<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zum Überziehen von Lampenhüllen
EMI1.1
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
zw.Carboxypolymethylen bewirkt die Vermeidung von Punkten bzw. Flecken, die man ansonsten bei Überzügen von Leuchtstofflampen beobachten kann, welche mit einer wässerigen Suspension des Leuchtstoffes hergestellt worden sind.
Die Überzugssuspension gemäss der Erfindung muss nicht bloss für Leuchtstoffe angewendet werden, die nach einem besonderen Verfahren hergestellt, gemahlen oder vorbehandelt worden sind. Es empfiehlt sich jedoch, zur Erzielung besonders guter fertiger Lampen einen Leuchtstoff zu verwenden, der in der bereits erwähnten wässerigen Lösung vorbehandelt worden ist. Es soll deshalb nachfolgend ein Verfahren beschrieben werden, bei dem eine solche Suspension Anwendung findet.
Zur Vorbereitung wird der Leuchtstoff, beispielsweise Kalziumhalophosphat, in einer geeigneten Dispersion gemahlen, um die Grösse der Leuchtstoffteilchen zu vermindern. Sodann werden die gewünschten Leuchtstoffteilchen absetzen gelassen und die überstehende Flüssigkeit, die Verunreinigungen und unerwünschte Leuchtstoffteilchen im Submikronbereich enthält, wird abgezogen. Nach einem bevorzugten Verfahren wird der gebrannte Leuchtstoff in einer geeigneten Kugelmühle in einem Gemisch von Wasser, Ammoniak und Vinylmethyläther-Maleinsäureanhydrid-Copolymer (das nachfolgend der Einfachheit halber PVM/MA genannt wird) gemahlen. Das Mahlen wird so lange fortgesetzt, bis die Leuchtstoffteilchen auf die gewünschte Korngrösse zerkleinert worden sind.
Hierauf lässt man das Gemisch absetzen, bis alle Leuchtstoffteilchen ausser jenen im Submikronbereich, die abgezogen werden, aus der Suspension entfernt worden sind. Wenn ein ruhendes Absetzen der Suspension angewendet wird, so kann dies beträchtliche Zeit erfordern. Diese Zeit kann durch Zentrifugieren verkürzt werden.
Vinylmethyläther-Maleinsäureanhydrid-Copolymere sind lineare Polymere, die aus abwechselnd angeordneten Einheiten von Methylvinyläther und Maleinsäureanhydrid aufgebaut sind. Diese Verbindungen
EMI2.1
che am S. Jänner 1951 von der Stelle "Product Development Department of General Aniline and Film Corporation" ausgegeben worden ist, beschrieben.
Sobald das Absetzen beendet ist, kann festgestellt werden, dass der Leuchtstoff, wenn man ruhig absetzen lässt, eine tonähnliche Masse oder einen Kuchen auf dem Boden des Behälters bildet, oder dass er bei Anwendung des Zentrifugierens die Seitenwände der Zentrifuge bedeckt.
Die überstehende Flüssigkeit wird durch Dekantieren oder im Falle der Verwendung einer Zentrifuge durch Überfliessenlassen entfernt und die tonähnliche Leuchtstoffmasse wird abgetrennt und kann dann in der wässerigenBindemittellösung gemäss der Erfindung zum Aufbringen auf Lampenhüllen suspendiert werden.
Bei der Bildung eines Breies bzw. einer Aufschlämmung aus 3000 Gew.-Teilen Leuchtstoff, der in Kuchenform vorliegt, für die Herstellung der Überzugssuspensionen gemäss der Erfindung, können 1000-5000 Gew.-Teile Wasser, 2-40 Gew.-Teile PVM/MA, 2-40 Gew.-Teile Carbopol und ferner Ammonhydroxyd in solchen Mengen verwendet werden, dass bei einem zum Ausgleich für die Verdampfung genügenden Überschuss an Ammoniak ein pH-Wert von mindestens 7 und vorzugsweise etwa 10 vorliegt.
