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Osterreichische PATENTSCHRIFT Nu. 18364.
VEREINIGTE ELECTRICITÄTS-ACTIEN-GESELLSCHAFT IN WIEN.
Sperrwerk zum selbsttätigen Anhalten von Antriebswerken bei Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Sperrwork, welches den Weih'r- gang von Antricbswerken beliebiger Art in dem Augenblicke selbsttätig einstellt, wo dessen Ganggeschwindigkeit ein zulässiges, eingestelltes Höchstmass überschreitet.
Dieses Sperrwerk besteht im wesentlichen aus einem Arm. der durch den Gang des Antriebswerkes periodisch zum Ausschwingen gebracht wird und dadurch jedesmal ein Sperrorgan vorübergehend in seine Sporrstellung bringt, dieses Organ aber jedesmal wieder rechtzeitig, d. i. vor jenem Momente aus der Sperrstellung wieder ausgeht. po es seine
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nicht überschreitet. Bei Überschreitung des zulässigen Höchstmasses der Ganggeschwindikeit schwingt jedoch der Arm so weit aus oder braucht hiczn eim-so lange Zeit, dass das innerhalb dieser Zeit in seiner Sperrstellung belassene Sporrorgan inzwischen in bekannter Weise das. Antriebswerk anhält.
In der Zeichnung ist ein solches Sperrwerk beispielsweise in einer Ausführungsform
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selben Ebene.
Die Wirkungsweise des Sperrwerkes ist die folgende : Durch den Gang des Antriebs- werkes wird die Welle A in Umlauf versetzt. Hiebei bewirken die in der Ebene der Nase d befindlichen Vorsprünge B, B1 jedesmal beim Passicren der Nase d ein Aussclwingen
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des Armes D sinkt die sonst ausgehobene Klinke F in ihre punktiert eingezeichnete Sperr- stellung, da ja ihr Anschlag f, indem er sich an den Arm D anstützt, beim Ausschwingen
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sinkende Arm D jedesmal rechtzeitig durch Zurückdrücken des Anschlages f die Klinke F wieder aus ihrer (punktiert gezeichneten) Sporrstcllung aushebt, in welcher sie in der Bahn
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Zufolge der grossen Ausschwingweite braucht der Arm D jetzt längere Zeit als früher, bis er wieder in seine alte Stellung so weit zurücksinkt, dass er die inzwischen in ihre Sperrstellung eingefallene Klinke durch Zurückdrücken des Anschlages f wieder ausheben könnte. Inzwischen ist aber einer der umlaufenden Vorsprünge B oder an die nunmehr noch in seiner Bahn liegende Klinke F gelangt, welche ihn aufhält. Dadurch wird der Weitergang der Welle A und damit auch des Antriebswerkes sogleich selbsttätig eingestellt.
Das verschiebbare Gewicht ermöglicht die Änderung der Ausschwingdauor des Armes D und damit die Einstellung des Sperrwerkes für verschiedene Höchstgeschwindigkeiten.
Dem gleichen Zwecke dient die Verstellbarkeit des Anschlages f. Für den Erfindunggegenstand ist natürlich das konstruktive Detail sowie auch die Form der einzelnen Teile des Sperrwerkes belanglos. Die kinematisch gekennzeichnete Abhängigkeit zwischen Arm D und Klinke F könnte natürlich anstatt des dargestellten Anstützens der letzteren auch durch sonstige gleichartig wirkende bekannte Anlenkungen erzielt werden. Das durch zu langes Verweilen des Sperrorganes in seiner Sperrstellung herbeigeführte Anhalten des Antriebswerkes kann naturgemäss an einem beliebigen Teile desselben erfolgen. An Stelle des Einstellgewichtes kann auch eine Feder oder ein sonstiger Katarakt verwendet werden, der die Schwingdauer des Armes entsprechend zu beeinflussen vermag.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sperrwerk zum selbsttätigen Anhalten von Antriebswerken bei Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (D) durch mit dem Antriebsworke umlaufende Vorsprünge (B, B1) zum Ausschwingen gebracht wird und dadurch jedesmal ein Sperrorgan (F) vorübergehend in seine Sperrstellung gelangen lässt, es aber jedesmal wieder rechtzeitig aushebt, insolange das Antriebswerk die zulässige Ganggeschwindigkeit nicht überschreitet, wogegen beim Überschreiten des zulässigen Höchst- masses dieser Geschwindigkeit der hiebei weiter, bezw.
für eine längere Zeit ausschwingende Teil (D) das Organ (F) so lange in seiner Sperrstellung belässt, dass es inzwischen in bekannter Weise das Anhalten des Antriebswerkes herbeiführt.