AT200979B - Elektrischer Zünder mit gesondert eingesetzter Sprengkapsel - Google Patents

Elektrischer Zünder mit gesondert eingesetzter Sprengkapsel

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AT200979B
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Description


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  Elektrischer Zünder mit gesondert eingesetzter Sprengkapsel 
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Zünder, insbesondere Momentzünder, bei welchen die
Sprengkapsel, eine die   Primär- und   Sekundärladung enthaltende Hülse, in eine das   Zünderköpfchen   mit den Anschlusslamellen umschliessende und durch einen Verschlusspfropfen abgeschlossene Hülse gesondert eingesetzt wird. 



   Bisher wurde für die letztgenannte Hülse eine konische Pappehülse mit Vergussmasse als Verschluss- pfropfen verwendet, die allerdings nur zur Anwendung an trockenen Orten geeignet war. Man hat anderseits auch Hülsen aus Acetylcellulose verwendet, die jedoch wie die Pappehülsen leicht entflammbar waren und daher der Forderung nach Schlagwettersicherheit nicht entsprechen konnten. Für feuchte Orte wurden konische Aluminiumhülsen verwendet. Ferner wurden Wetterzünder mit konischer   Kupferhülse   und un- flammbarer Ausgussmasse für trockene und feuchte Orte erzeugt. Alle diese Zünder haben den Nachteil, dass bei Vergiessen des Verschlusspfropfens exzentrische Verlagerungen der Enden der Zünderdrähte möglich sind. Besonders (ungünstig sind solche Verlagerungen bei Zündern mit Metallhülsen, weil dadurch
Nebenschlüsse hervorgerufen werden können.

   Ausserdem entsteht eine Kontaktschlussgefahr zwischen den Anschlusslamellen durch allzu grosse Zinnanhäufung an den Lötstellen. Schliesslich schadet die hohe Temperatur der flüssigen Vergussmassen, die bis zu 1200 erreichen kann, der PVC-Isolierung der Zünderdrähte. 



   Alle diese Mängel der bekannten   Zünder werden   bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Zünder dadurch vermieden, dass die vorzugsweise als einstückiger Spritzgussteil hergestellte Zünderhülse aus einem unflammbaren Kunststoff, wie Polyvinylchlorid, besteht, im unteren, abgeschlossenen Teil zur Aufnahme des Zünderköpfchens mit den Anschlusslamellen und der Enden der Zünderdrähte eingerichtet ist und im oberen offenen Teil die Sprengkapsel trägt. 



   Durch diese neuartige Gestaltung des Zünders werden folgende Vorteile erreicht :
Hülse und Verschlusspfropfen bestehen aus einem Stück und es ist zur Herstellung ein unflammbarer Werkstoff, nämlich Weich-PVC (Polyvinylchlorid) mit einer Shore-Härte von zirka 50 bis 95 verwendet, wobei dieser Werkstoff durch das   Präzisions-Spritzgussverfahren   eine genaue Masshaltigkeit der Hülse ermöglicht. Da wertvolle Metalle, wie Kupfer und Aluminium, nicht mehr verwendet werden, senkt sich der Materialpreis für die Hülsen. Da weniger Arbeitsgänge bei der Fertigung der Hülsen und   Zündermon   tage erforderlich sind, wird eine kurze Fertigungszeit erreicht.

   Der starre, mit der Hülse aus einem Stück   bestehende Verschlusspfropfen   macht das Vergiessen mit heissen Ausgussmassen überflüssig und macht einen Kurzschluss zwischen den   Anschlusslamellen bzw.   den Enden der Zünderdrähte durch den zwischen ihnen befindlichen Steg unmöglich. Die innere Ausgestaltung der Hülse sichert die richtige zentrische Lage des Zünderköpfchens. Alle diese Vorteile gestatten es, die drei eingangs erwähnten   Zündertypen u-.   einer einzigen zu vereinigen, die den verschiedenen Anforderungen gerecht wird. 



   Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Zünders dargestellt,   u. zw.   zeigen : Fig. 1 und 2 den Zünder in zwei zueinander senkrechten Teilungsschnitten, Fig. 3 und 4 die Zünderhülse allein in zwei zueinander senkrechten Längsschnitten, ferner Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 3, Fig. 6 einen Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 4 und die Fig. 7 und 8 Ansichten der unteren und oberen Stirnfläche der Zünderhülse. 



   Der Zünder besteht aus der als Spritzgussteil hergestellten Zünderhülse 1 aus Polyvinylchlorid, der Sprengkapsel 2, dem Zünderköpfchen 3 mit den   Apschlusslamellen   4, an welche die Enden der Zünderdrähte 5 angelötet sind. Ein Metallring 6 presst die Zünderdrähte 5 im unteren massiven Hülsenende fest. 

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   Der für die Erfindung wesentliche Bauteil, die Zünderhülse   1,   hat einen Hohlraum, in dessen oberen zylindrischen Teil 7 die Sprengkapsel 2 passend bis zu einem Anschlag 9 eingeschoben ist, durch welche auch der richtige Abstand des Innenhütchens der Sprengkapsel vom Zünderköpfchen gewährleistet wird. 



