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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu-18328.
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Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein Ilydroskop, mittels dessen der Meeresgiund erforscht und photographiert werden kann.
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nur mangelhafte Bilder der auf dem Meeresgrunde vorhandenen Gegenstände erhalten werden und ist es der Zweck der vorliegenden Erfindung, Hydroskope derart auszugestalten, dass sie allen Anforderungen entsprechen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist das Hydroskop dargestellt, und zwar zeigt Fig. l einen Längsschnitt desselben in Verbindung mit einer Boje oder einem anderen Schwimm- körper, Fig. 2 eine Ansicht des Apparates in seiner Ruhestellung, bei welcher derselbe transportiert worden kann, Fig. 3 einen Querschnitt und einen Aufriss im Schnitt einer
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der Boje alle jene Apparate vorgesehen, weiche zum Manövrieren mit dem Hydroskope notwendig sind.
In bezug auf Fig. 1 bezeichnet 1 ein oder mehrere Rohre, welch letztere miteinander durch abgedichtete und mittelst Bolzen zusammengehaltene Flanschen in Verbindung stehen.
An seinem oberen Ende ist das Hydroskop mit dem Okulare 2, an seinem unteren Ende mit dem Objektive 3 ausgestattet. Im Falle das Hydroskop in achsialer Richtung mit einer Boje verbunden ist (Fig. 1, : !, 5) oder aber, wenn das Hydroskop an einem Wasserfahrzeuge angeordnet ist (Fig. 6, 7, 8), sind Maschinen notwendig, um die Einstellung des Objektives gegen die zu beobachtenden Gegenstände zu ermöglichen bezw. das Ilydroskol) ist mit jenen Einrichtungen ausgestattet, welche eine Verlängerung und eine Vorkürzung der Hydroskopröhren bewerkstelligen können.
Das Hydroskop ist auch mit Mannlöchern versehen und wird der Zugang zu dem Objektive durch Leitersprossen ermöglicht, um notwendigenfalls an dieser Ste ! ! e eiuen photo-
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Das Okular 2 ist entweder wie gewöhnlich mit Linsen ausgestattet oder dieselben sind in Form eines Teleskopes (Fig. 5, 6, 7, 8) angeordnet. Das Objektiv 3 besteht aus
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einer oder mehreren Linsen 5, und einem Reflexionskogel 6, welcher in einer beweglichen Röhre 7 gelagert ist, die mit der Plattform der Boje 4 mit Hilfe einer Kette verbunden ist und in ihrer Lage gegenüber dem Objektive verstellt worden kann.
Das Objektiv ist mit Beleuchtungsgegenstilnden und Reflektoren ausgestattet und erfolgt die Einstellung des Hydroskopes entweder von Hand aus oder mittels eines Elektromotors 15. Dieser Motor betätigt vorteilhaft Schrauben 14, welche zur Bewegung des Hydroskopes von einem Orte
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zeichnet Lage zu bringen, genügt es, an der Haspel 12 im Sinne des eingezeichneten Pfeiles zu drehen. Dadurch wird die Kette 9 sukzessive gespannt, bis schliesslich das Hydroskop infolge feststehender Boje 10 sich zu neigen beginnt.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform des Objektives konnzeichnet sich durch die Anordnung der Linsen 5 in radialer Richtung an dem hohre-, reiches an seinem unteren Ende entsprechend erweitert ist und den Reflexionskonus 6 aufnimmt, welcher vier oder eine grössere Anzahl von Reflexionsflächen aufweist, die die aufgenommenen Strahlen gegen das Okular reflektieren.
Aus der Zeichnung (Fig. 3) sind lediglich vier symmetrisch in einer horizontalen Ebene angeordnete Linsengruppen 5 ersichtlich, obzwar deren Anordnung und Anzahl beliebig geändert werden kann, gleichwie die Anordnung dor Beleuchtungskörper j ! 6 mit zugehörigen Reflektoren 17 und Schutzplatten 18 den verschiedensten Ausführungsformen unterworfen sind. Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform des Objektives ist der untere Teil des Hydroskoprohres mittels einer Flansche 19 an dem nächstliegenden Rohrtoilo befestigt und stellt im übrigen'Fig. 4 die Einrichtung nach Fig. 1 in vergrössertem Massstabe dar.
