<Desc/Clms Page number 1>
Fernsehempfänger mit statisch fokussierter Bildröhre
Bei Betrachtung eines Fernsehbildes aus kurzer Entfernung wirkt sich im allgemeinen der Zeilen- raster störend aus, so dass man bei steigendem Format der Bildröhre den Betrachtungsabstand zwangsläufig vergrössern muss.
Es ist bekannt, dass man durch entsprechende Einstellung der Fokussiermagnete oder des Fokussie- rungsstromes von magnetisch fokussierten Bildröhren ein mehr oder weniger weiches Bild erhalten kann.
Weiters ist in der USA-Patentschrift Nr. 2, 546,028 (Foster, 1951) ein Stufenschalter beschrieben, um den Fokussierungsstrom von elektromagnetisch fokussierten ¯ Bildröhren verschiedene Arbeitsbedingungen anzupassen. Unter verschiedenen Arbeitsbedingungen sind nach Angabe der erwähnten Patentschrift Überoder Unterspannungen bzw. interne Lastschwankungen im Empfänger zu erblicken, die eine Defokussierung zur Folge hätten.
Bei statisch fokussierten Bildröhren liegen in bezug auf Bildschärfe ähnliche Verhältnisse wie bei magnetisch fokussierten Bildröhren vor. Die höchste Punktschärfe erzielt man mit einer positiven Vorspannung, angelegt an Gitter 3. Schwieriger hingegen wird es, wenn man bei statisch fokussierten Bildröhren ein weiches Bild, also geringere Punktschärfe wünscht. In diesem Fall benötigt man für Gitter 3, um den Leuchtpunkt entsprechend zu verzerren, eine erhebliche negative Vorspannung. Wird Gitter 3 an Chassis gelegt, erhält man eine der Differenz Kathode-Chassis entsprechende Vorspannung von etwa 70-150 Volt, je nach Auslegung der Videoendstufe. Diese Vorspannung reicht im allgemeinen nicht aus, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Es ist auch bekannt, regelbare Spannungsteiler für die Einstellung der Fokussierungsspannung einzubauen.
Diese Spannungsteiler sind meist zwischen Plus- und Chassis-Potential geschaltet.
Die erfindungsgemässe Anordnung des Distanzschalters besteht darin, dass zwecks Herbeiführung der günstigsten Betrachtungsbedingungen aus verschiedenen Entfernungen die Fokussierungsspannung mittels eines Umschalters auf verschiedene vorbestimmte Werte einstellbar ist. Sinn der Erfindung ist daher tdie Umschaltmöglichkeit von zwei verschiedenen Betrachtungsbedingungen, die in der Fabrik mit geeigneten Hilfsmitteln vorgenommen und nicht dem Benützer des Fernsehgerätes überlassen werden können.
In der Schalterstellung 4-6 für Nahbetrachtung gemäss der Zeichnung ist die"Zeilenunterdrückung" voll wirksam. Gitter 3 der Bildröhre 8 erhält je nach Bildröhrenfabrikat eine negative Vorspannung von einigen 100 Volt über den Spannungsteiler 12, 13, die, falls im Gerät nicht vorhanden, einem eigenen Gleichrichter entnommen wird. Durch diese Vorspannung wird, wie schon erwähnt, der Leuchtpunkt verzerrt, u. zw. derart, dass die Zeilen breiter geschrieben werden und sich-nahezu überlappen. Die Grösse der Vorspannung ist bis zu einem gewissen Grad kritisch und soll nicht überschritten werden, da es sonst zu einer erheblichen Unschärfe des Bildes kommt. Bei richtiger Einstellung der negativen Vorspannung tritt ein relativ geringer Verlust an Konturenschärfe auf.
Der Verlust an Konturenschärfe kann durch kleine Korrekturen im Frequenzgang des Videoverstärkers 9 teilweise wieder ausgeglichen werden. Der Frequenzgang des Videoverstärkers verläuft in diesem Falle nicht mehr streng geradlinig, sondern wird im Bereich der mittleren und hohen Frequenzen etwas überhöht. Die Frequenzgangkorrektur des Videoteiles erfolgt in bekannter Weise durch geringere Bedämpfung der Anhebungsspulen oder bei gegengekoppelten Verstärkern durch entsprechend geänderte Dimensionierung der Zeitkonstanten der R/C-oder L-Glieder.
Es besteht die Möglichkeit, den Anhebungsverlauf mitzuschalten oder als Kompromisslösung die Korrektur nur soweit vorzunehmen, dass sie auch in der Einstellung für grösseren Betrachtungsabstand (4-5) noch nicht störend in Erscheinung tritt.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
infolge der grösseren Punkthelligkeit brillanter, dafür tritt der Zeilenraster stärker in Erscheinung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fernsehempfänger mit statisch fokussierter Bildröhre, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Herbeiführung der günstigsten Betrachtungsbedingungen für verschiedene Entfernung die Fokussierungsspannung mittels eines Umschalters auf verschiedene vorbestimmte Werte einstellbar ist, derart, dass der Leuchtpunkt in vertikaler Richtung verschieden verzerrt wird.