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Österreichische PATENTSCHRIFT Nus 17778. CHARLES CRISTADORO IN ST. PAUL (V. ST. A.).
Knet-und Mischmaschine.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine zum Mischen und Durch. kneten der verschiedensten Stoffe, besonders jedoch von formbaren Massen wie Teig oder dgl. geeignete Maschine, in welcher die Masse nicht nur gründlich durchgemischt und zusammengedrückt, sondern auch geknetet, gestreckt, zerteilt und durchlüftet wird.
In der Zeichnung ist die Maschine in Fig. 1 in Draufsicht, in Fig. 2 in einem senkrechten Schnitt nach Linie x-x der Fig. 1 und Fig. 3 in einem gleichen Schnitt, jedoch bei anderer Stellung der arbeitenden Teile veranschaulicht.
Der kippbare Behälter oder Trog A der Maschine wird von der Welle 2 getragen, welche sowohl in Lagern 3 an den Enden des Troges, als auch in Lagern 4 des Gestelles B drehbar ist und eine Riemenscheibe 5 oder eine andere Antriebvorrichtung trägt.
Der muldenförmige Boden 6 des Troges A ist auf der Innenseite zweckmässig in der Längsrichtung gewellt oder mit Rippen 7 versehen. Im Inneren des Troges ist auf der Welle 2 eine Knetwalze 8 befestigt, welche der Länge nach sich erstreckende Flügel oder Rippen 9 besitzt. Dieselben sind zweckmässig in geringer Anzahl, beispielsweise vier, angeordnet und stark nach aussen vorspringend (Fig. 2 und 3), um denselben eine starke Greif-und Triebkraft zu erteilen.
Die Welle 2 ist vorteilhaft ausserhalb der Mitte der Trogmulde gelagert, so dass sie dem Trogboden an der rückwärtigen oder Austrittsseite 11 näher ist als an der vorderen oder Zuführungsseite 12 und der Zwischenraum zwischen der Walze und dem Trogboden sich in der durch Pfeile angedeuteten Drehrichtung der Walze allmählich verengt.
Neben der Walze ist im Innern des Troges auf einer in Lagern 15 an den Enden des Troges drehbaren Welle 14 eine Förderschnecke- ! 5 angeordnet, deren schraubenförmige Blätter 16 an den beiden Hälften der Schnecke zweckmässig nach entgegengesetzter Richtung geneigt sind, wie aus Fig. 1 ersichtlich, so dass durch dieselben die Masse von der : Mitte nach den Enden des Troges oder vorteilhafter von den Enden nach der Mitte desselben verschoben wird. Die Welle 14 der Förderschnecke kann von der Walzenwelle 2 durch
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Troges ist entsprechend ausgebuchtet, um sich dem Umfang der Schnecke mehr oder weniger dicht anzuschliessen, ohne die freie Bewegung derselben zu hindern.
Damit sich die Schnecke dem Umfang der Walze möglichst anpasst, werden die Schnecken blätter auf ihrer Welle exzentrisch angeordnet, oder es wird, wie in der Zeichnung dargestellt, die Schneckenwolle bei j ! 9 kurbeiförmig abgekröpft, so dass sich die Schnecke exzentrisch zu ihrer eigenen Achse dreht. Das Übersetzungsverhältnis zwischen der Walze und der Förderschnecke ist dann entsprechend der Anzahl der Flügel 9 der Walze zu wählen.
Um den Trog behufs Entleerens der gekneteten Masse kippen zu können, stehen mit demselben verbunden Zahnbögen 20 mit Trieben 21 in Eingriff, deren Welle 22 an dem einen Ende ein Schneckenrad 28 trägt, das durch eine Schnecke 24 mit Hilfe eines Handrades 27 gedroht wird.
Bei der Handhabung der Maschine werden die zu mischenden oder knetenden Stoffe
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die vereinigte Wirkung der Walze und der Schnecke gut durchgemischt. Sobald sie sich zu einer formbaren Masse vereinigen, wird diese von den Flügeln der Walze erfasst und über die wellenförmigen Riefen des Trogbodens hinweggeschoben, gedrückt und gezogen, wobei die Pressung um so grösser wird, je enger der Raum wird, in welchem die Masse eingedrückt wird.
Sobald die von der Walze mitgeführte Masse zur Förderschnecke gelangt, wird durch die Blätter derselben, welche dicht an der Oberfläche der Walze vorbeigehen, der Teig oder die sonstige Masse zerschnitten und von der Walze abgeschabt, mit der Schnecke herumgeführt und je nach der Steigung der Schneckenblätter von den beiden Enden nach der Mitte oder von der Mitte nach den beiden Enden des Troges gedrückt.
Dabei wird die an der Förderschnecke angehäufte Masse wieder gegen die Walze gedrückt, um von neuem bearbeitet zu werden. Hiebei wird die Masse nicht nur gut durchgemischt, sondern, da sie zäh und formbar ist, auch gestreckt und zerteilt, wodurch sie vollständig durchlüftet wird.
Wenn die Förderschnecke an der Entleerungsseite des Trogbodens angeordnet ist, so erweist es sich als vorteilhaft, durch geeignete Mittel, wie z. B. durch eine in Führungen 29 an den Trogwänden verschiebbare Scheidewand 28 zu verhindern, dass die von der Walze abgezogene Masse zu bald zu der Walze zurückkehrt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Knet-und Mischmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass neben einer umlaufenden Knetwalze eine Förderschnecke angeordnet ist, welche um eine zu ihrer Achse exzentrische
Achse rotiert und so die geknetete Masse sowohl fördert als auch von der Knetwalze entfernt und derselben zur weiteren Bearbeitung wieder zuführt.