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Österreichische PATENTSCHRIFT Now 17200. GEORGE JAMES SNELUS m EMERDALE HALL
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Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft eine Ausgestaltung an Konvertern, die zur Herstellung von Eisen und Stahl nach dem Frischprozess dienen.
Das Wesen der Neuerung besteht in der Anordnung einer an dem einen Konverterende angeordneten Mischvorrichtung, in weicher die Vermengung der heissen Luft und des
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drehbares und be (luem demontierbares Al) zugsrohr angeschlossen ist. Infolge der innigen Vermengung des Gases mit heisser Luft, welche erst unmittelbar vor Eintritt in den Kon- verter stattfindet, wird ohne Verwendung von Regeneratoren die zur Durchführung des Prozesses nötige Temperatur erzielt. Gleichzeitig ist bei allen Anordnungen die leichte Zugänglichkeit aller Teile des Konverters gesichert.
In deu beiliegenden Zeichnungen zeigt : Fig. 1 cI,'n Konverter und dit mischkammer in partiell geschnittener Seitenansicht, Fig. 2 einen Querschnitt des Konverters, Fig. 3 eine partiell geschnittene Rückansicht, während Fig. 4 eine Draufsicht auf den Schieber zur Regulierung des Gaszntrittes und Fig. : J den Grundriss des Abzugsrohres darstellen.
Der zylindrische Konverter a besteht aus mehreren durch Flanschen b miteinander vereinigten und Illit einer basischen Masse f ausgekleideten Blechtrommeln, die durch Schrauben zusammengehalten werden. Auf der äusseren Mantelfläche dieses zylindrischen Kessels sind die auf den Friktionsrollen c ruhenden Laufkränze sowie ein Zahnkranz angeordnet, der mit einem mittelst des Zahnrädervorgeleges e von einem beliebigen Motor angetriebenen Kolben in Eingriff steht. Hiedurch kann der Konverter in ständiger Rotation erhalten werden, wodurch Schlacke und Wind in innige Berührung mit dem Eisenbad gebraht werden und dasselbe gut durchgerüttelt wird.
Die basische Ausfütterung der einzelnen Blechtrommeln, aus welchen der Konverter zusammengesetzt ist, kann nach Zerlegen desselben in die einzelnen Trommeln und vertikaler Aufstellung der letzteren und Einschieben eines zylindrischen Kernes durch Umstampfen des letzteren oder Einsetzen von Ziegeln von entsprechender Form und nachherigem \'er- putzen der Fugen geschehen.
An den einen Boden des Konverters ist im Sinne der Neuerung eine Gas-Windmisch-
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rohr angeschlossen.
Die zur Durchführung des Reduktionsprozesses notwendige Hitze wird durch Ver- trennung eines von einem Generator erzeugten Gases geliefert, welches unmittelbar vor dem Eintritt in den Konverter mit heisser Luft gemischt wird.
Diesem Zwecke dient die Gaskammer j, welche durch eine Zwischenwand A : in zwei
Räume geteilt ist, so dass in den einen Raum das Gas vom Generator, in den anderen die heisse Luft eintritt, welch letztere durch eine Anzahl von Porzollanröhrchen in den
Mischraum z eintreten und daselbst mit dem Gase gut durchgemischt werden kann. Die
Verbindung der Kammer mit dem Generator ist eine leicht lösbare und erfolgt durch einen hydraulischen Abschluss, dadurch, dass die Kammerwänder r in eine mit Pech gefüllte Rinne il eintauchen. Der Zutritt des Gases wird durch einen Schiebers, das Einströmen der heissen
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Luft durch das Rohr m mit Hilfe des Ventiles o reguliert.
Die Verbrennungsprodukte ziehen durch das an den gegenüberliegenden Boden angeschossene Abzugsrohr in den Schornstein. Das Abzugsrohr s ruht mittels eines Ständers auf Rollen t, kann also leicht um eine horizontale Achse aus seiner Nörtnalstssllung geschwungen werden, so dass das Beschicken des Konverters mit einer Charge und der Einstieg in denselben bei etwaiger Reparatur wesentlich erleichtert ist.
Der Anschluss M an den Kamin ist auch hier ein hydraulischer und in derselben Weise durchgeführt wie der Abschluss der Gaskammer ; zur Regulierung des Zuges ist beim Abzugsrohr ein Schieber tv vorgesehen.
Am rückwärtigen Konverterboden ist eine Abstichöffnung mit einem Abgusstrichter i angeordnet, zum Zwecke der Entnahme von Proben.
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1. Bei Konvertern, die um eine horizontale Achse rotieren und an deren Basisflächen das Gas-Windgemenge ein-resp. austritt, eine vor einer der Basisflächen angeordnete Mischvorrichtung, gekennzeichnet durch eine mit der Gasleitung verbundene Gaskammer (j), durch welche eine Anzahl mit der Windleitung in Verbindung stehender Röhrchen (e) die heisse Luft in vielen dünnen Strahlen in die, dem einen Konverterboden vorgelagerte Mischkammer (z) führt, derart, dass in dieser eine innige Verengung des Gases mit dem Winde zustande kommt, während das Abzugsrohr für die Verbrennungsgase (s) derart schwingbar montiert ist,
dass dasselbe von der Anschlussstellung in eine zur Demontierung des Konverters passende Lage gebracht werden kann, wobei diese Anordnung einerseits bezweckt, die nötige Temperatur durch eine innige Verengung des heissen Windes mit dem Gase ohne Anwendung von Regeneratoren zu erzielen und andererseits die Zugänglichkeit des Konverters zu erhöhen.