 aus der steilflankigen Rast der Scheibe 7 ausgehoben und die Welle 2a wird von der Drehfeder 2b in gleiche Winkellage nachgezogen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Handbetätigtes Schaltgerät nach Patent Nr. 196943, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastenwerk aus zwei Scheiben (7, 7a) besteht, die beide mit derselben oder mit zwei zwangsläufig gemeinsam geführten Rastenrollen (5) zusammenarbeiten, wobei die eine auf der Welle (2a) der Rückstellvorrichtung sitzende Scheibe (7) als Ra- stenscheibe wirkt, und an ihr jene Flanken der Rastentäler, an welche die Rastenrolle unter dem Einfluss der Rückstellkraft gepresst wird, steil, vorzugsweise senkrecht ausgebildet sind, während die zweite auf der Schalterwelle (2) sitzende Scheibe (7a) als Entrastungsscheibe mit Rachen Rastentälern versehen ist und beide Scheiben (7, 7a)
mittels elastischer Kupplung vorzugsweise einer Drehfeder (2b) verbunden und um einen bestimmten
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