EMI2.2
<Desc/Clms Page number 3>
Stunde bis zum Vorliegen einer vollkommenen Suspension vorgezogen. Die Suspension des Leuchtstoffes kann dann zum Überziehen von Hüllen von, Leuchtstofflampen, z.
B. zum Überziehen der üblichen Hüllen mit einem Durchmesser von 38 mm, wie sie für die gebräuchlichen Grössen von Leuchtstofflampen Anwendung finden, in der Weise verwendet werden, dass sie durch die Röhren nach abwärts strömen gelassen wird und der Überschuss abfliessen gelassen wird. Die überzogene Hülle bzw. Lampe wird dann durch Durchleiten eines heissen Luftstromes in axialer Richtung nach abwärts durch die Röhre bis zur Ent- fernung des gesamten Wasserdampfes getrocknet und hierauf während eines ausreichenden Zeitraumes auf eine solche Temperatur erhitzt, dass eine Entfernung aller Bindemittelstoffe erfolgt. Durch die Verwendung einer solchen Suspension von Leuchtstoff und Bindemittel werden im wesentlichen die Nachteile bzw.
Mängel beseitigt, welche in der Ausbildung von fadenartigen Streifen bestehen, die als "cord streaks" bezeichnet werden und bei den früher angewandten Verfahren häufig auftreten. Glasbirnen, die in Leuchtstofflampen verwendet werden, sind nicht vollständig rund, sondern weisen an ihrer Innenfläche Kanäle bzw. Rillen auf. Bei Verwendung der bisher üblichen Überzugssuspensionen ergab sich eine Neigung derselben, in diese Kanäle bzw. Rillen einzudringen und fadenartige Streifen einer dickeren Konsistenz zu bilden, welche "cord streaks" genannt werden. Durch einen Zusatz von Carbopol-934 in den oben angeführten Verhältnissen wird ein rasches Härten des Bindemittels bewirkt und eine wirksame Ausschaltung des Auftretens von solchen fadenartigen Streifen bzw. "cord streaks" erreicht.
Ein weiterer Vorteil, der sich bei der Herstellung von Überzügen nach dem Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ergibt, besteht darin, dass das Auftreten von Halterungsmalen - ein Mangel bzw. ein Nachteil, der unter der Bezeichnung"clip marks"bekannt ist und bei den bisher bekannten überzugsmethoden auftritt-praktisch zur Gänze beseitigt wird. Beim Überziehen von Hüllen von Leuchtstofflampen' nach demVerfahren, bei welchem das Überzugsmaterial nach abwärts fliessen gelassen wird, ist es üblich, in der Nähe der Enden der Birnen metallische Halterungen anzuordnen.
Diese Halterungen werden während des Trocknens der Birnen, wenn durch diese heisse Luft durchströmt, und durch die die Wandungen der Hüllen durchdringende Wärmestrahlung erhitzt und bewirken eine Verminderung der Viskosität des Bindemittels, wodurch in weiterer Folge der Leuchtstoffüberzug in diesen Bereichen zu dünn wird und Halterungsmale ("clip marks") ausgebildet werden. Durch einen Zusatz von Carbopol-934 zu dem Bindemittel wird erreicht, dass sich dessen Viskosität unter der Einwirkung von Hitze nur sehr wenig verändert und hiedurch das Auftreten von Halterungsmalen, also der unter der Bezeichnung"clip marks"bekannten Nachteile bzw. Mängel, beseitigt wird.
Als Beispiel für eine Suspension von Leuchtstoff-Bindemittel, die für ein Überziehen von Lampenhüllen mit sich in der Längsrichtung erstreckenden vertieften Wandungsteilen bzw. Rillen geeignet ist, kann folgendes angeführt werden :
3000 Gew.-Teile Leuchtstoffkuchen,
3000 Gew.-Teile Wasser,
15 Gew.-Teile PVM/MA,
6 Gew.-Teile Ammoniumhydroxyd (konz.),
15 Gew.-Teile Carbopol-934.
Diese Suspension von Leuchtstoff-Bindemittel ist, wie festgestellt werden konnte, für ein Überziehen von Lampen, welche rillenartig vertiefte Wandungsteile aufweisen, geeignet und die wesentlich höhere Viskosität dieses Bindemittels bewirkt ein wirksames Abfliessen des Leuchtstoff es aus den Rillen aufweisenden Teilen der Hülle und ein Einfliessen in die zwischen den Rillen befindlichen Teile. Auf diese Weise wird durch die vorliegende Erfindung ein einfaches Verfahren vom Standpunkt der Herstellung aus geschaffen, das ohne Schwierigkeiten zum Überziehen von Hüllen von unsymmetrischen Lampen dieser Type verwendet werden kann.