Nach der Ausführungsform der Fig. 5 ist das Teleskop bezw. jeder andere dem gleichen Zwecke dienende Apparat 2 in das obere Ende des Hydroskopes eingesetzt, welches mittels Flanschen 19 an der Boje befestigt erscheint. Wie ersichtlich, ist das Teleskop in achsialer Richtung zu dem Objektivrohre angeordnet, nachdem aber die Anzahl der verwendeten Teleskope eine grössere sein kann, so ist leicht einzusehen, dass deren
Anordnung immer eine zur Achsenrichtung symmetrische sein wird, und zwar derart, dass der Beobachter gleichzeitig mit zwei Teleskopen wird arbeiten können.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform des Hydroskopes, welches in einem Wasserfahr- zeuge angeordnet ist und das zur Beobachtung des Meeresgrundes in vertikaler Richtung dient. Bei dieser Ausführungsform ist in unbenutzter Stellung das Objektiv in einer
Kammer 20 eingeschlossen, welche in dem Kiele des Schiffes vorgesehen ist und die durch einen mittels Zahnstange 21 ! in Führungen 2. 3 bewegten Schieber verschlossen gehalten wird. Das in Fig. 6 dargestellte Hydroskop besteht aus einer beweglichen Röhre 1, welche in eine zweite feststehende Röhre 23 eingesetzt ist. Letztere trägt das Teleskop 2, während die bewegliche Röhre 1 mit dem Objektiv ausgestattet ist und eine Zahnstange 24 besitzt, in welche ein von einem Elektromotor 26 in Umdrehung versetztes Zahnrad 25 eingreift.
Im Falle das Hydroskop gegen die zu beobachtenden Gegenstände gesenkt werden soll, öffnet man vorher durch entsprechende Bewegung des Schiebers 21 die Kammer 20 nach unten und bringt den Elektromotor 26 in Bewegung. Die Zahnstange verschiebt sich und das Hydroskoprohr wird gesenkt. Um das Hydroskoprohr wieder anzuheben, braucht man nur den Elektromotor 26 in einem der ersten Drehungsrichtung entgegengesetzten Sinne zu bewegen. Um sich über die richtige Einstellung des Objektives überzeugen zu können, ist ein Mannloch 27 vorgesehen, durch welches die Kammer 20 vom Innern dm, Wasser- fahrzeuges aus zugänglich ist.
Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist das Hydroskop ebenfalls an einem Wasserfahrzeuge angeordnet und zur Beobachtung des
Meeresgrundes in vertikaler Richtung geeignet. Das Hydrosliop besteht wie das in Fig. H veranschaulichte aus zwei ineinander verschiebbaren Röhren, von denen die eine fix (1), die andere beweglich ist. Die bewegliche Röhre ist mit einer Schraubenmutter 29 aus- gestattet, welche eine vom Elektromotor 26 in Umdrehung versetzte Schraubenspindel 28 umgreift.
Letztere ist an ihrem unteren Ende in einem Fusslager 34 gelagert und erfolgt die Abdichtung des beweglichen Rohres mittelst einer Stopfbüchse 30, während die
Fassung 31 die fixe Röhre 1 umschliesst. Durch Bewegung der Schraubenspindel in der einen oder anderen Richtung erfolgt das Senken bezw. Anheben des Objektives.
Nach der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform werden von dem Wasserfahrzeuge aus die auf dem Meeresgrunde befindlichen Gegenstände in horizontaler Richtung beobachtet.
Das Hydroskop wird hier durch ein Winkelrohr gebildet, dessen vertikaler Schenkel 1 fix steht, dessen horizontaler aus zwei ineinander verschiebbaren Röhren 32, 33 gebildet ist, welch letztere sieh in einer Stopfbüchse 35 mittelst einer der Fig. 7 ähnlichen Bewegungs- einrichtung verschiebt. 36 bezeichnet einen den horizontalen Schenkel des Winkelrohres abschliessenden Deckel, 37 den zum Teleskop führenden Reflexionsspiegel.
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In den Fig. 9 und 10 ist eine weitere Ausuhrungsform des Objektives dargestellt, welches aus einem Reflexionspolyeder besteht, das im Inneren der senk-und hebbaren Röhre angeordnet ist. Um dieses Polyeder herum sind halbkonvexe Linsen unabhängig voneinander angeordnet, welche jede mit einer entsprechenden Fläche des Polyeder korrespondiert und durch eine Kristallscheibe geschützt ist. a bezeichnet das Objektiv,
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Linsen gegen aussen dicht abschliessen, e den Hoden der Objektivkammer und k die Sammellinse.
Nach der in Fig. 11 dargestellten Ausführungsform des Objektives ist dasselbe in einer Röhre g untergebracht, welche durch eine Kristalischeibo A abgeschlossen ist. Oberhalb dieser Scheibe befindet sich eine halbkonvexe Linse i und über derselben die Sammellinse f.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Beobachten und Photographieren des Meeresgrundes mit einem aus mehreren durch Bolzen und Flanschen verbundenen Teilen bestehenden Hauptrohr, welches mit einem Okular und einem Objektiv ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Hauptrohr mit seinem oberen Teile in achsialer Richtung in eine Boje 4 eingesetzt
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gespannt und aufgewickelt werden kann, zu dem Zwecke, das Hauptrohr in vertikaler oder schräggeneigter Lage erhalten zu können.