AT19816B - Vorrichtung zur Brennstoffeinführung mittels Dampfes bei Explosionskraftmaschinen. - Google Patents
Vorrichtung zur Brennstoffeinführung mittels Dampfes bei Explosionskraftmaschinen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 19816. EMI1.1 Vorrichtung zur Brenn8toff'elnfOhrung mittels Dampfes bei Explosionskraftmaschinen. Angemeldet am 17. Juni 1903.-Beginn der Patentdauer : 1. Dezember 1904. Bei Verbrennungskraftmaschinen, welche die Arbeitsluft vor der Mischung mit dem Brennstoff verdichten, erfolgt die Einführung des flüssigen Brennstoffes entweder durch unmittelbares Einspritzen desselben in die verdichtete Arbeitsluft oder man benützt zur Einführung hoher verdichtete Pressluft oder einen Teil der hochgespannten Verbrennungsgase. Die Erfindung hat nun eine Verbrennungskraftmaschine für. flüssige Brennstoffe zum Gegenstande, bei welcher die Einführung des Brennstoffes durch hochgespannten, stark überhitzten Dumpf erfolgt. Es wird eine indifferent Flüssigkeit in Dampf verwandelt und zur Einführung und Zerstäubung des Brennstoffes verwendet. Infolge der hohen Spannung des einströmenden Dampfes erfolgt die Verteilung des Brennstoffes in der Arbeitsluft sehr gründlich und infolge der hohen Überhitzung wird einerseits das Kondensieren des Brennstoffdampfes vermieden, andererseits eine sichere Selbstzündung erreicht. Zur Erzeugung der erforderlichen Spannung des Dampfes wird ein Teil der sonst an das Kühlwasser abgegeben'n oder mit den Auspuffgasen abgehenden Wärmemenge verwendet. Die Zeichnung zeigt in schematischer Weise in Fig. 1 und 2 zwei beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung. Die zur Einführung des pro Arbeitshub nötigen Brennstoffes erforderliche Menge einer indifferenten Flüssigkeit wird durch Rohr b in den Verdampfer c geleitet, der zum Teil im Verdichtungsraum des Zylinders liegt (der einfachen Darstellung wegen als gerade-, flachgedrücktes, durch den Verbindungsraum gehendes Rohr gezeichnet) und gegen b beispielsweise durch ein Rückschlagventil d, gegen den Ver- EMI1.2 ist. Ein Teil des Verdampfers hefindet sich ausserhalb des Zylinders und wird beim Anlassen und bei Regulierung mit Aussetzern durch eine Flamme g erwärmt. Die Arbeitsluft wird durch die Öffnung h in bekannter Weise in den Zylinder eingeleitet und die Auspuffgase entweichen durch das im Stutzen i befindliche Auspuffventil ins Freie. Die Heizfläche und der Rauminhalt des durch die Ventile d und e vollständig abgeschlossenen Vordampfers sind nun so bemessen, dass die in den Verdampfungsraum von bestimmter, unveränderlicher Grösse gebrachte indifferent Flüssigkeit sofort in hochgespannten und hoch- überhitzten Dampf verwandelt wird. Während des Saughubes (bei Zweitakt während des Ausschubhubes) wird durch Rohr und Ventil l (selbsttätig oder gesteuert) in die Düse m der Brennstoff eingeführt. Vor oder im Totpunkte wird nun das Auslassorgan e geöffnet und der ausströmende Dampf reisst den in der Düse In befindlichen flüssigen Brennstoff in fein verteiltem Zustand in den Verdichtungsraum. Infolge der Üherhitzung des Dampfes wird der Brennstoff auch verdampft. Infolge der Anordnung des Auslassorganes e, welches den Innenraum des Verdampfers gegen das Zylinderinnere abschliesst, ist man hinsichtlich des Zeitpunktes der Einführung der indifferenten Flüssigkeit in den Verdampfer keinerlei Beschränkung unterworfen und kann daher die Einführung auch während der Expansion der Verbrennungsgase erfolgen, so dass zur Verdampfung und Überhitzung ein Teil der sonst an das Kühlwasser ab- geführten Wärme verwendet wird. Soll die Maschine als Gleichdruckmaschine arbeiten, so EMI1.3 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 selben aber erst bei bereits geöffnetem Ventil in den Verdampfer einführt. Die Einführung muss dabei so erfolgen, dass der Brennstoff ohne Drucksteigerung im Zylinder verbrennt. Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von jener nach Fig. 1 dadurch, dass die Brennstoffzuführung nicht mit dem Verbrennungsraum in offener Verbindung steht, sondern durch das Dampfabsperrventil e von demselben geschieden ist, so dass die Einführung von Brennstoff in den Zylinder nur bei Öffnen dieses Ventils erfolgen kann. Durch diese Einrichtung wird verhindert, dass der Brennstoff durch, irgendwelchen Einfluss zu einem anderen als dem durch die Steuerung vorgesehenen Zeitpunkt in den Zylinder gelange und V or- oder Frühzündungen eintreten. Das Ventil e könnte auch weggelassen werden, da infolge der grossen Beizfläche des Verdampfers c die Verdampfung plötzlich eintritt und der Überdruck genügend gross wird, um den Dampf in den Zylinder einströmen zu lassen.
Claims (1)
- PATENT. ANSPRUCH : Vorrichtung zur Brennstoffeinführung mittels Dampfes bei Explosionskraftmasebinen, gekennzeichnet durch einen stark erhitzten, allseitig verschliessbaren und zweckmässig im Verbrennungsraume des Zylinders angeordneten Verdampfer (c), in welchem die zur Einführung des pro Arbeitshub nötigen Brennstoffes erforderliche Menge einer indifferenten Flüssigkeit (nicht der Brennstoff selbst) verdampft wird, worauf der Dampf beim Öffnen eines Auslassorganes (e) am Verdampfer den aus einem Zuleitungsrohr (k) durch ein Ventil (l) in eine Düse (in) eingeführten flüssigen Brennstoff je nach der verwendeten Flüssigkeit in verdampftem Zustande oder als Flüssigkeits- und Dampfgemisch in die im Verdichtungsraum befindliche verdichtete Arbeitsluft mitreisst, wo der Brennstoff verbrennt.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT19816T | 1903-06-17 |
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| AT19816B true AT19816B (de) | 1905-04-10 |
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