<Desc/Clms Page number 1>
Schaltungsanordnung zur dynamischen Nachfokussierung elektrostatisch fokussierter Elektronenstrahlröhren
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur dynamischen Nachfokussierung elektrostatisch fokussierter Elektronenstrahlröhren, insbesondere in Fernsehempfängern, wobei zur Ablenkung des Elektronenstrahlsin derRöhre ein nahezu sagezahnförmiger Strom durch eine Ablenkspule mittels eines Verstärkerelementes erzeugt wird, dessen Steuerelektrode eine das Element periodisch entsperrende Spannung zugeführt wird und dessen Ausgangskreis einen Transformator enthält, mit dem die Ablenkspule gekoppelt ist ;
diese Schaltungsanordnung enthält ausserdem einen Reihenspardiodenkreis, wobei mindestens ein dem Reihenspardiodenkreis zugehöriger Kondensator mit mindestens einer der Transformatorwicklungen in Reihe geschaltet ist, und eine diesem Kondensator entnommene, parabelförmige Spannung der Fokussierungselektrode der Elektronenstrahlröhre zugeführt wird, an der auch eine zu variierende Gleichspannung für die statische Fokussierung angelegt ist.
Eine solche Schaltungsanordnung ist aus der deutschen Auslegeschrift Nr. 1056175 bekannt. Dabei wird die Phase der die falsche Polarität aufweisenden parabelförmigen Spannung an dem dem Reihenspardiodenkreis zugehörigen Kondensator mittels eines Transformators umgekehrt, bevor sie der Fokussierungselektrode zugeführt wird.
Dies bedingt die Anbringung eines gesonderten Transformators, der hohe Qualitätsanforderungen erfill- len muss, damit die Parabelspannung unverzerrt übertragen werden kann.
EMI1.1
mit mindestens zwei Transformatorwicklungen geschaltet sind, in der Weise, dass der Kondensator, dem die Nachfokussierungsspannung entnommen wird, in den Kreis mit einer der beiden Transformatorwicklungen und der Ablenkspule aufgenommen ist, wobei ein Belag dieses Kondensators geerdet und der andere mit der Fokussierungselektrode gekoppelt ist.
Es sei bemerkt, dass, indem der dem Reihenspardiodenkreis zugehörige Kondensator aufgespaltet und einer dieser Kondensatoren in denjenigen Teil des Kreises eingefügt ist, der von einem Strom durchflossen wird, der dem durch den Teil mit dem andern Kondensator fliessenden Strom entgegengesetzt ist, parabelförmige Spannungen mit entgegengesetzten Polaritäten über beiden Kondensatoren erzeugt werden. Es steht somit stets eine Parabelspannung mit der richtigen Polarität zur Verfügung, die über einen Trennkondensator der Fokussierungselektrode der Elektronenstrahlröhre zugeführt werden kann.
Dies bedeutet, dass durchzusatz eines demReihenspardiodenkreis zugehörigen Kondensators und einiger zusätzlicher Wicklungen auf dem bereits vorhandenen Kern des Zeilenausgangstransformators die gewünsche Nachfokussierungsspannung erhalten werden kann. Ein zusätzlicher, hohe Qualitätsanforderungen erfüllender Kern für einen Hilfs- (oder besonderen) Transformator ist somit entbehrlich.
Der Kondensator, dem die parabelförmige Spannung mit der richtigen Polarität entnommen wird, wird in die Zeilenablenkschaltung aufgenommen, so dass eine unverzerrte Parabelspannung selbsttätig über ihr zur Verfügung steht.
Eine möglicheAusführungsform derSchaltungsanordnung nach der Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
In dieser Zeichnung stellt die Röhre 1 die in die Zeilenablenkschaltung eingefügte Endröhre dar, deren
<Desc/Clms Page number 2>
Steuergitter eine die Röhre periodisch entsperrende Steuerspannung 2 zugeführt wird. Der Anodenkreis dieser Röhre enthält den Zeilenausgangstransformator 3 mit Wicklungen 4,5 und 6. An die Anzapfung 7 zwischen den Wicklungen 4 und 5 ist die Kathode der Reihenspardiode 8 angeschlossen, deren Anode eine positive Spannung Vb zugeführt wird.
Die Wicklung 6 dient zum Hochtransfo. rmieren der Rücklaufimpulse. Diese entstehen während des
Rücklauf des Sägezahnstroms, der durch diese Schaltung erzeugt wird. Die hochtransformierten Impulse werden mittels der Diode 9 gleichgerichtet und der Endanode der als Wiedergaberöhre dienenden Elektro- nenstrahlröhre 10 zugeführt.
Damit gemäss der Erfindung die Parabelspannung mit der richtigen Polarität einem dem Reihenspar- diodenkreis zugehörigen Kondensator entnommen werden kann, ohne dass ein zusätzlicher Transformator benutzt wird, enthält der Transformator 3 ausser den Wicklungen 4,5 und 6 noch die Wicklungen 11 und
12, die magnetisch mit den Wicklungen 4,5 und 6 gekoppelt sind und die mit all diesen Wicklungen in
Reihe geschalteten dem Reihenspardiodenkreis zugehörigen Kondensatoren 13 und 14. Dabei ist der Kon- densator 13 zwischen den Wicklungen 4 und 11 und der Kondensator 14 zwischen den Wicklungen 11 und
12 eingeschaltet. EinBelag des Kondensators 14 ist geerdet, und dieser Kondensator 14 gehört demjenigen
Teil des Kreises zu, der auch die Ablenkspule 15 enthält.
