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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu-"18065. ELECTRIC BOAT COMPANY IN NEW YORK.
Periskop für Unterseeboote.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Periskope von unterseeischen Fahrzeugen, d. h. jene Vorrichtungen, welche dom Steuermann bei vollständig untergetauchtem Fahrzeug
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Wasser zu beobachten. Diese Periskope bestehen bekanntlich aus einer senkrechten optischen Röhre, deren oberes Ende über den Wasserspiegel zu stehen kommt. Bei solchen Periskopen ist es nun nicht nur erforderlich, dass, wie es der Name verrät, die optische Röhre um eine senkrechte Achse drehbar angeordnet wird, um Umschau halten zu können, sondern es ist insbesondere dafür Sorge zu tragen, dass die Prismen, Linsen, Reflektoren etc., welche auch immer in dieser Röhre untergebracht sein mögen, dauernd rein und klar erhalten werden, damit nicht etwa die sehfähigkeit durch Feuchtigkeitsniederschläge u. dgl. auf jenen Lichtlenkkörpern beeinträchtigt werde.
Zu diesem Zwecke ist gemäss vorliegender Erfindung eine Vorrichtung vorgesehen, welche es ermöglicht, in die optischen Rohre des Periskops trockene Luft einzublason, derart, dass diese Luft zweckmässig in heftigem Strome auf die Prismen, Linsen etc. geleitet und daher Feuchtigkeitsniederschläge u. dgl. auf diesen vermieden bezw. davon entfernt worden.
Die Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht diese Neuerung in der Gesamtheit. Fig. 2 zeigt den oberen und Fig. 3 den unteren Teil des Periskops in grösserem Massstabe. Fig. 4 betrifft eine Einrichtung zur unmittelbaren Ablesung des Winkels, welchen die nach dem erspähten Gegenstand gerichtete Gesichtslinie mit der Längsachse des @ntergetauchten Bootes einschliesst.
A (Fig. 1) ist ein Bruchteil des Rumpfes eines Unterseebootes und. S der Steuerturm desselben. C bezeichnet die senkrechte optische Röhre als Ganzes, welche in einem am Turm B angebrachten Lager D um ihre senkrechte Achse drehbar gelagert ist und
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wasserdicht eingepasst ist (Fig. 3), wobei der dichte Schluss durch eine über die Lagerhülse D0 unter Zwischenschaltung eines Kugelkranzes geschobene Überwurfmutter Dl gesichert ist. Das Tolesliopsehrohr E ragt durch einen Schlitz im Turm B nach innen und ist an der optischen Röhre C fest angebracht, so dass es sich mit dieser dreht. Die Drehung der optischen Röhre C samt dem Sehrohr E wird durch ein auf der achsialen Spindel b der Röhre C sitzendes Schneckenrad a in Verbindung mit einer Schnecke al bewirkt.
Wenn die optische Röhre C gedreht wird, so wandert das radial abstehende Sehrohr E an einer graduiertes Bogenschieno c (Fig. 4) vorbei, zufolge deren es ermöglicht ist, die Grösse der Drohung der optischen Röhre bezw. den Winkel, welchen die Gesichtslinie mit der Längsachse des Bootes einschliesst, unmittelbar abzulesen.
Auf das obere Ende der optischen Röhre C ist ein Gehäuse Cl aufgesetzt, welches
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optische Röhre C eingeblasen, aus welcher sie durch das Ventil f entweichen kann. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist im Boot ein Behälter F mit Druckluft untergebracht, aus welchem die Luft durch einen Trockenapparat G hindurch in die Leitung i und von hier in die Röhre C getrieben wird. Hier teilt sich diese Trockenluftleitung i in zwei Äste il, i2, deren düsenförmige Windungen zwei Luftströme auf die Kathetenflächen des Prismas h leiten.
Die go eingeblasene trockene Luft steigt nach Bespülen des Prismas t in der
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deren obere Fläche die Luft zufolge des schrägen oberen Auslaufes des Kanals j hingelenkt wird, worauf die Luft auch noch das obere Prisma d umspült und die Glasscheibe e bestreicht, um dann durch das Ventil f zu entweichen. Der Zweck dieses Durchblasens von trockener Luft durch die optische Röhre C besteht, wie bereits erwähnt, darin, die in dieser an jenen optischen Körpern etwa vorhandene Feuchtigkeit aufzunehmen und ferner auch in der optischen Röhre einen schwachen Überdruck zu schaffen, um das Eindringen von feuchter äusserer Luft zu verhindern.
Der Haken k (Fig. 3) gestattet das Ablassen von im Lager D etwa vorhandenem Wasser.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Periskop für Unterseeboote, dadurch gekennzeichnet, dass in die um ihre Vertikal- achso drehbar ? optische Röhre (C) eine Trockenluftleitung (i) munde, durch welche in diese Röhre trockene Luft zur Bespülung der in ihr enthaltenen Prismen, Linsen etc. eingeblasen wird, zum Zwecke, bei Herstellung eines gewissen Überdruckes in der optischen Röhre sehhindernde Feuchtigkeitsniedorschläge u. dgl. von jenen Teilen fernzuhalten bezw. zu entfernen.