AT18299U1 - Pistole mit Griffsicherung und Griffsicherung für eine solche - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Pistole mit Griffsicherung (5), die bei gespanntem Abzugssystem erhaben aus einem Freiraum (8) auf der Vorderseite des Griffstücks (2) aufragt, und der Freiraum (8), das Griffstück (2), die Griffsicherung (5), sowie die Feder (10, der Griffsicherung (5) im Einbauzustand miteinander fluchtende Öffnungen (7) aufweisen, die von einer quer zur Schussrichtung angeordneten Achse (7a) durchdrungen werden, wobei die erwähnten Bauteile von außen in das Griffstück (2) eingesetzt und bei Bedarf ausgebaut werden können, ohne dabei andere Funktionselemente aus dem Griffstück (2) entnehmen zu müssen.
Description
PISTOLE MIT GRIFFSICHERUNG UND GRIFFSICHERUNG FÜR EINE SOLCHE
[0001] Die Erfindung betrifft eine Pistole im Wesentlichen bestehend aus einem Griffstück, einem auf diesem in Längsrichtung verschiebbaren Laufschlitten, einem Lauf, einer Schließfeder, einem Patronenmagazin, einem Abzug, der von einem Abzugsschutz teilweise umrandet ist, welcher Abzugsschutz auf seiner Unterseite einen Durchbruch aufweist, der von einer unter Federdruck stehenden Griffsicherung durchdrungen wird und mit seinem vorderen Ende auf der Rückseite des Abzuges in eine Vertiefung eingreift und diesen blockiert, sowie ein unteres Ende der Griffsicherung, welches erhaben aus der Vorderseite des Griffstücks aufragt, wobei alle die Griffsicherung betreffenden Bauteile von außen im Griffstück montiert und entfernt werden können.
[0002] Bekannt ist eine diesbezügliche technische Lösung des Anmelders, für welche kein Schutzrecht angemeldet worden ist, und bei einem Serienprodukt einer Pistole Verwendung findet. Die Griffsicherung weist eine im Wesentlichen gekrümmte Form auf und ist mit einer Feder an einem gesonderten Teil durch einen Bolzen verbunden. Diese aus vier Teilen bestehende Einheit wird von oben in das Innere des Griffstücks eingesetzt und mit einem weiteren Bolzen darin fixiert. Dabei greift die unter Federdruck stehende Griffsicherung mit seinem vorderen Ende auf der Rückseite des Abzuges in eine Vertiefung ein und blockiert diesen, und das untere Ende der Griffsicherung ragt erhaben aus der Vorderseite des Griffstücks. Zur Deaktivierung der Griffsicherung muss nur das Griffstück der Pistole mit der Schusshand umfasst werden, und das vordere Ende der Griffsicherung schwenkt aus der Bewegungsbahn des Abzuges in den Durchbruch des Abzugsschutzes hinein. Die Funktion dieser Lösung ist einwandfrei, jedoch ist nachteilig, dass neben einer notwenigen Feder ein gesondertes Teil für die Griffsicherung sowie zwei Bolzen erforderlich sind. Auch ist die Griffsicherung beim Einbau, wie auch beim Ausbau nur vom Inneren des Griffstücks zugänglich, was insbesondere beim Ausbau das totale Zerlegen des Griffstücks erforderlich macht.
[0003] Gegenüber dem weit verbreiteten Stand der Technik einer gefederten Sicherung im Abzug, welche erhaben über die Vorderseite des Abzuges aufragt, besteht bei der eingangs beschriebener Lösung einerseits der Vorteil, dass der Abzug nur betätigt werden kann, wenn das Griffstück umfasst bzw. der untere Teil der Griffsicherung gedrückt wird, was nahezu ohne Kraftaufwand erfolgen kann, und andererseits ist die Auflagefläche am Abzug wegen Fehlens eines Sicherungsteils ebenmäßig gestaltet, womit keine Irritation des Abzugsfingers gegeben ist.
[0004] Aus AT 521350 des Anmelders ist eine Griffsicherung bekannt, die sich auf der Rückseite des Griffstücks befindet, auf die Abzugsstange wirkt und mehrere Bauteile umfasst. Die Praxis hat gezeigt, dass das zuverlässige Entsichern des Systems durch Umgreifen des Griffstücks und Drücken der Taste infolge unterschiedlicher Daumenballen einer Schusshand, nicht immer gegeben ist. Eine weit erhabene Taste schafft zwar Abhilfe, stört aber dann beim Umgreifen des Griffstücks insbesondere bei einem raschen Ziehvorgang aus einem Holster. Mehrere Bauteile, auch Federn, sind erforderlich.
