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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 17487.
THOMAS WALTER BARBER IN LONDON.
Federnde Aufhängung von Motoren mit Kurbelmechanismus an Wagengestellen.
Die Erfindung betrifft die federnde Aufhängung von Motoren mit Kurbelmechanismus (Kolbenmaschinen) am Wagengestell von Kraftfahrzeugen und kennzeichnet sich dadurch, dass das Motorgestell die im Wagengestell fest (unverschiebbar) gelagerte Kurbelwelle mit Spielraum umfasst und vorn und hinten durch Federn mit dem Wagengestell verbunden ist, wobei wesentlich horizontal angeordnete Lenker die Kurbelwelle mit einer jenseits der Kurbelwelle liegenden Querstange des Motorgestelles verbinden. Während die Federn ein vertikales Spielen des Motorgestelles zulassen, bewirkt die gelenkige Verbindung der Kurbelwelle mit der Querstange des Motorgestelles, dass ein Ecken oder Windschiefstellen dos Motorgestelles gegen die Kurbelwelle nicht stattfinden kann. Der gleiche Erfolg müsste bei Fehlen der Lenker durch Gradführungen herbeigeführt werden.
Diesen gegenüber hat aher dio Lenkeranordnung den Vorzug, dass das federnde Spiel des MotorgestcHe.e) nicht durch Ecken oder Klemmen in den Gradführungen, welches bei einseitigen Stössen sehr leicht eintreten würde, beeinträchtigt werden kann.
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Maschine ebensowenig störend, wie das entsprechende Spiel der Lokomotivgestelle mit den Zylindern gegen die Treibachsen.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in zwei Ausführungsformen dargestellt, welche sich nur insofern unterscheiden, als die hinteren Federn das ì\1otorgestell im einen Falle direkt mit dem Querbalken des Wagengestelles verbinden, während die federnde Verbindung im anderen Falle indirekt durch die Kurbelwelle geschieht. Da die Kurbelwelle im Wagengestell fest gelagert ist, so vertritt sie im letzteren Falle gleichwertig den Querbalken des Wagengestelles als Federwiderlager.
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Ihre Seitenwangen umfassen die Kurbelwellen mit Spielraum, so dass sie von den Wellen unabhängig sind. Hinten sind die Wangen durch Querstangen Cl miteinander verbunden.
Die Motorgestelle hängen vorn mittels der Stangen ('9 an Federn C10, welche sich auf Ansätze A11 des Wagengestell-Querhalkens A5 stützen. In ähnlicher Weise erfolgt die Aufhängung hinten, wo die an den Querstangen Cl angreifenden Stangen ca auf Druck-
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und C6 angeordnet, welche die Querstangen C1 zwischen sich fassen und beim Spielen der Motorgestelle dämpfend wirken sollen. Ähnliche Gegenfedern können auch vorn an-
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Vermöge der beschriebenen Federanordnung können die Notorgestelle bei den Stössen und Erschütterungen des Wagongestellea in vertikaler Richtung spielen.
Damit dieses Spiel ein geregeltes bleibe und schädliche Schiefstellungen der Motorgestelle zur Kurbelwelle nicht eintreten, sind die Lenker D1 angeordnet, welche entweder einzeln sowohl auf der Kurbelwelle D als auch auf der Querstange Cl drehbar sind oder besser auf der Querstange 01 festsitzen, die dann ihrerseits mit Zapfen an den Enden in den Seitenwangen des Motorgestelles C drehbar ist. Die Lenker sind wesentlich horizontal angeordnet, um das vertikale Spiel der Motorgestelle zuzulassen, ohne dass zu der vertikalen eine erhebliche wagerechte Bowegungskomponente hinzutritt. Die gleichwohl auftretende, geringe wagerechte (Längs-) Bewegung ermöglichen die entsprechend weit gebohrten Löcher, durch welche die Tragstangen C8 bezw. C3 hindurchgehen.
Nach Fig. 4 (Längsschnitt des Motorgestelles) und 5 (Endansicht von vorn mit Querschnitt durch die Längsbalken des Wagengestelles unter Weglassung der Kurbelwelle) sind Zylinder und Gradführnngen (nicht gezeichnet) in derselben Weise im Motorgestell C angebracht wie bei der ersten Ausführungsform ; auch hier sind die Gestellwangen hinten durch eine Querstange C13 verbunden, ebenso umfasst aune hier das Motorgestell die im Wagengestell festgelagerte Kurbelwelle D mit Spielraum. Die vorderen Federn bezw. Gegenfedern C15 stützen sich auf die Längsbalken des Wagengestelles und drücken auf Ansätze C' der Gestellwangen. Hinten dagegen stützen sich die Federn bezw.
Gegenfedern C's, u. zw. mittelbar, auf die Kurbelwelle D und drücken auf die Querbalken C11 des Motorgestelles. Mittelbar stützen sich die Federn auf die Kurbelwelle insofern, als sie auf den vorderen Lageraugen der Lenker Dl stehen, die auch hier die Kurbelwelle D in der bereits beschriebenen Weise mit der Querstange Cl verbinden. Letztere wird übrigens, wie zur Erklärung der Fig. 5 bemerkt sei, von den verlängerten hinteren Augen oder Naben der miteinander festverbundenen Lenker Dt vollständig eingehüllt.
Diese Ausführungsform hat den Vorzug, dass die hinteren Federn in die Verkapselung des Motors, welche von einer Blechverschalung C16 gebildet wird, mit einbezogen werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Federnde Aufhängung von Motoren mit Kurbelmechanismus an Wagengestellen, dadurch gekennzeichnet, dass das Motorgestell (C) die im Wagengnste Il (A-A1-A5-A6,A12) drehbar, aber sonst unbeweglich gelagerte Kurbelwelle (I mit Spielraum umfasst und vorne und rückwärts durch in vertikaler Richtung spielende Federn (C10, (S, C15, C12) mit dem Wagengestell verbunden ist, so dass es in vertikaler züchtung spielen kann, wobei die Kurbelwelle (D) mit einer Querstange (Cl, C'3) des Motorgestelles durch wesentlich wagerecht angeordnete Lenkglieder (D1) verbunden ist.