AT17923B - Verfahren zur Herstellung von Schaufeln für Dampfturbinen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schaufeln für Dampfturbinen.

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AT17923B
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Carl Weichelt
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Carl Weichelt
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT   Nr 17923.   



   CARL   WEICHELT IN MOSKAU.   



  Verfahren zur Herstellung von Schaufeln für Dampfturbinen. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Dampfturbinenschaufeln, die einzeln in entsprechende Ringnuten des Turbinenrades hezw. auch des Leitschaufelkörpers eingeführt werden und aneinander   liegend den Schaufetkranz   bilden. 



  Das Giessen solcher Schaufeln hat den grossen Übelstand, dass die   Schaufel sowohl   an ihren Lagerungsflächen, als auch namentlich an der eigentlichen, wirksamen Schaufelfläche immer uneben sind, während es überaus wichtig und für einen guten Erfolg unbedingt erforderlich ist, einerseits die Beriihrungsstellen mit dem Dampf, andererseits diejenigen der Schaufeln 
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 des Turbinenrades dadurch einfacher und solider wird. 



   Erreicht soll dieses werden durch Ausfräsen der einzelnen Schaufeln aus einem vollen Ring, dessen Breite der   Schaufelholte entspricht. Durch das Ausfräsen wird gleichzeitig     eine   eigenartige Form der Schaufeln selbst erzielt, welche ein dichtes, festes Aneinander-   ifpn derselben   in der Ringnut des Turbinenrades, sowie durch Erzielung von Schaufeln 
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 Fräser die Schaufel vom Ring abschneidet und gleichzeitig ihre äussere Fläche bestimmt ;   Fig. 3   den aus den aneinander geschobenen Schaufeln gebildeten Schaufelkranz. 



   Das Vorfahren zur Herstellung der Schaufeln besteht in folgendem : Aus einem vollen Ring a, dessen Breite der Schaufelhöhe gleich ist, wird nach Aufschneiden des Ringes an einer Stelle nunmehr der erste Fräser c an den Ring   a dessen Breite nach   lang angelegt (Fig. 4 und 5), welcher in der ganzen Schaufelhöhe die innere Fläche ausgleicht, da dieselbe 
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 nahe dem   Schaufelende   ein weiteres   Stück     c aus, dessen   berechnete Krümmung die der Dampfeinwirkung ausgesetzte Fläche der Schaufel darstellt und die   Kanalöffnung   der Schaufel bildet.

   Dabei wird am   Schaufelende   die Abschlussfläche f erzeugt, die den Dampf am seitlichen Ausweichen hindert, wodurch der eventuell übrig bleibende, geringe achsiale Druck 
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   Fräser bewirkt, der   einen oberen stärkeren und einen unteren schwächeren Teil hat und nicht seitlich, sondern von oben eingeführt wird. Nachdem auf diese Weise die innere 

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 Schnittverluste ein einziger Ring für einen   Schaufelkranz nicht genügend.   



   Durch das Fräsen der Schaufeln worden die Flächen derselben vollkommen glatt, was einmal dem besseren Aneinanderlegen derselben in der Ringnut des Turbinenrades, andererseits aber vor allen Dingen dem besseren Abgleiten des Dampfes zugute kommt. Durch bestimmte Stellung der Fräser im Verhältnis zur Mittellinie des Ringes   o   erreicht man Schaufelflächen, welche die für den jeweilig zu erzielenden Zweck geeignete Krümmung haben. 



   Will man dem Dampfkanal in der Schaufel eine verschiedene Weite am Ein-und Austritt geben, so erzielt man dieses ebenfalls durch Anordnung der Fräser in entsprechender Entfernung von der Mittellinie des Ringes a. In diesem Falle'muss aber das Ausgleichen der inneren   Scbaufelflächen   und die Bildung der   Dampfkanäle   in getrennten Manipulationen vorgenommen werden, da dann die Mittelpunkte der Fräser an verschiedenen Stellen liegen. 



  Man wird in diesem Falle somit erst die innere Schaufelfäche ausgleichen und dann erst den Dampfkanal ausfräsen. 



   Bei der beschriebenen Darstellung der Schaufeln kann auch die Vorrichtung der Befestigung derselben gleich miterzeugt werden. Hiezu wird der Ring a zuerst an einer oder an beiden Seiten mit einer Nut b (Fig. 3 und 4) versehen, deren Form derjenigen des Ansatzes der Ringnut im Turbinenrade entspricht, in welche die einzelnen Schaufeln eingeführt und dicht aneinander geschoben werden. Durch Eingriff des Ringnutenansatzes in den Einschnitt b werden die Schaufeln am Turbinenrade festgehalten. Indem man die Nut b am vollen Ring a anfertigt, werden die ihr entsprechenden Einschnitte b bei allen
Schaufeln absolut gleichmässig erzielt. 



   Statt der seitlichen Einschnitte kann man ebensogut seitliche Ansätze an dem Ring a vorsehen. Bei Anwendung von Leiträdern können die Schaufeln für dieses genau ebenso hergestellt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Ein Verfahren zum Herstellen von Schaufeln für Dampfturbinen, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Schaufeln aus einem Ring (a) von der Breite der Schaufelhöhe mittelst   ein (-, s zylindrischen   vollen und eines hohlen Kronenfräsers ausgefräst werden, zum Zwecke, die Schaufeln in genau gleicher Form und mit glatter Oberfläche zu erzielen.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in das ringförmige Werkstück vor dem Fräsen der Schaufeln eine Ringnut (b) ein- geschnitten wird, welche bei den einzelnen, fertigen Schaufeln die Einschnitte bildet, die zur Befestigung derselben in Turbinen-bozw. Leitrad dienen.
AT17923D 1901-09-17 1902-12-15 Verfahren zur Herstellung von Schaufeln für Dampfturbinen. AT17923B (de)

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