[0005] Aus AT 512278 des Anmelders ist eine manuell zu bedienende Sicherung mit Raststellungen für die gesicherte und entsicherte Position außen am Abzugsschutz bekannt, deren technische Lösung nicht mit der gegenständlichen Anmeldung kollidiert, da ein bewusstes Sichern oder Entsicherung des Systems mittels Betätigung eines Hebels notwendig ist.
[0006] Ziel der Erfindung ist, eine Griffsicherung mit wenigen Bauteilen zu schaffen, die einfach montiert oder ausgebaut werden kann und eine zuverlässige Funktion bietet.
[0007] Erfindungsgemäß wird dies erreicht, dass die Griffsicherung für ihre Funktion nur eine Feder und eine Achse benötigt, wobei die Griffsicherung, deren Feder und das Griffstück Öffnungen aufweisen, die von einer Achse quer zur Schussrichtung durchdrungen sind, welche diese Teile direkt im Griffstück verankert. Bekanntermaßen ist die Griffsicherung mit ihrem unteren Ende in einer Nut auf der Vorderseite des Griffstücks positioniert und greift durch Federdruck mit dem vorderen Ende in eine Vertiefung in der Rückwand des Abzuges ein, womit der Abzug
blockiert ist. Durch Umfassen des Griffstücks übt üblicherweise der Mittelfinger der Schusshand einen Druck auf den Bereich des unteren Endes der Griffsicherung aus, wodurch das vordere Ende der Griffsicherung nach unten aus der Bewegungsbahn des Abzuges hinein in den Durchbruch des Abzugsschutzes schwenkt; damit kann der Abzug betätigt werden. Durch Loslassen der Griffsicherung schwenkt dessen vorderes Ende, bedingt durch Federkraft, in die Vertiefung auf der Rückwand des Abzuges und blockiert ihn.
[0008] Praktisches Hantieren mit der Pistole hat gezeigt, dass die Position der Griffsicherung auf der Vorderseite des Griffstücks ergonomisch günstiger und zuverlässiger bedienbar ist, weil der Mittelfinger der Schusshand neben dem Halten des Griffstücks zum Niederdrücken der Griffsicherung Verwendung findet, da der Zeigefinger üblicherweise zur Betätigung des Abzugs vorgesehen ist. Auch funktioniert die erfinderische Lösung bei Schützen, die den Zeigefinger parallel zur Laufachse außen am Griffstück in Richtung Ziel platzieren, den Mittelfinger zur Betätigung des Abzuges und den Ringfinger zum Niederdrücken der Griffsicherung nützen. Dabei gewährleisten lediglich der sogenannte Ringfinger und der „kleine Finger" den Halt der Pistole.
[0009] Die Griffsicherung und der Abzug können aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein, wobei der Fertigung aus Kunststoff der Vorzug gegeben wird.
[0010] In der bevorzugten Ausführung ist ein quer zur Schussrichtung angeordneter Spannstift als Achse vorgesehen, womit für die Öffnungen ein größerer Spielraum bei den Fertigungstoleranzen gegeben ist.
[0011] Ein Zylinderstift ist denkbar, doch sind die Öffnungen toleranzgenauer zu fertigen, als dies bei Spannstiften der Fall ist, um den Halt der Stifte aufgrund der bei der Schussabgabe auftretenden Vibrationen zu gewährleisten.
[0012] Bevorzugt ist, dass die Feder eine schenkelartige Form aufweist und von der Achse durchdrungen wird.
[0013] Es liegt im Rahmen der Erfindung, das auch eine Druckfeder Verwendung finden kann.
[0014] Für die Bewegungsfreiheit der Griffsicherung auf der Achse ist es sinnvoll, dass der Durchmesser der Öffnungen der Griffsicherung und der schenkelartigen Feder größer sind als die Achse selbst.
[0015] In Figur 1 ist eine Pistole mit Griffsicherung (5) im gesicherten Zustand dargestellt, dessen vorderes Ende (6), in die Vertiefung (11) der Rückwand des Abzuges (4) eingreift und dessen unteres Ende (6a) erhaben aus dem Freiraum (8) der Vorderseite des Griffstücks (2) ragt, wobei die quer zur Schussrichtung angeordnete Achse (7a), die Öffnungen (7) des Griffstücks (2), der Griffsicherung (5) und der Feder (10) durchdringt (Figuren 3, 4).