   Die dem für die Hülse 1 gewählten Material innewohnende Elastizität ergibt leinen strammen Sitz der
Hülse 2 in der Zünderhülse   l.   Der untere Teil 8 des Hohlraumes der Hülse 1 dient zur Aufnahme des Zün- derköpfchens 3 und ist nicht zylindrisch, sondern im Querschnitt etwa der Querschnittsform des   Zünder-     köpfchens   mit geringem Spiel angepasst, um Massabweichungen des Köpfchens zuzulassen. Der Raum 8 zeigt überdies eine geringe konische Erweiterung gegen den oberen Raum 7. Eine an der Übergangsstelle der beiden Räume 7 und 8 ausgebildete Erweiterung 10 gestattet eine ungehinderte Ausbreitung des Zünd- strahles vom Zünderköpfchen gegen das Innenhütchen.

   Zur Sicherung eines genau zentrischen Sitzes des
Zünderköpfchens 3 im Raum 8 sind an dessen Innenwand zwei einander gegenüberstehende Rippen 15 mit scharfer Mittelkante vorgesehen. Die Rippen gehen nach oben allmählich gegen die Innenwand zurück, um das Einschieben des Köpfchens zu erleichtern und eine symmetrische Stützung desselben zu gewähr- leisten. 



   Im massiven unteren Endteil der Hülse l, der dem bisher ausgegossenen Verschlusspfropfen entspricht, sind zwei Bohrungen 12 zum Einführen der Enden der   Zünderdrähte   5 ausgespart. Diese Bohrungen setzen sich nach innen in Erweiterungen 13 fort, die aus Fertigungsgründen einen quadratischen Querschnitt haben und die Anschlusslamellen 4 mit den Lötstellen aufnehmen. Der die Vierkantlöcher 13 über ihre ganze Länge trennende Steg 14 bietet die sichere Gewähr zur Verhinderung eines Kurzschlusses zwischen den Anschlusslamellen. 



   Zum Festhalten und Abdichten der Enden der Zünderdrähte 5 bietet die Erfindung zwei Möglichkeiten. 



   Der untere, massive Endteil der Hülse 1 besitzt einen Ansatz 11, auf welchen ein Metallring 6 z. B. aus Kupfer, Messing oder Aluminium aufgeschoben wird. Durch Ausübung eines Pressdruckes wird dieser Ring so verformt, dass er nicht mehr weggezogen werden kann und die Zünderdrähte mit entsprechender Pressung eingeklemmt hält. Eine andere Art des Festhaltens der Zünderdrähte 5 besteht darin, dass dieselben mittels Hochfrequenzschweissung in den Bohrungen 12 des massiven Hülsenendteiles dicht eingeschweisst werden. 



   Es erweist sich noch als zweckmässig, am oberen Rand der Hülse 1 einen   Verstärkungswulst 16   vorzusehen. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Elektrischer Zünder mit gesondert eingesetzter Sprengkapsel, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise als einstückiger Spritzgussteil hergestellte Zünderhülse aus einem unflammbaren Kunststoff, wie Polyvinylchlorid, besteht, im unteren, abgeschlossenen Teil zur Aufnahme des   Zünderköpfchens   mit den Anschlusslamellen und der Enden der Zünderdrähte eingerichtet ist und im oberen offenen Teil die Sprengkapsel trägt.

Claims (1)

  1. 2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das den Verschlusspfropfen bildende massive Ende der Hülse (1) zwei Bohrungen (12) für die Zünderdrähte (5) besitzt und am Aussenmantel eine Absetzung (11) aufweist, auf welcher ein die Enden der Zünderdrähte (5) unter Pressdruck abdichtendhaltender Metallring (6) sitzt.
    3. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das den Verschlusspfropfen bildende massive Ende der Hülse (1) zwei Bohrungen (12) für die Zünderdrähte (5) aufweist und die Enden der Zünderdrähte in den Bohrungen mittels Hochfrequenzschweissung eingeschweisst sind.
    4. Zünder nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem den Verschlusspfropfen bildenden Ende der Hülse (1) vorgesehenen Bohrungen (12) nach innen gerichtete Erweiterungen (13) zur EMI2.1 Querschnitt besitzen und über ihre ganze Länge durch einen Steg (14) voneinander getrennt sind.
    5. Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum der Hülse (1) im oberen Teil (7) bis zu einem Ansatz (9) dem Aussendurchmesser der einzusetzenden Sprengkapsel (2) und im unteren Teil (8) mit Spielraum dem Zünderköpfchen (3) angepasst ist, wobei der untere Teil (8) vorzugsweise mit einer Erweiterung in den oberen Teil (7) des Innenraumes übergeht.
    6. Zünder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Teil (8) des Innenraumes der Hülse (1) zur Zentrierung des eingesetzten Zünderköpfchens (3) zwei von der Innenwand abstehende, ein- <Desc/Clms Page number 3> ander gegenüberstehende und axial verlaufende Rippen (15) ausgebildet sind, die eine elastische Zentrierung des Zünderköpfchens ergeben.
AT200979D 1956-07-17 1956-07-17 Elektrischer Zünder mit gesondert eingesetzter Sprengkapsel AT200979B (de)

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