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Kopfplatte für Grubenstempel
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kopfplatte für Grubenstempel, insbesondere für Stahlgrubenstempel.
Derartige Kopfplatten sind üblicherweise mit ebener Auflagefläche ausgebildet. Dies hat nun den Nachteil, dass bei unebener bzw. schräger Firste die Kappen nur an einer Kante der Kopfplatte aufliegen, so dass die Belastung des Stempels nicht mehr mittig ist. Diese Exzentrizität der Belastung des Stempels bewirkt eine zusätzliche Beanspruchung desselben und begünstigt eine Knickung. Es hat sich gezeigt, dass eine solche exzentrische Belastung die Belastbarkeit des Stempels bis zur Deformation gegenüber der errechneten Knicklast um bis zu 50 % herabsetzt. Es wurde nun bereits vorgeschlagen, die Auflagefläche der Kopfplatte nach einer Kugelkalotte zu bombieren.
Dadurch wird wohl erreicht, dass die Last ungefähr mittig angreift, jedoch ist nun auch der Kappe der seitliche Halt. entzogen und es wird insbesondere bei hohen Kappenprofilen ein Kippen der Kappe begünstigt.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, diese Nachteile zu beheben und besteht im wesentlichen darin, dass die Auflagefläche der Kopfplatte symmetrisch abgedacht bzw. gewölbt ist und gerade Erzeugende aufweist. Dadurch wird nun ein ungefähr mittiger Angriff der Belastung auf der Kopfplatte auch bei unebener oder schräger Firste gewährleistet und es behält gleichzeitig die Kappe ihre volle Unterstützung in der Querrichtung, so dass ein Kippen der Kappe auch bei hohem Kappenprofil nicht zu befürchten ist.
Es kann nun die Auflagefläche der Kopfplatte so abgedacht werden, dass in der Symmetrale der Kopfplatte eine entsprechend abgerundete Firstkante entsteht, auf welcher die Kappe ähnlich einem Waagebalken aufruht, so dass bei allen Schräglagen, welche den Neigungswinkel der Abdachung nicht überschreiten, die zentrale Auflage gewährleistet ist.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Auflagefläche der Kopfplatte nach einer Zylinderfläche geformt. Dies genügt, um den praktisch im Grubenbetrieb vorkommenden Schrägstellungen der Kappe Rechnung zu tragen, ohne dass hiebei eine wesentliche Verlagerung der Auflagestelle der Kappe an der Auflagefläche der Kopfplatte aus der Symmetrale erfolgt. Eine solche zylindrische Wölbung der Auflagefläche bietet eine breitere Auflage der Kappe und vermindert dadurch die örtliche Beanspruchung.
Erfindungsgemäss ist seitlich der Auflagefläche in der durch die Scheitellinie der Abdachung bzw.
Wölbung gehenden Symmetrale je ein Zapfen angeordnet.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch erläutert. Die Fig. 1 - 3 zeigen eine Ausführungsform der Kopfplatte in Seitenansicht, Draufsicht und Vorderansicht Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der Kopfplatte in Seitenansicht.
Die in den Fig. 1 - 3 dargestellte Kopfplatte 1 weist eine zylindrisch gewölbte Auflagefläche 2 für die Kappe auf. Die Erzeugenden dieser Flächen sind, wie Fig. 3 zeigt, gerade Linien, so dass ein seitliches Kippen der auf der Auflagefläche 2 ruhenden Kappe nicht zu befürchten ist. Bei einer Schrägstellung der Kappe verschiebt sich nun die Auflagestelle nur um ein geringes Mass aus der Scheitellinie 3, wogegen bei einer ebenen Kopfplatte die schräggestellte Kappe nur an der äussersten Kante der Auflagefläche der Kopfplatte aufliegt. Es ist daher eine durch die exzentrische Krafteinleitung sich der Knickbeanspruchung überlagernde Biegebeanspruchung. im Stempel weitgehendst vermieden.
Seitlich der Auflagefläche 2 ist in der durch die Scheitellinie 3 gehenden Symmetrale je ein Zapfen 4 vorgesehen, welcher die Lage der Kappe zum Stempel fixiert.
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Die Ausführungsform nach Fig. 4 entspricht der Ausführungsform nach den Fig. 1-3 mit dem Unterschied, dass an Stelle der zylindrisch gewölbten Auflagefläche 2 eine Abdachung 5 vorgesehen ist, deren Firstkante 6 abgerundet ist. Hier bildet praktisch nur die abgerundete Firstkante 6 die Auflagefläche. Da auch diese Abdachung gerade Erzeugende aufweist, ist auch hier die Gefahr eines seitlichen Kippens der Kappe vermieden. Bei einer Schrägstellung der Kappe ist die Verschiebung der Auflagestelle aus der Scheitellinie 3 etwas geringer.
PATENTANSPRÜCHE-
1. Kopfplatte für Grubenstempel, insbesondere Stahlgrubenstempel, dadurch gekennzeichnet, dass @hre Aufiagefläche symmetrisch abgedacht bzw. gewölbt ist und gerade Erzeugende aufweist.