[0016] In Figur 2 ist eine Pistole mit Griffsicherung (5) im entsicherten Zustand zu sehen, wobei der Abzug (4) sich in seiner hinteren Position befindet und das Abzugssystem ungespannt ist, das vordere Ende (6) der Griffsicherung (5) aus der Bewegungsbahn des Abzuges (4) geschwenkt und sich im Abzugsschutz (2a), befindet, sowie das unter Ende (6a) der Griffsicherung (5) nahezu plan mit der Vorderseite des Griffstücks (2) ist.
[0017] Die Figur 3 zeigt den Freiraum (8) der Vorderseite des Griffstücks (2) und den Durchbruch (9) des Abzugsschutzes (2a) sowie die Öffnung (7) des Griffstücks (2), welche von der Achse (7a) durchdrungen wird.
[0018] In Figur 4 ist die Griffsicherung (5) mit ihrer Öffnung (7), ihrem vorderen Ende (6), ihrem unteren Ende (6a) sowie mit der schenkelartigen Feder (7) und der Achse (7a) dargestellt.
[0019] Figur 5 zeigt die hintere Ansicht des Abzugs (4) mit der Vertiefung (11), die dem Eingriff des vorderen Endes (6) der Griffsicherung (5) dient.
BEZUGSZEICHEN
2a
6a
7a
4 2
10 11 12 13 14 15
Laufschlitten
Griffstück
Abzugsschutz Patronenmagazin
Abzug
Griffsicherung
Vorderes Ende / Griffsicherung Unteres Ende / Griffsicherung Öffnungen zu 2, 5,10
Achse zu 7
Freiraum /Vorderseite Griffstück Durchbruch zu 2a
Feder zu 5
Vertiefung / Rückseite zu 4 Lauf
Schließfeder
Korn
Kimme
AT 18 299 U1 2024-09-15
Claims (5)
1. Pistole im Wesentlichen bestehend aus einem Griffstück (2) einem auf diesem in Längsrichtung verschiebbaren Laufschlitten (1), einem Lauf (12) einer Schließfeder (13), einem Patronenmagazin (3), einem Abzug (4), der von einem Abzugsschutz (2a) teilweise umrandet ist, welcher auf seiner Unterseite einen Durchbruch (9), der von einer Griffsicherung (5) durchdrungen wird und mit seinem vorderen Ende (6) auf der Rückseite des Abzuges (4) in eine Vertiefung (11) eingreift, wobei die Griffsicherung (5) unter Druck einer Feder (10) innen im Griffstück (2) auf einem gesonderten Teil mit einer Achse (7) gelagert und teilweise in einem Freiraum (8) auf der Vorderseite des Griffstücks (2) positioniert ist und mit seinem unteren Ende (6a) bei gespanntem Abzugssystem erhaben aus der Vorderseite des Freiraumes (8) des Griffstücks (2) aufragt, dadurch gekennzeichnet, dass das Griffstück (2), mit Freiraum (8), die Griffsicherung (5), und die Feder (10), der Griffsicherung (5) im Einbauzustand zueinander fluchtende Öffnungen (7) aufweisen, die von einer Achse (7a) quer zur Schussrichtung durchdrungen werden, wobei die erwähnten Bauteile von außen über den Freiraum (8) des Griffstücks (2) ohne einen gesonderten Teil eingebaut sowie bei Bedarf ausgebaut werden können, ohne andere Funktionselemente aus dem Griffstück (2) entnehmen zu müssen.
2. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Griffsicherung (5) und der Abzug (4) aus Kunststoff gefertigt sind.
3. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (7a) ein Spannstift ist.
4. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (10) schenkelartig geformt ist und eine Öffnung (7) aufweist.
5. Pistole nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Öffnungen (7) bei der Griffsicherung (5) und bei der Feder (10) größer ist als der Durchmesser der Achse (79).
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATGM58/2023U AT18299U1 (de) | 2023-11-14 | 2023-11-14 | Pistole mit Griffsicherung und Griffsicherung für eine solche |
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Family Applications (1)
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Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US1395141A (en) * | 1919-05-03 | 1921-10-25 | Eugene G Reising | Firearm |
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2023
- 2023-11-14 AT ATGM58/2023U patent/AT18299U1/de unknown
Patent Citations (2)
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