Die Wicklungen 4,5 und 11 können gleichsam als die Primärwicklung eines Autotransformators be- trachtet werden, da sie von dem gleichen Strom Il durchflossen werden, während die Wicklungen 11 und
12, die von dem Strom 1 durchflossen'werden, als die Sekundärwicklung dieses Transformators betrachtet werden können. Infolge der Transformatorwirkung des Autotransformators 3 ist der Strom 12 dem Strom I1 entgegengesetzt, und da die Anzahl der Windungen der Wicklungen 4,5 und 11 zusammen grösser ist als die Anzahl der Windungen der Wicklungen 11 und 12, gilt ausserdem,dass1 > 11 ist.
Der Strom 11 durchfliesst nicht nur die Wicklungen 4, 5 und 11, sondern auch den Kondensator 13.
Der Strom I1 ist derart gerichtet, dass über dem Kondensator 13 nicht nur eine grosse Gleichspannung (die sogenannte Boosterspannung von etwa 800 bis 900 V), sondern auch eine um diese Gleichspannung schwankende Parabelspannung 16 mit einer solchen Polarität erzeugt wird, dass ihre Maximalwerte jeweils nach einer halben Periode des Sägezahnstroms Il auftreten.
Dies ist dadurch ermöglicht, dass der Kapazitätswert des Kondensators 13 klein gewählt wird in bezug auf die Frequenz des Stroms Il'Der Strom 1, der die Wicklungen 11 und 12 und den Kondensator 14 sowie die Ablenkspule 15 durchfliesst, ist, wie vorstehend angedeutet, grösser als der Strom I1 und läuft in entgegengesetzter Richtung, so dass der Kondensator 14 von einem Strom 12 - I1 durchflossen wird. der die gleiche Richtung wie der Strom L hat und somit über dem Kondensator 14. der von gleicher Grössenordnung wie der Kondensator 13 ist, eine Parabelspannung 17 mit einer entgegengesetzten Polarität in bezug auf die der Spannung 16 erzeugt.
Die Parabelspannung 17 hat somit genau die richtige Polarität, um als Nachfokussierungsspannung für die Fokussierelektrode 18 der Wiedergaberöhre 10 zu dienen. Zu diesem Zweck ist der nicht geerdete Belag des Kondensators 14 über denTrennkondensator 19 mit der erwähnten Fokussierungselektrode 18 verbunden. Durch passende Wahl des. Kapazitätswertes des Kondensators 14 bei einer bestimmten Grösse des Stroms kann die Spannung 17 ausserdem die gewünschte Amplitude aufweisen.
Die Fokussierungselektrode 18 ist auch mit der veränderlichen Anzapfung 20 verbunden, die in einer Potentiometerschaltung der Widerstände 21,22 und 23 vorgesehen ist. Diese Potentiometerschaltung ist zwischen der Plusklemme der Speisespannungsquelle und Erde eingeschaltet. Durch die veränderliche Anzapfung 20 kann die Gleichspannung der Fokussierungselektrode 18 eingestellt werden, um die statische Fokussierung zu bewerkstelligen, die den in der Wiedergaberöhre 10 erzeugten, nicht abgelenkten Elektronenstrahl in die Mitte des Wiedergabeschirmes fokussiert.
Wird dieser Elektronenstrahl jedoch abgelenkt, so ist bekanntlich infolge der flachen Form des Wiedergabeschirmes der Röhre 10 eine dynamische Nachfpkussierung erforderlich, die durch die zugeführte Parabelspannung 17 herbeigeführt wird.
Es sei bemerkt, dass die Wicklung 12 nicht unbedingt notwendig ist. Diese Wicklung ist nur deshalb vorgesehen, damit die Spannung an den, die Ablenkspule 15 mit den Wicklungen 11 und 12 verbindenden, Leitungen gegen Erdpotential symmetrisch liegt. Auf diese Weise wird eine unerwünschte Strahlung dieser Leitungen vermieden. Wird diese Strahlung in Kauf genommen, so kann die Wicklung 12 weggelassen werden, während dennoch eine Parabelspannung 17 über dem Kondensator 14 erzeugt wird.
In der Zeichnung ist weiter veranschaulicht, dass der Verbindungspunkt des Kondensators 13 mit dem unteren Ende der Wicklung 4 über eine Potentiometerschaltung der Widerstände 24,25 und 26 mit Erde verbunden ist. Die veränderliche Anzapfung des Widerstandes 25 ist mit der'Besch1eunigungsanode 27 der Röhre 10 verbunden, so dass durch Verschiebung letzterer Anzapfung die Beschleunigungsspannung für
<Desc/Clms Page number 3>
die Anode 27 eingestellt werden kann.
Obgleich in dem Ausführungsbeispiel die Beschleunigungsspannung für die Anode 27 höher gewählt ist als die Spannung für die Fokussierungselektrode 18 kann es unter Umständen erwünscht sein, die Spannungen umgekehrt zu wählen. Dies kann auf einfache Weise bewerkstelligt werden, indem das freie Ende des Widerstandes 21 mit dem Verbindungspunkt des Kondensators 13 und der Wicklung 4 und das freie Ende des Widerstandes 24 mit derPlusklemme derSpeisespannungsquelle verbunden werden. Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung in bezug auf die Nachfokussierung des Elektronenbündels ist nach wie vor dieselbe.
Es sei bemerkt, dass anstatt der Entladungsröhre 1, auch ein anderes Verstärkerelement, z. H ein Tran- sistor, benutzt werden kann. Wesentlich ist lediglich, dass ein Sägezahnstrom durch die Ablenkspule 15 erzeugt wird, welcher Strom ausserdem eine Parabelspannung 17 erzeugt, die als Nachfokussierungsspannung benutzt werden kann.