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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 18285.
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BEIDE IN WIEN.
Steuervorrichtung für Zugregler bei welchen der Rauchschieber mittels Kolben und Dampfzylinder gehoben wird und infolge seines Eigengewichtes unter dem Einflusse eines Hemmzylinders sinkt.
Die Erfindung bezieht sich auf die Zugregler, bei welchen der Rauchschieber durch Dampfkraft gehoben wird und infolge seines eigenen Gewichtes niedersinkt, wobei ein Ftüssigkeitskatarakt die Dauer des Niederganges regelt. Die Erfindung betrifft die Steuerung des Dampfzylinder.
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und umgekehrt.
An dem Dampfzylinder a sind drei Stutzen angebracht, einer d für die Zulassung des Dampfes in der Nähe des oberen Deckels, einer f für den Auspuff des Dampfes nach beendetem Kolbenniedergang und ein dritter ! J am unteren Deckel für den Auslass der beim Kolbenaufgange angesaugten Luft.
Der übe, dem Dampfzylinder a angeordnete Hemmzylinder b besitzt zwei gegenüber-
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sich ein mit der Seil- oder Kettenrolle b1 verbundener federnder, durch einen Anschlag d1 in seiner Bewegung einseitig begrenzter Arm cl in seiner äussersten Stellung rechts und der mit der Welle des Rades b1 drehbare Hahn m befindet sich in einer solchen Stellung,
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Sollte daher der Katarakt nicht richtig eingestellt sein, so dass die Beschickung des Kessels mit Brennstoff erneuert werden muss. ehe der Rauchschieber abgeschlossen hat, so wird derselbe beim Öffnen der Feuertür infolge Öffnens des Kanales k rasch sinken, wodurch der Eintritt kalter Luft in die Feuerzüge \'01 hindert wird.
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Wird die Feuertür geschlossen, so geht der federnde Arm mit dem Kettenrad nach links und stösst hiebei gegen die Kolbenstange q eines mit einem Schieber r versehenen Dampfverteilungskolbens s. Der Kolben 8 ist in einem an die Dampfleitung u angeschlossenen Zylinder t verschiebbar. Am Zylinder t befindet sich der Stutzen v, der mit dem unteren Stutzen f des Dampfzylinders a verbunden ist, ferner eine Auspufföffnung to und ein Stutzen x, der zur Zuführung des Dampfes in den Dampfzylinder dient. In die aus dem Dampfzylinder a führende und mit dem Stutzen v verbundene Auspuffleitung ist ein gegen den Steuerzylinder sich öffnendes Rückschlagventil eingebaut.
Da die dem Schieber ; go- wendete Kolbenfläche s wegen des Vorhandenseins der Kolbenstange q kleiner ist als die abgewendete, wird der durch den Umführungskana y strömende Kesseldampf den Schieber nach rechts schieben, in welcher Lage er den Dampfzylinder a mit dem Auspuff wo verbindet. Durch die erwähnte, vom Arm cl veranlasste Verschiebung der Kolbenstange nach links tritt eine Umsteuerung ein, welche zur Folge hat, dass frischer Kesseldampf in den Dampfzufübrungskanal 01 strömt und dass der Kanal y des Steuerzylinders t mit dem Auspuff verbunden wird. Der in seiner obersten Lage befindliche Dampfkolben z wird durch den Dampf abwärts gedrückt, bis er an sein Hubende gelangt, in welchem Augenblick der Rauchschieber vollständig geöffnet ist.
In seiner untersten Stellung gibt aber der Kolben z die Auspufföffnung f frei und das Eigengewicht des Rauchschiebers hebt den Kolben a : mit der durch den Flüssigkeitskatarakt geregelten Geschwindigkeit. Der aus dem Dampf- zylinder a vorerst durch die untere Auspufföffnung f getriebene Dampf strömt in den
Steuerzylinder t und schiebt den Kolben des Steuerschiebers nach rechts und mit ihm den
Schieber r. Dadurch wird der in der äussersten Stellung links des Steuerkolbens von diesem gedeckte Kanal y geöffnet und der bei u einströmende Kesseldampf treibt den Steuerkolben weiter nach rechts. Durch diese Bewegung wird die Verbindung des Dampfrohres al mit dem Auspuff so wieder hergestellt und der Dampf strömt nun aus dem Dampfzylinder.
Sowie nun die Brennstoffschicht auf dem Roste so niedrig ist, dass eine neue Be- schickung mit Kohle stattfinden muss, wird die Feuertür geöffnet, dadurch das Kettenrad bl mit dem federnden Arm cl nach rechts geschwenkt, wobei der Arm der Kolbenstange q des Steuerkolbens ausweicht und dann an den Anschlag dl zurückfällt.
Sollte der Niedergang des Rauchschiebers bezw. der Hochgang des Dampf-und Hemmkolbens noch nicht vollendet sein, so wird die Abschlussbewegung des Rauchschiebers dadurch beschleunigt, dass gleichzeitig mit der Drehung des Kettenrades b1 das Hahnküken
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gehindert durchgehen kann. Daher befinden sich die beiden Kolben o, z, wenn die Feuertür geöffnet ist, in ihren obersten Endlagen und der Steuerkolben in seiner äussersten Rechtsstellung.
Wird nun die Feuertür wieder geschlossen, so beginnt die Tätigkeit des Kataraktes aufs neue.
Es ist zu bemerken, dass der Steuerkolben nur bei Beginn seiner Bewegung nach links Widerstand leistet, so lange der Kanal al gegen den Frischdampf und der Kanal y gegen die Atmosphäre abgeschlossen ist. Sowie der Kanal y durch den Schieber t. mit dem Auspuff w verbunden ist, treibt der Dampf den Steuerkolben s gegen sein linkes Hubende, in dessen Nähe er nach Überdeckung der Öffnung des Kanales y durch einen Dampfpolstor gebremst wird.