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Schachtauskleidung aus durch Schweissen miteinander verbundenen
Ringen aus U-Eisen
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Nachteil, dass Verformungen der Auskleidung durch Bewegungen des Deckgebirges zu Bruchschäden oder
Undichtwerden der Auskleidung führt.
Es ist weiterhin eine aus Platten hergestellte Schachtauskleidung bekannt, bei der die Ränder stumpf miteinander verschweisst sind. Auch diese Auskleidung ist relativ starr. Insbesondere bei tiefen Schächten wird verlangt, dass die fertiggestellte Auskleidung eine gewisse Nachgiebigkeit aufweist, so dass sich die
Auskleidung bei etwaigen Bewegungen des Deckgebirges verformen kann, ohne dass hiebei die Wasser- dichtigkeit der Auskleidung verloren geht.
Durch die Erfindung wird eine Schachtauskleidung geschaffen, die den obigen Anforderungen genügt.
Dies wird dadurch erzielt, dass gemäss der Erfindung die in radialer Richtung äusseren Endkanten der Flanschen zweier aufeinanderfolgender Ringe einander gegenüber versetzt sind und die Flanschen der Ringe nur an diesen Endkanten miteinander verschweisst sind.
Bei einer derart hergestellten Schachtauskleidung ist die Verformbarkeit gross und die Starrheit in.
Längsrichtung gering, so dass, wenn sie bei etwaigen Bewegungen des Deckgebirges auf Zug oder Biegung beansprucht wird, die in ihr auftretenden Spannungen nicht die zulässige Spannung übersteigen können.
Die Kehlnaht, die bei auftretenden Verformungen als Gelenk zwischen den aneinandergeschweissten Flanschen funktioniert, ist weniger kerbempfindlich als eine Stumpfschweissung, so dass die Gefahr des Auftretens von Rissen wegen Kerbwirkung nicht vorhanden ist und die Auskleidung auch bei starker Verformung nicht leck wird.
Gemäss der Erfindung kann man U-Eisen mit Flanschen verschiedener Breite verwenden und die Ringe. derart aufeinanderstellen, dass der schmale Flansch eines Ringes mit dem breiten Flansch des angrenzenden Ringes verschweisst ist. Auch kann man U-Eisen mit Flanschen gleicher Breite anwenden, in welchem Falle die Ringe abwechselnd einen unterschiedlichen Aussendurchmesser haben können.
Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele der Erfindung. Fig. 1 zeigt einen lotrechten Schnitt durch eine Schachtauskleidung, die Fig. 2-4 zeigen andere Arten der Befestigung der Ringe der Schachtauskleidung.
Die Schachtauskleidung 1 ist aus einer Anzahl Ringen aufgebaut, die je aus U-Eisen 2 und 3 zusammengesetzt sind. Die U-Eisen sind derart gebogen, dass idie Flanschen 5 und 6 von angrenzenden Ringen aufeinanderliegen.
Die Ringe werden über Tage aufeinander gestellt, bis man einen Zylinder erhält, der eine Höhe H von z. B. 3, 20 bis 3,60 m aufweist. Die Zahl der in einem derartigen Satz verarbeiteten Ringe be-
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abhängigsonderer Güte zu erzielen. Der Druck, der angewendet werden soll, ist von den verwendeten Profilen und vom Durchmesser der Auskleidung abhängig. Dieser Druck kann beispielsweise 250 t je Satz betragen. Bei
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Anwendung schwererer Profile und grösserer Durchmesser (beispielsweise bis 6 m) kann die Anwendung eines Druckes von 600 bis 800 t je Satz erwünscht sein.
Die Ringe werden anschliessend mittels mit dem Steg der Profile verschweisster Heftstreifen miteinander verbunden, worauf man sie aus der Pressvorrichtung entfernt und der Schweissvorrichtung zuleitet. Mit Hilfe dieser Schweissvorrichtung werden sodann die Ränder der Flanschen 5 und 6 mittels einer Kehlnahtschweissung 7 miteinander verbunden.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist der Flansch 5 des Ringes 2 hiezu schmälerauqpführtals der Flansch 6 des Ringes 3. Diese schmälere Ausführung kann durch Verkürzung des Flansches 5 mittels eines Schneidbrenners erzielt sein oder durch Anwendung von Profilen mit verschieden breiten Flanschen.
Auch ist es möglich, die Flanschen 5 und 6 durch Kehlnahtschweissung miteinander zu verbinden, wenn man Ringe wählt, die bei gleichartiger Profilierung einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisen (Fig. 3).
Weiterhin kann man einen Ring, der aus schmalflanschigem U-Eisen 2 hergestellt ist, mit einem Ring aus breitflanschigem U-Eisen 3 verschweissen (Fig. 4). Im letzteren Falle ist dann bei sämtlichen Ringen der Durchmesser an Ort und Stelle des Steges der U-Profile gleich gross.
Der fertiggestellte Satz von Ringen wird, gegebenenfalls nach Entfernung der Heftstreifen, in den Schacht niedergelassen und auf einen bereits in dem Schacht montierten Satz gestellt. Die Montagenaht zwischen diesen beiden Sätzen kann in gleicherweise wie in denFig. 2-4 gezeigt, alsKeMnahtschweissung ausgeführt werden.
Die Erfindung kann auch in den Fällen angewandt werden, wo die Flanschen der U-Eisen auswärts zeigen, wie bei der Innenwand einer doppelwändigen Schachtauskleidung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schachtauskleidung aus durch Schweissen miteinander verbundenen Ringen aus U-Eisen, dadurch gekennzeichnet, dass die in radialer Richtung äusseren Endkanten der Flanschen (5,6) zweier aufeinanderfolgender Ringe (2,3) einander gegenüber versetzt sind und die Flanschen der Ringe nur an diesen Endkanten (7) miteinander verschweisst sind (Fig. 2-4).
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