Bei Verwendung von wässerigen Bindemittelsuspensionen zum Überziehen von Hüllen von Leuchtstofflampen mit Leuchtstoffmischungen konnte beobachtet werden, dass sich auf der Hülle häufig kleine kahle Flecken oder Flecken, die eine verschieden Dichte hinsichtlich des Leuchtstoffgehaltes aufweisen, bilden.
Es konnte festgestellt werden, dass diese Flecken durch eine Ablagerung von Öl auf der Innenseite der Wände der Lampenhülle vor dem Überziehen gebildet werden oder durch die heisse Luft, welche zum Trocknen des Überzugs verwendet wird, in die Lampenhülle eingebracht werden. Auf Grund des Umstandes, dass in Betrieben zur Herstellung von Lampen notwendigerweise Maschinen bzw. Einrichtungen verwendet werden müssen, welche eine Schmierung erfordern, hat es sich als unprtashtr. erwiesen, eine vollständige Ausschliessung solcher Ölteilchen aus dem System zu versuchen.
Durch einen Zusatz einer sehr kleinen Menge eines oberflächenaktiven Stoffes oder eines Netzmittels zu den wässerigen Suspensionen von Leuchtstoff-Bindemittel gemäss der Erfindung ist esmöglich, eine geringe Menge von Öl zuzu-
<Desc/Clms Page number 4>
lassen, ohne dass sichtbare Mängel in den mit einem Überzug versehenen Lampen auftreten bzw. bewirkt werden. Es sind verschiedene der im Handel erhältlichen oberflächenaktiven Stoffe für diesen Zweck verwendbar, doch wird vorzugsweise polyoxyäthyliertes Nonylphenol verwendet. Die Mengen, die an diesem Material zugesetzt werden, sind nicht kritisch und es haben sich Zusätze in einem Bereich zwischen 0, 001 Ufo und 0, 01 Ufo als brauchbar. erwiesen.
Für die oben beschriebenen Beispiele von Suspensionen von Leuchtstoff-Bindemittel hat sich ein Zusatz bis zum Ausmass von 0, 003 Gew.-% des Leuchtstoffes alspraktisch ausreichend für eine Beseitigung des Auftretens von Ölflecken in dem Leuchtstoffüberzug erwiesen.
Wenn auch oben bevorzugte Beispiele im Zusammenhang mit dem Verfahren gemäss der Erfindung im einzelnen beschrieben worden sind, so ist doch darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch abgeänderte Ausführungsformen angewandt werden können und dass insbesondere die Mengen, Konzentrationen und die Behandlungszeit der einzelnen Bestandteile unabhängig voneinander und in Beziehung zueinander, innerhalb ziemlich weiter Grenzen variiert werden können.
PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zum Überziehen von Lampenhüllen, insbesondere Hüllen von Leuchtstofflampen mit einem ungleichmässigen Querschnitt, unter Verwendung eines feinverteilten, in einer Bindemittellösung
EMI4.1
Maleinsä. ureanhydrid - Copolymerlen, gegebenenfalls zusammen mit einer geringen Menge eines oberflächenaktiven Stoffes bzw. Netzmit- tels, zugesetzt und die Suspension über die Oberfläche der Hülle fliessen gelassen wird, worauf der auf diese Weise gebildete Überzug getrocknet und während eines ausreichenden Zeitraumes auf eine solche Temperatur erhitzt wird, dass die Feststoffe des Bindemittels ausgetrieben werden.